Meine Meinung: zuviel Bremskraft gibt es eigentlich nicht.
Auf kurzen Abfahrten in den Mittelgebirgen reichen die meisten modernen
Bremsen irgendwie. Aber spätestens wenn du mal in die Alpen fährst zum Biken (oder sonstwohin, wo es lange Abfahrten gibt) bist du um jedes bisschen gesparte Handkraft froh.
Wichtig ist aber, dass es für dich noch gut dosierbar bleiben sollte. Da gibt es solche und solche
Bremsen (von der Scheibengröße hängt das nicht ab sondern von der Philosophie des Herstellers), und solche und solche Geschmäcker. Wenn du die
Shimano Charakteristik magst, dann bleib bei
Shimano. Zumindest auf Deore zu gehen halte ich aber für keinen Fehler. Oder am Vorderrad gar ne 4-Kolben XT?
Hinten eine größere Scheibe bringt allerdings nicht viel, außer dass dir früher das Hinterrad blockiert. Lieber vorne eine 203er, hinten kannst du ruhig bei 160 bleiben.
Ich fahr vorne eine 203er Scheibe samt DH-Ankerbremse (in meinem Fall Hope V4), hinten ist nur eine 160er Scheibe dran mit einer schwächeren Bremse (Hope E4) kombiniert. Mehr Bremse hinten wiegt imo nur mehr und bewirkt, dass man sich "im Affekt" schneller verbremst und das Hinterrad ausbricht. Bringt höchstens was, wenn man die Ambition hat, Power-Manuals über viele 100hm zu üben oder so

Im normalen Fahrbetrieb* tickt man die hintere Bremse ja eh nur mal kurz an oder lässt sie leicht mitschleifen, der große Rest (70-
100%) findet vorne statt. Ich bin letztes Jahr mal bestimmt 100 Höhenmeter steile Treppenabfahrt nur mit Vorderradbremse runter und hab erst unten gemerkt, dass ich den hinteren Bremshebel noch nicht mal in der Hand hatte. Hab fast einen Herzkasper bekommen als ich das gemerkt hab ... beim Fahren hat's aber irgendwie nicht gestört
(*) Ausnahmen wie extrem tiefer Matsch oder Schotter oder Tiefschnee bestätigen die Regel
