Trail-Riding in Dänemark – Zu Besuch bei Pronghorn Racing

Marc Brodesser war vor Kurzem bei seinem Sponsor Pronghorn und hat einen kurzen Vor-Ort Bericht aus Dänemark mitgebracht:Marc samt Pronghorn
Titelbild

Marc samt Pronghorn

„Komm zum Season Kickoff und genieße die super Trails in Silkeborg“ – Die Einladung von Pronghorn Racing klang etwas übertrieben, so weiß man doch, dass im hohen Norden Deiche als die höchsten Erhebungen gelten. Also eher eine Region für Hollandrad-Touren und nicht für spaßige Trail-Sessions – derartige Vorurteile musste ich auf meinem Trip nach Dänemark schnell in den Wind schießen, denn schon auf der Zugfahrt überzeugte mich die hügelige Landschafte vom Gegenteil. „Gar nicht mal sehr viel anders als bei uns in Deutschland“, denke ich und die Vorfreude auf den Tag bei Pronghorn Racing wächst.

Nach einer ruhigen Nacht in der Pension geht es für mich am Sonntag um 10 Uhr los: Die aufstrebende Marke Pronghorn Racing hat all seine Fahrer und Partner ins beschauliche Städtchen Silkeborg eingeladen, um gemeinsam in die Saison zu starten und sich dabei kennenzulernen. Mit von der Partie ist auch der in Deutschland bekannte Klaus Nielsen. Viele seiner Rennerfolge als XC-Fahrer konnte er in Deutschland erzielen u.a. für das ehemalige Team Albgold.

Der dänische XC-Champ Klaus Nielsen

Mittlerweile fährt er für Pronghorn Racing und hat sich von den Vorzügen eines vollblütigen Race-Fullys überzeugen lassen. In der kommenden Saison will er seinen dritten Platz in der Bundesliga aus dem Vorjahr noch toppen und auch sonst häufiger mal Podiumsluft schnuppern. Doch heute erklärt er uns erst einmal, wie man die Federung korrekt einstellt und gibt später beim Trail-Ride Tipps für Anstiege und Abfahrten. Als Fahrtechnik-Coach assistiere ich ihm ein wenig, was auf Englisch eine interessante Erfahrung ist.

Das Hauptquartier direkt an den Bahngleisen

Im schick eingerichteten dänischen Hauptquartier von Pronghorn Racing erzählt uns der Firmengründer Kenneth Dalsgaard von seinen Industriehintergründen und den Anfängen seiner noch recht frischen Bike-Marke. Nach dem Prinzip „From riders for riders“ entwickelten die Dänen mithilfe ihres patentierten Federungssystems A.P.L.S. ein High-End Mountainbike für Cross Country Racing. Schnell gesellte sich die vielseitig einsetzbare Long Travel Version für All Mountain und Enduro-Fahrer dazu und die Marke startete 2008 durch. Die vielen positiven Testergebnisse in Magazinen und Kunden-Feedbacks haben das Team und die neue Konstruktion mit dem Dämpfer über den Oberrohr bestätigt:

„Man kann gar nicht mit der Familienplanung auf dem Dämpfer aufschlagen, das haben uns auch die Prüfer der Industrienormen bestätigt“, beschwichtigt der sympathische Hobby-Biker häufig geäußerte Sorgen von vielen Internet-Usern.

Pronghorn-Chef Kenneth Dalsgaard in seinem Büro

Der beste Weg um sich einen Eindruck von dem Bike zu verschaffen ist seiner Ansicht nach eine ausgiebige Testfahrt. Also schwingen auch wir uns auf die bereitgestellten Demo Bikes und testen die dezent gestylten Räder auf den Heim-Trails der Pronghorn-Jungs. Da ich selber ein Pronghorn Racing Bike für 2009 fahren werde, verzichte ich auf eine Testbewertung meinerseits. Wenn die Demo Days Termine für Deutschland feststehen, ist jeder Interessierte herzlichst eingeladen sich selber ein Urteil über die die Räder zu machen.

Zu den Bikes:

Die Pronghorn-Bikes werden in Dänemark konstruiert, die Rahmen werden in Taiwan hergestellt und die Endmontage der Bikes findet wieder in Dänemark statt, von dort gehen sie dann auf die Reise zum Händler.

Website von Pronghorn: www.pronghornracing.com

44 Kommentare

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  1. Hallo

    Ich habe Sram X0 und XX Teile. DT 190Naben,ungeöste FRM333 Felgen New Ultimate Lenker ,Vorbau, Sattels.
    4Ti Pedale. Eine umgebaute FSA Kurbel 700gr. mit Innenlager.
    Ich fahre Rocket Ron mit Milch.
    Und sonst alle Schrauben in Titan oder Alu!
    Ich muß dazu sagen das ich der Team Mechaniker von Pronghorn bin , und so natürlich an gute Teile komme!
    Gruß Edmond

    Na dann steht dir ja die Teilewelt offen! Bei r2-bike in Dresden, also Robert, finde ich auch all diese Teile, aber dann kämen noch die Scheidungskosten von meiner Frau dazu smilie ...das wäre dann doch zu teuer. Die Jungs hatten mit einem 18,5er Carbon-Hörnchen bei 7,7 kg den Tune-Award 2009 zusammengeschraubt....ca. 9000 Euro....da bei Gabel und Laufrädern noch Luft wäre, sind unter 7,5 kg realistisch....vielleicht kann ich Robert ja für 2010 anstacheln!
    Ich werde jetzt auf eine German-A Xcite mit 120mm und Variotravel umbauen. Die hat konstruktiv viel Nachlauf, so dass ich den recht steilen Lenkwinkel etwas entschärfen kann...mal sehen wie es funktioniert! Der fahrbare Travel soll zwischen 75 und 120mm liegen. Was würdest Du vom Einbau einer Lefty halten?

    Gruß Tom
  2. 1. Ich werde jetzt auf eine German-A Xcite mit 120mm und Variotravel umbauen. Die hat konstruktiv viel Nachlauf, so dass ich den recht steilen Lenkwinkel etwas entschärfen kann...mal sehen wie es funktioniert!

    2. Der fahrbare Travel soll zwischen 75 und 120mm liegen. Was würdest Du vom Einbau einer Lefty halten?

    1. Die 120 - 130 mm Gabeln fahren sich laut Aussagen von anderen Hörnchen-Besitzern sehr gut, das passt also prima.

    2. Lefty im Pronghorn, siehe hier: +++ KLICK +++

    Viel Spaß mit deinem Hörnchen. Meins muss morgen wieder im Schnee driften, hehe.
  3. Das ist doch meins mit der Lefty=)

  4. ich hätte auch noch Potential um das Hörnchen zu erleichtern, aber es soll ja nicht unter
    meinem Po zusammen brechen!
    Ich fahre CC Rennen die teilweise ziemlich hart und grob sind !
    Ich fahre das Teil jetzt über ein Jahr ohne geringste Probleme.
    Und so soll und kann es auch bleiben!
    Robert ist ein leicht Teile Spezialist !!
    Wo der das zeug überall herbringt ist schon der Hammer!
    Lefti ist wohl eine der besten Gabeln von Funktion und Gewicht aber Preis und Optik sind Geschmackssache!
    Ich bin auch mit der Durin durchaus zufrieden!
    Gruß

  5. Das ist wohl wahr, dass es bei Robert viele leichte Teile gibt. Ich denke es ist auch regelmäßig von Interesse was technisch machbar ist...ich denke da geht es nicht unbedingt um die Dauerhaltbarkeit!
    Ich selber bin zwar auch Leichtbaufeti, verbinde dies aber mit dem Aspekt Nutzen und Haltbarkeit/ Wirtschaftlichkeit. Daher habe ich auch nicht das Carbonhörnchen genommen, auch wenn es echt schick ist. Nächtse Woche kommt meine German-A Xcite bei Robert an und ich kann vollenden. Dann müssen nur noch die Eisplatten aus dem Wald weichen (mein Arsch ist rundrum blau von einigen Abstiegen in den letzten Tagen), damit ich mal wieder richtig sausen kann. Die ersten Proben mit dem Hörnchen waren aber schon sehr beeindruckend. Das Teil springt ja fast ums Eck und der Hinterbau ist supersensibel, ohne nervig zu sein.

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