YT Jeffsy 27 im Test: Love Jeffsy or hate Jeffsy?

YT Jeffsy 27 im Test: Love Jeffsy or hate Jeffsy?

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Nach der Vorstellung des ersten 29" Bikes der Forchheimer folgte im Frühjahr nun die 27,5" Version. Das YT Jeffsy 27 kommt in der Spitzenvariante mit 160 mm am Heck ins Haus und liegt damit dem Enduro-Bike Capra überraschend nahe. Hat sich YT mit dem Jeffsy 27 Konkurrenz im eigenen Stall geschaffen und spielt die Größe der Laufräder, wie YT behauptet, wirklich keine große Rolle? Wir haben den neuesten Wurf aus Forchheim ausprobiert – hier ist der Test.

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YT Jeffsy 27 im Test: Love Jeffsy or hate Jeffsy?
 

trailboss79

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DMR Sled, Last Clay und YT Industries Jeffsy 27 im Test: Drei Kandidaten für den neuesten Vergleich im 27,5″ Bereich. Wo gehören sie hin? Sie liegen mehr oder minder zwischen Trail- und Enduro-Bike und versprechen nicht primär Bestzeiten, sondern spaßiges Fahrverhalten mit Fahrwerken, die ordentlich etwas abkönnen...

Ich denke das trifft das Jeffsy doch völlig zu. Nach X Jahren auf diversen Commencal Metas war mir das V4.2 als neuster Wurf einfach am Ende zu viel des guten. Es fuhr sich auf der DH Strecke nicht schlecht und wenn es auf den heimischen Trails hackte, ging es auch schön geradeaus... Was mir aber an der ganzen Sache fehlte, war der Spass dabei und die 14.5kg des Metas waren dabei auch nicht gerade förderlich. Die Konsequenz war fehlende Motivation zum Biken...traurig aber wahr. Und so machte ich etwas, was ich seit über 20 Jahren Biken noch nie getan hatte, ein Bike während der Sasion zu wechseln / kaufen. Ich kam günstig zu einem Jeffsy Pro Race in Grösse M, etwas knapp für meine 1.82m, aber mit einem 50er Vorbau ging das in Ordnung.

Nun habe ich wieder Freude am Biken, das Jeffsy ist leicht, hat sehr gute Anbaueile, klettert nicht schlecht (ein etwas zu tiefes Trettlager in der Lowposition, so von wegen Steinkontakt beim rauftretten) und ist schön verspielt. Runter geht es auch sehr gut, kommt sicher eher an die Grenzen als ein reines Enduro, aber das will es ja auch nicht sein!

Von daher ein I love Jeffsy von mir!
 

Grinsekater

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Da wird aber einiges auf die Goldwaage gelegt heute. :)
Bitte reisst manche Aussagen nicht aus dem Zusammenhang.

Die Fox 36 wurde von mir in folgendem Post erwähnt, als ich von @retrogroup gefragt ob das Rad meine persönlichen Erwartungen erfüllt hat.

Meine Antwort darauf:
Ich finde, dass das Rad ziemlich genau den Einsatzzweck zwischen dem Capra und dem Jeffsy29 erfüllt, für den es eigentlich auch gedacht ist.

Für diese Kategorie hat es aktuell – wie schon erwähnt – keinen griffigen Namen. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass hier viele das Rad kritisieren. Es springt aus dem Schubladendenken heraus.

Hier im Freundeskreis fährt einer genau das Rad in der Version (nur eine Rahmennummer kleiner). Er – und das würde ich auch machen – hat die 34 gegen eine 36 getauscht.

Ich würde das Jeffsy 27 eher in Richtung Enduro trimmen und da ist im Gesamtpaket die 34 das "schwächste" Glied. Sprich unter meinem Gewicht und Fahrweise spüre ich da schon den höheren Flex im Casting. Der Rest des Bikes – besonders auch mit den Carbon-Laufrädern – ist ziemlich steif und somit fühlt man bei einer rabiaten Fahrweise wo es anfängt zu flattern. Aber bevor sich wieder jemand daran aufhängt: Das tritt auf, wenn man das Bike ernsthaft hart rannimmt.

Ich wiege fahrfertig um die 90 kg aktuell und habe einen (steht so auch im Testerprofil) eher auf Geschwindigkeit ausgelegten Fahrstil. So war beispielsweise mein eigenes Rad Banshee Phantom (105 mm Federweg am Heck /zwischenzeitlich hat das Rad einen neuen Besitzer) mit einer auf 120 mm getravelten, 36RC2 bestückt. Das mag nicht für jeden funktionieren aber für mich und oben wurde ich ja nach meiner Meinung gefragt und was ich machen würde. ;)

Besonders betonen möchte ich den letzten Satz meiner Aussage: "Das tritt auf, wenn man das Bike ernsthaft hart rannimmt."

Diese Fahrweise auf einer Strecke die den Titel "Enduro" verdient verträgt das Jeffsy 27 immer noch verdammt gut. Es zeigt sich nur in diesem Bereich, dass da dann die Gabel das limitierende Element ist. Was nicht heißt, dass sie schlecht ist. Man kann dieses Testprozedere mit jedem Rad durchlaufen und es wird immer irgendwann ein Teil das Limit aufzeigen. Seien es Reifen, Felgen, Suspension, Geometrie etc...

Das Jeffsy 27 liegt zwischen Jeffsy 29 und Capra in der Produktlinie von YT. Es verträgt gemäßigteres Enduro gut und bietet dir im Traileinsatz mehr Komfort als manches 140er Trailbike. Es hat aber seine Grenzen und wenn ein Produkt den Spagat zwischen Kategorien schaffen möchte dann wird es vermutlich nie in beiden Bereichen 100% erreichen. Das ist aber keine Problem, weil ich glaube, dass YT sehr genau weiß für wen dieses Rad gemacht wurde. Eben für die Leute die genau solch ein Bike suchen. Sonst würden sie ja das Jeffsy29 oder das Capra kaufen. :)

Hallo ..
Ich hab mir das Bike auch bestellt und bin bisschen jetzt verunsichert wegen der Fox 34. Zuerst wird die Fox 34 beim Einzeltest hochgelobt und soll besser als die 36 laufen und im Test mit den Jeffsy wird sie tatsächlich bisschen schlecht hingestellt.
Die Reaktion von den Leuten ist verständlich!
Meine Frage jetzt an die Leute die das Bike fahren, ist der Flex tatsächlich so schlecht und merke ich sowas bei 70 kg ohne Ausrüstung??Das Jeffsy soll bei mir mehr in Richtung Enduro gehen.

Großer Dank an euch für die hilfreichen Meinungen mit der Fox 34!
Freu mich schon auf das Jeffsy Pro Race
Ich finde es weiterhin sehr komisch das hier im Einzeltest die Fox 34 sehr gelobt wurde und hier beim Jeffsy Test sehr schlecht ausgesprochen wurde. Bitte hier:
https://www.google.de/amp/www.mtb-news.de/news/2015/07/22/test-fox-34-float-fit4-2016/amp/

Meine Meinung, keine konkreten vergleiche oder Aussagen hier im Test ," retrogroup " hat genau wie alle anderen die richtigen Hinweise gebracht!

Hallo Grinsekater,

evtl. könntest du noch etwas detaillierter ausführen inwiefern die Gabel das Bike im Vergleich zu den restlichen Komponenten limitiert?
Welche Teile der Ausstattung passen von Performance/ Einsatzgebiet nicht optimal zur Gabel?

Welche Gabel würde die restliche Ausstattung perfekt ergänzen?

Danke.

Die Entwicklung bleibt nicht stehen und wenn ein Produkt Benchmark war, dann kann es dennoch sein, dass ihm mit einem neuen Produkt eines anderen Herstellers oder sogar im eigenen Hause der Rang abgelaufen wird. Das Flattern was ich beschrieb, tritt (oben schon erwähnt) bei wirklich harter Fahrweise im Enduro-Gelände auf. Im Test – und in den Kommentaren – beschrieb ich, dass man hier dann eh schon eher zum Capra greifen sollte. Dafür ist das Jeffsy 27 nicht mehr gedacht.

Wir haben Testfahrer unterschiedlicher Gewichtsklassen und besonders Chris und ich im Büro-Süd, haben besonders zum Thema Flex an einem Produkt jedesmal ausgedehnte Gespräche. Wir sind gleich groß, ähnlich schnell unterwegs aber uns trennt ein Gewichtsunterschied von zirka 20 kg. Da verhält sich ein Produkt einfach anders.

So gut es geht versuchen wir unsere Tests immer weiter auszubauen, mit Testerprofilen und ausführlichen Beschreibungen aus diversen Blickwinkeln und bewusstem Testfahren "bis ans Limit" des Einsatzzwecks des jeweiligen Produktes. Das soll einen Mehrwert bieten und zeigen wie universell man ein Rad/Produkt heute einsetzen kann. Mit dem Jeffsy 27 wäre man vermutlich vor 20 Jahren auf einem deutschen DH-Rennen so ziemlich allen um die Ohren gefahren. Aber das Wettrüsten um das beste Produkt, das noch leichter, über noch bessere Suspension verfügt, noch ein breiteres Gänge-Spektrum hat usw hat, wird nicht aufhören.

Die Frage ob man das mitmachen will, muss sich jeder selbst stellen. Ich habe auch mit einem Hardtail Spaß auf dem Trail. :daumen:

ich habe den test sogar dreimal gelesen und ich weiß, dass ihr euch objektiv differenziert ausgedrückt habt, und jetzt kommt das aber, der subtext des test ist negativ und leider sehr subjektiv (größe, vorlieben und die daraus resultierenden folgen). und wenn man die kommentare ließt, hat der subtext stärker gewirkt, als die objektiv differenziert seite. das liegt mit an den schlüsselreizen, wie den bildern oder die art, auf welche punkte in dem test wie eingegangen wurde ("verdrehen" der positiv eigenschaften).

Ich teile genau deine Meinung!

Ergänzend finde ich, dass Ihr mit euren Vergleichen zwischen Trailbike und Enduro immer den Negativaspekt gezogen habt. Fahrwerk für ein aktiv gefahrenes (Trail) Bike zu wenig Gegenhalt. Gabel Fox34 (highend Trailgabel!) "Schwachpunkt" in im Vergleich zur restlichen Ausstattung.

Das Jeffsy mit 27,5 und 160mm möchte meiner Meinung nach kein besseres Capra sein, sondern den Abstand zum Capra verringern und die Lücke noch ein Stück schließen.

Leider kann ich deinen Unmut nach wie vor nicht nachvollziehen. Oben in diesem Post habe ich nochmals erklärt – und so steht es bei jedem Kritikpunkt auch im Test mit dabei – wo und wann der jeweilige Punkt auffiel. Das ist dann nicht subjektiv sondern einfach objektiv beschreibend. Es wurden Lösungen via Tuning-Tipps angeboten für unterschiedliche Fahrer-Vorlieben die dann das adressieren was wir heraus gefahren haben.

Zusätzlich muss nicht jeder Kritikpunkt für dich zutreffen (auch hier noch mal der Verweis auf die Tester-Profile). Wenn du es eher gerne satt hast kann ja genau ein plüschigeres Fahrwerk mit mehr Federwegsfreigabe für dich das Richtige sein? Ein "aktiver Fahrstil" ist nicht per Definition "richtig" es ist einfach ein Fahrstil. YT empfiehlt (so steht das auch im Text), dass man da den mittleren Modus am Dämpfer nutzen soll (wenn man eben ein anderes Verhalten haben möchte).

Wenn ich mir die Galerien hier im Forum so ansehe, komme ich mir eh immer vor wie ein Freak mit viel zu kurzen Oberschenkeln, bzw. wundere ich mich, warum andere den Sattel NICHT so weit nach vorne schieben (müssen?).

Es kommt schwer darauf an in welchem Gelände man unterwegs ist und wie steil die Auffahrten sind. Je steiler die Auffahrten, desto komfortabler wird ein steiler Sitzwinkel auf Dauer sein. Wobei man mit einem flacheren Sitzwinkel in "rollendem" Gelände an einer günstigeren Position sitzt.
 

525Rainer

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ich könnt mir vorstellen man sitzt sehr gut auf dem jeffsy wenns mal länger bergab rollt.
 
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Beim dmr sled wurde das mit dem Sattelauzug / zu flachen Sitzwinkel genauso kritisiert. Komisch dass es da keinen stört, evtl interessiert das Rad auch einfach weniger Leute. Aber ich fande auch, dass der Test etwas negativ rüber kommt.

Das ist ganz einfach - die Kiste fährt kaum jemand.
Das Problem hier ist, dass das Jeffsy bisher immer über den Klee gelobt wurde. Und jetzt haben 2 Gruppen von Leuten ein Problem

1. Die Leute die das Bike haben und bitte aber in JEDEM Test sehen möchten, dass es DAS beste Bike ever ist.

2. Die Leute die sich wegen den bisherigen Test für das Rad interessieren und glaubten, DAS beste Bike ever ausgewählt zu haben und jetzt zweifeln und glauben wieder viel Zeit in die Auswahl eines neuen Bikes stecken zu müssen.

Zu 1: Habe ich kein Mitleid
Zu 2: Probefahren - wenn es passt, passt es, egal was in einem Test steht.

Davon ab hat auch das Last dieses Größen Problem. Ich musste - obwohl typischer "M" Fahrer (178, 83-84 SL) musste ich ein L nehmen.
Nicht nur wegen schlechtem Fitting, sondern weil es sonst zu kompakt wird.

Bei den neuen Geos müssen die Hersteller einfach zusätzliche Werte angeben.

- Effektive Oberrohrlänge
- Dazu angenommene Schrittlänge.
 

garbel

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Ah, wußte nicht, daß man heutzutage die Sitzposition so einstellt, daß die Sattelspitze direkt über der Tretlagerachse steht. Da hab ich wohl was verpasst.

Ich konnte zu Zeiten von 71°/73° immer prima auf meinem MTB sitzen, bergauf und auch in der Ebene, so halte ich das heute auch noch und es funktioniert sogar!

Natürlich find ich die "modernen" Geometrien prima, mit langem Reach, kurzen Vorbauten, breiten Lenkern und flachen Lenkwinkeln. Aber was ihr da mit der Sattelposition veranstaltet, raff ich echt nicht.
 

freetourer

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... Und jetzt haben 2 Gruppen von Leuten ein Problem

1. Die Leute die das Bike haben und bitte aber in JEDEM Test sehen möchten, dass es DAS beste Bike ever ist.

2. Die Leute die sich wegen den bisherigen Test für das Rad interessieren und glaubten, DAS beste Bike ever ausgewählt zu haben und jetzt zweifeln und glauben wieder viel Zeit in die Auswahl eines neuen Bikes stecken zu müssen.

......

+1

Und genau so läuft es eigentlich jedes Mal ab, wenn ein Test veröffentlicht wird.

Die Empfehlung ein Bike probezufahren kann man gar nicht oft genug wiederholen. Allerdings muss man sich dann noch ein wenig Resistenz gegen negative "Pseudo" - Testergebnisse aneignen. ;)

....
Davon ab hat auch das Last dieses Größen Problem. Ich musste - obwohl typischer "M" Fahrer (178, 83-84 SL) musste ich ein L nehmen.
Nicht nur wegen schlechtem Fitting, sondern weil es sonst zu kompakt wird.

Bei den neuen Geos müssen die Hersteller einfach zusätzliche Werte angeben.

- Effektive Oberrohrlänge
- Dazu angenommene Schrittlänge.

Ein Blick auf die vom Hersteller empfohlene Vorbaulänge ist auch nie verkehrt - manche Hersteller (z.B. Transition) geben das an, bzw. lohnt dann ein Blick in die Specs der Kompletträder.

Du hast ja so ziemlich meine Maße - eigentlich ist man damit doch sowieso bei Bikes mit konservativer Geo kein M-Fahrer mehr. Hattest Du das Phantom nicht auch in L ?
 
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Du hast ja so ziemlich meine Maße - eigentlich ist man damit doch sowieso bei Bikes mit konservativer Geo kein M-Fahrer mehr. Hattest Du das Phantom nicht auch in L ?

Nope in "M" - das Clay ist mein erstes L Bike. Bei konservativer Geo sitz du wegen flacherem Sitzwinkel weiter hinten. Und meisten sitz man nun mal. Also muss es erstmal im Sitzen passen und deswegen bei konservativer Geo ist unsere Größe klassisch M. Bei steilerem Sitzwinkel rückst du erheblich nach vorne und das fühlt sich auf dem Clay M dann schon ziemlich eng an.

Mit der empfohlenen Vorbaulänge hat für mich einen anderen Grund. Gerade bei den flacheren Lenkwinkeln beeinflusst die Vorbaulänge deutlich die Lenkeigenschaften. Die Empfehlung heißt für mich, man sollte nur minimal davon abweichen und das bei der Größenwahl des Bikes berücksichtigen und nicht glauben, dass man erheblich mit der Vorbaulänge korrigieren kann.
 

GrazerTourer

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Ah, wußte nicht, daß man heutzutage die Sitzposition so einstellt, daß die Sattelspitze direkt über der Tretlagerachse steht. Da hab ich wohl was verpasst.
Ich hab jetzt zum Spaß einige Namen und deren Bikes aus der xc Szene gegooglt. Fast alles Hardtails mit ewig langen Vorbauten. Sogar bei denen sieht das auch so aus. Ganz ohne Sag und so.... ;)
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In Wahrheit kannst du das anhand eines Fotos aber nicht sagen - überhaupt nicht! Außerdem glaube ich, dass man beim Nachmessen draufkommmen würde, dass ein 71 Grad Sitzwinkel, wie man ihn früher bei geraden Sitzrohren hatte, bei großen Leuten vermutlich mit dem Sattelauszug noch steiler (der Sattel weiter vorne) ist, als bei den üblichen Verdächtigen mit dem Knick...
 
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Je nach Priorität sehr ich das so. Ich kann ein Rad mit 60er Vorbau, steileren Lenkwinkel bergabfahren. Bei einem zu Flachen sitzwinkel bist du ab 1000hm machtlos. Da wirst du abbrechen. Ich denke das Capra ist für den Park und das jeffsy sollte dann auch tourentauglich sein. Wenn ich die sattelposition beim xl Rahmen sehe bei einem 190er Fahrer ist das Rad echt für Touren eine notlösung. Meine Meinung.

Gerade sitzrohre und reelle sitzwinkel sind einfach top. Gibt nicht mehr viele. Für mich ein Rätsel.

Voll schräg, dass du das so als uneingeschränkte Wahrheit präsentierst....
Ich selber fahre das Jeffsy 29 und habe eine 92er Schrittlänge mit entsprechend weit ausgezogener Sattelstütze.
Solange du den Sitz ganz nach vorne schieben kannst, damit die effektive Sattelposition stimmt, ist uphill beim Jeffsy fantastisch. Ich fahre regelmässig >1000m uphill, und zum Vergleich: das Jeffsy ist eine viel bessere Bergziege als mein Vorgängerbike (Nicolai Helius AM) mit gerader Sitzstütze
 
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Voll schräg, dass du das so als uneingeschränkte Wahrheit präsentierst....
Ich selber fahre das Jeffsy 29 und habe eine 92er Schrittlänge mit entsprechend weit ausgezogener Sattelstütze.
Solange du den Sitz ganz nach vorne schieben kannst, damit die effektive Sattelposition stimmt, ist uphill beim Jeffsy fantastisch. Ich fahre regelmässig >1000m uphill, und zum Vergleich: das Jeffsy ist eine viel bessere Bergziege als mein Vorgängerbike (Nicolai Helius AM) mit gerader Sitzstütze
Nun ja das helius am war aber nie als das bergaufbike bekannt. Hohes Gewicht flacher sitzwinkel und eine wippende kinematik sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für bergauf. Da ist das jeffsy deutlich weiter in der Entwicklung...
 

525Rainer

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Voll schräg, dass du das so als uneingeschränkte Wahrheit präsentierst....
Ich selber fahre das Jeffsy 29 und habe eine 92er Schrittlänge mit entsprechend weit ausgezogener Sattelstütze.
Solange du den Sitz ganz nach vorne schieben kannst, damit die effektive Sattelposition stimmt, ist uphill beim Jeffsy fantastisch. Ich fahre regelmässig >1000m uphill, und zum Vergleich: das Jeffsy ist eine viel bessere Bergziege als mein Vorgängerbike (Nicolai Helius AM) mit gerader Sitzstütze


Ich hatte auch ein helius am und mein Freund fährt ein jeffsy 29. Ich find das ein top Bike und es passt mir mit meinen 193 super. Siehe fotoalbum. Wir tauschen durch. Das Bike ist auch im signaturvideo. weswegen ich auch geschrieben habe wieso man das jeffsy nun mit 650b vermurkst? Macht die sattelposition und der Vorbau im Test für dich Sinn?
 
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Außerdem glaube ich, dass man beim Nachmessen draufkommmen würde, dass ein 71 Grad Sitzwinkel, wie man ihn früher bei geraden Sitzrohren hatte, bei großen Leuten vermutlich mit dem Sattelauszug noch steiler (der Sattel weiter vorne) ist, als bei den üblichen Verdächtigen mit dem Knick...

Wieso glauben? Die Hersteller geben den effektiven Sitzwinkel an, sprich der in der gedachten Linie direkt vom Tretlager. Leider wird halt nicht die Schrittlänge, die man annimmt angegeben.
Und wieso steiler und weiter vorne? Umso größter der Auszug, umso weiter HINTEN sitz man Und bei geknickten Sattelrohren sitz man bei gleichem Auszug +X halt noch weiter hinten.
 

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Wieso glauben? Die Hersteller geben den effektiven Sitzwinkel an, sprich der in der gedachten Linie direkt vom Tretlager. Leider wird halt nicht die Schrittlänge, die man annimmt angegeben.
Und wieso steiler und weiter vorne? Umso größter der Auszug, umso weiter HINTEN sitz man Und bei geknickten Sattelrohren sitz man bei gleichem Auszug +X halt noch weiter hinten.

Nö....
71 Grad früher mit geradem Sitzrohr genau durch das Tretlager ist etwas andees als 75° virtuell vor dem Tretlager, aber dafür 65° in Wahrheit... (das sind nur irgendwelche Hausnummern, die ich da nenne). da entsteht eben eine große Abhängigkeit zum Sattelauszug. Das was die Hersteller angeben, bei einem nicht geraden Sitzrohr das durch das Tretlager verläuft, kann immer nur auf irgendeine fixe Sattelhöhe bezogen sein. Einmal stimmt das eben zum Fahrer und einmal nicht.

hier schnell laienhaft gezeichnet. Selber virtueller Sitzwinkel in einer Geotabelle (bei voll versenkte Sattel). Komplett andere Sitzposition bei gleicher Sattelhöhe. Es ist also nun Auslegungssache des Herstellers, was er in die Tabelle schreibt. Da ist er komplett flexibel und alles ist richtig und falsch zugleich.
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Solange du den Sitz ganz nach vorne schieben kannst, damit die effektive Sattelposition stimmt, ist uphill beim Jeffsy fantastisch.

Das ist aber nicht Sinn der Sache. Die Möglichkeit den Sattel zu verschieben dient dem Bike-Fitting und nicht der Optimierung der Uphill.Fähigkeiten. Die Sattelposition soll es dir ermöglichen das der Krafteintrag optimal mit der Kniemitte über der Pedalachse bei waagerechter Kurbelpostion erfolgt. Primär um Knieprobleme zu vermeiden.
 

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Das ist aber nicht Sinn der Sache. Die Möglichkeit den Sattel zu verschieben dient dem Bike-Fitting und nicht der Optimierung der Uphill.Fähigkeiten. Die Sattelposition soll es dir ermöglichen das der Krafteintrag optimal mit der Kniemitte über der Pedalachse bei waagerechter Kurbelpostion erfolgt. Primär um Knieprobleme zu vermeiden.
Es geht aber ums Bike Fitting, weil durch das flache Sitzrohr der Sattel nach hinten wandert (ja nach Auszug mehr oder weniger). schau meine Skizze weiter oben an.
 
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Nö....
71 Grad früher mit geradem Sitzrohr genau durch das Tretlager ist etwas andees als 75° virtuell vor dem Tretlager, aber dafür 65° in Wahrheit... da entsteht eine große Abhängigkeit zum Sattelauszug. Das was die Hersteller angeben, bei einem nicht geraden Sitzrohr das durch das Tretlager verläuft, kann immer nur auf irgendeine fixe Sattelhöhe bezogen sein. Einmal stimmt das eben zum Fahrer und einmal nicht.

Ich glaube, dass musst du dir noch mal aufmalen - nicht bös sein.

1. Egal wie man den Sitzwinkel betrachtet ein größerer Auszug bedeutet IMMER der Fahrer sitzt weiter hinten.
2. Der angegebene effektive Sitzwinkel eines abgeknickten Sitzrohrs entspricht EXAKT dem eines geraden Sitzrohrs gleichen Winkels. Der Unterschied ist nur, diese Angabe beim abgeknickten Sitzrohr gilt nur für genau eine Auszugslänge.
3. Der Unterschied geknickt und gerade besteht in der Veränderung der horizontalen Postion zum Tretlager. Hab jetzt keine Lust auf Trigonometrie, deswegen ein vereinfachtes Beispiel: Sitzwinkel effektiv und real 75°, angenommene Schrittlänge 84cm. Ziehe ich jetzt das Sitzrohr 5cm weiter raus sitz der Fahrer beim geraden Sitzrohr 1cm weiter hinten und beim geknickten 2cm hinten. Die starke Veränderung des letzteren wirft 2 Probleme auf. Ich kann eventuell den Sattel nicht mehr ausreichend einstellen, um eine ergonomische Position einzustellen (siehe anderer Beitrag) und die Position verändert sich zu ungünstig im Bezug auf Hinterachse und beeinflusst so die Uphill-Eigenschaften negativ
 

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3. Der Unterschied geknickt und gerade besteht in der Veränderung der horizontalen Postion zum Tretlager. Hab jetzt keine Lust auf Trigonometrie, deswegen ein vereinfachtes Beispiel: Sitzwinkel effektiv und real 75°, angenommene Schrittlänge 84cm. Ziehe ich jetzt das Sitzrohr 5cm weiter raus sitz der Fahrer beim geraden Sitzrohr 1cm weiter hinten und beim geknickten 2cm hinten. Die starke Veränderung des letzteren wirft 2 Probleme auf. Ich kann eventuell den Sattel nicht mehr ausreichend einstellen, um eine ergonomische Position einzustellen (siehe anderer Beitrag) und die Position verändert sich zu ungünstig im Bezug auf Hinterachse und beeinflusst so die Uphill-Eigenschaften negativ

Genau das hab ich ja gemeint. :) Witzig, wie man aneinander vorbei rede kann, hehe.
 
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Es geht aber ums Bike Fitting, weil durch das flache Sitzrohr der Sattel nach hinten wandert (ja nach Auszug mehr oder weniger). schau meine Skizze weiter oben an.

Dann reden wir aneinander Vorbei. Deine Skizze ist genau richtig und das meine ich.
Aber um es nochmal für die anderen klarzustellen. Die Sattelverschiebung dient der anatomisch/physiologisch richtigen Postion auf dem Rad und nicht zur Einstellung der Uphill-Eigenschaften.
Sprich - kann ich das nicht mehr ausreichend einstellen brauche ich ne andere Rahmengröße.
Da könnte man Hersteller schon mal hingehen und angeben im Bereich welcher Schrittlänge sich bei gewähltem realen (abgeknickten) Sitzrohr sich noch der Sattel ausreichend verstellen lässt. Umso flacher halt der reale Sitzrohrwinkel ist, umso kritischer und schmaler der Bereich.
 
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Aber um es nochmal für die anderen klarzustellen. Die Sattelverschiebung dient der anatomisch/physiologisch richtigen Postion auf dem Rad und nicht zur Einstellung der Uphill-Eigenschaften.
Die anatomisch/physiologische richtige Position hat auch was mit der Verwendungsmöglichkeit des Bikes zu tun. Die Satteleinstellung ist, wenn's hart kommt, nur noch die letzte Möglichkeit, um ein Bike auch noch einigermaßen uphillfähig zu machen.

Fahre ich damit nur DH, dann wäre eine nach hinten versetzte Sattelstütze mit Sattel OK, wenn man denn dabei tatsächlich im Sattel bliebe. Aber, wer will denn das wirklich im knackigen DH?

Den Sattel braucht man doch üblicherweise bei AM dazu, um damit auch gescheid Uphill fahren zu können. Und im Uphill ist es wegen bei der zusätzlichen Abkippung der Stütze nach hinten bei den logischerweise Steigungen, ganz besonders sinnvoll, den Sattel in einer anatomisch richtigen Position zu haben. Also muss zum Ausgleich wegen der im Uphill nach hinten abkippenden Sattelstütze, der Sattel mehr nach vorne rücken.

Stellt man dieses Bike in die Ebene, dann wäre der Sattel etwas mehr vorne als nötig. Es ist aber aus meiner Sicht durchaus akzeptabel, in der Ebene mehr von oben zu treten, denn in der Ebene kann man viel leichter Kompromisse machen, als am steilen Berg.

Von daher sehe ich meiner Meinung nach flache Sitzwinkel eigentlich bei jedem AM-Bike als für nicht zweckmäßig an. Leider helfen einem heute die merkwürdigen steilen Sitzwinkelangaben für die neuen Bikes überhaupt nicht mehr weiter.
 
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525Rainer

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gehn tut alles. irgendwie.
das bild vom rad visualisiert dieses irgendwie. jeder der damit klarkommt oder keinen wert drauf legt, hat wohl sein bike gefunden.
 
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Die anatomisch/physiologische richtige Position hat auch was mit der Verwendungsmöglichkeit des Bikes zu tun. Die Satteleinstellung ist, wenn's hart kommt, nur noch die letzte Möglichkeit, um ein Bike auch noch einigermaßen uphillfähig zu machen.

Fahre ich damit nur DH, dann wäre eine nach hinten versetzte Sattelstütze mit Sattel OK, wenn man denn dabei tatsächlich im Sattel bliebe. Aber, wer will denn das wirklich im knackigen DH?

Den Sattel braucht man doch üblicherweise bei AM dazu, um damit auch gescheid Uphill fahren zu können. Und im Uphill ist es wegen bei der zusätzlichen Abkippung der Stütze nach hinten bei den logischerweise Steigungen, ganz besonders sinnvoll, den Sattel in einer anatomisch richtigen Position zu haben. Also muss zum Ausgleich wegen der im Uphill nach hinten abkippenden Sattelstütze, der Sattel mehr nach vorne rücken.

Stellt man dieses dann Bike in die Ebene, dann wäre der Sattel dann etwas mehr vorne als nötig. Es ist aber aus meiner Sicht durchaus akzeptabel, in der Ebene mehr von oben zu treten, denn in der Ebene kann man viel leichter Kompromisse machen, als am steilen Berg.

Von daher sehe ich meiner Meinung nach flache Sitzwinkel eigentlich bei jedem AM-Bike als für nicht zweckmäßig an.

Da muss ich deiner Sichtweise leider widersprechen. Die Sattelposition dient nur der Einstellung der Knieposition zur Pedalachse.
Da hört ein Bikefitting natürlich nicht auf und es gibt andere Parameter die du einstellen kannst um auf bestimmte Eigenschaften zu optimieren.
Aber auch hier gibt es mittlerweile Einschränkungen durch die aktuellen Geos. Früher konnte man Vorbau-/Lenkerhöhe und Vorbaulänge in weitem Bereich einstellen. Durch flache Lenkwinkel kannst du aber die Vorbaulänge nur noch in Grenzen frei wählen, weil sie zu sehr das Lenkverhalten beeinflussen. Die Vorbau-/Lenkerhöhe ist auch beschränkt weil immer mehr Federweg und damit immer längere Gabeln gefahren werden und damit die Front eh höher kommt.

Und damit gebe ich dir an einer Stelle wieder Recht. Die aktuellen Geos sind nicht für jeden geeignet.
Aber das ist ein Poser Problem. Der Begriff "Enduro" wird so undefiniert wie er ist dazu benutzt, zu demonstrieren wie toll/schwierig man runter fährt. Um das nach Außen zu demonstrieren, braucht man Produkte der Kategorie "Enduro". Jetzt hat man aber leider festgestellt, dass Produkte die für genau das Einsatzgebiet wirklich gut geeignet sind für die meisten und deren übliche Einsatzgebiete aber Nachteile haben (schlechte Toureneigenschaften, auf einfacheren Strecken nehmen die Monsterfahrwerke Spaß).
Deswegen gibt es jetzt "Trail". Man demonstriert immer noch schwierig runter, aber alles etwas gemässigter.
Und leider sind auch diese Bikes - und da sind wir wieder bei deinem Punkt - für viele schon too-much.
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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Hottentottenstaat
Komische Diskussion. YT hat einfach den XL Rahmen als Nebenprodukt der M Rahmenproduktion betrachtet, sonst würde das Sitzrohr anders aussehen.
Bei meiner Körpergröße spielt das Sitzrohr fast keine Rolle, weil: Minimaler Sattelstützenauszug.
 
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