Nochmal:
Wie schnell ein Bike auf einer Strecke ist hängt von extrem vielen Faktoren ab, von denen das Bike nur ein relativ gering ins Gewicht fallender ist. Da wären z. B. Fahrkönnen des Fahrers, Fitness, aktuelle Tagesform, Streckenbedingungen, Fahrwerkseinstelllung, Linienwahl... Die Situation ist hier viel komplexer als z. B. nur die Beschleunigung auf 100 mk/h bei einem Auto zu messen.
Um verlässliche Messwerte zu bekommen, die den tatsächlichen Anteil des Bikes und nicht irgendwelcher Kofaktoren anzeigen, müsste man unter optimierten Bedingungen eine sehr große Anzahl von Wiederholungen druchführen. Dazu müsste man zuerst mit einem Statistiker durchrechnen, wie viele Wiederholungen es unter welchen Annahmen bräuchte, um eine seriöse Aussage treffen zu können.
Das ganze nennt sich Fallzahlberechung, und nur wenn die Fallzahl ausreichend ist, kann man davon ausgehen dass statistisch signifikante Unterschiede auch tatsächlich nicht nur durch Zufall bedingt sind.
Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, sind alle Messungen komplett sinnfrei und in keinster Weise aussagekräftig. Dann kann es nämlich genauso gut am Zufall oder an irgendwelchen nicht vom Bike abhängigen Faktoren liegen, ob ein Bike jetzt etwas schneller oder langsamer ist.
Solche Messungen wie von Vital sind deshalb absoluter Blödsinn und geben definitiv KEINE Auskunft darüber, welches Bike jetzt tatsächlich schneller ist. Da hätte man einfach Würfeln können, wäre genauso aussagekräftig.
Die meisten Leute haben von Statistik und seriöser Durchführung von Messversuchen halt absolut keine Ahnung, geilen sich dann aber daran auf dass ihr Bike im Test von XY 2 Sekunden schneller war als das andere.