Zipp 3Zero Moto im Test: Flexible Felge im Langzeittest

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Christoph Spath
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Zipp 3Zero Moto im Test: Flexible Felge im Langzeittest

Der Zipp 3Zero Moto-Laufradsatz verfolgt einen spannenden Ansatz: Statt maximaler Steifigkeit sollen die Carbon-Felgen einen sehr hohen Komfort bieten. Nach unserem ersten Test in Portugal sind wir die edlen Laufräder über viele Monate weiter gefahren – wie schlagen sich die Zipp 3Zero Moto über einen langen Zeitraum und unter schweren Testpiloten?

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Zipp 3Zero Moto im Test: Flexible Felge im Langzeittest
 
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Im Vergleich zur Walkarbeit des Reifens - insb. bei geringem Luftdruck - ist doch dieser Flexeffekt der Felge minmal (=0).
plötzlicher Traktionsabriss: Da hilft vielleicht eine Hinterradfederung (Fully <-> Hardtail) aber doch keine flexende Felge.
Im übrigen dürfte diese ja nur minimal flexen oder kippt die schon wenn ich (bei 2 Bar Reifendruck) das Rad in die Kurve lege?
überzeugt mich jetzt nicht, die idee von ZIPP
Das ist eine recht oberflächliche Betrachtung. Eine Hinterradfederung kann ja jeden kleinen Schlag komplett wegschaffen (Vor allem die, die quer zur Federrichtung auftreten)? Und genauso die Reifen, die geben gar nix weiter?
Weswegen gibt es denn dann überhaupt noch Vibrationen und Schläge am Rad?
Ganz einfach, die angesprochenen Systeme sind viel zu träge, oder können solche Kräfte in der Richtung gar nicht abfedern.

Das ist auch alles keine graue Theorie, das kann man einfach ausprobieren: Gleiches Rad, alles gleich lassen, Laufräder austauschen: Ein steifen, harten Laufradsatz und einen recht gutmütigen, nicht übertrieben steifen.
Du wirst dich ganz schön wundern ...

Ob man jetzt dafür Zipp braucht, sei dahingestellt. MM ja eher nicht ...
 
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Okay, ich lese mal raus, dass es eigentlich um den seitlichen Kurvenhalt geht. Traktion ist ja der Wert mit dem der Reifen die Kraft des Antriebs auf den Boden bringt. Daher mein Missverständnis. Sorry!
Bin mir aber nicht sicher, inwieweit eine Beweglichkeit der Felge von ein paar mm hier etwas ausmachen kann? Der Reifen passt sich am Untergrund an (Weg sicher 2-3 cm oder mehr). Der Hinterbau passt sich mit 10 cm und mehr an... . Sollte da der Flex der Felge etwas ausmachen? Weiß nicht, ob das erfahrbar ist... . Aber ich bin auch kein Profi. Wenn es die Testfahrer so sagen, wird es wohl auch so sein :daumen:.
So läuft die Sache nicht ab, schau dir das einmal an, dann siehst du zB wie völlig unterschiedlich Reifen und Federung arbeiten (Reifen komprimiert komplett - Reifen beginnt aus der Kompression zurückzubouncen, als die Federung erst beginnt einzufedern - lineares Einfedern während der Reifen evtl noch so nachwobbelt - wenn die Federung dann am Ende ist, wird mitunter nochmal der Reifen voll komprimiert und das Rad verliert beim anschließenden Rebound aus Reifen und Federung sogar manchmal den Bodenkontakt sofern nicht noch der Körper just zu dem Zeitpunkt "einfedert" und damit für extra Bodenhaftung sorgt.

Beim Off-Camber-Fahren im unruhigen Gelände bringt die Federung nicht denselben Mehrwert, der Reifen kann hier nicht zu viel Compliance haben (sonst ist er kurz davor komplett wegzuknicken) - zudem reagiert das Laufrad über seine Steifigkeit einfach am schnellsten auf die Schläge und kann da in Zusammenschau mit der Rahmensteifigkeit für einen stabileren Kontakt sorgen weil einfach gewisse Kraftspitzen die sonst zu einem Gripverlust führen geglättet werden. Finde das gut vorstellbar.
 
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So läuft die Sache nicht ab, schau dir das einmal an, dann siehst du zB wie völlig unterschiedlich Reifen und Federung arbeiten (Reifen komprimiert komplett - Reifen beginnt aus der Kompression zurückzubouncen, als die Federung erst beginnt einzufedern - lineares Einfedern während der Reifen evtl noch so nachwobbelt - wenn die Federung dann am Ende ist, wird mitunter nochmal der Reifen voll komprimiert und das Rad verliert beim anschließenden Rebound aus Reifen und Federung sogar manchmal den Bodenkontakt sofern nicht noch der Körper just zu dem Zeitpunkt "einfedert" und damit für extra Bodenhaftung sorgt.

Beim Off-Camber-Fahren im unruhigen Gelände bringt die Federung nicht denselben Mehrwert, der Reifen kann hier nicht zu viel Compliance haben (sonst ist er kurz davor komplett wegzuknicken) - zudem reagiert das Laufrad über seine Steifigkeit einfach am schnellsten auf die Schläge und kann da in Zusammenschau mit der Rahmensteifigkeit für einen stabileren Kontakt sorgen weil einfach gewisse Kraftspitzen die sonst zu einem Gripverlust führen geglättet werden. Finde das gut vorstellbar.
Das Video zeigt ganz gut wie hier die Federung arbeitet und man sieht auch ganz deutlich den Flex an der Gabel. Ausserdem das Walken des Reifens. Und in genau so einer Zeitlupen-Aufnahme würde ich gerne das Arbeiten der ZIPP Felge sehen wollen - also im Fahrbetrieb.
 

Frostfalke

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Das ist eine recht oberflächliche Betrachtung. Eine Hinterradfederung kann ja jeden kleinen Schlag komplett wegschaffen (Vor allem die, die quer zur Federrichtung auftreten)? Und genauso die Reifen, die geben gar nix weiter?
Weswegen gibt es denn dann überhaupt noch Vibrationen und Schläge am Rad?
Ganz einfach, die angesprochenen Systeme sind viel zu träge, oder können solche Kräfte in der Richtung gar nicht abfedern.

Das ist auch alles keine graue Theorie, das kann man einfach ausprobieren: Gleiches Rad, alles gleich lassen, Laufräder austauschen: Ein steifen, harten Laufradsatz und einen recht gutmütigen, nicht übertrieben steifen.
Du wirst dich ganz schön wundern ...

Ob man jetzt dafür Zipp braucht, sei dahingestellt. MM ja eher nicht ...
Danke für Deine Erklärung! Ich habe kurioserweise gerade von 1501 auf Syntace Carbon umgestellt. Die Carbonfelge hat das Fahrverhalten extrem verbessert. Steifer, direkter und ohne, dass ich Verschlechterung in Komfort und Seitenführungskraft feststellen konnte. Aber ich bin ja auch nicht der Profifahrer. Vielleicht fahre ich einfach nicht wild genug, um das zu merken. Das kann durchaus sein! Wenn Du sagst, man kann das merken dann glaube ich Dir das gern! :daumen:
 

Frostfalke

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So läuft die Sache nicht ab, schau dir das einmal an, dann siehst du zB wie völlig unterschiedlich Reifen und Federung arbeiten (Reifen komprimiert komplett - Reifen beginnt aus der Kompression zurückzubouncen, als die Federung erst beginnt einzufedern - lineares Einfedern während der Reifen evtl noch so nachwobbelt - wenn die Federung dann am Ende ist, wird mitunter nochmal der Reifen voll komprimiert und das Rad verliert beim anschließenden Rebound aus Reifen und Federung sogar manchmal den Bodenkontakt sofern nicht noch der Körper just zu dem Zeitpunkt "einfedert" und damit für extra Bodenhaftung sorgt.

Beim Off-Camber-Fahren im unruhigen Gelände bringt die Federung nicht denselben Mehrwert, der Reifen kann hier nicht zu viel Compliance haben (sonst ist er kurz davor komplett wegzuknicken) - zudem reagiert das Laufrad über seine Steifigkeit einfach am schnellsten auf die Schläge und kann da in Zusammenschau mit der Rahmensteifigkeit für einen stabileren Kontakt sorgen weil einfach gewisse Kraftspitzen die sonst zu einem Gripverlust führen geglättet werden. Finde das gut vorstellbar.
Danke für das Video. Kann ich gut nachvollziehen! Hilft mir sehr das Thema zu verstehen! :daumen:
 
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Ich merke schon, das Ganze geht in Richtung High-End-HiFi-Kabeltest: die erlauchten Tester meinen zu spüren, dass da etwas besser ist. Glaube, Snake Oil, Esoterik.
Solange keine echten, quantifizierbaren Ergebnisse in einem Doppelblindtest vorliegen ist das Homöopathie für mich - Glaube versetzt Berge! Ich habe auch lange geglaubt, bei „besserem“ Equipment Vorteile zu fühlen - es hat sich bei sachlicher Betrachtung als Quatsch herausgestellt.
Ich will aber den LRS nicht madig machen, wer meint, dass er ihn braucht/will, der soll ihn kaufen. Auch ein gutes Gefühl ist Geld wert (geht mir in anderen Bereichen auch so!).
Nur sollten wir alle aufhören so zu tun, als wären wir auch nur annähernd in der Lage zu fühlen, welcher LRS schnell, gut, oder besser ist.
Übrigens ist rein wissenschaftlich betrachtet die Anzahl der Laufräder viel zu gering und die Testbedingungen zu heterogen, um irgendwelche sinnvollen Schlüsse zu ziehen. Das sollten auch die Tester nie aus den Augen verlieren... selbst, wenn ich gestern denselben Trail gefahren bin, ist heute alles anders, ich fühle mich anders, also sind alle Vergleiche Stuss.
 

Grinsekater

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Nur sollten wir alle aufhören so zu tun, als wären wir auch nur annähernd in der Lage zu fühlen, welcher LRS schnell, gut, oder besser ist.
Übrigens ist rein wissenschaftlich betrachtet die Anzahl der Laufräder viel zu gering und die Testbedingungen zu heterogen, um irgendwelche sinnvollen Schlüsse zu ziehen. Das sollten auch die Tester nie aus den Augen verlieren... selbst, wenn ich gestern denselben Trail gefahren bin, ist heute alles anders, ich fühle mich anders, also sind alle Vergleiche Stuss.
Genau aus dem Grund schleppen wir teilweise mehrere Laufräder mit gleichen Reifen, Luftdruckprüfer etc. mit auf einen Trail zum Testen, damit wir genau das alles herausfinden. Dann wird der Trail (direkt hintereinander und am gleichen Tag) mehrfach gefahren. Mehrfach mit Produkt A und mehrfach mit Produkt B. :daumen:
 
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Ich merke schon, das Ganze geht in Richtung High-End-HiFi-Kabeltest: die erlauchten Tester meinen zu spüren, dass da etwas besser ist. Glaube, Snake Oil, Esoterik.
Tja, @HeidesandNord Du kannst eben nicht Radfahren. Wenn sogar nicht Profi-Fahrer eine extreme Verbesserung beim Wechsel vom XM 1501 auf Synctace Carbon feststellen. Aber der XM 1501 LRS ist eh so ein low-budget Glump, den hab sogar ich wieder von meinem Corratec runter geschmissen. Der originale ZzyzxZx is eh besser.

[ Achtung Sarkasmus! :D ]
 
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Ich merke schon, das Ganze geht in Richtung High-End-HiFi-Kabeltest: die erlauchten Tester meinen zu spüren, dass da etwas besser ist. Glaube, Snake Oil, Esoterik.
Solange keine echten, quantifizierbaren Ergebnisse in einem Doppelblindtest vorliegen ist das Homöopathie für mich - Glaube versetzt Berge! Ich habe auch lange geglaubt, bei „besserem“ Equipment Vorteile zu fühlen - es hat sich bei sachlicher Betrachtung als Quatsch herausgestellt.
Ich denke du liegst damit ziemlich daneben bei dem Thema.
1) die meisten der Tester hier können auf richtig viel Erfahrung zurückblicken. Da lernt man auch Feinheiten zu spüren. Es geht auch nicht darum, ob diese Unterschiede physikalisch nachweisbar bestehen (das tun sie) sondern ob sie fahrdynamisch Auswirkungen haben - das kann einem keine Zahl sagen.
2) entscheidend ist aber: manche dieser Effekte wird man erst spüren wenn man dementsprechende Kräfte in das Rad einleiten kann. Erst wenn man also wirklich mit einem braaaaap in die Kurve eintaucht, werden gewisse Effekte spürbar und dann sogar sichtbar oder hörbar
3) womit wir zum entscheidenden Punkt kommen: gerade was diese Querkräfte anbelangt liegen wohl wirklich Welten zwischen den Fahrern. Ich sehe mich als deutlich überdurchschnittlichen Fahrer. Ich schaffe bei einem Megavalanche Rennen vielleicht wenn alles einwandfrei läuft einen 50.Platz, aber der 20.Platz fährt schon eine ganz andere Pace über die technischen Stückerln und der 10.Platz nochmal und der 3.Platz nochmal. Und wenn ich mir die anschaue, dann wirkt das im Vergleich zu meinen Videos wie vorspult und das ist für die noch safes fahren. Wenn exit speed oder Defekt- und Sturzrisiko mal nicht so wichtig sind (also riding for fun, Videodreh oder whatever), dann können die gewisse Kurven noch heftiger pushen und ein Sam Hill halt nochmals ein Eck krasser. Bin zB mit einem DH-Worldcupfahrer (also Top5 Junior) ein paar Mal fahren gewesen - der ist auf Anliegerkurven zugefahren als hätte er die Kurve übersehen. Der hat ein neues Canyon Spectral bekommen und auf einem Flowtrail war der Hinterbau durch. Am ersten Tag. Am Vormittag. Und der Typ wiegt 70kg. Man müsste meinen, die Dinger sind reihenweise gerissen. Sind sie aber nicht, weil eben nur gewisse Fahrer einen Rahmen derart belasten können. Ich bestimmt nicht.

Und wenn du so fährst spürst du plötzlich ganz andere Sachen. Dass zB ein Fahrer, der nie Probleme mit Burping bei Tubeless-Hinterreifen hatte, nicht versteht, von welcher Nachgiebigkeit und welchem Rebound der Tester spricht, der darf den Fehler nicht in Tester-Voodoo suchen. Sondern einfach versuchen abzuschätzen was für ihn relevant ist. Wenn man so einen Test (https://www.pinkbike.com/news/review-dt-swiss-exc-1200-spline-wheelset.html) liest müssten sich die meisten Leser denken:"passt, ich sollte damit keine Troubles bekommen." - stattdessen wird halt abgelästert dass das Zeug bricht.
 

Frostfalke

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Ich denke du liegst damit ziemlich daneben bei dem Thema.
1) die meisten der Tester hier können auf richtig viel Erfahrung zurückblicken. Da lernt man auch Feinheiten zu spüren. Es geht auch nicht darum, ob diese Unterschiede physikalisch nachweisbar bestehen (das tun sie) sondern ob sie fahrdynamisch Auswirkungen haben - das kann einem keine Zahl sagen.
2) entscheidend ist aber: manche dieser Effekte wird man erst spüren wenn man dementsprechende Kräfte in das Rad einleiten kann. Erst wenn man also wirklich mit einem braaaaap in die Kurve eintaucht, werden gewisse Effekte spürbar und dann sogar sichtbar oder hörbar
3) womit wir zum entscheidenden Punkt kommen: gerade was diese Querkräfte anbelangt liegen wohl wirklich Welten zwischen den Fahrern. Ich sehe mich als deutlich überdurchschnittlichen Fahrer. Ich schaffe bei einem Megavalanche Rennen vielleicht wenn alles einwandfrei läuft einen 50.Platz, aber der 20.Platz fährt schon eine ganz andere Pace über die technischen Stückerln und der 10.Platz nochmal und der 3.Platz nochmal. Und wenn ich mir die anschaue, dann wirkt das im Vergleich zu meinen Videos wie vorspult und das ist für die noch safes fahren. Wenn exit speed oder Defekt- und Sturzrisiko mal nicht so wichtig sind (also riding for fun, Videodreh oder whatever), dann können die gewisse Kurven noch heftiger pushen und ein Sam Hill halt nochmals ein Eck krasser. Bin zB mit einem DH-Worldcupfahrer (also Top5 Junior) ein paar Mal fahren gewesen - der ist auf Anliegerkurven zugefahren als hätte er die Kurve übersehen. Der hat ein neues Canyon Spectral bekommen und auf einem Flowtrail war der Hinterbau durch. Am ersten Tag. Am Vormittag. Und der Typ wiegt 70kg. Man müsste meinen, die Dinger sind reihenweise gerissen. Sind sie aber nicht, weil eben nur gewisse Fahrer einen Rahmen derart belasten können. Ich bestimmt nicht.

Und wenn du so fährst spürst du plötzlich ganz andere Sachen. Dass zB ein Fahrer, der nie Probleme mit Burping bei Tubeless-Hinterreifen hatte, nicht versteht, von welcher Nachgiebigkeit und welchem Rebound der Tester spricht, der darf den Fehler nicht in Tester-Voodoo suchen. Sondern einfach versuchen abzuschätzen was für ihn relevant ist. Wenn man so einen Test (https://www.pinkbike.com/news/review-dt-swiss-exc-1200-spline-wheelset.html) liest müssten sich die meisten Leser denken:"passt, ich sollte damit keine Troubles bekommen." - stattdessen wird halt abgelästert dass das Zeug bricht.
Danke, dass Du mal bestätigst, was ich schon länger vermutet habe :daumen:. Ich denke eben oft, was haben die da getestet, ich merke davon nichts :D. Liegt also tatsächlich daran, dass ich das Zeug unterfordere :). Machts natürlich andersherum schwer für mich, aus solchen Tests die richtigen Fakten zu entnehmen.
Da bei den Testern ja auch "nicht soooo versierte" Fahrer dabei sind, würde es sich vielleicht auch anbieten, einen zusätzlichen Absatz in die Tests einzufügen. So ala: Das merkt der Amateur .... und das merkt der Profi ... . Mal so als Anregung für die Tester!
 

MSTRCHRS

Christoph Spath
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Danke, dass Du mal bestätigst, was ich schon länger vermutet habe :daumen:. Ich denke eben oft, was haben die da getestet, ich merke davon nichts :D. Liegt also tatsächlich daran, dass ich das Zeug unterfordere :). Machts natürlich andersherum schwer für mich, aus solchen Tests die richtigen Fakten zu entnehmen.
Da bei den Testern ja auch "nicht soooo versierte" Fahrer dabei sind, würde es sich vielleicht auch anbieten, einen zusätzlichen Absatz in die Tests einzufügen. So ala: Das merkt der Amateur .... und das merkt der Profi ... . Mal so als Anregung für die Tester!
Wenn wir back-to-back Tests mit Fahrern machen, die nicht so viel Testerfahrung haben wie @Grinsekater oder ich, dann bemerken auch diese Fahrer sehr schnell Unterschiede. Die Unterschiede dann zu benennen ist für sie meistens aber nicht ganz so einfach. Unser Job ist dann rauszufinden ob sich die Eindrücke decken oder nicht, oder ob vielleicht irgendwo in der Abstimmung noch was optimiert werden kann. Mit unseren externen Testern reden wir dann sehr viel über die Produkte, hören zu, helfen und lassen sie den Testbericht vor Veröffentlichung noch lesen.

Wenn du Lust hast, können wir auch mal einen solchen back-to-back Test mit dir machen, dann kannst du selbst entscheiden ob man Profi sein muss, um Unterschiede zu merken ;) :daumen:

Für den Fall, dass etwas für bestimmte Fahrertypen relevant ist, wird das auch immer so ausgezeichnet. In diesem Fall: Wer nahe an der Grenze zum Systemgewicht ist, wird mit den Zipps auf harten Böden eher schwer zurechtkommen.
 
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Danke für Deine Erklärung! Ich habe kurioserweise gerade von 1501 auf Syntace Carbon umgestellt. Die Carbonfelge hat das Fahrverhalten extrem verbessert. Steifer, direkter und ohne, dass ich Verschlechterung in Komfort und Seitenführungskraft feststellen konnte. Aber ich bin ja auch nicht der Profifahrer. Vielleicht fahre ich einfach nicht wild genug, um das zu merken. Das kann durchaus sein! Wenn Du sagst, man kann das merken dann glaube ich Dir das gern! :daumen:
Dabei gibt es halt viele Einflussfaktoren. Reifen (-Mischung), Steifigkeit von Rahmen und Gabel, ...
Wenn man halt versucht wirklich flott zu fahren, schon mit sehr Grip-freudigen Reifen viel rausholt und der Rahmen und Gabel einigermaßen steif sind, dann gibt es von zu harten Laufrädern auf "weichere" definitiv einen deutlichen Unterschied beim Kurvengrip. Und dieser liegt nicht im homöopathischen Bereich.
Ich weiß nicht, wie sich der Zipp verhält. Ich denke, bei Ihm wird es nochmal deutlicher.
Ich kann nur sagen, dass ich aktuell mit Patrol Carbon und Mezzer einen steifen Rahmen (nicht überzogen, aber doch gut steif) und eine sehr steife Gabel habe. Das Gripniveau mit den Pirope Rädern ist krass hoch und es ist anfangs sogar etwas befremdlich, weil einem fast etwas Vibrationen und Gefühl für Grip-Abriss fehlt (Gewöhnungssache). Aber bisher ist der Grip auch einfach kaum abgerissen.
-> To Do für dieses Jahr: schneller Kurven fahren. Davor war ich da an meinem Limit und manchmal auch darüber, jetzt geht da wieder noch ordentlich was … .
 

Frostfalke

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Wenn wir back-to-back Tests mit Fahrern machen, die nicht so viel Testerfahrung haben wie @Grinsekater oder ich, dann bemerken auch diese Fahrer sehr schnell Unterschiede. Die Unterschiede dann zu benennen ist für sie meistens aber nicht ganz so einfach. Unser Job ist dann rauszufinden ob sich die Eindrücke decken oder nicht, oder ob vielleicht irgendwo in der Abstimmung noch was optimiert werden kann. Mit unseren externen Testern reden wir dann sehr viel über die Produkte, hören zu, helfen und lassen sie den Testbericht vor Veröffentlichung noch lesen.

Wenn du Lust hast, können wir auch mal einen solchen back-to-back Test mit dir machen, dann kannst du selbst entscheiden ob man Profi sein muss, um Unterschiede zu merken ;) :daumen:

Für den Fall, dass etwas für bestimmte Fahrertypen relevant ist, wird das auch immer so ausgezeichnet. In diesem Fall: Wer nahe an der Grenze zum Systemgewicht ist, wird mit den Zipps auf harten Böden eher schwer zurechtkommen.
Klar, ich bin mir für nichts zu schade :daumen:. Ein Usertest wäre cool!
 
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Die HiFi-Kabeltester schreiben auch immer, dass sie den Gewinn des 500€-Kabels hören können, andere aber nicht, weil sie nicht so gut sind. Nur messen konnte das noch niemand... wenn eure „Gefühlsergebnisse“ technisch messbar sind, dann habe ich kein Problem, das anzuerkennen und zu glauben.
 
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Spielt aber nicht gerade das Gefühl (bzw. sich wohlzufühen) eine entscheidene Rolle?

Ein Beispiel aus dem Skisport: Ein guter Freund von mit etwas ältere Einsteigerski, ich 1 Jahr alte Racecarver (ich fahre seit gut 20 Jahren Ski, er seit knapp 5). Einmal, nach der Mittagspause haben wir rein aus Interesse die Ski getauscht - Bindung war natürlich nicht perfekt eingestellt, aber für einen kurzen Test ok.
Beim Lift habe ich ihn dann gefragt, wie es denn so war. Seine Antwort: "Ich hab keinen Unterschied gespürt, es war nur etwas anstrengender."
Ich hingegen bin mit seinen Ski fast verzweifelt - Flattern, kein Grip, etc. Das hab ich ihm natürlich auch gesagt - und er wollte es kaum glauben...
Natürlich besteht zwischen diesen beiden Paar ein riesen Unterschied und Eigenschaften wie Flex oder Taillierung sind natürlich messbar aber gehen wir doch mal einen Schritt weiter.

Im Rennsport geht es beim richtigen Setup von Ski/Bindung/Schuh um Änderungen im Millimeter Bereich. Wenn ein Marcel Hirscher im ersten Durchgang "schlecht" fährt und dann am Setup etwas ändert (weil das Gefühl nicht passt), war er im zweiten Durchgang oft bedeutend schneller. Gibt man diese 2 Paar einem normalen Skifahrer (wie mir :D), werde ich wohl keinen Unterschied spüren - für einen Rennfahrer liegen aber Welten dazwischen.
Auch eine Piste ändert sich nach jeder Fahrt und kein Profi der Welt wird zwei idente Läufe ins Ziel bringen. Die Linien werden sich immer mehr oder weniger unterscheiden und schon kann man nicht mehr sinnvoll messen...
 

null-2wo

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Die HiFi-Kabeltester schreiben auch immer, dass sie den Gewinn des 500€-Kabels hören können, andere aber nicht, weil sie nicht so gut sind. Nur messen konnte das noch niemand... wenn eure „Gefühlsergebnisse“ technisch messbar sind, dann habe ich kein Problem, das anzuerkennen und zu glauben.
ich fahr nich rad, weils technisch messbar ist - sondern weil's mir n gutes gefühl gibt. hobby halt.

und wenn mir n 3000€ LRS n gutes gefühl gibt, dann fahr ich den, scheiß drauf! :b-day:
 

525Rainer

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für mich war die beschreibung von @fullspeedahead sehr treffend. als normaler tourenfahrer kannst du die kräfte nicht ins rad und in den boden einleiten. du bewegst dich eher so schwebend über dem untergrund.
das ganze wurde mir auch bewusst als einer der tester sagt unter 2 bar fahre er alles zu brei. ich hab dagegen kein problem mit 1,3 bar einen harten trail zu fahren.
die neue fahrweise mit offener bremse in die kurven zu pressen und dadurch grip und schwung aufzubauen geht stark aufs material. das einzige wo mein reifen belastet wird ist beim anbremsen vor den kurven. das ist allerdings gerade und nicht schräg.
ich fahr eher auf dem pudding, die tester und profis pflügen durch und beissen sich da fest wo es hart ist.
deswegen kommt so ein laufradsatz nicht zum tragen.
 

GrazerTourer

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Bike der Woche
Im Vergleich zur Walkarbeit des Reifens - insb. bei geringem Luftdruck - ist doch dieser Flexeffekt der Felge minmal (=0).
plötzlicher Traktionsabriss: Da hilft vielleicht eine Hinterradfederung (Fully <-> Hardtail) aber doch keine flexende Felge.
Im übrigen dürfte diese ja nur minimal flexen oder kippt die schon wenn ich (bei 2 Bar Reifendruck) das Rad in die Kurve lege?
überzeugt mich jetzt nicht, die idee von ZIPP



Genau: Bei weniger Luftdruck hast Du zwar mehr Traktion aber dafür weniger Stabilität - die Kehrseite der Medaille.
Ich hatte an einem Tag auf einem Testbike einen recht steifen Carbon LRS (Pancho defy carbon). Fr mich war das ein grauenhafte Fahrgefühl. Ich finde die Unterschiede zu bspw einem Flow MK3 oder Newmen LRS (30er) enorm.
 

Alpinum

Ride, eat, sleep, repeat
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Ich hatte an einem Tag auf einem Testbike einen recht steifen Carbon LRS (Pancho defy carbon). Fr mich war das ein grauenhafte Fahrgefühl. Ich finde die Unterschiede zu bspw einem Flow MK3 oder Newmen LRS (30er) enorm.
Ich hatte das Glück zwei identische Rähmen einmal mit einem DT Radsatz zu fahren (keine Ahnung mehr was es war - jedenfalls Alu) und Carbon Felgen Radsatz (Lightbicycle, DT comp oder supercomp, DT 350).
Und endlich fühlte sich ein 29er steif an wie mein früheres Summum (2010) auf 600 g schweren Synchros Felgen in 26". Ich habe dieses super präzise Fahrgefühl in 29er 4 Jahre lang vermisst und Carbon hat's mir zurück gegeben.
Ja, es ist ermüdender damit zu fahren, man braucht eine eiserne Hand, aber ich fahre gerne im Grenzbereich und das digitalere Feedback liegt mir besser. Bin 80 - 86 kg.
Ich habe auch weniger Felgendefekte mit Carbon, die Unterschiede sind aber gering.

Schön, das wir die Wahl haben.
 

FloImSchnee

Geht scho!
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Die HiFi-Kabeltester schreiben auch immer, dass sie den Gewinn des 500€-Kabels hören können, andere aber nicht, weil sie nicht so gut sind. Nur messen konnte das noch niemand... wenn eure „Gefühlsergebnisse“ technisch messbar sind, dann habe ich kein Problem, das anzuerkennen und zu glauben.
Ich bin ein großer Fan von Blindtests und dein Beispiel ist gut, weil grad im HiFi-Bereich gibt's sehr viel "Voodoo" mit dem den Leuten massivst Geld aus der Tasche gezogen wird. Umso amüsanter dann zu lesen, dass in einem Blindtest zuvor schwer überzeugte Leute ("ich habe ein absolutes Gehör...") keinen Unterschied zw. einem 20 Jahre alten Nachttischlampenkabel und einem Kabel um einen vierstelligen (!!) Betrag hören.

Gleichzeitig merke ich an mir selber oft, wie leicht man sich irrt, wenn man nicht direkt hintereinander und mit völlig gleichen Rahmenbedingungen (in diesem Fall: gleiche Reifen, gleicher Druck, gleicher Rahmen usw) etwas mehrfach A/B-testet. Wenn die Tester hier sagen, dass sie genau das machen, glaube ich ihnen das.


@fullspeedahead : großartige Anekdote! :D
 
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