Actofive I-Train im Test: Down Country-Fräse zum Trail-Schruppen

Actofive I-Train im Test: Down Country-Fräse zum Trail-Schruppen

Bisher hat es nur bei Craft Bike-Veranstaltungen die Blicke auf sich gezogen – jetzt konnten wir das Actofive I-Train endlich ausgiebig testen. Wie sich das zweite Modell aus dem Hause Actofive auf dem Trail schlägt, klärt unser Review.

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Actofive I-Train im Test: Down Country-Fräse zum Trail-Schruppen

Schruppen bezeichnet übrigens die gröbere Gangart der Zerspanung – welchen Trail würdet ihr gern mal mit dem I-Train in Späne verwandeln?
 
Habe noch mal recherchiert:
Jede Komponente wird hier in Dresden, unter dem Dach von METZNER Engineering GmbH unter Nutzung von „state of the art“ CNC-Maschinerie und Messtechnik produziert.
Die Produktionszeit der vier Rahmen-Großbauteile beträgt ca. 22h. Dabei wird ca. 38Kg 7075-T6 Aluminium zerspant. Sowohl Reststücken als auch Späne werden recycelt.
https://www.actofive.com/de/faq

Der Rahmen alleine kostet ja 5.450 €. Stundensatz für CNC liegt wohl zwischen 70- und 140€.
Bleiben wir also bei den 100€, bei 22h sind es also 2.200 € Produktionskosten, Material, weitere Bearbeitungsschritte etc. nicht inbegriffen.
 
Eines muss man dem Ganzen zugestehen: Ein nach diesen Prinzipien gebauter Alurahmen hat eine ziemlich einmalige Ästhetik, insbesondere natürlich die Oberflächencharakteristik. Aber auch bei der Formensprache sind Dinge möglich, die sonst nur mit Carbon gehen.

Ich glaube, bisher ist man gerade mal beim Proof of Concept, es gibt noch extrem viel ungenutztes Potenzial, insbesondere bei der Gewichtsoptimierung. Ich vermute, da traut man sich erst mal nicht ran, aber die Präzision, Material zu entfernen, geht natürlich weit über Wandstärkenoptimierung bei Rohren hinaus, und selbst Carbon-Layups sind nicht so fein steuerbar.

Ich hoffe, da kommt noch mal ein Innovationsschub in diese Richtung.

Dazu ist Aluminium mit seinen extrem guten Recyclingeigenschaften wesentlich nachhaltiger als Carbon.

Ich glaube, das Carbon durch solche Konzepte sogar in den meisten Belangen abgelöst werden könnte, wenn man ein Großserienmodell gefunden hat.
Mich würde nicht wundern, wenn z.B Hope da nicht auch was probieren würde.

Und Taiwan schläft da sicherlich auch nicht.

Wir werden sehen…
Und ich hoffe, dass diese Form der Produktion endlich verboten wird. Das ist heftige Ressourcen- und Ernergieverschwendung, im Vergleich zu anderen Fertigungs- und Recyclingverfahren.

Aluminium ist nicht gleich Aluminium; nur weil sich eine Dose gut recyclen lässt, trifft das noch lange nicht auf die Späne der verwendeten Legierung zu. Zumindest nicht, wenn aus den Spänen wieder solche Rahmen werden sollen, also kein Downcycling betrieben wird.

Wie kommst du darauf, dass Carbon-Layups nicht so fein steuerbar sind? Da wird jedes Teil genau berechnet und passend ausgeschnitten. Mus dann halt nur noch richtig in die Form gelegt werden...
 
Ist da die MwSt schon dabei, sonst sollte man diese vorher auch abziehen. (4415.-)


Und ich hoffe, dass diese Form der Produktion endlich verboten wird. Das ist heftige Ressourcen- und Ernergieverschwendung, im Vergleich zu anderen Fertigungs- und Recyclingverfahren.

Aluminium ist nicht gleich Aluminium; nur weil sich eine Dose gut recyclen lässt, trifft das noch lange nicht auf die Späne der verwendeten Legierung zu. Zumindest nicht, wenn aus den Spänen wieder solche Rahmen werden sollen, also kein Downcycling betrieben wird.

Wie kommst du darauf, dass Carbon-Layups nicht so fein steuerbar sind? Da wird jedes Teil genau berechnet und passend ausgeschnitten. Mus dann halt nur noch richtig in die Form gelegt werden...
Dann schau dir nicht an, was im Flugzeugbau betrieben wird. Dagegen ist das hier nicht relevant.

Das Alu ist sortenrein, weil die nur mit 7075 arbeiten, ergo lässt es sich sehr gut recyceln. Die Frage ist viel mehr ob dies auch geschieht, oder es als Misch-Schrott weiter verarbeitet wird.

Die von dir genannte Dose ist das genaue Gegenteil von optimalem Recycling.
 
Ist da die MwSt schon dabei, sonst sollte man diese vorher auch abziehen. (4415.-)



Dann schau dir nicht an, was im Flugzeugbau betrieben wird. Dagegen ist das hier nicht relevant.

Das Alu ist sortenrein, weil die nur mit 7075 arbeiten, ergo lässt es sich sehr gut recyceln. Die Frage ist viel mehr ob dies auch geschieht, oder es als Misch-Schrott weiter verarbeitet wird.

Die von dir genannte Dose ist das genaue Gegenteil von optimalem Recycling.
Stimmt, Dosen sind auch nicht optimal (bei welchen Produkten aus Aluminium funktionirt das schon optimal?). Zumindest wird eine Dose nicht aus dem Vollen gefräst...
 
Wie kommst du darauf, dass Carbon-Layups nicht so fein steuerbar sind?
Der Punkt ist ja, dass egal wieviel "feiner" du "steuerst", du kommst mit Alu einfach aufgrund der physikalischen Eigenschaften beider Werkstoffe nicht annähernd an die Werte von Kohlefaser. Selbst wenn du auf der einen Seite das Material mikrometergenau verteilst und auf der anderen die ungelernte Kraft die Sheets von weitem in die Form wirft. :D

Ich sehe das eher andersrum:
Das Potential von Alu im Rahmenbau ist weitestgehend ausgenutzt, komplett duchautomatisiert, während es bei Carbon nochmal richtig spannend wird, wenn hier automatisierte Fertigungsverfahren zum Zug kommen. Das renommierte Verfahren, also lange Fasern zusammenkleben, wieder zerschneiden um sie dann stückchenweise wieder per Hand überlappend in eine Form zu legen ist ja nur so erfolgreich, weil die Arbeitskraft in Asien billig ist. Technisch gesehen aber doch eher Steinzeit mit viel Entwicklungspotenzial...
 
Und ich hoffe, dass diese Form der Produktion endlich verboten wird. Das ist heftige Ressourcen- und Ernergieverschwendung, im Vergleich zu anderen Fertigungs- und Recyclingverfahren.
Die paar gefrästen Rahmen fallen ja kaum ins Gewicht. Gerade weil das so heftige Ressourcen und Energieverschwendung ist wird sich die Fertigungsweise auch nie in relevanten Mengen durchsetzen.
 
Was für ne Diskusion... Während Tonnen an China Alu und Carbonbikes durch die Welt geschippert werden mit unfassbar großen Frachtern, dazu Herstellung , Recycling was nicht möglich ist...dagegen ist nen Acto5 sicher sehr nachhaltig. Da muss man sicher anderswo ansetzen als bei so nem kleinen Hersteller der Rahmen fräst
 
Was für ne Diskusion... Während Tonnen an China Alu und Carbonbikes durch die Welt geschippert werden mit unfassbar großen Frachtern, dazu Herstellung , Recycling was nicht möglich ist...dagegen ist nen Acto5 sicher sehr nachhaltig. Da muss man sicher anderswo ansetzen als bei so nem kleinen Hersteller der Rahmen fräst
Nichtsdestotrotz kann sich jeder Einzelne ja darüber Gedanken machen, ob die für "sein persönliches Produkt" aufgewendeten Ressourcen und Energie inkl. Verschmutzung für ihn in der richtigen Relation stehen, oder eben nicht.
Ich kann es nur vermuten, aber evtl. ist die Umweltbilanz meines in "Massen" hergestellten Alu-HT, trotz Transports aus Asien besser. Und dann kann ich das für mich als Einzelperson werten und bewerten und entscheiden. Auch, wenn ich dadurch nicht die gesamte Welt verbessere.

Der Apfel aus Chile, den ich mir im Februar im Supermarkt kaufe hat ggfs. ebenfalls eine bessere Umweltbilanz, als der daneben liegende Apfel vom Bodensee. Wenn ich mir über so etwas Gedanken mache, kann ich auch bewusst entscheiden, welches Produkt ich aufgrund welcher Kriterien kaufe.

Eine aus dem vollen gefräste Kassette ist für mich übrigens der gleiche Schwachsinn und wird in Serie/Masse produziert. Da überlege ich mir auch vorher, ob ich die oder eine Alternative möchte.
 
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Nichtsdestotrotz kann sich jeder Einzelne ja darüber Gedanken machen, ob die für "sein persönliches Produkt" aufgewendeten Ressourcen und Energie inkl. Verschmutzung für ihn in der richtigen Relation stehen, oder eben nicht.
Ich kann es nur vermuten, aber evtl. ist die Umweltbilanz meines in "Massen" hergestellten Alu-HT, trotz Transports aus Asien besser. Und dann kann ich das für mich als Einzelperson werten und bewerten und entscheiden. Auch, wenn ich dadurch nicht die gesamte Welt verbessere.

Der Apfel aus Chile, den ich mir im Februar im Supermarkt kaufe hat ggfs. ebenfalls eine bessere Umweltbilanz, als der daneben liegende Apfel vom Bodensee. Wenn ich mir über so etwas Gedanken mache, kann ich auch bewusst entscheiden, welches Produkt ich aufgrund welcher Kriterien kaufe.

Eine aus dem vollen gefräste Kassette ist für mich übrigens der gleiche Schwachsinn und wird in Serie/Masse produziert. Da überlege ich mir auch vorher, ob ich die oder eine Alternative möchte.
Den Apfel aus Chile würde ich aus 2 Gründen nicht essen:
1 unreif gepflückt
2 garantiert nicht Bio zertifiziert


Vielleicht werden die Rahmen mit 100% regenerativer Energie zerspant, dann ist doch alles nur halb so schlimm?!
 
Und ich hoffe, dass diese Form der Produktion endlich verboten wird. Das ist heftige Ressourcen- und Ernergieverschwendung, im Vergleich zu anderen Fertigungs- und Recyclingverfahren.

Aluminium ist nicht gleich Aluminium; nur weil sich eine Dose gut recyclen lässt, trifft das noch lange nicht auf die Späne der verwendeten Legierung zu. Zumindest nicht, wenn aus den Spänen wieder solche Rahmen werden sollen, also kein Downcycling betrieben wird.

Wie kommst du darauf, dass Carbon-Layups nicht so fein steuerbar sind? Da wird jedes Teil genau berechnet und passend ausgeschnitten. Mus dann halt nur noch richtig in die Form gelegt werden...

Meine Güte, was geht denn hier ab.

Jeder Zwergpinscher verursacht pro Jahr mehr CO2 als ein Actofive. Wir haben in Deutschland über 10 Mio. Köter und ihr macht euch hier Sorgen wegen einer Handvoll Fahrradrahmen :spinner:

Jetzt mal zu etwas Wichtigem: so ein geiler Rahmen :love:
 
Die meisten Materialien jenseits von Holz haben innerhalb ihres Life-Cycles kritische Punkte. Wichtiger ist die Gesamtbilanz.

https://www.velojournal.ch/aktuell/nachrichten/detail/das-rahmenmaterial-ist-entscheidend/



Actofive soll mal nen Stahlrahmen machen 😎😜
Gab's schon
Gab es doch am Anfang mit gefrästen Hinterbau
Falsch.

-simon-metzner-actofive
 
Habe noch mal recherchiert:

https://www.actofive.com/de/faq

Der Rahmen alleine kostet ja 5.450 €. Stundensatz für CNC liegt wohl zwischen 70- und 140€.
Bleiben wir also bei den 100€, bei 22h sind es also 2.200 € Produktionskosten, Material, weitere Bearbeitungsschritte etc. nicht inbegriffen.
Bezieht sich auf das p-Train, meiner Info nach ist der I-Train Hauptrahmen noch etwas aufwändiger, der Hinterbau dagegen einfacher.

Was ich so wichtig finde bei der Nachhaltigkeitsdiskussion: Es gibt sehr unterschiedliche Aspekte: Emissionen, Gesundheit / Arbeitssicherheit / Umweltschutz während der Produktion, Wiederverwertbarkeit, Reparierbarkeit,… - das macht den Vergleich aber eben leider schwieriger. Hier mehr Transparenz zu erzeugen macht hoffentlich bald mal Schule, außer Trek fallen mir bspw nicht einmal Emissions-Aufschlüsselungen ein. Das würde dann befähigen diese Entscheidung bewusst zu treffen und wäre ein echter Schritt vorwärts 👍🏻
 
Ist der Hinterbau immer noch nicht komplett gefrässt.
Für über 5 Scheine, sollte das wohl drinnen sein.

1706039775034.png


Warum habt ihr den Sattel in euren Tests noch nie so gezeigt?
Das ist genau der Grund, warum ich mir sowas nicht kaufen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für ne Diskusion... Während Tonnen an China Alu und Carbonbikes durch die Welt geschippert werden mit unfassbar großen Frachtern, dazu Herstellung , Recycling was nicht möglich ist...dagegen ist nen Acto5 sicher sehr nachhaltig. Da muss man sicher anderswo ansetzen als bei so nem kleinen Hersteller der Rahmen fräst
Meinst du das wirklich ernst? Wie kommen denn die ganzen Rohstoffe nach Deutschland, um dann verarbeitet zu werden?
Ein Rahmen,welcher aus dem Vollen gefräst wird (und dadurch geschätzt 90% des Blocks zerspant werden), ist überhaupt nicht nachhaltig!
 
Und ich hoffe, dass diese Form der Produktion endlich verboten wird. Das ist heftige Ressourcen- und Ernergieverschwendung, im Vergleich zu anderen Fertigungs- und Recyclingverfahren.

Aluminium ist nicht gleich Aluminium; nur weil sich eine Dose gut recyclen lässt, trifft das noch lange nicht auf die Späne der verwendeten Legierung zu. Zumindest nicht, wenn aus den Spänen wieder solche Rahmen werden sollen, also kein Downcycling betrieben wird.

Wie kommst du darauf, dass Carbon-Layups nicht so fein steuerbar sind? Da wird jedes Teil genau berechnet und passend ausgeschnitten. Mus dann halt nur noch richtig in die Form gelegt werden...
Die Form der Fertigung verbieten...genau. Dass man danach ruft ist schon sehr erbärmlich. Die Resourcendebatte kommt ja unter jedem Acto5 Artikel. Auch ich würde mir hier mal einen fundierten Vergleich von Simon selbst wünschen. Habe selbst zu dem Thema schon einiges geschrieben. Dennoch hier noch einmal:
Quader aus Alu lassen sich nunmal wesentlich platzsparender in Quaderförmige Container verpacken als so komplexe Formen wie fertige Rahmen.
Daher ist das Argument: "Der Fernost Rahmen und das Alu kommt beides nicht aus D, also muss man Transport schonmal nicht betrachten" schlicht falsch.
Dann sind die Rohre, die zu verschweißten Alurahmen gemacht werden auch irgendwann mal Klötze gewesen. Ein Rohr wird auch nicht ohne Energieaufwand daraus. Speziell Rohre mit variierenden Wandstärken ...
Das Recycling von Sortenreinem Alu ist schon als ein sehr ressourcenschonender Schritt etabliert und anerkannt.
Jeder Prozessschritt (Aluklotz walzen, Rohr ziehen, Rohr schneiden, Schweißen) ist mit Ausschuss verbunden. Den Klotz einspannen und das Fräsprogramm durchlaufen lassen kann man nahezu ohne Ausschuss hinbekommen. Auch das sollte in eine solche Bilanz eingerechnet werden.
Unterm Strich bin ich mir Sicher, dass der Actofive Rahmen besser abschneiden wird als Carbon aus Fernost. Schlechter als ein Geschweißter Rahmen aus D und vermutlich ähnlich gut wie ein geschweißter Alu Rahmen aus Fernost.
Carbon Layups automatisiert herzustellen war eine Zeit lang mein (Neben-)Beruf. Da ist sehr viel zu holen, aber es wird auch sicher noch mindestens 10 Jahre dauern, bis wir da mal über Fahrradrahmen reden können.
 
Wer halt nur einen Hammer (Fräsmaschine) hat, sieht eben überall nur herausstehende Nägel (Fräslösungen).

Für mich wird durch einen gefrästen Rahmen kein technisches Problem gelöst, was den Aufwand rechtfertigt. Die Fahreigenschaften lassen sich auch mit herkömmlichen Methoden realisieren, gewichtsmäßig ist es auch keine Offenbarung.

Und wenn schon gefräst, dann konsequent alles: auch die Kettenstrebe. Da soll ich über 5.000 EUR für einen Rahmen bezahlen, den ich in allen Farben eloxieren kann, und dann kommt die klassisch gefertigte Kettenstrebe doch nur in schwarz oder silber daher… Für mich der größte Fail an der Nummer.
 
Die Fahreigenschaften lassen sich auch mit herkömmlichen Methoden realisieren, gewichtsmäßig ist es auch keine Offenbarung.
Also da habe ich eine etwas andere Erfahrung gemacht. Der gefräste Hauptrahmen fühlt sich anders an als die Stahlrahmen und geschweißten Aluminiumrahmen die ich bisher gefahren bin. Ich kann die Empfehlung aussprechen, wenn man die Gelegenheit hat, mal eine Runde mit so einem Bike zu drehen. 🙂
 
Ich find's auch nicht zeitgemäß, sowas mit viel Aufwand zu fräsen. Schweißen ist nicht so teuer und man kann das auch lernen.
Persönlich bin ich auch der Meinung, dass zB Nicolai schon zu viel fräst. Ich brauche kein ins Steuerrohr gefrästes Nicolai Logo. ;)
 
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