Der 29er Reifen-Thread

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Die einen sagen so:
Ja, Maxterra hat auch Gummimischungsanteile mit geringerer Shorehärte, die werden unter Null Grad steinhart.

Besser Maxxpro für den Winter nehmen. Das ist ne 60er Mischung, die bleibt auch bei Kälte einigermassen weich.
Die anderen sagen so:
habe heute mal die Minions getestet, vo. max terra, hi. max pro.
bin bei minus 2° ca. 3 Std Trails gefahren,
also ich konnte konnte keine Stollenverhärtung feststellen !
Weil mir der Verkäufer, den ich um die Testreifen bat, zum MaxxPro riet, habe ich diesen aufgezogen:



Die Testbedingungen waren ideal. Nasskalt (rund um den Gefrierpunkt) und ein bisschen Schnee.

Fahrweise war moderat (80-85%). D.h. da wo der Topspeed auf trockener Autobahn sonst bei 60+ liegt, waren es nur 49,2km/h. Im Flowtrail war ich 10sec. langsamer als mit'm Honzo bei Trockenheit.

Rauf:
Rollwiderstand besser als HD, in etwa Ardent Niveau.
Bei langsamer Fahrt in den ersten zwei Gängen und Matsch ab etwa 2cm Tiefe dreht er durch, der DHR. Sonst sehr guter Grip.
Runter:
Bremstraktion vo. & hi. tadellos.
Sehr gute Dämpfung (vo. + hi. mit 1,75bar gefahren)
Vor allem die Spurtreue des HR II finde ich bemerkenswert.

Rauf:
Tadellose Traktion.
Höher liegende, nasse Wuzel im sehr spitzen Winkel nimmt der HR II nicht.
Runter:
siehe oben

Nur Runter:
Bis auf die Stelle zum Schluss (Matsch) wie auf Schienen.
An der gleichen Stelle hatte ich auch mit einem DHF auf der Enduro eine Schrecksekunde.
Der HD schmiert vergleichsweise wie in Zeitlupe ab.

Fazit:

Der Minion DHR II wird mein nächsten Hinterreifen. :daumen:
Vorne hätte ich gerne noch ein klein wenig mehr Grip. (3C oder anderer Reifen?)
Auf dem Process 153 war ich mit dem HR II 3C wunschlos glücklich und begeistert!

Um herauszufinden, welche der eingangs zitierten Erfahrungswerten denn nun für mich wahr ist, werde ich wohl nochmal das 3C bereifte Process 153 DL bei Minusgraden ausführen 'müssen'. :D

Happy Trails!
 
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schöner Test :daumen:

wenn dir am Vo. Rad etwas Grip fehlt, dann versuch mal den Minion auch vorne....

bei uns sahen die Trails gestern alle so aus :


 
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santo77

bilkillthehill
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Toller Bericht und Super Videos. Vorallem die Schilder um welche Fahrbahnart es sich handelt sind Spitze:daumen:
 
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Auch ich war heute mit neuen Minion DHR2 2,3" (vorne MaxxTerra, hinten Maxxpro) 2,5h bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und größtenteils Schneeuntergrund unterwegs.
Die 42a Gummimischung der Seitenstollen am Vorderreifen hat sich verglichen zu warmen Temperaturen schon etwas verändert, ich würde es aber nicht als hart- sondern als zäh- werden beschreiben. Möglich aber, dass sie bei -10° wirklich hart werden, keine Ahnung.
Man konnte es gut vergleichen, wenn man mit einem spitzen Gegenstand in die Stollen gestochen hat - vorne bei den 42a Seitenstollen war der Abdruck am längsten zu sehen, also das typische Verhalten weicher/zäher Gummimischungen. Zwischen den Fingern fühlte sich der 42er Gummi schon am "härtesten" an, wahrscheinlich weil er aber so träge wird. Zwischen der 50a Mischung auf der Lauffläche am Vorderreifen und der 60a am Hinterreifen war gefühlt kein Unterschied zu merken, beim Einstichtest minimal.
Schlechteren Grip aufgrund des Zäh-werdens konnte ich bei den genannten Temperaturen nicht feststellen, ich bin mehrmals bewusst schräg über schneebedeckte Wurzeln und Fels gefahren.

Vergleich mit Conti-Reifen bei solchen Temperaturen: 26" Baron BlackChili 2,5" bleibt auch hier am weichsten, 26" Baron BlackChili 2,3" die ich am AM-Fully fahre sind vom Gefühl her vergleichbar mit 50a/60a von Maxxis. 29" X-King BlackChili 2,2" bietet auf nassen Wurzeln im Vergleich zu den anderen null Grip => härtere BlackChili Mischung.

Bin gespannt, wie sich die MaxxTerra Mischung bei noch tieferen Temperaturen verhält. Bis jetzt finde ich sie absolut wintertauglich.
 
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Vergleich mit Conti-Reifen bei solchen Temperaturen: 26" Baron BlackChili 2,5" bleibt auch hier am weichsten, 26" Baron BlackChili 2,3" die ich am AM-Fully fahre sind vom Gefühl her vergleichbar mit 50a/60a von Maxxis. 29" X-King BlackChili 2,2" bietet auf nassen Wurzeln im Vergleich zu den anderen null Grip => härtere BlackChili Mischung.
Will mein altes Hardtail wintertauglich machen und bin noch extrem unschlüssig wegen der Reifen.

Würdest du dann eher zu den Baron BlackChilioder zu den Minion DHR II tendieren? Und dann vorne und hinten identische Reifen?
 
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also der 2.5 baron ist eine macht es gibt meiner Meinung nix besseres für diese Bedingungen wobei vorn und hinten ist glaube ich übertrieben wen dan den 2.3 für hinten


aber in 29 gibt es ihm nicht
 
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Den Baron gibt es nur in 26" deshalb ist mir die Entscheidung fürs 29er leicht gefallen.:)
Da du aber einen Reifen für 26" suchst, bietet der Baron durch sein noch etwas offeneres Profil und längere Stollen in tiefen Böden noch etwas mehr Grip. Ich fahr den Baron 2,3" im Winter vorne und hinten am AM Fully, im Sommer hatte ich hinten den DHR2 MaxxPro oben, der rollt auf harten Böden ruhiger, den sehe ich eher als guten Allrounder fürs ganze Jahr. Der Baron hat für mich seine Stärken ausschließlich in tiefen Böden.

Den Baron 2,5" fahr ich im bikepark, der ist für Touren mMn übertrieben - vor allem für dein "altes Hardtail".
 
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So,
mein AMS hat nun auch den ersten Schnee gesehen.


Ich hab zwar andere Ansprüche, wollte aber nur sagen dass ich mit meinen
Conti MK RS 2.2 auch sehr zufrieden war.
Die Bremsproben auf Asphalt mit Eisblumen und mehr Eis waren unspektakulär.
Schnee auf Wiesen, Kiesweg und Laub, ohne Beanstandung. Erst bei gefrorenen
Fahrspuren war Schluss.
Und der Rollwiderstand kam mir bei den Temperaturen irgendwie höher vor.
 

vitaminc

Steilgehen
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wenn dir am Vo. Rad etwas Grip fehlt, dann versuch mal den Minion auch vorne....
Laut Maxxis Webseite soll der HRII bei feuchten Bedingungen besser als DHR II sein, hingegen der DHR II bei Loose over Hard die Nase vorne hat. Kann das jemand bestätigen?

Interessant finde ich wo Maxxis den Ardent sieht. Bei Loose over Hard, Medium und Loose auf nahezu gleichem Niveau des DHR II, nur bei Feucht hat der DHR II das Nachsehen, d.h. der Ardent ist eigentlich sogar der bessere Allrounder :)

Leider sind da die einzelnen Mischungen nicht berücksichtigt :(

http://maxxistires.de/produkt/ardent/
http://maxxistires.de/produkt/highroller-ii/
http://maxxistires.de/produkt/minion-dhr-ii-2/
 

DerBergschreck

...fährt ohne Betäubung
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Interessant finde ich wo Maxxis den Ardent sieht. Bei Loose over Hard, Medium und Loose auf nahezu gleichem Niveau des DHR II, nur bei Feucht hat der DHR II das Nachsehen, d.h. der Ardent ist eigentlich sogar der bessere Allrounder :)
Er kann auch ne Menge. Natürlich ist die Traktion geringer als bei Minion/Highroller, aber da er so schön berechenbar ist, kommt man auch bei schlechten Bedingungen gut mit ihm klar. Im Zweifelsfall ist man eben etwas vorsichtiger unterwegs, aber dafür rollt er auf leichterem Untergrund auch spürbar besser.
 
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Laut Maxxis Webseite soll der HRII bei feuchten Bedingungen besser als DHR II sein, hingegen der DHR II bei Loose over Hard die Nase vorne hat. Kann das jemand bestätigen?
Den HR2 kenne ich nur in 26" falt sowie dualply, 2,4" Maxxpro. Er hat etwas längere Seitenstollen, die zusätzlich seitlich mehr abstehen, als die der Minions (26" Minion F 2,5" hab ich als Vergleich auch daheim). Dadurch gräbt er sich bei Matsch theoretisch noch besser in den Boden (das meinen sie vermutlich mit "wet", weil bei nassen Wurzeln/Felsen entscheidet eher die Gummimischung ), die Stollen tendieren auf harten Böden aber etwas mehr zum Knicken.
Der DHR2 hat auf der Lauffläche deutlich massivere Stollen.

Den Ardent hatte ich auch mal als 26"/2,4" Maxxpro, ist für den AM Bereich ein ganz guter Hinterreifen, hat aber verglichen mit den Minions/HR2 flachere und kleinere Stollen auf der Lauffläche und bietet dadurch weniger Bremsgrip und Traktion bergauf (vor allem die Version in 2,25").
 
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Den Baron gibt es nur in 26" deshalb ist mir die Entscheidung fürs 29er leicht gefallen.:)
Da du aber einen Reifen für 26" suchst, bietet der Baron durch sein noch etwas offeneres Profil und längere Stollen in tiefen Böden noch etwas mehr Grip. Ich fahr den Baron 2,3" im Winter vorne und hinten am AM Fully, im Sommer hatte ich hinten den DHR2 MaxxPro oben, der rollt auf harten Böden ruhiger, den sehe ich eher als guten Allrounder fürs ganze Jahr. Der Baron hat für mich seine Stärken ausschließlich in tiefen Böden.

Den Baron 2,5" fahr ich im bikepark, der ist für Touren mMn übertrieben - vor allem für dein "altes Hardtail".
Mir ist halt auch wichtig, dass er auf eisigen Böden halbwegs Grip bietet. Haben jetzt schon wieder -10 Grad morgens. Da ist nix mehr mit Matschig und tief. Spikes will ich nicht und mein 29er bleibt in der Garage :)
 
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bei eis würde vielleicht ein breiter reifen mit diamantprofil und wenig luft helfen.
 

John Rico

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So bin ich zwei Winter auf meinem 26" HT gefahren, vorne den Ice Spiker, hinten einen MK II. Klappte super.
Schöner Nebeneffekt beim Spikereifen: Selbst auf nassen Wurzeln super Grip und null Rutschen.
 

DerBergschreck

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Und wie wäre es mit evtl. nur vorne Spikes? Dann würde ich mir ein zweites Laufrad zulegen. Hinten einen guten Allrounder für Matsch und Schnee und vorne je nach Bedingung austauschen.
Kann man machen, zumindest die grösste Gefahr ist gebannt. Aber wenn man mit höherem Tempo auf Eis hinten wegrutscht, kann das auch hässlich werden - manche Bäume sind nämlich magnetisch;)
 
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Ardent vs. HR II & DHR II auf Kona Satori

Neben dem jeweils persönlichen Einsatzprofil, sollte bei den Reifenempfehlungen imho auch das jeweilige Bike Berücksichtigung finden.

Im Abschnitt Steinschlag (ab min 1:22) bin ich auf dem Honzo (mit HD) bei zügiger Gangart schon froh, heil durch zu kommen; weils dort so ruppig ist. Mit dem Satori hingegen völlig unangestrengt Vollgas (ganz runter scrollen). D.h. das systembedingte (Abfahrts-) Potential des Satori liegt (für mich persönlich) um einiges höher als das des Honzos. Und entsprechend hoch/ höher sollte auch das Potential des Reifens sein. Übrigens werden sowohl das Honzo als auch das Satori serienmäßig mit dem Ardent ausgeliefert.

Der Ardent war mir persönlich auf dem Satori hinsichtlich Seitenhalt, Bremstraktion, Nasstraktion einfach zu wenig um das Potential des Bikes auf meinen Hometrails ausnutzen zu können.

Damit wir uns richtig verstehen: Den Teufelskanzel-, Snakebite- und Flowtrail bin ich auch schon mit einem Trennscheiben bereiften Crosser gefahren. Ging alles - entsprechend sauber und langsam gefahren. Und dabei hatte ich sogar mehr Fahrspaß als auf dem Process 153DL. :eek: Auch finde ich einen X-King BCC auf einem leichten HT wie dem Stumpi bei Regen super zu fahren... ;)

Aber will ich auf einem AM oder Enduro nur wegen der Reifen langsam machen müssen? Ich nicht!

Die Testfahrten auf der 26er Enduro haben, wie schon beim Honzo (für mich auf meinen Hometrails), den Purgatory auf der Hinterachse als Schwachstelle entlarft. Mit einem Onza Ibis war das Fahrverhalten (für mich) dann OK.

Auf dem Process fand ich den HR II in der 3C Mischung hinten sogar ein wenig too much. Da würde ich einen "schwächeren" Reifen/ Mischung fahren ...

just my 2 Cents
 
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