Trailzerstörung Stuttgarter Wald

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Äste beiseite schaffen :spinner:.

Was machen die alle bei einer Wuzel, bei einem Stein(derl/chen), Grasbüschl :ka: :confused:?

Aufrüsten mit 200mm vorne und hinten, 29 Zoll und 3-4 Zoll breite Reifen :confused:?
Naja, wenn der Trail durch einen umgestürzten Baum blockiert ist, dank der Äste auch nicht per Häschensprung zum überspringen ist und Umfahrung einfach nur scheiße ist und die Geschwindigkeit komplett rausnimmt, ist wegräumen schon besser wie irgendwelche smilies Posten......
 

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Rainer Wahnsinn
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Ich frag mich, was das für Trails sind, die durch nen Harvester o.ä. Forstmaschinen zerstört werden können. Ich dachte bisher, das wären eher schmale Pfade, auf denen man bestenfalls noch mit nem Quad durchkommt.
 
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Ich frag mich, was das für Trails sind, die durch nen Harvester o.ä. Forstmaschinen zerstört werden können. Ich dachte bisher, das wären eher schmale Pfade, auf denen man bestenfalls noch mit nem Quad durchkommt.

Tja, die Realität zumindest hier in der Gegend ist, dass viele sogenannte Trails mal Rückegassen waren bzw. Wege, die auch mal zum Holz rücken verwendet wurden und werden. D.h. der mehr oder weniger schmale Trail bzw. Weg befindet sich auf einem Absatz im Hang oder einer Trasse der/die mehr als 3 Meter breit ist. Mit der Zeit bildet sich durch das Befahren mit Mountainbikes, aber auch das Begehen durch Spaziergänger wieder eine schmale, verdichtete Spur, während von links und rechts Gras, Büsche und Zweige in die Trasse hineinwachsen und so einen gefühlt schmalen Weg/Trail entstehen lassen.

In dem Sinne kann durch das gezielte Räumen von Ästen und sonstigen Holzernte-Resten gerade auch auf einem langweiligen, breiten Absatz wieder eine feine Singeltrail-Linie mit schönen Kurven entstehen. Ein Grund, warum Äste zur Seite zu räumen, nicht ganz so überflüssig ist, wie oben dargestellt. Egal wie viel Federweg man zur Verfügung hat.

Das funktioniert natürlich nicht im wirklich steilen Gelände. Da wird das Holz auch eh anders gerückt und die Rückeschäden enstehen eher quer zum Trail als längs.
 

ufp

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...damit sie keiner in Schaltwerk oder Speichen bekommt?
Ist ein Argument, stimmt.
Aber so oft kommt das nun auch nicht vor.
Und mit Rohloff oder Pinion auch kein Problem mehr ;).

Trail statt Trial und für den Flow und eine schöne Linie räume ich sehr gerne mal einen Ast beiseite.
Der Trend geht offensichtlich weiter zu Trailcenter, Flowtrails, Murmelbahnen :o.
Das mit den 200mm ist aber eh eher ironisch gemeint, oder?
Teilweise.
180 sind bei Enduros schon großteils die Regel.

Naja, wenn der Trail durch einen umgestürzten Baum blockiert ist,
Ein Baum ist etwas anderes.
Zumindest ein Dicker.
Über den ein oder anderen kann man schon mal drüber fahren; auch wenn man es mehr schlecht als recht schafft und nur irgendwie drüber kommt, aber irgend wann einmal wird man es schon schaffen.
dank der Äste auch nicht per Häschensprung zum überspringen ist und Umfahrung einfach nur scheiße ist und die Geschwindigkeit komplett rausnimmt, ist wegräumen schon besser wie irgendwelche smilies Posten......
Ich kann die smilies auch weglassen, schließlich habe ich das ganze ernst gemeint.

Es spricht nichts dagegen, dicke Bäume oder Baumstämme wegzuräumen oder zu zersägen.

Aber ich habe den Eindruck, dass manche entweder nicht fahren können oder wollen bzw einen Ast nicht als fahrtechnische Herausforderung sehen. Und wenn immer mehr Murmelbahnen und glattgebügelte Hochgeschwindigkeitsstrecken (Flow) gebaut werden sowie ein fahren ohne Unterstützung (eBike) schon gar nicht mehr vorstellbar ist :eek:, dann wundert mich so eine Einstellung eh nicht mehr.

Ich finde es halt schade und bedauernswert, dass man diese "Hindernisse" unbedingt wegräumen bzw gewisse Strecken begradigen muss :(. Und nicht einmal die Sichtweise versucht zu ändern, indem man eben diese Hindernisse als Herausforderung sieht :i2:8-).
 

rhnordpool

Rainer Wahnsinn
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Es spricht nichts dagegen, dicke Bäume oder Baumstämme wegzuräumen oder zu zersägen.

Aber ich habe den Eindruck, dass manche entweder nicht fahren können oder wollen bzw einen Ast nicht als fahrtechnische Herausforderung sehen. Und wenn immer mehr Murmelbahnen und glattgebügelte Hochgeschwindigkeitsstrecken (Flow) gebaut werden sowie ein fahren ohne Unterstützung (eBike) schon gar nicht mehr vorstellbar ist :eek:, dann wundert mich so eine Einstellung eh nicht mehr.

Ich finde es halt schade und bedauernswert, dass man diese "Hindernisse" unbedingt wegräumen bzw gewisse Strecken begradigen muss :(. Und nicht einmal die Sichtweise versucht zu ändern, indem man eben diese Hindernisse als Herausforderung sieht :i2:8-).
Seh ich ähnlich.
Wenn ich nach jedem Sturm anfangen würde, alle Äste aus dem Weg zu räumen, die dann auf unseren Trails so rumliegen, wärs ne reine Stopp-and-go-Tour.
Querliegende Bäume/Äste bis ca. 15 cm Dicke kann man - eigene Erfahrung - selbst mit nem 26" HT, 120 mm Federweg und 44er Kettenblatt ohne Feindberührung überfahren, da brauchts keinen Bunnyhop.
 
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Ist ein Argument, stimmt.
Aber so oft kommt das nun auch nicht vor.
Und mit Rohloff oder Pinion auch kein Problem mehr ;).


Der Trend geht offensichtlich weiter zu Trailcenter, Flowtrails, Murmelbahnen :o.

Teilweise.
180 sind bei Enduros schon großteils die Regel.


Ein Baum ist etwas anderes.
Zumindest ein Dicker.
Über den ein oder anderen kann man schon mal drüber fahren; auch wenn man es mehr schlecht als recht schafft und nur irgendwie drüber kommt, aber irgend wann einmal wird man es schon schaffen.

Ich kann die smilies auch weglassen, schließlich habe ich das ganze ernst gemeint.

Es spricht nichts dagegen, dicke Bäume oder Baumstämme wegzuräumen oder zu zersägen.

Aber ich habe den Eindruck, dass manche entweder nicht fahren können oder wollen bzw einen Ast nicht als fahrtechnische Herausforderung sehen. Und wenn immer mehr Murmelbahnen und glattgebügelte Hochgeschwindigkeitsstrecken (Flow) gebaut werden sowie ein fahren ohne Unterstützung (eBike) schon gar nicht mehr vorstellbar ist :eek:, dann wundert mich so eine Einstellung eh nicht mehr.

Ich finde es halt schade und bedauernswert, dass man diese "Hindernisse" unbedingt wegräumen bzw gewisse Strecken begradigen muss :(. Und nicht einmal die Sichtweise versucht zu ändern, indem man eben diese Hindernisse als Herausforderung sieht :i2:8-).

Mit begradigen hat das nichts zum tun - wenn der Weg zu ist, dann kann ich entweder links oder rechts Umfahren, oder wenn das nicht vernünftig geht, dann wird der halt weggeräumt. Der Trail, an dem ich den umgestürzten Baum freigesägt habe ist so ein schöner Trail, den man mit viel Tempo fahren kann, wenig anspruchsvoll, aber spaßig. Worum soll ich mir den Spaß nehmen lassen. Alternativ, für die Super-Trial-Techniker bietet sich der parallele Hundeausführpfad an.....

Und ja, wenn ich Lust habe, dann fahre ich auch mal quer durch den Wald und suche neuen Linien - und Herausforderungen.
 
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Seh ich ähnlich.
Wenn ich nach jedem Sturm anfangen würde, alle Äste aus dem Weg zu räumen, die dann auf unseren Trails so rumliegen, wärs ne reine Stopp-and-go-Tour.....
Es ist dann einmal eine Stop-and-go-Tour und den Rest der Saison kann man ohne Hindernisse fahren.
Mir bricht da kein Zacken aus der Krone wenn ich mal anhalte und ein bisschen Trailplege betreibe, in welcher Form auch immer.
 
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Ist ein Argument, stimmt.
Aber so oft kommt das nun auch nicht vor.

....
Entweder du wohnst in einer Gegend, in der andere vor dir die Wege frei gemacht haben, wo nie ein Wind weht oder Holz geerntet wird oder fährst nur in Bikeparks?

Bei uns sind regelmäßig Wege blockiert, meist durch Windbruch oder durch Forstarbeiten. Und in den wenigsten Fällen sind kleinere Bäume, die man einfach als Herausforderung sehen kann, sondern es sind viele kleine Äste, die den Weg blockieren und in erster Linie Gefahr fürs Material darstellen. Erst letzte Woche habe ich ein dickeres, kurzes Aststück in die Speichen bekommen (den hab ich unterm alten Laub kaum gesehen), die Speiche habe ich austauschen müssen und das Rad ist noch im Zentrierständer.

Man kann sich allerdings auch so manches Schönreden/als Herausforderung abtun, um von seinem Ross nicht absteigen zu müssen (kennt man auch von echten Reitern) ;)
 
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Ich finde es halt schade und bedauernswert, dass man diese "Hindernisse" unbedingt wegräumen bzw gewisse Strecken begradigen muss
...darum geht es nicht. Mit Holz wegräumen meinte zumindest ich, kleine Äste und Wipfelstücke. Es gibt aktuell bei uns Wege die sind flächendeckend mit Kleinzeug bedeckt. Spätestens wenn es trocken ist, fliegt einem das Zeug in die Speichen. Größere "Brocken" werden selbstverständlich als Herausforderung angenommen. Dazu kommt dann bei uns ein Förster der gerne vor Wanderwege ca. 1 m hohe Wälle aus Wipfelholz vom Holzeinschlag aufbaut. Garniert mit Brombeerabschnitten damit man nicht so gerne darübersteigt oder das Gestrüpp anfassen will. Wird dann aber doch immer wieder weggeräumt oder eine Schneise geschlagen.

Begradigen ist für mich ein Sakrileg. Leider gibt es zu viele Sportskollegen, die offenbar nur geradeaus fahren können. Da kann der eine oder andere Baum Wunder wirken. Aber auch hier kommt "mein" Förster ins Spiel. Der baut auf eindeutig 2 m breiten alten Forstwegen mit Vorliebe kleine Eibenanpflanzungen die massiv eingezäunt werden und verengt damit den eigentlich legalen Weg auf unter 2 m. Nebeneffekt ist dann aber die nette Kurvenlinie die anschließend um seine Einzäunungen führt.
 

Nightfly.666

schreibt...
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Ne, die ist stinkig.
Hat am Sonntag mit der Akkukettensäge einen Trail freigeräumt und wurde von einer Bikerin angemotzt, die anstatt zu helfen die Äste beiseite zu schaffen sich lieber darüber aufgeregt, daß die Umfahrung des umgestürzten Baum durch die Fee kurzzeitig blockiert wurde....
Klarer Hinweis auf fehlende Beischlafpartner. Die Trailfee hätte darauf hinweisen müssen, dass die Dame zur Bevölkerungsgruppe der sogenannten "Drycunts" zugehörig scheint. :-D
 

ufp

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Wie es scheint, hat die Stuttgarter Stadtverwaltung also weder etwas für Radfahrer in der Stadt, noch für Mountainbiker übrig :(.
 
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Mit begradigen hat das nichts zum tun - wenn der Weg zu ist, dann kann ich entweder links oder rechts Umfahren, oder wenn das nicht vernünftig geht, dann wird der halt weggeräumt. Der Trail, an dem ich den umgestürzten Baum freigesägt habe ist so ein schöner Trail, den man mit viel Tempo fahren kann, wenig anspruchsvoll, aber spaßig. Worum soll ich mir den Spaß nehmen lassen.
100% Zustimmung. Und das hat eben auch nicht unbedingt mit Fahrtechnik zu tun, sondern mit unterschiedlichen Präferenzen auf unterschiedlichen Strecken.

Und ja, wenn ich Lust habe, dann fahre ich auch mal quer durch den Wald und suche neuen Linien - und Herausforderungen.
Das wiederum machen leider in Stuttgart und Umgebung zu viele, an zu vielen Stellen. Irgendwann kippt die Stimmung. :-/
 
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Das wiederum machen leider in Stuttgart und Umgebung zu viele, an zu vielen Stellen. Irgendwann kippt die Stimmung. :-/
...wohin soll die noch kippen, bzw. inwiefern schlechter werden?

Es scheint legitim zu sein, dass zu jedem Jagdstand ein Steig angelegt wird (bei uns sogar regelmäßig gekehrt und sauber gemacht).
Dass Spaziergänger, Wanderer, Grilleure auf Holzsuche und anderer Fußgänger Trampelpfade anlegen ohne die Wucht des behördlichen Zorns auf sich zu ziehen oder die Kritik anderer Waldbesucher. Warum nicht als Mountainbiker zum Fußgänger werden, Pfad anlegen und anschließend befahren. So wie das seit Generationen alle anderen die in den Wald gehen auch machen. Mir ist bewußt, dass dieser Gedanke provokativ sein mag und man sollte sich gut überlegen wo man sich das "leisten" kann. Als ideal sehe ich hier Rückegassen und alte aufgelassene Wanderwege an, hier wird kein weiterer Schaden am Wald verursacht.Man sollte den Wert der Erhaltung eines Kulturgutes, die der Pfade und Wege im Wald nicht geringschätzen.
 
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Ich finde es halt schade und bedauernswert, dass man diese "Hindernisse" unbedingt wegräumen bzw gewisse Strecken begradigen muss :(. Und nicht einmal die Sichtweise versucht zu ändern, indem man eben diese Hindernisse als Herausforderung sieht :i2:8-).
„Dein Eindruck“ hört sich sehr pauschal und nach einer ziemlich starren Sichtweise an. Die Wirklichkeit ist da oft etwas komplexer. Zumal wenn man unterschiedliche Situationen vor Ort hat.

Mal als Beispiel die oben genannte Vorstellung, dass Stöckchen wegräumen einen Trail weichspült und daher Teufelszeug ist.

Es gibt Trails, da macht es je nach Fahrtechnik tatsächlich keinen großen Unterschied, ob da ein Stöckchen liegt oder nicht. Aber es gibt auch Situationen da kommt es ziemlich übel wenn in einer Kurve oder nach einem Sprung ein Teppich aus Stöckchen-Gerümpel liegt.

Auch mit einer Gruppe über so eine Stöckchen-Strecke zu fahren, kann schnell zum Totalausfall von Bike und Biker führen, wenn ein Stöckchen vom Vordermann ungünstig hochgewirbelt wird.

Manchmal reichen dafür auch schon zwei von Profi-Stöckchen-Legern über Kreuz gelegte Stöckchen.

Ihr habt gar keine Profi-Stöckchen-Leger in Eurem Revier? Dann sei froh. :)

Und zum Thema „Begradigen“ einfach noch mal der Hinweis auf meinen Beitrag oben, dass durch selektives Stöckchen-Räumen auf manchen, nach der Holzernte breiten Trassen die schönsten, kurvigen Linien entstehen können.
 
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...wohin soll die noch kippen, bzw. inwiefern schlechter werden?
Es gibt hier Hänge, in die 3-4 parallele Linien gefräst werden, die alle als Trail nicht nachhaltig sind und sein können, weil z.B. extrem Erosions-anfällig. So etwas meinte ich.

Mal abgesehen davon, dass es übel aussieht und die Rückzugsräume zusätzlich in immer kleinere Stückchen schneidet, ruft es auch den Unmut und die Beschwerden anderer Waldnutzer auf den Plan. Die Stimmung kippt. Und wenn beim Forst der Stapel an Beschwerden eine gewisse Höhe überschreitet, kippt auch dort die Stimmung, er schickt seine Leute in den Wald und es werden absolut undifferenziert auch alte, etablierte, dem Wild vertraute und die Biker lenkende Trails abgerissen.
 
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