Bikebergsteigen, Bikepark, Trails, Jumplines. Alles mit einem Rad möglich?

tommi101

MTB addict!
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Auch an eine zu kleine Rahmengröße :D

Sorry, wollte das Thema nicht wieder ausgraben, habe mich bei dem Thema eh rausgehalten, da ich mich damit eigentlich nie befasse weil ich fast immer auf die größte Größe zugreifen kann. Aber jetzt muss ich mich doch mal hier wieder einmischen.

Im Ernst, fahr erstmal mit der Pike und wenn du dir eine neue Gabel holst, dann würde ich schon das richtige Offset nehmen, auch wenn man sich dran gewöhnt. Hättest du schon ne Lyrik mit 51mm Offset rumliegen sähe es anders aus, aber so... Wenn man schon Geld für ein Upgrade in die Hand nimmt, dann mach es bitte auch gleich richtig.

Dein kleines Rad wird so durch durch die längere Gabel im Reach noch kürzer und schwerer zu fahren, das lange Offset legt da dann nochmal einen drauf...

Klar kann man damit Fahren und sich dran gewöhnen. Aber bei den ganzen Überlegungen frage ich mich so langsam ob das erstens das richtige Rad für dich ist, wenn du meinst du brauchst ne Nummer kleiner als empfohlen und direkt ne längere Gabel mit dem falschen Offset einbauen willst.
Und zweitens auf welchen annahmen du die Entscheidungen begründest?

Nur weil am Anfang von dem Thread jemand meinte das dir das Rad mit deinem BMX und XC Background erstmal etwas wenig verspielt vorkommen könnte? Klar, das soll es ja auch sein, ist ja kein BMX.






Kleine überspitzte Analogie zu diesem Thread:

A:
Hallo, habe bisher nur Porsche gefahren, suche einen Camper zum gemütlich übernachten mit der Freundin. Taugt ein Sprinter?

B: Ja, wird sich aber nicht so spritzig fahren, wie du vom Porsche gewöhnt bist. Ein Kombi könnte ausreichen, würde ich aber ausschließen.

A: Ok, habe mir einen Kombi gekauft. Zu zweit auf dem engen Raum, daran gewöhnt man sich bestimmt. Wird mir aber sicher besser gefallen als der Sprinter wenn ich auf die Rennstrecke gehe (werde ich zwar nie machen, hab dafür ja den Porsche, aber egal).

B: Überleg dir das lieber nochmal.
C: Überleg dir das lieber nochmal.
D: Überleg dir das lieber nochmal.
E: Hab auch schon zu zweit im Kombi geschlafen, geht schon.
F: Überleg dir das lieber nochmal.
G: Überleg dir das lieber nochmal.

A: Hab schon bestellt, bleib dabei. Hab zwar noch nie in einem Camper übernachtet aber im Kombi schlafen wird mir sicher gefallen. Zur not kann ich ihn ja zurück geben und neu bestellen wenn er in einem Jahr mal kommt.

5 Tage Später:

A:
Ich denke die 150PS vom Diesel Passat sind mir zu wenig, kann ich einen 300PS BMW Motor einbauen? Die Bestellung will ich nämlich nicht mehr ändern.

B: Warum? Fahr doch erstmal und schau obs dir reicht.

A: Für einen neuen Passat Motor bekommt man mehr Geld.

C: Geht schon, hier ist die Anleitung mit allen Vor und Nachteilen

A: Gar nicht mal so schwer. Wenn ich alles unnötige Gewicht wie Sitze und Klimaanlage rauswerfe, wird es sogar noch schneller, und ich kann mir das Geld für den 300PS Motor sparen, da er mit einem 250PS Motor dann gleich schnell ist. An das schlafen auf dem kalten Blechboden kann man sich auch gewöhnen.

D: 🙈
Danke für diesen Kracher am frühen Morgen!
Diese Analogie hat das Zeug zur Legende! :daumen:
 
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Interessant an dem Artikel von oben über Offset war auch, dass dort angesprochen wurde, dass der Trend zu immer längeren Bikes, mit immer mehr Reach und immer mehr Fahrstabilität evtl schon etwas zu weit geht.

Vielleicht bin ich ja am Ende mit meinem zu kleinen Kinderrädchen sogar Trendsetter ☝️😎✌️
 
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So, der (zu) kleine Eugen kam heute und wurde schon mal kurz ausgeführt.

Sitzposition fühlt sich meinem HT relativ ähnlich an, vielleicht minimal aufrechter. Insgesamt ist das Rad sicher auf der kompakten Seite.
Ob zu klein kann ich nicht sagen, was ich aber sagen kann ist, dass es riesen Spaß macht. Das Ding will in die Luft und das find ich sehr geil, da mir die Enduros (SD und S3) doch sehr träge und behäbig vorkamen.
Der Eugen will es hoch und weit und landet dabei relativ präzise von Anfang an. Da hatte ich mir die Umstellung schwerer vorgestellt.

Aufm Trail (Flow und Natur) hab ich jetzt nicht das Gefühl, dass das Rad zu kurz wäre. Die Radien kommen mir etwas größer vor als beim HT, aber das wird man erst nach einer Weile sehen.

Setup genau einstellen steht noch aus, hab jetzt den Sag und Rebound eingestellt und fahre HSC und LSC momentan relativ weit offen. Da muss ich mich noch näher mit beschäftigen.

Verbaut ist leider eine 23er Pike, auf 150mm traveln ohne Gabeltausch fällt erstmal flach, ich fahrs aber erstmal so.

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So, nachdem ich jetzt eine Weile mit dem Rad unterwegs war, auch ein paar anspruchsvollere Trails gefahren bin und ein wenig BBS betrieben habe, mal ein kleines Update/Feedback/Review.

Ich sagte ja schon, dass das Rad in M sicher auf der kompakten Seite ist. Mit L würde ich sicher auch zurecht kommen.
Ob besser? Kann ich wirklich nicht sagen, eigentlich fühle ich mich sehr wohl auf dem Rad wie es ist.

Anfangs fand ich die Sitzposition zu weit vorne überm Tretlager und damit das Knielot zu weit vor der Pedalachse für meine Gewohnheit. Das brachte mich tatsächlich zum zweifeln, ob ich mit M einen Fehler gemacht habe. Ich wollte den Sattel nicht zuweit zurückstellen, um die Fahrdynamik im Sitzen nicht zu sehr zu verschlechtern. Vom Reach her bzw. Abstand zum Lenker hatte ich keine Probleme, lediglich wie gesagt die Sitzpositionin Relation zum Tretlager.
Nachdem ich aber nochmal die Geotabelle bemüht habe, hab ich gesehen, dass der Hinterbau, Sitzwinkel, etc. und damit die relative Sitzposition zum Tretlager bei M und L gleich ist, das heißt ich würde bei L genau gleich sitzen, was die Position zum Tretlager betrifft.

Seitdem bin ich komplett versöhnt mit dem Rad, denn das war das einzige, was mir ein wenig "unpassend" vorkam. Vermutlich aber auch deswegen, weil ich beim Rennrad einfach immer Knielot über Pedalachse fuhr, und die Hugene-Position einfach ungewohnt war. Wenn man aber bedenkt, dass man meist entweder hoch oder runter fährt und sich dabei die Winkel ändern, dann passt es so eigentlich sehr gut. Bin die letzten 3 Tage 2500hm, 1500hm, 2850hm gefahren (wobei gestern gute 1000hm getragen) und fand es nie unbequem oder so. Generell kann man mit diesem 13,5kg Bock tatsächlich besser klettern als befürchtet.

Dennoch hätte ich gern euer Feedback, was ihr zur Sitzposition sagt.

Hier das Rad im momentanen Setup:

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Und hier meine Sitzposition auf dem Rad:

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Was denkt ihr?
 
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So, nachdem ich jetzt eine Weile mit dem Rad unterwegs war, auch ein paar anspruchsvollere Trails gefahren bin und ein wenig BBS betrieben habe, mal ein kleines Update/Feedback/Review.

Ich sagte ja schon, dass das Rad in M sicher auf der kompakten Seite ist. Mit L würde ich sicher auch zurecht kommen.
Ob besser? Kann ich wirklich nicht sagen, eigentlich fühle ich mich sehr wohl auf dem Rad wie es ist.

Anfangs fand ich die Sitzposition zu weit vorne überm Tretlager und damit das Knielot zu weit vor der Pedalachse für meine Gewohnheit. Das brachte mich tatsächlich zum zweifeln, ob ich mit M einen Fehler gemacht habe. Ich wollte den Sattel nicht zuweit zurückstellen, um die Fahrdynamik im Sitzen nicht zu sehr zu verschlechtern. Vom Reach her bzw. Abstand zum Lenker hatte ich keine Probleme, lediglich wie gesagt die Sitzpositionin Relation zum Tretlager.
Nachdem ich aber nochmal die Geotabelle bemüht habe, hab ich gesehen, dass der Hinterbau, Sitzwinkel, etc. und damit die relative Sitzposition zum Tretlager bei M und L gleich ist, das heißt ich würde bei L genau gleich sitzen, was die Position zum Tretlager betrifft.

Seitdem bin ich komplett versöhnt mit dem Rad, denn das war das einzige, was mir ein wenig "unpassend" vorkam. Vermutlich aber auch deswegen, weil ich beim Rennrad einfach immer Knielot über Pedalachse fuhr, und die Hugene-Position einfach ungewohnt war. Wenn man aber bedenkt, dass man meist entweder hoch oder runter fährt und sich dabei die Winkel ändern, dann passt es so eigentlich sehr gut. Bin die letzten 3 Tage 2500hm, 1500hm, 2850hm gefahren (wobei gestern gute 1000hm getragen) und fand es nie unbequem oder so. Generell kann man mit diesem 13,5kg Bock tatsächlich besser klettern als befürchtet.

Dennoch hätte ich gern euer Feedback, was ihr zur Sitzposition sagt.

Hier das Rad im momentanen Setup:

Anhang anzeigen 1578195


Und hier meine Sitzposition auf dem Rad:

Anhang anzeigen 1578197

Was denkt ihr?
Was ich nicht verstehe, warum wolltest du den Sattel nicht weiter zurückschieben? Wenn er dir gefühlt zu weit vorne ist? Wenn der Sitzwinkel ein wenig flacher wäre und sonst alles gleich, wo wäre dann der Unterschied zum Sattel weiter zurückschieben? Viel geht da ja eh nicht. Und wie du ja schreibst, wenn du eine Nummer größer hättest, sich die Geometric aber dabei nicht ändert, sondern nur skaliert, dann ändert sich der horizontale Abstand ja nicht, weil du dann den Sattel beim größeren Rad nicht weiter ausziehst, sondern nur mehr Sattelrohr und weniger Stützenauszug da ist.

Außerdem macht bei dem Rad in seinem Habitat halt vor allem Sinn draufzuschauen, wenn es 15% bergauf geht.

PS: Ansonsten schickes Rad
PPS: Nur der Fahrer hätte sich noch waschen müssen, der hat von der Tour gestern noch viel Dreck im Gesicht. 🤣
 
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Was ich nicht verstehe, warum wolltest du den Sattel nicht weiter zurückschieben? Wenn er dir gefühlt zu weit vorne ist? Wenn der Sitzwinkel ein wenig flacher wäre und sonst alles gleich, wo wäre dann der Unterschied zum Sattel weiter zurückschieben? Viel geht da ja eh nicht. Und wie du ja schreibst, wenn du eine Nummer größer hättest, sich die Geometric aber dabei nicht ändert, sondern nur skaliert, dann ändert sich der horizontale Abstand ja nicht, weil du dann den Sattel beim größeren Rad nicht weiter ausziehst, sondern nur mehr Sattelrohr und weniger Stützenauszug da ist.
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Zuviel Gewicht auf der Hinterachse, die Dämpferdynamik ändert sich, etc.
Ich hab anfangs viel ausprobiert. Sattel maximal zurück, mittig, vorn, verschiedene Sattelneigungen, etc.

Aber:
Außerdem macht bei dem Rad in seinem Habitat halt vor allem Sinn draufzuschauen, wenn es 15% bergauf geht.
Seit ich das verstanden habe, ist die Sitzposition bei der momentanen Satteleinstellung für mich in der Praxis optimal.
 

Milsani

Haldenhonk
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Woanders is auch Scheiße!
So, nachdem ich jetzt eine Weile mit dem Rad unterwegs war, auch ein paar anspruchsvollere Trails gefahren bin und ein wenig BBS betrieben habe, mal ein kleines Update/Feedback/Review.

Ich sagte ja schon, dass das Rad in M sicher auf der kompakten Seite ist. Mit L würde ich sicher auch zurecht kommen.
Ob besser? Kann ich wirklich nicht sagen, eigentlich fühle ich mich sehr wohl auf dem Rad wie es ist.

Anfangs fand ich die Sitzposition zu weit vorne überm Tretlager und damit das Knielot zu weit vor der Pedalachse für meine Gewohnheit. Das brachte mich tatsächlich zum zweifeln, ob ich mit M einen Fehler gemacht habe. Ich wollte den Sattel nicht zuweit zurückstellen, um die Fahrdynamik im Sitzen nicht zu sehr zu verschlechtern. Vom Reach her bzw. Abstand zum Lenker hatte ich keine Probleme, lediglich wie gesagt die Sitzpositionin Relation zum Tretlager.
Nachdem ich aber nochmal die Geotabelle bemüht habe, hab ich gesehen, dass der Hinterbau, Sitzwinkel, etc. und damit die relative Sitzposition zum Tretlager bei M und L gleich ist, das heißt ich würde bei L genau gleich sitzen, was die Position zum Tretlager betrifft.

Seitdem bin ich komplett versöhnt mit dem Rad, denn das war das einzige, was mir ein wenig "unpassend" vorkam. Vermutlich aber auch deswegen, weil ich beim Rennrad einfach immer Knielot über Pedalachse fuhr, und die Hugene-Position einfach ungewohnt war. Wenn man aber bedenkt, dass man meist entweder hoch oder runter fährt und sich dabei die Winkel ändern, dann passt es so eigentlich sehr gut. Bin die letzten 3 Tage 2500hm, 1500hm, 2850hm gefahren (wobei gestern gute 1000hm getragen) und fand es nie unbequem oder so. Generell kann man mit diesem 13,5kg Bock tatsächlich besser klettern als befürchtet.

Dennoch hätte ich gern euer Feedback, was ihr zur Sitzposition sagt.

Hier das Rad im momentanen Setup:

Anhang anzeigen 1578195


Und hier meine Sitzposition auf dem Rad:

Anhang anzeigen 1578197

Was denkt ihr?
Sieht passend aus, solange die Knie beim treten nicht gegen den Lenker schlagen und man den Sattel weit genug ausgezogen bekommt ist doch alles im grünen Bereich. Der Rest ist Feineinstellung und Gewöhnung.

M.
 

ExcelBiker

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Wie du selbst schreibst:

Heißt doch, die Sitzposition passt. Da brauchst du auch keine Experten mehr.
Naja, ich hab halt keine Erfahrung, wie man auf so einem Rad sitzen muss...

Aber ich denke wenn man 7h+ Touren mit ordentlich Höhenmetern hoch wie runter übersteht, ohne dass einem etwas drückt, zwickt, oder komisch vorkommt ist das schon kein schlechtes Zeichen.
 
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