Es handelt sich um einen Pullshock-Dämpfer, d.h. die Kolbenstange ist drinnen, wenn der Hinterbau ganz ausgefedert ist... aber das ist prinzipiell erstmal egal, funktioniert halt anders rum als üblich.
Du hast beim Jekyll zwei Federwege, welche dadurch realisiert werden, dass der Dämpfer zwei separate Luftkammern hat. Diese funktionieren unabhängig voneinander, und werden per Daumenschalthebel gewählt. Eine Kammer ist für den 150mm Federweg zuständig, die andere für den 90mm - wie wenn du zwei Dämpfer hättest, und umbauen würdest. Durch die kleinere Luftkammer ist das 90mm-Setup deutlich härter, als das 150er. Dadurch hat man automatisch natürlich auch weniger SAG, und somit steilere Winkel und ein hohes Tretlager. Hinzu kommt zudem eine sehr progressive Kennlinie in dieser Einstellung. Somit fährt sich der Hinterbau insgesamt extrem straff in der 90er Position - optimal zum speeden in der Ebene, für trailige langsam gefahren Wurzelwege (wo es auf Pedalfreiheit ankommt), und natürlich im Uphill. Schaltet man um auf die 150er Position, öffnet sich die andere Luftkammer. Nun hat man mehr Federweg, eine linearere Kennlinie, mehr SAG, und letztendlich somit flachere Winkel und ein niedrigeres Tretlager. Also perfekt für schnelle Flowtrails und DH...
Beide Einstellungen können separat zudem noch in der Zugstufe justiert werden. Leider nicht in der Druckstufe, was das Ganze noch perfektionieren würde.
Leider ist die 90er-Position IMHO insgesamt etwas ZU hart geraten. Eigentlich wäre es perfekt, wenn man die selbe Grundidee wie beim Scott umgesetzt hätte: Fluffige 150mm, gut nutzbare 90mm (im Gegensatz zu den knallharten im Jekyll), und für's reine Uphill noch nen Lockout... Dann hätte man mit der 90er Einstellung noch etwas mehr Nutzwert in der Ebene.
Aber es ist auch so schon sehr sehr gut - und offensichtlich funktioniert der Cannondale-Fox-Dämpfer auch zuverlässiger als das Scott-DT-Pendant...