Dreh-Momente am Dienstag: Wo sind eigentlich die echten Steckachsen hin?

nuts

Open Innovation
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Dreh-Momente am Dienstag - so lautet die neue Technikkolumne auf MTB-News.de. Sie soll technische Inhalte allgemeinverständlich näherbringen, ohne an technischer Korrektheit zu mangeln. Neuheiten werden diskutiert und aus Sicht von Ingenieuren beleuchtet. In Gast-Beiträgen kommen Entwickler verschiedener Bike-Firmen zur Sprache - wir hoffen, ihr habt Freude an den teils nerdigen, kritischen, aber auch unterhaltsamen Gedanken.


→ Den vollständigen Artikel „Dreh-Momente am Dienstag: Wo sind eigentlich die echten Steckachsen hin?“ im Newsbereich lesen


 
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Gute "Format"! Ich hoff das bleibt so gut ;-)

Zum Thema.
Ich denke, dass das höchst wahrscheinlich der "einfachkeit" geschuldet ist. Die neuen "Steckachsen" sind einfach leichter und schnelle zu bedienen. Es kann weniger falsch gemacht werden (da ja so gesehn keine Schrauben mehr da sind) und die Steifigkeit wurde ja auch besser.

Was bei dem Thema eventuell noch interessant wäre - was, bzw. wie viel mehr "Steifigkeit" bringen die Torque-Caps von Rockshox? Die Auflagefläche zwischen Nabe und Gabel wurde ja dadurch größer.
 

GoldenerGott

Fuchstrail Mountainbiker
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Danke. Ich fand es interessant. Jetzt weiß ich, warum ich die Pseudosteckachse im Hinterbau meines Lapierre Spicy bis kurz vor die Bruchgrenze anziehen muss, damit es nicht knarzt. Da wurde einfach die falsche Achse gewählt für den wohl recht weichen Hinterbau.

An der Stelle gleich einen Wunsch für die Zukunft:
Habe gestern in der Diskussion hier festgestellt, dass es verschiedene Ansichten darüber gibt, ob Pressfitlager mit Kunststoffgehäuse im Carbonrahmen besser sind als solche mit Alugehäuse. Letzteres soll schneller knarzen und für die Carbonpassung schlecht sein. Könnt ihr da bitte etwas Licht rein bringen. Mein Shimano Pressfit ist zwar noch gut, aber ich würde gerne für die Zukunft wissen, was ich mir am Besten für ein Innenlager hole, wenn es mal nötig wird.
 

garbel

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Ich fand die Spreiz-Maxles sehr gut. Leider scheinen viele die Funktion nicht verstanden zu haben. Wie oft waren alte Maxles brutal festgeknallt und der Hebel total laschi umgelegt.
 
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Netter Artikel und auch mal eine interessante Übersicht über die verschiedenen Systeme :daumen:

Könnte eine schöne Serie werden.
 

GrazerTourer

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hehe, da kommt der Maschinenbauer durch! :) Technisch mögen das ja alles wirklich interessante Lösungen sein, aber ich will einfach nicht glaube, dass den Unterschied irgendjemand blind auf negative Weise merken würde.
 
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Danke. Ich fand es interessant. Jetzt weiß ich, warum ich die Pseudosteckachse im Hinterbau meines Lapierre Spicy bis kurz vor die Bruchgrenze anziehen muss, damit es nicht knarzt. Da wurde einfach die falsche Achse gewählt für den wohl recht weichen Hinterbau.

An der Stelle gleich einen Wunsch für die Zukunft:
Habe gestern in der Diskussion hier festgestellt, dass es verschiedene Ansichten darüber gibt, ob Pressfitlager mit Kunststoffgehäuse im Carbonrahmen besser sind als solche mit Alugehäuse. Letzteres soll schneller knarzen und für die Carbonpassung schlecht sein. Könnt ihr da bitte etwas Licht rein bringen. Mein Shimano Pressfit ist zwar noch gut, aber ich würde gerne für die Zukunft wissen, was ich mir am Besten für ein Innenlager hole, wenn es mal nötig wird.
Schau Mal bei Wheels Manufacturing. Die bieten verschraubte Pressfitlager an.
 
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Neben "Muschi am Mittwoch" jetzt auch noch "Drehmomente am Dienstag" ?!
Ein klares Anzeichen, dass langsam aber sicher, weitaus sinnvollere Themen auszugehen scheinen. :rolleyes::(
 
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Neben "Muschi am Mittwoch" jetzt auch noch "Drehmomente am Dienstag" ?!
Ein klares Anzeichen, dass langsam aber sicher, weitaus sinnvollere Themen auszugehen scheinen. :rolleyes::(
Nö, das hat im Gegensatz zur Muschi schon potential. Ich persönlich fand jetzt das Einstiegsthema nicht sooo interessant aber ich kann mir durchaus vorstellen das hier ab und an echt nette Sachen zur Sprache kommen, z.B. Kinematiken beim Fully. Vor-Nachteile welcher Systeme, Lagerung etc..
 

slash-sash

bike-geil
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Coole Serie, wenn die Themen da hinter so spannend bleiben, wie dieser „Startartikel“.
Ja, man kennt die einzelnen Systeme schon; weiß auch um die Beschaffenheit und Funktion der einzelnen Achsen in den unterschiedlichen Jahrhängen.
Trotzdem interessant zu sehen, wie schleichend der Prozess doch eingeleitet wurde, von einer echten zu einer unechten Steckachse.
Mit Sicherheit merkt kaum jemand den Unterschied. Deshalb ist in der Tat das Handling/Schnelligkeit/Unkompliziertheit auf dem Trail interessant.
Wobei ich persönlich lieber etwas schraube und weiß, dass etwas hält, als ein Produkt zu haben, was dem Rotstift zum Opfer gefallen ist und mir suggeriert wird, dass es jetzt besser sei.

Wie gesagt: schöne Serie/Reihe. Evtl meines erachtens mal wieder das Niveau hier. Fehlt jetzt noch die weiteren Artikel zum Thema Carbon.
Ich finde es durchaus gut, wenn man auch mal technischen Hintergrund zu seinem Sportgerät erfährt.
Also Daumen hoch und weiter so :daumen:




Sascha
 
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Nö, das hat im Gegensatz zur Muschi schon potential. Ich persönlich fand jetzt das Einstiegsthema nicht sooo interessant aber ich kann mir durchaus vorstellen das hier ab und an echt nette Sachen zur Sprache kommen, z.B. Kinematiken beim Fully. Vor-Nachteile welcher Systeme, Lagerung etc..
Wären jetzt auch so Themen wo Ich mich ernsthaft fragen müsste, wie oft will man diese Themen noch durchkauen.
 
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Wirken sich die die axialen Kräfte von unechten Steckachsen denn besser auf die Steifigkeit von Gabel/Rahmen aus als bei klassischen Schnellspannern ?
 
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Meine Definition einer Steckachse war immer die Tatsache dass in der Nabe keine durchgehende Achse mehr ist, die Lager also direkt auf der Steckachse liegen :ka:. Ein Schnellspanner hingegen sorgt nur für die Befestigung an Gabel/Rahmen und hat keine tragende ( :rolleyes: ) Rolle. Danach wären dann auch alle 'modernen' Steckachsen noch 'echte' Steckachsen. Meine eigene kleine Welt ist noch in Ordnung :D.

Nichts desto trotz ein interessanter Artikel und eine Reihe mit Potential. Zeigt mal auf dass es am Radl noch andere wichtige Dinge neben Druck- und Zugstufenklicks gibt.
 
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Für mich ist eine Steckachse nun mal eine Achse die axial eingesteckt wird. Ganz egal ob die Klemmung radial oder axial erfolgt.

Wer sagt also das die "echten" Steckachsen eine radiale Klemmung haben?
 
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Wären jetzt auch so Themen wo Ich mich ernsthaft fragen müsste, wie oft will man diese Themen noch durchkauen.
Kennst du den Vorteil eines Viergelenkers gegenüber des abgestürzten Eingelenkers ohne jetzt Google zu bemühen? Die Raderhebungskurve darfst du gerne einbeziehen. Auch was die Geometrieveränderungen im Fahrbetrieb bewirken und verändern. Das Thema ist sehr vielschichtig, und wenn man da mal unter die Oberfläche geht und nicht nur dran kratzt ist das äußerst interessant.
 
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3
very interesting !
Teilweise gabs ja sogar 20mm steckachsen am HR..
Bei #9 musst ich schmunzeln..da ich nie geschnallt habe wie bei der maxle ultimate die verdrehung des spannhebels bei geschlossenem zustand funktioniert..nachdem ich dann die lösung gegoogelt habe,hat sich rausgestellt dass hunderte andere genauso den wald vor lauter bäumen nicht gesehen haben:)
 
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An der Gabel hat eine Steckachse a la Fox 20mm oder BOS den Vorteil, dass die Innenbreite der Gabel an den Ausfallenden abweichen kann als die Nabenbreite, um Fertigungstoleranzen auszugleichen und eine Verspannung der Gabel zu verhindern.

15mm vorne soll ein Wunsch von Shimano sein, um die Konuslager nicht auf sinnlose 20mm Innendurchmesser aufblähen zu müssen.

12mm hinten ist eigenlich zu klein, was größeres passt aber nicht durch die Kassette. Ob eine Steckachse hinten wirklich die Steifigkeit erhöht wird sehr von Hinterbaudesign abhängen. Hardtails und systeme mit einteiliger Schwinge (Santa Cruz etc.) sind oft so schon steif genug.

Nabenlager sollten sowieso immer in verspannten Zustand eingestellt werden, wenn sie frei drehen und lange leben sollen. Konuslagen können justiert werden, bei industriegelagerte Naben braucht man passscheiben.

Spannachsen sind im Vorteil bei Scheibenbremsen, damit das Rad nicht aus den Ausfallenden bei schlecht gespannten Spanner ausgehebelt werden kann und beim Ein/Ausbau wieder die gleiche Ausrichtung hat. Wird beim Rennrad eher der Grund dafür sein als ein Steifigkeitsgewinn.
 
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Ich find's cool,
wenn mal (entgegen des allgemeinen Medien-Trends) nicht nur pseudo-wissenschaftliches Bla-Bla breitgegtreten wird,
sondern wieder angefangen werden soll, mit sachlichen Erläuterungen technische Fragestellungen zu erklären :daumen:

Zum Thema:

Bei der radial geklemmten Steckachse nimmt doch nur die Steckachse (Durchmesser maximal 20mm) die Kraft auf.
Bei der achsial geklemmten Achse nimmt doch vor allem die Nabe bzw. deren innere Lagerringe und die Abstandshalter dazwischen
die Verdrehkräfte auf.
Wenn die Naben heute immer noch für max. 20mm Achsdurchmesser designed sind,
dann beträgt der Durchmesser der Nabe mindestens ca. 22mm.
Dadurch nimmt bei der Pseudo-Steckachse sogar ein größerer Durchmesser die Verdrehkräfte auf,
als bei der klassischen Steckachse.

Ich denke, dass dadurch die Pseudo-Steckachse im Vergleich zur klassischen Steckachse gar nicht so schlecht abschneidet.
 
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Ich spreche sogar der Maxxle DH den Status einer echten Steckachse ab. Die Radialklemmung über den Konus ist über die Fläche gesehen viel ungleichmäßiger als bei einer Schraubklemmung von außen.
Ich hätte gerne wieder echte Steckachsen an meinen Gabeln. Mich stört es nicht 5 Schrauben zu lösen. Dauert 30 Sekunden länger, na und?
 
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