Continental MTB Reifen

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Conti ist kein Wohlfahrtsverein, die reagieren auf ein schrumpfendes Segment der Automobilproduktion, das sie bedienen. Das hat bittere Folgen, aber so ist eben Kapitalismus.
In Aachen werden nur SUV Reifen gefertigt und da steigen die Zahlen seit Jahren! Ist Kapitalismus eine Erklärung und Entschuldigung für alles?
Habe ich für Schwalbe eine Lanze gebrochen?
 

Trail Surfer

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@theclash Es gehört doch zu den Gewohnheiten im Internet, dass die Leute eben in und aus ihrer Blase ihre Meinung haben und die ist eben oft unumstößlich.
Um Empathie geht es dabei nicht.
Wenn du dich beleidigt o.ä. siehst, einfach den oder die Beiträge mit Hinweis auf die Verhaltensregeln melden.
Der Tonfall im Forum ist leider immer öfter daneben.
 
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In Aachen werden nur SUV Reifen gefertigt und da steigen die Zahlen seit Jahren! Ist Kapitalismus eine Erklärung und Entschuldigung für alles?
Habe ich für Schwalbe eine Lanze gebrochen?
Aber dann hat das ja nichts mit farhrradreifen zu tun,außer dass es die gleiche Firma ist.
Die Firmen die in Asien produzieren achten ja sooooo aufs soziale.
Tut mir trotzdem leid wenn du oder dein bekanntenkreis vom Stellenabbau in Aachen betroffen sind, aber dann keine Conti reifen mehr zu kaufen die in Korbach produziert werden, versteh ich nicht, dadurch sind ja dort u.U. Arbeitplätze gefährdet.
Die Automobilindustrie ist wohl leider ein sehr schlechtes Beispiel dafür wenn ums soziale geht&das meine ich aus beruflichen erfahrungen.
 
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Und ich kaufe extra Conti-Fahrradreifen, ausnahmslos die teuren Race Sport oder Protections, da "Made in Germany" und nicht die Billigteile aus Asien, oder von anderen Marktbegleitern.

Ja das mit Aachen ist ärgerlich, aber das ist nur der Anfang des überfälligen Strukturwandels in der Automobilindustrie. Wir müssen uns damit abfinden, dass noch zigtausende ihre Arbeitsplätze verlieren werden, sich umorientieren müssen.

Aber ganz ehrlich, wer hier zu einem Boykott gegen Conti aufruft, sollte mal scharf über sein eigenes Einkaufsverhalten nachdenken. Handy, Unterhaltungselektronik, die wöchentlichen Ramsch-Schnäppchen bei Aldi und Lidl, darf alles nichts mehr kosten. Aber wenn dann hiesige Arbeitsplätze wegfallen......
 
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.

Wir müssen uns damit abfinden, dass noch zigtausende ihre Arbeitsplätze verlieren werden, sich umorientieren müssen.
Ja, das ist immer schon, wenn jemand nicht einmal mehr für die so genannten Sachzwänge argumentiert, sondern einfach mit ihnen.
Kapitalisten machen ihren Profit, indem sie weniger Leute billiger und mehr arbeiten lassen. Da zuckt man einfach mit den Schultern und sagt "ist so, geht nicht anders...Pech gehabt!".
Schön, wenn man so zufrieden und fertig mit der Welt ist.

Und zur Frage, ob man nun als Konsument die Produkte von Conti kaufen soll oder nicht, hätte ich einen längeren Beitrag:

Die Marktwirtschaft ist kein Mechanismus zur Herstellung und Verteilung nützlicher Güter für die, die sie brauchen. Der Konsument, der sie kauft, und insgesamt der Konsum ist in diesem System nur das Mittel des Kapitalumschlags: Die herstellenden Firmen brauchen die Käufer, um ihre gewinnträchtigen Waren in Geld zu verwandeln und damit ihren Unternehmenszweck zu realisieren. Dieser Zweck, Rendite auf den Kapitalvorschuss, ist der Grund der wiederkehrenden Skandale um schädliche Schrottprodukte und die für Mensch, Tier und Natur ruinösen Umstände ihrer Herstellung.

Zu glauben, ausgerechnet der Konsument hätte mit dem Geld, das er bewusst oder nicht ausgeben kann, ein Machtmittel in der Hand, um daran etwas zu ändern, ist ein Selbstbetrug – und ein etwas aufgeblasener dazu. Denn es gibt niemanden, der eigentlich „unbewusst“ konsumiert: Jeder bewirtschaftet sein Budget, so gut er kann, und kauft sich mit seinem Geld das für ihn erreichbare Beste. Keiner der Kunden, für man das Etikett „unbewusst“ reservierst, fragt die hormonverseuchten Schnitzel aus tierquälerischer Massenhaltung aus grundloser Unachtsamkeit nach. Keiner wünscht sich die engen, hellhörigen Wohnungen in Autobahnnähe. Oder bestellt absichtlich Geräte, die nach kurzer Zeit nicht mehr zu gebrauchen sind. Warum ist all das dann im Angebot? Und warum gibt es Nachfrage danach? Weil die Kaufentscheidungen der Leute von ihrem Geldbeutel abhängen – und in dem ist bei den meisten nur so viel drin, wie sie vorher als Arbeitnehmer verdient haben. Lohn und Gehalt richten sich aber nicht nach dem, was einer braucht oder möchte. Sie sind ein Kostenfaktor in der Rechnung der Arbeitgeber, den diese niedrig halten. Deswegen ist das Handelskapital so sicher, dass eine sehr beschränkte Zahlungsfähigkeit bleibender Bestandteil unserer schönen Wohlstandsgesellschaft ist, und konkurriert gerne auch um die minderbemittelte Kaufkraft: Wenn „billig“ das wichtigste Verkaufsargument für den Massenbedarf ist, dann wird der Menschheit „billig“ angeboten; und damit auch mit kleinen Preisen ordentliche Gewinne zu machen sind, werden die Kosten der Erzeugung der Konsumartikel konsequent gesenkt: Es kommen minderwertige Rohstoffe und alles Gift sowie alle Methoden der Leistungserzwingung und Lohndrückerei gegen die Arbeitskräfte zum Einsatz, die noch nicht verboten sind – und oft darüber hinaus. Wenn es dann Klagen gibt über den Dreck, der den Leuten angedreht wird, rechtfertigen sich die Hersteller mit dem unverschämten Argument: Der Kunde verlange danach! Er kauft den Mist, der zu seiner Armut passt, also will er nichts anderes.

Besserverdienende Kunden oder Leute, die auf vieles überhaupt verzichten, lassen sich durch Werbeargumente wie Bio, Fair Trade etc. auf die teureren Artikel von Anbietern lenken, die eben damit ihren Gewinn machen. Diese Kunden haben allen Grund zu ihren Zweifeln, ob die zugesagten Rücksichten auch eingehalten werden, denn die sind ja auch nur – kostentreibende – Werbemittel für den Warenabsatz. Von den Zweifeln lebt dann wieder eine ganze Zertifizierungsindustrie, die ihr Geschäft mit genau den Anbietern macht, die das Bio-Label verkaufsfördernd einsetzen – und der der Kunde endgültig nur noch glauben kann. Ob also aus der Nachfrage seitens der besonders betuchten bzw. besonders verzichtsbereiten Kundensegmente tatsächlich wirksame Marktverschiebungen werden und ob letztere zu auch nur graduellen Veränderungen der Sitten beim Produzieren führen, hängt vollständig daran, was die Seite der Anbieter daraus zu machen versteht; und zwar gemäß ihren Zwecken und Kalkulationen – siehe oben. Und davon versprichst man sich allen Ernstes eine – wie bescheiden auch immer gefasste – „Lösung der Probleme dieser Welt“?

Der Konsument ist nach beiden Seiten die abhängige Variable der Wirtschaft: Er kann nur ausgeben, was er verdient, und nur kaufen, was ihm für dieses Geld geboten wird. Er bestimmt nicht das Warenangebot, sondern kann gar nichts anderes tun, als seine Bedürfnisse seinem Geldbeutel und dem Warenangebot auf dem Markt anzupassen. Das Sich-Einteilen-Müssen ist von dieser Gesellschaft erzwungen; die Einbildung, sich richtig einzuteilen und damit irgendetwas in der Hand zu haben, ist Quatsch
 
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skwal83

Fachverkäufer für Kopfbedeckungen aus Leichtmetall
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Ja, das ist immer schon, wenn jemand nicht einmal mehr für die so genannten Sachzwänge argumentiert, sondern einfach mit ihnen.
Kapitalisten machen ihren Profit, indem sie weniger Leute billiger und mehr arbeiten lassen. Da zuckt man einfach mit den Schultern und sagt "ist so, geht nicht anders...Pech gehabt!".
Schön, wenn man so zufrieden und fertig mit der Welt ist.
Jaja, die bösen Kapitalisten
Und dann in den Keller gehen und sich an seinen drei Fahrräder erfreuen und schöne Fotos davon mit dem Handy machen......
 
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ich war vorhin biken und es ist inzwischen auch im Wald Herbst geworden :wut: , aber der Kaiser(Prot-Apex) macht vorne trotz nassen und matschigeren Bedingungen noch eine recht gute Figur, bin überrascht...
 
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ich war vorhin biken und es ist inzwischen auch im Wald Herbst geworden :wut: , aber der Kaiser(Prot-Apex) macht vorne trotz nassen und matschigeren Bedingungen noch eine recht gute Figur, bin überrascht...
Kann ich bestätigen.
Sowohl Apex als auch Protection-Apex funktionieren bei den jetzigen Verhältnissen hervorragend. Apex grippt und dämpft nochmal die Spur besser.
 

freetourer

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Conti ist für mich gestorben! Die haben bei uns in Aachen 1800 Arbeitsplätze vernichtet obwohl sie hier sehr gute schwarze Zahlen geschrieben haben. In Zukunft wird irgendwo in Osteuropa produziert. Absolut asozial.
Die scheißen auch auf die teils schwierige Lage von Familien wegen Corona.
Kauft keine Contis mehr! Egal für welches Fahrzeug.
Was ist denn Deiner Meinung nach die verantwortungsvollere Alternative?
 
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Aber ganz ehrlich, wer hier zu einem Boykott gegen Conti aufruft, sollte mal scharf über sein eigenes Einkaufsverhalten nachdenken. Handy, Unterhaltungselektronik, die wöchentlichen Ramsch-Schnäppchen bei Aldi und Lidl, darf alles nichts mehr kosten. Aber wenn dann hiesige Arbeitsplätze wegfallen......
Da brauche ich nicht lange nachenken....ich fahre ein 20 Jahre altes Rad, besitze kein Auto und auch kein Handy. Ich bestelle nur Dinge im Internet die ich hier nicht kaufen kann und Ramsch interessiert mich nicht. 1800 Familien aber schon. Jeder kann ja kaufen was er will. Ich darf hier aber auch schreiben was ich will ohne direkt persönlich angegriffen zu werden. Wie sähen eure Kommentare aus wenn ihr zu den jenigen gehört die bald auf der Straße sitzen?
 

freetourer

Guest
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Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Das ist natürlich klar.

Aber damit finde ich ehrlich gesagt Deinen Aufruf generell nicht mehr bei Conti zu kaufen ohne eine Alternative (die dann nach den von Dir angelegten Kriterien verantwortungsvoller ist) aufzuzeigen ziemlich daneben und schwach.
 
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Da brauche ich nicht lange nachenken....ich fahre ein 20 Jahre altes Rad, besitze kein Auto und auch kein Handy. Ich bestelle nur Dinge im Internet die ich hier nicht kaufen kann und Ramsch interessiert mich nicht. 1800 Familien aber schon. Jeder kann ja kaufen was er will. Ich darf hier aber auch schreiben was ich will ohne direkt persönlich angegriffen zu werden. Wie sähen eure Kommentare aus wenn ihr zu den jenigen gehört die bald auf der Straße sitzen?
Persönliche Angriffe? Ganz schön sensibel. Haust hier deine Ansicht raus und verträgst die anderen nicht. Sonst ist hier nix passiert.
 
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Das ist natürlich klar.

Aber damit finde ich ehrlich gesagt Deinen Aufruf generell nicht mehr bei Conti zu kaufen ohne eine Alternative (die dann nach den von Dir angelegten Kriterien verantwortungsvoller ist) auzuzeigen ziemlich daneben und schwach.
Warum jetzt genau? Bist du nicht in der Lage dir dein eigenes Bild zu machen? So hilflos?
 
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Jaja, die bösen Kapitalisten
Und dann in den Keller gehen und sich an seinen drei Fahrräder erfreuen und schöne Fotos davon mit dem Handy machen......
Und was hat das eine mit dem anderen zu tun. Kapitalismuskritik wird garantiert nicht durch Antimaterialismus geleistet. Auch ich kann nichts Anderes kaufen als in den Regalen steht. Trotzdem muss mir die Art der Produktion nicht gefallen.
 
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Wen es interessiert schließt Conti nicht nur das Werk in aachen.

auch ich werde die Conti reifen weiter kaufen weil sie mir taugen und ich die deutschen Produktionsstätte Supporten möchte, sonst wird diese Firma auch über kurz oder lang nach Asien ziehen
 
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Wen es interessiert schließt Conti nicht nur das Werk in aachen.

Das alles ist erst der Anfang. Es werden 100.000de Stellen in D werden. Die gesamte Automobilsparte wird richtig einstecken. Kein Pro ohne Contra. Aber das würde hier den Rahmen sprengen.
 
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