Singletrail Skala: im Ernst?

marco schrieb:
Ich würde die abfahrt als "nicht empfehlenswert" bezeichnen. Der weg ist meistens wegen erosion und kühen kaputt. Keine instandhaltung seit jahren. Keine ahnung was für ein S das ist. Tatsache ist, dass ich diese tour in der bike vorstellen wollte, was aber nicht passieren wird, weil die meisten leser über mich, zu recht, schimpfen würden.

:daumen: gute einstellung, voralem in bezug auf die, die die zeitschriften lesen und daraus touren fahren wollen :-)

coffee
 
Hi,

...ein ziemlich interessanter Thema. Diese Frage kann man durchaus mal diskutieren und so will ich auch mal meinen Senf dazu abgeben.

Prinzipiell finde ich die Idee mit der Skala absolut begrüßenswert und hilfreich! Habe mir diese schon mehrfach angesehen. Alle an der Erstellung der Skala Beteiligten haben sich sehr viele Gedanken u. Mühe damit gemacht. Ich habe keinen Punkt oder eine Beschreibung entdecken können, die ich als nicht korrekt bezeichnen würde. Klar sind die Aussagen fahrbar oder nicht fahrbar relativ. Und klar ist doch auch, dass die Autoren zu den absoluten Freaks gehören und Otto-Normalo-Biker (zähle mich auch dazu) nicht annähernd so gut sind wie vielleicht Carsten u. Co.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier bei einigen oute: Ich finde es verrückt, dass manche, die hier schon gepostet haben, offensichtlich Komplexe haben, weil es Leute wie Carsten gibt, die fahrtechnische Experten sind. Gleich derart abzurutschen u. die Erfinder der Trailskala z. B. als Selbstdarsteller zu bezeichnen ist krank! Geht zum Therapeuten, vielleicht kann der an Eurem Selbstwertgefühl noch was richten?! Sorry – das musste jetzt sein. Es kommt doch immer auf die Sicht der Dinge an. Was ist denn schwer und was ist schön, was ist groß, was klein.....?

:daumen: Singletrailskala :daumen: finde ich gut! Danke an die Erfinder!
 
HAWKI schrieb:
Hi,


Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier bei einigen oute: Ich finde es verrückt, dass manche, die hier schon gepostet haben, offensichtlich Komplexe haben, weil es Leute wie Carsten gibt, die fahrtechnische Experten sind. Gleich derart abzurutschen u. die Erfinder der Trailskala z. B. als Selbstdarsteller zu bezeichnen ist krank! Geht zum Therapeuten, vielleicht kann der an Eurem Selbstwertgefühl noch was richten?! Sorry – das musste jetzt sein. Es kommt doch immer auf die Sicht der Dinge an. Was ist denn schwer und was ist schön, was ist groß, was klein.....?

:daumen: Singletrailskala :daumen: finde ich gut! Danke an die Erfinder!

ich glaube da hast du was missverstanden. keiner wollte ansich carsten & co was am zeug flicken. es stellt sich grundsätzlich nur die frage inwieweit die scala mit ihrer bewertung derzeit eben für den aalroundbiker ist und nicht ausschliesslich für den technisch eben extremeren biker.

es ist schon so das jemand der eben wie carsten oder dave solche abschnitte bewerten, dies für den otto normalverbraucher ein ganz anderes maß der dinge ist, das darf man nciht vergessen. udn nur darum geht es.

denn wenn ich mir die ursprungsscalenbeschreibung ansehe, udn dann mit tourenpassagen vergleiche, was da als S2 oder S3 bewertet ist, wäre für den normalen biker eben schon lange S4 oder S5. hier klafft es auseinander, und daran muss gearbeitet werden.

grüße coffee
 
HAWKI schrieb:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier bei einigen oute: Ich finde es verrückt, dass manche, die hier schon gepostet haben, offensichtlich Komplexe haben, weil es Leute wie Carsten gibt, die fahrtechnische Experten sind. Gleich derart abzurutschen u. die Erfinder der Trailskala z. B. als Selbstdarsteller zu bezeichnen ist krank! Geht zum Therapeuten, vielleicht kann der an Eurem Selbstwertgefühl noch was richten?! Sorry – das musste jetzt sein.

ruhig bleiben ;)
Niemand bezweifelt die fahrkunst der erfindern. Es gibt aber im sport (und nicht nur da) die gute alte tradition nicht zu viel über die eigenen erfolge zu reden. Sonst sollte man ruhig auch die kritiken annehmen können, siehe gletscher übergang unter dem "schönsten singletrail".
 
ich weiss immer noch nicht genau, woran marco sich stört:
an der bewertung an sich oder an der wahrnehmung der eigenen leistung gemessen an solch einer skala.

meine erfahrung:
die skala geht von leicht bis sackschwer.
leicht ist s1 und s2, schwer wirds bei s3 und s4 (wobei der typische bikeleser bzw. tourenfahrer an sich ja nicht unbedingt sowas können muss) und extrem wirds bei s5.

wo liege ich falsch?

vergleiche ich es mit den kletterskalen, so sind bergwanderer und tourengeher ja auch höchstens im unteren drittel zu finden - na und?!

erst wenn die schwierigkeit als sport gesehen und spezifisch angegangen wird, schafft man sich in die mitte und darüber hinaus.
 
dubbel schrieb:
ich weiss immer noch nicht genau, woran marco sich stört:
an der bewertung an sich oder an der wahrnehmung der eigenen leistung gemessen an solch einer skala.

die skala, so wie sie jetzt ist, bringt ganz wenig. Das ist der punkt. Verwende sie für 90% der touren und du wirst S0, S1 oder max S2 haben. Viel zu wenig um aussagekräftig zu sein. Oder du willst mir sagen, dass die Karwendelrunde eine S0 ist und die 601 eine S2?

Zwischen S0 und S2 passen mindestens 3 stufen rein. Wenn dann die freaks die Drei Zinnen runterfahrenkönnen, ist für mich auch eine S20 drin. Die skala ist eh nach oben offen.
 
ich denke, dass die Skala an sich ne gute Idee ist. Allerdings habe ich immer wieder das Problem, dass ich Wege, die ich aus den Alpen kenne dann doch in ihrer Einstufung nicht ganz nachvollziehen kann. Beispiel Pfunderer Joch: bin ich zweimal drüber, bei schönem Wetter bis auf einige Fußler komplett gefahren, bei Nebel, Nässe und 3°C so auf die Schnauze gelegt, dass ich mein Kinn in Brixen im Krankenhaus wieder zusammenflicken lassen musste: der Weg ist als S2 eingestuft, ist für mich die Obergrenze des fahrbaren.
Aber die Montozzo-Scharte ist auch S2 - da fahre ich aber nur noch die Hälfte (ab der Weggabelung, bis dahin fast alles). Eisjöchl hingegen halte ich für einfacher, ist aber schwieriger bewertet.
Auffällig ist auch, dass ich in den Bergen immer der letzte war, der abstieg. Hier im Forum sind aber massig Leute vertreten, die mich auf die Frage, ob das Pfunderer Joch komplett fahrbar sei mitleidig anguckten und steif und fest behaupten, das Teil sowohl rauf als auch runter vollständig zu fahren - ist doch easy...

Weiteres Problem: ich habe jahrelang fanatisch gesurft, war immer in der Könnensstufen-Skala in KS6 (ist die höchste). Dann einige Jahre weniger damit beschäftigt, jetzt bin ich vielleicht noch in KS 4-5, weil sich die Maßstäbe total verändert haben. Die Jungs machen Sachen, die ich noch nicht mal beim zugucken verstehe! Ich glaube, so wird es beim Radeln auch werden: die Maßstäbe verändern sich ständig.
Und ich denke, der normale Alpenüberquerer (also ALLE, die ich auf bisher fünf AlpenX getroffen habe) ist ein S1+ bis (max!) S2- -Fahrer, bei einem lupenreinen S2er schieben 95% oder mehr - und das ist gesund so!
 
marco schrieb:
die skala, so wie sie jetzt ist, bringt ganz wenig. Das ist der punkt. Verwende sie für 90% der touren und du wirst S0, S1 oder max S2 haben. Viel zu wenig um aussagekräftig zu sein. Oder du willst mir sagen, dass die Karwendelrunde eine S0 ist und die 601 eine S2?

Zwischen S0 und S2 passen mindestens 3 stufen rein. Wenn dann die freaks die Drei Zinnen runterfahrenkönnen, ist für mich auch eine S20 drin. Die skala ist eh nach oben offen.


Genau! Für 95% der Biker ist die Skala nicht verwendbar weil viel zu grob. Daher wird sich DIESE Skala so nie durchsetzen. damit sie ein Akzeptanz erfährt muß sie im Bereich der "Normalfahrer" differenzierter werden. Das Dave und Co. besser fahren als ich, darum beneide ich sie :D
 
Catsoft schrieb:
Genau! Für 95% der Biker ist die Skala nicht verwendbar weil viel zu grob. Daher wird sich DIESE Skala so nie durchsetzen. damit sie ein Akzeptanz erfährt muß sie im Bereich der "Normalfahrer" differenzierter werden. Das Dave und Co. besser fahren als ich, darum beneide ich sie :D
Die Skala ist eigentlich für alle verwendbar.
Wenn ein Pfad mit S4/S5 beschrieben wird wissen 95% der Biker dass man von dieser Abfahrt sich besser fernhält.
Wird eine Strecke mit S1/S2 eingestuft dann wird sie für die meisten (fast alle) fahrbar sein.
Sind ev. noch 2-3 kurze S3 Passagen dabei bekommt sie für den ein oder anderen noch die richtige Würze. Selbst wenn man an einigen Stellen absteigt und schiebt dürften dann die meisten ihren Spass gehabt haben.
 
Ich verstehe das Problem irgendwie auch nicht soganz. Ne Unterteilung mit + und - kann jeder selbstständig machen, versteht auch jeder ohne zusätzliche Definition. Und ich weiß nicht wirklich warum die Unterteilung zwischen S0 und S2 feiner sein sollte.

Das ganze schwankt (nach singletrail-skala.de) zwischen "kein besonderes fahrtechnisches Können nötig"(s0) und "fortgeschrittene Fahrtechnik nötig"(s2). Hier ist halt das fortgeschritten auslegungssache. Aber man muss eine Definition doch nicht soweit aufdröseln dass man kurz den Durchmesser der Brocken auf der Strecke ausmist oder mim Zollstoch an jede Stufe geht um die richtige Einteilung zufinden. Wer sich auf der Homepage die Bilder anguckt, sich die Situationen halt leicht variiert Vorstellt wird doch wissen ob er sowas fahren kann oder nicht.

Das größte Problem könnte bei vielen Leuten wohl das Ego sein, was sich nicht damit verträgt nur die untere hälfte bzw. das untere drittel einer Skala fahren zu können....

Problematischer ist hier dann meiner Meinung nach wirklich nur der Punkt wer bewertet. Hier wäre evtl die Möglichkeit die schonmal vorgeschlagen wurde dass ganze evtl. Online mit Abstimmungsmöglichkeit zu machen ganz intressant.


grüße
jan
 
rohstrugel schrieb:
Die Skala ist eigentlich für alle verwendbar.
Wenn ein Pfad mit S4/S5 beschrieben wird wissen 95% der Biker dass man von dieser Abfahrt sich besser fernhält.
Wird eine Strecke mit S1/S2 eingestuft dann wird sie für die meisten (fast alle) fahrbar sein.
Sind ev. noch 2-3 kurze S3 Passagen dabei bekommt sie für den ein oder anderen noch die richtige Würze. Selbst wenn man an einigen Stellen absteigt und schiebt dürften dann die meisten ihren Spass gehabt haben.

das sehe ich anders. Zwischen Karwendelrunde (S0) und 601 (S2) gibt es jahre bike-erfahrung. Die skala braucht eindeutig eine differenzierung zwischen S0 und S2. Eine grobe idee (alle touren in durchschnittsschwierigkeit) aus dem Gardasee:

S0 = tremalzo - passo nota
S1 = rifugio pernici - riva
S2 = dosso dei roveri
S3 = pianaura trails
S4 = vesio - bocca di fobia - straße zum passo nota
S5 = 601
S6 = dalco
S7 = schieben für 98% der biker
weiter nach oben: Sturz = Krankenhaus
 
[Ich würde die abfahrt als "nicht empfehlenswert" bezeichnen. Der weg ist meistens wegen erosion und kühen kaputt. Keine instandhaltung seit jahren. Keine ahnung was für ein S das ist. Tatsache ist, dass ich diese tour in der bike vorstellen wollte, was aber nicht passieren wird, weil die meisten leser über mich, zu recht, schimpfen würden./QUOTE]

Ich finde diese einstellung von marco genau die Richtige.

Für Otto-Normalbiker was auch ich bin, werden Strecken in Bikeführern als fahrbar ausgewisen die es aber nicht sind. Ist mir bei Moser und ziemlich oft in Südtirol passiert.
Manchmal fehlt einfach die objektive Bewertung der Trails für Normalbiker.

[Für 95% der Biker ist die Skala nicht verwendbar weil viel zu grob. Daher wird sich DIESE Skala so nie durchsetzen. damit sie ein Akzeptanz erfährt muß sie im Bereich der "Normalfahrer" differenzierter werden. /QUOTE]

Das ist auch meine Meinung.
Im unteren Bereich wo sich die meisten Biker bewegen fehlt einfach die Abstufung zb. 1a, 1b usw..

Finde es gut, dass eine solche diskusion in Gang gekommen ist.
Man sieht das Problem beschäftigt viele Biker.

tourraser
 
ich brauch in dem fall keine skala, da die beschreibungen in prosa meist hilfreicher sind.
und "Sx" klingt weniger aufschlussreicch als "nicht fahrbar wegen...".
 
marco schrieb:
das sehe ich anders. Zwischen Karwendelrunde (S0) und 601 (S2) gibt es jahre bike-erfahrung. Die skala braucht eindeutig eine differenzierung zwischen S0 und S2. Eine grobe idee (alle touren in durchschnittsschwierigkeit) aus dem Gardasee:

S0 = tremalzo - passo nota
S1 = rifugio pernici - riva
S2 = dosso dei roveri
S3 = pianaura trails
S4 = vesio - bocca di fobia - straße zum passo nota
S5 = 601
S6 = dalco
S7 = schieben für 98% der biker
weiter nach oben: Sturz = Krankenhaus
Wenn man die jetzige 6stufige Skala mit + - oder 1/2 erweitert dürfte das Problem doch eigentlich schon gelöst sein.
Am Gardasee kenn ich mich z.B. nicht aus. Denke aber, dass ich anhand der Trailklassifizierung die einzelnen Abfahrten richtig einzustufen vermag, und somit eine Vorstellung habe, was mich dann erwartet.
 
marco schrieb:
das sehe ich anders. Zwischen Karwendelrunde (S0) und 601 (S2) gibt es jahre bike-erfahrung. Die skala braucht eindeutig eine differenzierung zwischen S0 und S2. Eine grobe idee (alle touren in durchschnittsschwierigkeit) aus dem Gardasee:

S0 = tremalzo - passo nota
S1 = rifugio pernici - riva
S2 = dosso dei roveri
S3 = pianaura trails
S4 = vesio - bocca di fobia - straße zum passo nota
S5 = 601
S6 = dalco
S7 = schieben für 98% der biker
weiter nach oben: Sturz = Krankenhaus

Jungs, ich war zwischen meinem lesten Posting und jetzt Biken - das tut gut, die Sonne scheint hier gerade so schön :)

Ich kann deine grobe Einteileilung dieser Wege nachvollziehen. Ob das nun S0 - SX heissen soll, oder wie beim klettern mit +/- ist sicher sekundär.
Was ich aber gut finde, ist auch das Wege wie "Tremalzo - Passo Nota" als Basis (S0) aufgenommen werden. Weil viele sowas einfach gerne fahren. In der mometanen Definition der STS werden Wege wie der Tremalzo gar nicht abgedeckt, da sie zu breit für einen Trail sind.
Desweiteren, würde ich aber auch die zusätzlichen "G"Angaben aus der Hofer Skala übernehmen.
Da gerade bei obengenannten Beispielen nicht immer die fahrtechnische Schwierigkeit die Limits setzt, sondern die Angst vorm Abhang direkt neben dem Weg. Habe ich vor 3 Wochen wieder gemerkt, als meine Freundin zum ersten Mal mit am Lago biken war. Sie fand den 601 viel angenehmer zu fahren als den einfacheren Weg zur Bocca Fobbia, weil der Bocca Fobbia Weg sehr lange direkt am Angrund herführt.
Mir war das gar nicht so bewußt bis dato, da ich wohl etwas schindelfreier bin..


Marco: Jetzt mal of topic: Wie würdest du nach deiner obigen Einteilung den unteren Teil des 422 beurteilen(also nach Pregasina) S4 - S5??
 
Die Abfahrt vom Pfunderjoch wird soll ja angeblich eine Traumabfahrt sein !
Die Abfahrt ist im oberen Teil wirklich genial - aber sobald man die Hütte (mir fällt der Name nicht mehr ein) im Blick hat - ist es vorbei !
Vielleicht ohne Gepäck mit dem richtigen Bike !
Ansonsten macht diese wunderbare S2 Abfahrt echt Null Spaß !

Kann ja vielleicht auch an der Erosion liegen !
Teilweise war der nur 40cm tiefe Spur !
 
Airhaenz schrieb:
Marco: Jetzt mal of topic: Wie würdest du nach deiner obigen Einteilung den unteren Teil des 422 beurteilen(also nach Pregasina) S4 - S5??

S4 mit einer S5 stelle, die problemlos mit schieben überwunden werden kann (enge stufe).
 
Ich finde das System gut, so wie es jetzt ist. Denn kein Trail ist durchgehend einer einzigen Schwierigkeitskategorie zuzuordnen, sondern hat immer wieder Ausreißerstellen nach oben und unten.
Ich sehe es einfach so:
Wenn ich an einem Tag besonders viele km/Hm vorhabe, plane ich eine einfach Strecke mit viel Forstwegen und etwas Asphalt. Wenn ich genügend Speilraum habe, baue ich ein paar Wanderwege ein, möglichst nicht die gepunkteten. So oder so muss ich dann damit rechnen, ein paar Meter zu schieben oder tragen. Das ist doch nicht schlimm und ich habe auch nicht das Bedürfnis, immer alles zu planen.
Außerdem habe ich schon bei der momentanen, recht groben Skala manchmal Probleme, einen Weg einzuordnen. Nehmen wir einen einfachen Wanderwaldweg, 0,5m breit, normaler Waldboden, nicht so steil, aber: lauter Spitzkehren mit HR Versetzen. Ist das allein deswegen ein S3?
In Zukunft müsste ich dann noch entscheiden, ob es ein S2, S2-, S3+ oder S3 ist?!
 
Servus

Ich melde mich mal zu Wort, auch wenn ich hier nicht alles durchgelesen habe.

Wir haben versucht alles was gemacht wird zwischen S0 und S5 einzustufen. Uns war von vornherein klar, das S4 und S5 nur von einigen Extrembikeren wie den Vertrideren beherrscht wird. Aber es wird gefahren, wenn auch nicht von vielen Bikeren.
Inzwischen fahren viele Biker mit der Skala, wenn auch in der Mehrzahl solche, die sich intersiv mit schwereren Dingen (S3-S4) auseinander setzen.
Das einzelne Trails falsch bewertet werden ist nicht zu vermeiden, da die Bewertung immer von dem gemacht wird, der da gerade runter gefahren ist. Das ein Willi Hofer einem Trail leichter bewertet als ein Tourenbiker der sich quält und alles schiebt läßt sich nicht vermeiden. Man kann die Sache aber nochmals ändern. Wir sind inzwischen auch eher dazu über gagangen einzelne Sektionen zu bewerten. Eine Aussage über eine ganze Abfahrt kann fast immer nur querschnittlich sein.
Schaut in meine Passadtenbank, dort sind über 100 Abfahrten klassifiziert und ich bin mir sicher, das sich dort alle die diese Abfahrten kennen wieder finden werden.
Nur ein Beispiel von einem Übergang den inzwischen viele Alpencrosser in ihrer Route haben, das Niederjoch:
Niederjoch, Abfahrt zum Vernagt Stausee, Südtirol
øS-Grad: S-3, max. S-Grad: S-5
„Diese früher als unfahrbar bezeichnete schwere alpine Abfahrt ist zumindest im ersten Sektor mit S-4 einzustufen. Später führt der Trail dann aber durchschnittlich auf S-2 Niveau ins Tal.
Direkt an der Similaun Hütte beginnt auf 3.020 m eine der spektakulärsten Abfahren der Alpen. Schon nach fünf Metern einrollen wird man von einer heftigen S-4 Passage begrüßt, die zudem mit einem bis zu 400 Meter tiefen Blick in den Abgrund ausgestattet ist. Auf der gesamten Abfahrt ist der Vernagt Stausee zu sehen, der einem stets als türkisblaues Auge aus der Tiefe des Tals bei jeder der talwärtsgerichteten Bemühungen beobachtet.
Auf an sich griffigem, aber überaus scharfkantigem Granit geht es fortan auf 500 m Weg 500 m in die Tiefe. Schwere Steintreppen auf S-3 Niveau enden in sehr engen Spitzkehren, die mit S4 einzustufen sind. Auch hier ist der ständige Blick in den Abgrund garantiert, zudem stehen einem auf der gesamten Abfahrt spitze Granitnadeln entgegen. Zwischen den Granitfelsen hat sich überall Sand und Geröll abgelagert, was die Passagen immer wieder auf S-4 Niveau erhebt. Die ganze Abfahrt ist äußerst verblockt und erfordert überdurchschnittliches Fahrkönnen. Insgesamt wird S-4 Niveau vorausgesetzt, um am Niederjoch wirklich Spass an der Abfahrt zu haben.
Nach dieser Steilpassage, die auch mit einigen kurzen S-5 Abschnitten dekoriert ist, windet sich der Trail auf S-3 Niveau in engen Serpentinen einen großen Schuttkegel hinab. Wie verlassen nun das alpine Felsgelände und fahren fortan auf einem mit großen Steinplatten gepflasterten Weg über Almwiesen auf S-2 Niveau. Auch hier sind immer wieder schwere Passagen an Steilstücken sowie einige Bachdurchfahrten zu bewältigen. Später läuft der Trail auf S-2 Niveau langsam aus, bis man schließlich kurz vor dem Stausee einen kleinen Bauernhof erreicht.."


Wer ist den Trail gefahren? Stimmt Ihr zu?

Eine feinere Einteilung, wie ich sie z.B. in der zehnstufigen Skala hatte führt unserer Meinung nach eher zur Verwirrung als zu einer klarten Bewertung. Das schwimmt man z.B. irgendwo zischen 3 und 5 rum, kann sich nicht entscheiden und mit einem klarem S-2 ists definiert.

Noch ein Blick über den Tellerrand: Kletter (und Kajakfahrer) haben eine solche Skala. Die meisten Kletterer kommen niemals über den sibten Grad. Alles unter dem dritten Grad ist ein Spaziergang. Was bleibt ist 4, 5, 6 für die Masse und 7-11 für die Extremkletterer. Und keiner beschwert sich, das er nur bis 6 kommt und ist beleidigt das er sich unterrepresentiert fühlt. Bewertet wird was gemacht wird, wenn auch nur von wenigen.

Abschließend: Keiner der meint keine Skala zu brauchen wird gezwungen sich danach zu richten. Habt Spaß, geht biken und werdet glücklich!
 
marco schrieb:
S4 mit einer S5 stelle, die problemlos mit schieben überwunden werden kann (enge stufe).

Du neigst genauso wie ich dazu, die Sache schwerer zu bewerten als sie ist. Ist in der Regel besser so, dann ist später keiner an der Stelle überfordert.

Für mich hat o.g. Trail klar S-3, da ich nirgends versetzen oder trailen muß. Die Schlüsselstelle ist S-4 und wird von vielen gefahren. Wir sind bei den Trailhunter Dreharbeiten da sogar bei Nacht runter...komplett.
 
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