Moin,
mal nen kleiner Ausflug zum MotoCross:
Damals wurden die Federwege der Bikes immer größer, bis wir bei den jetzt üblichen 30-33cm ankamen. Das bedeutet, das aufgrund der notwendigen Doppelgabelbrücke nach unten nur ein gewisser Buraum minus die 30-33cm übrig bleibt. Unterhänge unter der Achse sind ebenfalls zu vermeiden, weil man in Spurrillen (und davon gibt's beim MX ganz viel und vor allem tiefe haha) hängen bleibt. Also blieb nur ein wenig Bauraum für die Standrohre übrig. Der Bauraum minus den Platz für das Einfedern der Tauchrohre bedeutet sehr sehr wenig Überdeckung der beiden Buchsen am Stand- und Tauchrohr. Ergebnis war ein immer schlimmerer Flex, und wir reden von Bikes mit 100+kg + Fahrer + Belastungen beim Landen aus 10m Höhe. Alles Mist....
Anfang der 80ger wurde dann begonnen mit UpsideDown-Gabeln zu experimentieren. Bei der Bauweise war der Abstand zwischen den beiden Buchsen deutlich größer, da hier der Bauraum zwischen den Gabelbrücken mit verwendet werden konnte. Ergo deutlich größere Steifigkeit. Gab zwar viele Probleme mit der Ausführung der Dämpfung und dem gewollten Flex der Gabeln, so das erst ab Mitte der 90er brauchbare Gabeln vorhanden waren. Was anderes gibt es hier jetzt eh nicht mehr, UosideDown ist Stand der Dinge und es wird sich nicht ändern. Wobei irgendwo Grenzen gesetzt sind, die Gabeln werden einfach zu steif und sind für Normalos nicht mehr fahrbar. Beispiel wäre z.B. die 52er WP Werksgabel...
Beim MTB ist durch den geringeren Federweg immer noch ein großer Abstand zwischen den beiden Buchsen möglich, weswegen da nicht so das Problem mit der Steifigkeit entstehen kann. Andere Ursachen für Steifigkeit wie Rohrdurchmesser und so mal außer acht gelassen...
Hoffe es ware nicht zu langweilig, vllt hat der kleine Ausflug ja dem Einen oder Anderen etwas geholfen das Thema UpsideDown etwas besser zu verstehen...