Trailzerstörung Stuttgarter Wald

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Aber „wir“ müssen nicht den Sprachgebrauch von MTB Gegnern übernehmen und „uns“ mit illegalem Treiben in einen Topf werfen lassen.
Naja aber sind wir ehrlich, quasi jeder Mountainbiker in Stuttgart nutzt diese illegal erbauten Trails. Wenn ihr euch so sehr über die Trailbauer aufregt, solltet ihr konsequenter Weise dann auch diese Trails nicht nutzen. Und meines Wissens sind so ziemlich alle Trails in Heslach, Botnang oder Weilimdorf illegal entstanden.
 
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Das funktionierte früher auch schon frei nach dem hydra Prinzip, wenn 1 abgerissen wird wird woanders 2neue gebaut. Ich geh davon aus, dass in diesem Fall die Sache so ähnlich ist, Polizei kontrolliert auf trail X und y....also wird trail z gebaut.
Die Haltung der Stadt, Polizei und Presse führt zu einer art Radikalisierung.....
 

GG71

nichts zu melden
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Und dazu:
 

matt017

11 Rohre müsst ihr sein.
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Und wieder ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung über die kürzliche Umfrage des Mtb-Stuttgart e.V.
Gutes Interview, also im Sinne von 'tendenziöse Fragen mit leicht provozierendem Unterton mit sinnvollen Argumenten und Denkanstößen beantworten'.
Lob an den (Vertreter vom) Verein!
 

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Chef, der Mann kann nicht lesen!
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Die Ergebnisse sind da:


Von erschreckend ahnungslos bis überraschend positiv alles dabei.
 

Polyphrast

Beckenrandschwimmer
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mit sinnvollen Argumenten und Denkanstößen beantworten'.
Da muss ich ja teilweise widersprechen:
"Biken ist zudem ein Natursport, weil er keine Parkplätze und Infrastruktur wie Straßen etc. braucht"
Das Argument ist banane, es fahren ziemlich viele Leute mit dem Auto zum Biken.....Ob sie das auch in Stuttgart für die Feierabendrunde tun, weiß ich nicht, kann ich mir aber gut vorstellen.
Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass man das legal kanalisieren sollte und nicht immer mit dem oftmals unsinnigen Totschlagargument "Naturzerstörung" ankommt. Es sind ja i.d.R. doch Nutzforste und keine Nationalparks ohne Eingriffe in den Wald.

Ich hätte gerne so ein paar schöne Hügel direkt vor der Haustür ;)
 

write-only

Chef, der Mann kann nicht lesen!
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"Biken ist zudem ein Natursport, weil er keine Parkplätze und Infrastruktur wie Straßen etc. braucht"
Das Argument ist banane, es fahren ziemlich viele Leute mit dem Auto zum Biken.....Ob sie das auch in Stuttgart für die Feierabendrunde tun, weiß ich nicht, kann ich mir aber gut vorstellen.
Das ist doch genau der Punkt, in Stuttgart kann man so ziemlich von überall von der Haustüre losfahren und ist nach spätestens ner halben Stunde am ersten Trail. Da dauert es länger das Auto zu beladen.

Natürlich fahren auch Leute aus Stuttgart in Bikeparks, aber es wären sicher bedeutend mehr wenn man nicht jede Menge Trails direkt vor der Haustüre hätte.
 

Polyphrast

Beckenrandschwimmer
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Da dauert es länger das Auto zu beladen.
Es gibt nichts, was es nicht gibt und sicher auch ein paar Leute, die das Rad in den Kofferraum werfen um zu einem etwas weiteren Trail zu kommen. Daher ist das Argument etwas gefährlich, auch wenn ich denke dass der Großteil der Biker sich direkt daheim aufs Rad setzt ;)
Wie gesagt, ich bin diesbezüglich etwas neidisch auf euch Stuttgarter, aber vllt verschlägt es mich ja mal beruflich dort hin ;)
 
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ich bin diesbezüglich etwas neidisch auf euch Stuttgarter
Und das zu recht! :p

Du hast in Stuttgart halt in drei Himmelsrichtungen richtig große zusammenhängende Waldflächen, die mehr oder weniger direkt am Innenstadtrand beginnen. Ab und zu muss man mal eine S-Bahn Linie oder Straße überqueren, aber Du musst eben nicht erst kilometerlang durch Gewerbegebiete hindurch fahren um "in die Natur" zu kommen.

Da profitieren wir heute noch von den Königen, der sich ihre stadtnahen Jagdreviere nicht haben zersiedeln lassen. Dazu kommt die Topografie (nicht nur die Kessellage der Innenstadt, sondern auch kleinere Kessel und Hänge, Klingen etc. rundum), die nicht nur richtig viel Höhenmeter auf kleinem Raum bietet, sondern sich auch nicht so leicht zubauen lässt, wie die Flächen rund um andere Städte. Ich fahre von der Haustür aus stadtnahe 30-40km Touren mit +/- 1.000hm und minimalem Asphalt-Anteil und vielen Trails und das geht vielen Bikern so, die im dichtbesiedelten Osten, Süden oder Westen der Stadt oder am entsprechenden Stadtrand wohnen (Vaihingen, Degerloch, Botnang etc.).

Da bleibt das Auto oft und gerne zu Hause und wie die Umfrage des Mountainbike Stuttgart e.V. zeigt, halten das viele Stuttgarter Biker so.

1603453148223.png

 
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Und das zu recht! :p

Da bleibt das Auto oft und gerne zuhause und wie die Umfrage des Vereins zeigt, halten das viele Stuttgarter Biker so.

Ein Unterschied zu den Läufern übrigens, von denen fahren relativ viele abends oder am WE die Parkplätze an den Bärenseen an, da sie ein paar Kilometer von der Stadt halt nicht kurz überbrücken wollen/können. (Von den Spaziergängern ganz zu schweigen). Nichtsdestotrotz seh ich da (oder am Parkplatz Bergheimer Steige) auch immer mal wieder Leute, die ihre MTBs aus den Kofferraum hieven.
 

zerg10

Stempelritter, der
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Würden sich die Verantwortlichen der Nahbereichsverkehrsbetriebe nicht so stur stellen, dann könnte man sein Bike auch viel bequemer in den Öffentlichen transportieren und sich die teilweise abenteuerlichen "Stadtquerungen" sparen...
Und wer schon mal zur Rushhour durch die City musste, der verzichtet gerne auf das Auto ;)
 
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Dass viele mit dem Rad direkt von der Haustüre starten spricht doch eigentlich dafür, dass das ein naturverträglicher Sport ist. Hab mich oft schon gefragt, wie sehr die Fahrt mit dem Auto zum Wanderparkplatz den Wald schädigt. Vermutlich mehr als das befahren von bestehenden Wanderwegen und Trails 🤔
 
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Dass viele mit dem Rad direkt von der Haustüre starten spricht doch eigentlich dafür, dass das ein naturverträglicher Sport ist.
Bevor wir hier auf ein schiefes Brett kommen:
Es gibt daran eigentlich auch keinen Zweifel. Und zwar auch schon unabhängig von der Frage nach dem Transport nicht.

Ich mein, niemand behauptet ernsthaft, dass wir auf unverhältnismäßige Weise die Natur (zer)stören, indem wir uns auf schmalen und breiten Wegen durch selbige bewegen. Zumindest nicht mehr und nicht weniger als Fußgänger. Das ist eher ein Image, ein öffentliches Bild, aber keine Tatsache.

Noch umweltfreundlicher wäre tatsächlich nur zu Hause zu bleiben und den Atem anzuhalten.

Und ich meine das absolut ernst: es gibt diverse deutsche und internationale Studien die belegen, dass wir in Sachen Erosion und Wildtier-Störung in einer Liga mit Fußgängern spielen, d.h. absolut vertretbar.
=> https://alt.dimb.de/aktivitaeten/online-bibliothek

OK, der Wildwuchs von inoffiziell angelegten Trails, die das Rückzugsgebiet von Wildtieren durchschneiden, ist nicht unbedingt umweltfreundlich, aber dagegen würde ja - wie bei Wanderwegen - ein legales Angebot helfen, um diesen Effekt in Grenzen zu halten. Klar, auch ein Bikepark ist jetzt nicht umweltfreundlich, aber 1. ist das nicht das tägliche Revier des durchschnittlichen Bikers, sondern eher eine Sache der Touristik-Destinationen und 2. ist eine Schotterpiste, ein Wanderparkplatz und ein Aussichtsturm auch nicht "umweltfreundlich", sondern bedeutet echte Bodenverdichtung bzw. auch Bodenversiegelung.

Vom Wintersport sind wir dann immer noch weit entfernt und bleiben das hoffentlich auch, weil wir eben keine breiten Pisten brauchen und auch den Vergleich mit Ballsportarten und ihrer Infrastruktur in jeder Stadt und jedem Dorf (Hallen, Spielfelder, Parkplätze, Duschen etc.) brauchen wir nicht zu scheuen. Golfen?! Schwimmbäder? Na also!

Nein, wir sind nicht umweltschädlich, wir sind einfach "die Neuen" und stören durch unsere Anwesenheit "die Alten". Der Golfer oder Fußballer stört niemanden, weil er seine legale Fläche hat und dort niemand anderem begegnet. Dass da mal ein kleiner Wald mit einem nettem Spazierweg war? Vergessen.

Wir hingegen können und wollen uns die vorhandenen Wege mit Spaziergängern teilen und teilen... tja teilen fällt halt immer schwer.

Manchmal denkt man, es wäre wirklich am besten, wenn wir ein komplett separates Trailnetz bekommen, aber das wäre dann tatsächlich ein umweltschädlicher und weitgehend unnötiger Flächenverbrauch.
 
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Ok, passt, ich hab unsachgemäß das Verhalten der Stadt Esslingen auf Stuttgart projiziert. Leider behauptet die Stadt Esslingen mit voller Überzeugung, dass wir den Wald kaputt machen, Tiere zu Tode erschrecken und es regelmäßig zu beinaheunfällen mit Fussgänger auf Trails kommt.
 
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Ok, passt, ich hab unsachgemäß das Verhalten der Stadt Esslingen auf Stuttgart projiziert. Leider behauptet die Stadt Esslingen mit voller Überzeugung, dass wir den Wald kaputt machen, Tiere zu Tode erschrecken und es regelmäßig zu beinaheunfällen mit Fussgänger auf Trails kommt.
Klar, das macht das Stuttgarter Umweltamt auch und der Förster lehnt sich aus seinem Dienstwagen und wirft mir Bodenverdichtung vor, während der BUND Vorsitzende der Zeitung was von Bodenerosion und tausenden Tierleichen am Trailrand vorjammert und die Jäger in Fellbach von überfahrenen Bambis berichten, die vermutlich ein Biker durchtrennt hat.

Aber die meinen das nicht wirklich ernst, die wollen uns einfach nur aus dem Wald haben.

Und wir müssen halt aufpassen, dass wir den ganzen Unsinn nicht auch noch annehmen, sondern zwischen den Sachen unterscheiden, die wirklich Mist sind (Trailwildwuchs, Leute erschrecken, so dass sie sich gefährdet fühlen, Blockierbremsungen auf empfindlichen Naturwegen, fahren wenn der Boden komplett aufgeweicht ist etc.) und wir entsprechend noch besser werden müssen, in den eigenen Reihen aufklären können etc. und den Sachen, die einfach nur übelste Anti-Bike-Propaganda sind. ✌
 
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Auf Facebook geklaut:

Noch zwei Wochen bis zur OB-Wahl:

Der Mountainbike Stuttgart e.V. hat eine Abfrage unter den Kandidaten zur Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl 2020 gemacht und die Antworten auf seiner Webseite veröffentlicht:

Könnte für die anstehend Wahl interessant sein. :(

Natürlich sollten sich auch Mountainbiker bei ihrer Wahl nicht allein am Thema ‚Mountainbike‘ orientieren, sondern sich ein vollständiges Bild von den Kandidaten und Kandidatinnen machen. Dazu können die Webseiten und Social Media Auftritte der Kandidaten dienen, aber z.B. auch der Kandidat-o-mat des SWR:
 
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