Antidote Carbonjack 29 im Test: Der Stealth-Jet für den Wald!

Antidote Carbonjack 29 im Test: Der Stealth-Jet für den Wald!

Selten wurden wir während eines Tests so oft auf unseren fahrbaren Untersatz angesprochen wie in den vergangenen Wochen mit dem Antidote Carbonjack 29. Das in Polen handgefertigte 29"-Enduro-Bike sticht mit seinem kantigen Sichtcarbon-Rahmen und dem auffälligen Hinterbau mit 150 mm Federweg definitiv aus der Masse heraus. Ob sich das Carbonjack auch so denkwürdig fährt, wie es aussieht, erfahrt ihr hier im Testbericht!

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Antidote Carbonjack 29 im Test: Der Stealth-Jet für den Wald!
 

Gregor

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Sind die Leitungen unterm Tretlager einfach nur schlampig verlegt oder geht das wirklich nicht besser? Bei meinen Radons sind die auch immer dort untern raus gekommen nur wenn man die richtig verlegt schmiegen die sich eigentlich sauber an den Rahmen an und stehen nicht so wild wie hier weg. Dadurch könnten sie theoretisch sogar noch den Carbon Rahmen schützen. Abgerissen hab ich mir da nie was und auch sonst hatte ich keine Probleme. Mit einem entsprechenden Protektor könnte man die sogar zum teil auch noch verschwinden lassen.
Eine Aussparung im Rahmen ist zudem kein Loch!

Die Leitungen brauchen die Schlaufe, da der Hinterbau sich dort durch den unteren Umlenkhebel ja längt.

Also 480mm Reach ist bei L inzwischen ja normal. Gregor gibt an, dass er einen verspielten Fahrstil hat. Mit dieser Vorliebe scheint sich die Geo überhaupt nicht zu vertragen. Und das, obwohl Gregor die Körpergröße hat, für welche L passen sollte.

Das ist bestimmt nix, was spezifisch ist für das Antidote. Und kürzere Kettenstreben machen ja nix besser bei einer langen Front.

Interessant das mal so zu lesen hier.
Ja, also ich bin definitiv eher Fan von Rädern mit 455 bis 465 mm Reach. Mir geht es dabei schon um maximale Geschwindigkeit, ich bin darauf aber wesentlich flotter unterwegs einfach (nicht nur gefühlt). Ich hab's schon mehrfach geschrieben: Mich stört nicht, ob mein Rad etwas tänzelt auf der Geraden. Aber wenn es nicht um die Kurve will eben schon. Beides begrenzt meinen Speed aber meistens nicht, sondern dass ich einfach irgendwann nicht mehr in der Lage bin, zu checken, was gerade eigentlich passiert. Wenn ich mit irgendwelchen Profis fahre, merke ich das immer krass, dass die total relaxed sind und ich nur noch verkrampft und im Kopf noch nicht verarbeitet habe, was auf mich zukommt. Auf kurzen Rädern kommt der Punkt aber später, weil ich dann einfach mehr Kontrolle ausüben kann, während ein langes Rad auf einer glatten Wurzel mit mir macht, was es will.

Ich fahre allerdings viele Räder mit so 470-490 mm Reach und komme damit in aller Regel gut klar. Beim Antidote hat es trotzdem ungewöhnlich lange gedauert, um sich daran zu gewöhnen, was meines Erachtens an der nicht ganz ausbalancierten Geometrie liegt.
 

DerandereJan

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Ja, also ich bin definitiv eher Fan von Rädern mit 455 bis 465 mm Reach. Mir geht es dabei schon um maximale Geschwindigkeit, ich bin darauf aber wesentlich flotter unterwegs einfach (nicht nur gefühlt). Ich hab's schon mehrfach geschrieben: Mich stört nicht, ob mein Rad etwas tänzelt auf der Geraden. Aber wenn es nicht um die Kurve will eben schon[..] Auf kurzen Rädern kommt der Punkt aber später, weil ich dann einfach mehr Kontrolle ausüben kann, während ein langes Rad auf einer glatten Wurzel mit mir macht, was es will.
Das sollten sich einfach 95% der potentiellen Bikekäufer von "lang und flach" mal vor dem Kauf durchlesen. :daumen:

(Und das durftest du einfach so öffentlich schreiben? Oder bist du schon mit Betonschuhen auf dem Weg zum Hafen :D)
 

GoldenerGott

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Ist wohl nur was für junge Kunden bei den Streckbankmaßen. Da tut mir beim lesen der Geodaten schon der Nacken weh.
Der tatsächlich flachere Sitzwinkel würde ja sogar zu den langen Kettenstreben passen, aber dann in Verbindung mit dem sportlichen Reach ergibt sich eine Oberrohrlänge, wo ich im ersten Moment denken würde, da hat Jemand ein falsches Maß angegeben.
Man ist da ehrlicher, wenn man die Bikes nicht mit abgesenktem Sattel fotografiert. Dann wird die krasse Sitzposition erst deutlich. Ist also eher was für den Park oder Shuttletouren. Aber dann nur 150 mm Federweg?
Nicht Fisch und nicht Fleisch und teuer noch dazu.
Fail.
 
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Das kommt doch immer sehr darauf an, wo man faehrt. Bei mir ist das Gelaende felsig mit teils hohen Stufen, Naturdrops etc. Kurven gibt´s auch, die sind aber in der regel so zerklueftet, dass sie fuer den flow keine Rolle spielen. Da freut man sich unter´m Strich ueber jeden cm Radstand.
Auf geschlungenem Waldboden gibt´s andere Prios.
Man muss halt wissen, worauf man optimieren will.
 
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Das kommt doch immer sehr darauf an, wo man faehrt. Bei mir ist das Gelaende felsig mit teils hohen Stufen, Naturdrops etc. Kurven gibt´s auch, die sind aber in der regel so zerklueftet, dass sie fuer den flow keine Rolle spielen. Da freut man sich unter´m Strich ueber jeden cm Radstand.
Auf geschlungenem Waldboden gibt´s andere Prios.
Man muss halt wissen, worauf man optimieren will.
Die meisten Leute kaufen ihr Rad wie ihr Auto:
Auch wenn man 95% normale Trails fährt und 5% Bikepark, benötigt man ein dickes Enduro.
Oder halt ein SUV, weil man in einem Golf für den Sommerurlaub keinen Platz hat ;-)

Ob es Sinn macht? Eher nicht.

Ich sehe zB im Wienerwald viele Capras und andere Dickschiffe. Ich bin davon geheilt.
 
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Das sollten sich einfach 95% der potentiellen Bikekäufer von "lang und flach" mal vor dem Kauf durchlesen. :daumen:

(Und das durftest du einfach so öffentlich schreiben? Oder bist du schon mit Betonschuhen auf dem Weg zum Hafen :D)

Die meisten Bikekäufer fahren aber bestimmt nicht so gut wie der Gregor und profitieren dann halt doch von der Länge (durch mehr Sicherheits-Empfinden) ... wurde doch schon öfter erörtert warum die Pros oftmals kürzere Räder fahren als man erwarten würde bzw. als die Hersteller empfehlen für uns Larrys...

Ich könnte mir vorstellen, dass sich das XL - für jemanden mit entsprechender Körpergröße - ausgewogener anfühlt - da wirkt das Verhältnis Reach zu KS schon eher stimmig auf dem Papier. Da könnte das Lange SR dann allerdings wieder stören^^
 

MartinRys

Der Dorn im dritten Auge
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15000 Zloty! Wie viel ist das in Fliesen-m²? Ein komplettes Tönnies Schlachthaus, oder was?
Aber die Optik is fett. Zumindest auf den ersten Blick, auf den hundertsten wahrscheinlich so drüber wie die Designkatastrophen aus den 90ern.
 
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DerandereJan

Bonvivant du Palatinat
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Die meisten Bikekäufer fahren aber bestimmt nicht so gut wie der Gregor und profitieren dann halt doch von der Länge (durch mehr Sicherheits-Empfinden) ... wurde doch schon öfter erörtert warum die Pros oftmals kürzere Räder fahren als man erwarten würde bzw. als die Hersteller empfehlen für uns Larrys...
Ich kann natürlich nur aus meinen Fahrtechniktrainings und meinen persönlichen Erfahrungen berichten, aber da ist es für jeden Nicht-Pro wichtiger objektiv gut um Kurven rum zu kommen und das Bike handlen zu können, als ein subjektives Sicherheitsgefühl beim Geradeausfahren.

Was die Hersteller den "Larrys" empfehlen, dürfte klar sein...hauptsächlich das was sie noch nicht haben. :D
 
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Ich kann natürlich nur aus meinen Fahrtechniktrainings und meinen persönlichen Erfahrungen berichten, aber da ist es für jeden Nicht-Pro wichtiger objektiv gut um Kurven rum zu kommen und das Bike handlen zu können, als ein subjektives Sicherheitsgefühl beim Geradeausfahren.

Was die Hersteller den "Larrys" empfehlen, dürfte klar sein...hauptsächlich das was sie noch nicht haben. :D

Ich würde jetzt mal behaupten, dass den meisten Leuten die längere Geo auch beim Kurven fahren hilft (mir auch :) ). Ich meine jetzt nicht so Spitzkehren-HR-versetz kurven sondern eher so "normale" Kurven.

Hast du schon mal was längeres ausprobiert?
 

Tyrolens

eBiker grüßen nicht.
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während ein langes Rad auf einer glatten Wurzel mit mir macht, was es will.

Da ist die Frage: Macht es das Bike besser als du oder schlechter. In meinem Fall und ich habe massig glatte Wurzeln, lautet die Devise: Laufen lassen. Das Bike kann das.
Beim Carbonjack ist der Lenkwinkel zu steil.
 

DerandereJan

Bonvivant du Palatinat
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Hast du schon mal was längeres ausprobiert?
Ich probiere ziemlich viel, da ich denke, dass man nur dann wirklich mitreden darf.

Ich fahre mein Fanes mit 1,90 in L entgegen dem Trend ja auch viel zu klein. Ich fahre gerne sehr technische Sachen, da kommt mir ein kleiner Rahmen entgegen und ich hatte bei hohen Geschwindigkeiten auch noch nie das Gefühl "jetzt wirds aber kitzlig, da hätte ich gerne noch 2cm mehr". Darüber hinaus sitze ich auf dem kurzen Rad viel aufrechter, was mir auf langen Touren rückenmäßig entgegen kommt. (Couchfeeling)

Der Markt scheint sich aber dahingehend etwas einzunorden, die Modelle werden, bis auf einzelne Ausnahmen nicht mehr immer länger, und auch die Maxime der Hersteller "29er sind für JEDEN besser" entspannt sich wieder etwas, denke ich doch nur an die 1,50m Damen mit den Langholzlastern...

Meine Freundin fährt übrigens immer noch ihr 26" Fanes und sorgt regelmäßig für staunende Blicke bei den Rennboliden-Piloten... :D
 
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Ich finde euer fazit zu den cushcore inserts erstaunlich. ich bin lange die pro version am hr von meinem trailbike gefahren und da hätte ich keinen erhöhten rollwiederstand festgestellt. Das rad war so immer noch ein richtiger km fresser. Hat vieleicht auch was mit dem Druck im reifen zu tun? Ich fahre trotz dem insert immmer noch 1.8 bar.
 
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Das frage ich mich auch.
Entweder sind die Dinger für Profis, die das letzte Quäntchen herausholen (müssen; EWS etc) oder
die nicht so gut fahren können und sich davon etwas mehr Sicherheit erwarten.

Ich kann natürlich nur aus meinen Fahrtechniktrainings und meinen persönlichen Erfahrungen berichten, aber da ist es für jeden Nicht-Pro wichtiger objektiv gut um Kurven rum zu kommen und das Bike handlen zu können, als ein subjektives Sicherheitsgefühl beim Geradeausfahren.

Was die Hersteller den "Larrys" empfehlen, dürfte klar sein...hauptsächlich das was sie noch nicht haben. :D
das ist tatsächlich so. ich habe früher nie verstanden, wie es sein kann, dass diese mörder bikes sowohl für weniger geübte als auch für pros taugen sollen. es scheint wirklich so zu sein, dass passagier sein auf dem bike den "larrys" und "joes" ermöglicht, sektionen zu befahren, die früher fahrtechnisch nicht möglich waren und schneller geradeaus zu fahren. da gehts nicht um kurvenfahren oder irgendwelchen spielereien auf dem trail. der pro besitzt durch krafttraining und fahrtechnik die fähigkeit, diese schlachtschiffe um enge spitzkehren zu wuchten. aber auch hier kostet es einfach kraft und die linie muss vohrer besser geplant sein, um auf der gesamten strecken zeit zu gewinnen. mit einen kleineren bike kann man in die kurve zur not auch reinschneiden und immer noch gut schwung mitnehmen.

und nicht vergessen, wenn ein tester sagt ein bike sei schneller als das andere, dann redet man von einigen sekunden auf 2 min stecke. der unterschied wird niemanden auf ein anderes speed level heben und man wird auch nicht an einem kumpel dranbleiben können, der einen mit dem alten bike noch davongefahren ist. aber ein bike, das einfach zu fahren ist, spaß macht und welches einen dazu bringt, ein besserer fahrer zu sein, das ist doch auch was.
 
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LB Jörg

Erster + Sportajörg
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das ist tatsächlich so. ich habe früher nie verstanden, wie es sein kann, dass diese mörder bikes sowohl für weniger geübte als auch für pros taugen sollen. es scheint wirklich so zu sein, dass passagier sein auf dem bike den "larrys" und "joes" ermöglicht, sektionen zu befahren, die früher fahrtechnisch nicht möglich waren und schneller geradeaus zu fahren........

Und wenns sichs dann doch net ausgeht mit steif am Rad sitze/stehen, das sieht man dann in den Friday Fails :D

G.:)
 
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Das sollten sich einfach 95% der potentiellen Bikekäufer von "lang und flach" mal vor dem Kauf durchlesen. :daumen:

(Und das durftest du einfach so öffentlich schreiben? Oder bist du schon mit Betonschuhen auf dem Weg zum Hafen :D)
Ich habe auch herzlich gelacht, als das Enduro-Magazin letztes Jahr Enduro-Racebikes getestet hat in der Konfiguration (und Größe) wie sie von den EWS Pros gefahren werden. Viele Pros fahren aber eben gar nicht so große Räder. Und da war dann das Yeti von Richi Rude mit M Rahmen (Reach 460mm, wahrscheinlich durch längere Gabel sogar kürzer) der Testsieger und wurde in den höchsten Tönen gelobt und für viel besser als die zuvor schon mal getestete L-Version befunden. Da wurde dann erzählt wie toll doch kleinere Rahmen sind, von den gleichen Leuten, denen Bikes nicht lang genug sein konnten und immer ausgeführt haben, dass Pole Machine und Stamina in L eh vom Speed quasi nicht zu schlagen sind.
Jaja, bla bla bla ... Trends :rolleyes:
 
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Wenn ich so an den Bayern-MTB-Verbot Thread denke, wird die allout Speed für strava Rennen bald weniger oder das Hobby MTB hat eh andere Probleme.

Darum sind die Renngeos für den Endverbraucher der keine Rennen fahrt eh für die Fische.

Ein Rad das Spaß macht sollte für uns da eher im Vordergrund stehen. Denke da so an 5010 bspw.
 
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Und wenns sichs dann doch net ausgeht mit steif am Rad sitze/stehen, das sieht man dann in den Friday Fails :D

G.:)
ich hab mal gehört, dass bereits an mechatronischen systemen für ebikes gearbeitet wird, um sowas zu verhindern. man denke zum beispiel an ein schwungrad, welches beschelunigt oder abgebremst wird, um die rotation des bikes nach vorne/hinten abzubremsen.
 
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Ich probiere ziemlich viel, da ich denke, dass man nur dann wirklich mitreden darf.
Ich meinte auch eher ob du schon mal so ein Rad (langes 29er) besessen hast bzw. über einen längeren Zeitraum gefahren bist.

Das mit der Länge im Sitzen hat auch was mit dem Sitzwinkel zu tun.

Aber ist ja auch klar, dass jeder andere Vorlieben hat. Dass der Trend zu längeren Rahmen nicht von ungefähr kommt sollte aber auch klar sein....
 
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