Als ich die Präsentation zum Jekyll gesehen hatte, habe ich mich gefragt, ob das Konzept nicht mit etwas mehr Federweg noch viel wegweisender wäre. Zwar bin ich ein ausgesprochener Feind von aufgeblasenen Endurobikes, die bald so viel Federweg wie ein Downhillbike bieten, doch gegen ein vielseitiges Freeridebike, dass bergab voll und ganz überzeugen kann und bergauf akzeptabel zu fahren ist, habe ich nichts.

Cannondale Claymore – neues Freeride Bike: im IBC TV ansehen

Genau so ein Bike will Cannondale im nächsten Frühjahr mit der Claymore genannten Longtravel-Version des Jekylls auf den Markt bringen. Der Rahmen des Claymore wird aus Aluminium bestehen und deutlich robuster ausgelegt sein und bietet bei gleicher Technologie zwischen 110 und 180mm Federweg, die sich einerseits noch gut bergauf fahren lassen können sollen und andererseits bergab den maximalen Fahrspaß garantieren. Cannondale nennt den Einsatzbereich Aggressive All Mountain, was für mich so viel heißt wie Downhill von Bergen, auf die kein Lift führt.

Das Claymore wirkt in allen Bereichen ein wenig fetter als das Jekyll und soll doch in der Topversion mit 14,75kg eine echte Ansage an den Uphill sein. An der Front werden Fox 36 180mm Federgabeln verbaut werden und der DYAD RT2 Dämpfer wächst gemeinsam mit dem Hinterbau entsprechend der höheren Anforderungen. Selbstverständlich wird auch das Claymore Hammerschmid kompatibel sein und verfügt über flachere Winkel und eine abfahrtsorientiertere Geometrie als das Jekyll.

Da das präsentierte Bike jedoch noch ein Prototyp ist (beachtet die Schraube, die den Dämpfer am oberen Ende fixiert), gibt es noch keine genaueren Angaben zu Geometrie und Austattung und leider auch noch keinen Fahrbericht.

Natürlich denkt Cannondale auch an die abfahrtsorientierten Damen und bringt mit dem Scarlet eine Damenversion des Jekylls. Kleinere Größen, mehr Schrittfreiheit und damenspezifische Sättel sind die Unterschiede zur Herrenversion. Dieses Bike wird es jedoch nur aus Aluminium geben – Bilder und Ausstattungslisten sowie Preise gibt es noch keine.

Weitere Neuheiten für 2011 von Cannondale: Das neue Scalpel und die Wiederbelebung des Enduros Jekyll.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    VanSan83

    dabei seit 08/2013

    Ja das mit den Ersatzteilen ist immer so eine Sache. Dafür kann man eben auch wirklich viele Ersatztteile kaufen, auch für Bikes die sie gar nicht mehr führen (zB Judge). Bei manchen Herstellern ist es schon schwierig ein Schaltauge zu bekommen. Die Preise für Ersatzteile sind meistens völlig übertrieben aber das ist bei vielen Herstellern so. Der remote hebel fürn dämpfer bei Scott kostet mWn auch 80€.

    Mit meinen Dyads hab ich bisher glaub ich einfach Glück gehabt bisher mussten die bei mir nicht öfter als andere Dämpfer.

    Ich finde es halt ein wenig schade dass CD hier noch die letzte Eigenständigkeit im Enduro/Allmountain Sektor aufgibt, sehen ja mittlerweile fast alle Bikes ähnlich aus.
    Hätte mir hier eher gewünscht dass sie den Dyad und die supermax weiterentwickeln.

    Aber was soll man machen :)
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    cd-surfer

    dabei seit 12/2008

    Der Dyad ist halt P.Denk´s Konzept und vielleicht auch Patent?
  4. benutzerbild

    radiomir79

    dabei seit 11/2011

    bender83
    Ich werde kein Bike mit speziellem Dämpfer mehr kaufen. Nur noch so, dass man später den Dämpfer selber wechseln und wählen kann. Wenn beim neuen Jekyll auch ein spezieller Dämpfer mit eigenen Einbaumassen kommt, wäre es bei mir sowieso schon raus. Ich war mit dem Dyad eigentlich zufrieden, bis ich einige vergleichbare Räder mit anderen Dämpfern gefahren bin. Klar spielt da vor allem auch die Geometrie eine Rolle, aber der Dämpfer macht auch einen unterschied. Der Dyad ist anfälliger, was evtl. auch am hohen Druck liegt. Bisher musste der Dämpfer schon zwei Mal wegen Öl-Verlust eingeschickt werden und jedes Mal war der Service ziemlich teuer. (deshalb habe ich ihn beim zweiten Mal in Deutschland machen lassen) Ich habe immer noch viel Spass mit dem Claymore, aber der Hinterbau ist mir im Vergleich zu wenig sensibel. Aber mein nächstes Bike wird sicher weniger Federweg haben (maximal 150 mm) und wohl eher nicht mehr von Cannondale. Deren Preise für Nachrüstmaterial (Schutz Unterrohr, Dämpferschraube, Umlenkhebel für Dämpfer, PM-Aufnahme) sind einfach auch jenseits von gut und böse...

    versuche: 5W Ol rein, needle bearings rein...und X ringe auf die ifp kolben - wrst den hinterbau nicht wieder erkennen und die x ringe verdoppeln die service zeiten. 2017 jekyll sollte mit metric dampfer kommen. also easy zu reparieren.
    was Ich sehen will sind dicke kettenstreben! da viele leute die aktuellen gebrochen haben.
  5. benutzerbild

    JanRickmeyer

    dabei seit 09/2010

    Ich fahr immer noch brav mein Claymore! Bis jetzt ohne große Probleme. Bist also nich allein...
  6. benutzerbild

    chorge

    dabei seit 05/2002

    JanRickmeyer
    Ich fahr immer noch brav mein Claymore! Bis jetzt ohne große Probleme. Bist also nich allein...
    Ich wäre es ja gern auch noch weiter gefahren....

Was meinst du?

Hier kannst du den Artikel direkt im Forum kommentieren.

Hier geht es zu Thema und Kommentaren im Forum.

Mehr in Neuheiten, Allgemein
Cannondale Jekyll 2011 – 150mm Comeback im Endurosektor mit viel Technik

Irgendwann muss ihn jeder Mountainbiker im Bezug auf sein Fahrrad eingehen - den Kompromiss zwischen verschiedenen Zielen. Besonders häufig ist es dabei der Konflikt zwischen...

Schließen