HomeTipps & TricksFahrtechnik-Tipp der Woche #1: Der Wheelie-Drop — 5. Januar 2011 10:24

Fahrtechnik-Tipp der Woche #1: Der Wheelie-Drop

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An dieser Stelle stellen wir ab heute einmal pro Woche spaßige Spielereien mit dem Bike, wichtige Fahrtechniken und schwierige Profi-Tricks vor. Dabei werden uns verschiedene Fahrer unterstützen und es gibt hoffentlich genug Abwechslung für jeden Biker-Typ.

(Fotos aus der “Bike Sport News” – Photos by Regina Stanger / Croc.at)

Den Anfang macht ein klassischer Move, den man bei Spielereien im Wald oder in der Stadt stets gebrauchen kann. Wir haben den Wheelie-Drop damals gerne von Tischtennisplatten gesprungen. Als Inspiration diente uns dabei das Fahrtechnikbuch von Hans “No Way” Rey, das zahlreiche Tricks in aussagekräftigen Bildern beschrieb. Ein wenig Mut brauchte es schon, bis man den Wheelie-Drop von mehr als nur einem Bürgersteig wagte. Im Gegensatz zu Drops mit mehr Geschwindigkeit hatte man mehr Angst, dass bei einen Fahrfehler die Front des Bikes gnadenlos absackt und man über den Lenker geht. Doch nach der ersten Überwindung macht dieser Move stets viel Spaß und ist immer praktisch, wenn man mal ohne Geschwindigkeit plötzlich vor einer Kante steht. Wenn man für einen Drop ins Flache nicht genug Anlauf hat, eignet sich der Wheelie-Drop idealerweise für eine relativ sanfte Landung. Bei Stufen, die höher als 30 cm bis 40 cm sind und man sie nicht mehr normal runterfahren kann, ist der Wheelie-Drop eine ideale Lösung, um die Kante doch noch schnell zu bezwingen.

Zum Bewegungsablauf: Man fährt im langsamen Tempo und mittleren Gang auf die Kante zu. Dann tritt man kräftig in die Pedale und zieht gleichzeitig beherzt am Lenker. Dadurch bleibt das Vorderrad nach der Kante länger oben. Wichtig: Anfangs übt man besser an kleinen Kanten, bevor man den Wheelie-Drop von der Tischtennisplatte wagt. Das Hinterrad kommt dabei deutlich zuerst auf und federt den Aufprall ab.

Tipps:

- Generell sollte man jedoch nicht höher als ein Meter ins Flat droppen, da dies Körper und Material zu sehr belastet (außer bei Trial-Profis).

- Achtet jedoch darauf, dass die Kette noch nicht verschlissen ist, richtig auf dem Kettenblatt liegt und das Schaltwerk korrekt eingestellt ist – denn wenn man in Leere tritt, folgt der Abflug über den Lenker.

- Der Gang darf nicht zu schwer sein, da man sonst das Vorderrad durch den Pedalier-Impuls kaum hochbekommt.

- Am Anfang eignen sich hohe Bordsteinkanten idealerweise zum Rantasten an den Bewegungsablauf.

- Übrigens: Man muss für einen sicheren Wheelie-Drop übrigens keinen langen Wheelie beherrschen!

- NoGo: Auf keinen Fall im Sitzen starten, wie beim Wheelie. Nur im Stehen kann man den Wheelie-Drop richtig umsetzen.

(Zur größeren Ansicht der Bilder einfach Linksklick auf die jeweilige Bildfläche)

Bild 1: Balance auf der Bank vor der Kante halten, Arme leicht gebeugt!

Bild 2: Durchstarten mit kräftigem Pedalieren und zusätzlichem Ziehen am Lenker.

Bild 3: Körperspannung halten und dabei Beine und Arme lang machen. Zentrale Position über dem Bike.

Bild 4: Aufprall aus Beinen und aktiv Armen abfedern!

Video-Tipps: In unserem dritten IBC-Fahrtechnikvideo wird der Wheelie-Drop als siebter Punkt erklärt und gezeigt. Weitere Clips findet ihr auf Youtube (YouTube – wheelie drop // YouTube – MTB Fahrtechnik – 14 Wheelie Drop)

Wann habt ihr zuletzt den Wheelie-Drop angewendet?


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