HomeAllgemeinBesser werden leicht gemacht: “Step-up” – “Step-down” springen — 20. April 2011 14:41

Besser werden leicht gemacht: “Step-up” – “Step-down” springen

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Fahrtechnik zum “selber machen”: Dieses Mal haben wir uns eine Übung für fortgeschrittene Anfänger herausgesucht. Es handelt sich um die Bewältigung einer Step-up Step-down Kombination.

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Step-up und Step-down:

Der Step-up ist ein sehr beliebter Sprung, da er auch in größeren Dimensionen relativ ungefährlich ist. Er eignet sich ideal, um neue Tricks zu trainieren. Da die Oberkante der Landung höher liegt als die Absprungekante des “Kickers”, fällt man im Falle eines Sturzes nicht so tief. Das Tolle am Step-up ist, dass die Sprungtechnik immer dieselbe bleibt, egal wie groß der Sprung ist. Step-up Sprünge gibt es in den verschiedensten Varianten, als Sprung auf einen Felsen, als Hindernis auf einer 4Cross-Strecke, als Dirt-Jump-Sprung uvm.

Der Step-down ist einem herkömmlichen Drop relativ ähnlich. Der Unterschied liegt aber im Absprung des Step-downs. Wo ein normaler Drop nur eine Kante hat, über die man sich hinunterfallen lässt, besitzt der Step-down eine emporragende Absprungkante. So katapultiert einen der Step-down erst in Richtung Himmel, bevor es abwärtsgeht. Daher eignen sich Step-downs auch hervorragend um Tricks wie z. B. den Backflip-Drop zu üben.

Step-up Step-down Kombinationen bieten aber auch nicht so versierten Fahrer eine Menge Spaß. In dem man beispielsweise eine Platte zwischen Absprung und Landung legt, mindert man die Sturzgefahr. So kann im Fall, dass man zu kurz springt, nichts passieren.

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Fahrtechnik Step-up:

Der Absprung: Wie auch bei einem herkömmlichen Kicker, ist es wichtig, den Absprung aktiv einzuleiten. Ihr solltet ca. zwei Meter vor dem Absprung nicht mehr treten und euch ganz auf den bevorstehenden Absprung konzentrieren. Eure Körperhaltung ist zentral über dem Bike und eure Arme und Beine leicht angewinkelt. Sobald euer Vorderrad den Kicker hinauffährt, richtet sich euer Blick über die Landung hinaus in Richtung Horizont. Wichtig ist, nicht auf den Absprung zu schauen, da dies oft dazu führt, dass der nötige Schwung verloren geht. Jetzt geht ihr mit euren Armen und Beinen leicht in die Beuge, um euch am Absprung kräftig hinauszudrücken. Nachdem ihr den Absprung eingeleitet habt, sollten eure Gliedmaßen gestreckt sein. Das Körpergewicht ist nun leicht nach hinten verlagert.

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Die Flugphase: Sobald ihr in der Luft seid heißt es, zurück lehnen und entspannen. Na gut, das ist nicht ganz so. Aber dennoch, es ist absolut wichtig das ihr während der Flugphase dynamisch und entspannt bleibt. Der „worst case“ ist, wenn ihr in der Luft verkrampft und steif werdet. Das führt meistens zu unangenehmen Stürzen. Ihr solltet euch in der Luft einfach fliegen lassen und euren Blick in Richtung Landung wenden.

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Die Landung: Es gibt nun zwei Möglichkeiten für die Landung. Möglichkeit eins könnte man auch als Sicherheitslandung bezeichnen. Diese Variante ist besonders für Anfänger zu empfehlen. Ihr senkt eurer Vorderrad vor der Landung nicht ab, sondern lasst es auf gleicher Höhe mit dem Hinterrad. Nun streckt ihr Arme und Beine gleichzeitig aus und lasst sie leicht angewinkelt. Bei der Landung bekommt das Hinterrad nun zuerst Bodenkontakt, das verhindert Stürze über den Lenker. Leider verliert man hierbei auch den Schwung, um den nachfolgenden Step-down springen zu können. Kommen wir daher zur Möglichkeit zwei. Ihr leitet die Landung in der Luft ein, in dem ihr den Landepunkt fokussiert und das Vorderrad in Richtung Landung drückt. Eure Arme sind dabei gestreckt und die Beine leicht angewinkelt. Das Vorderrad bekommt nun zuerst Bodenkontakt. Sobald ihr das Vorderrad abgesetzt habt, schiebt ihr das Bike unter euch hindurch (pushen) um Schwung für den  Step-down zuholen.

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Fahrtechnik Step-down:

Der Absprung: Im Großen und Ganzen ist die Technik für den Absprung bei einem Step-down dieselbe wie beim Step-up. Euer Blick richtet sich hierbei aber nicht zum Horizont, sondern über die Absprungkanten auf die Landung. Je nachdem wie weit die Landung hinter dem Absprung liegt, müsst ihr euren Blick mehr oder weniger weit nach vorne Richten. Bei weiten Sprüngen solltet ihr auch beim Step-down wieder in Richtung Horizont schauen, um den nötigen Speed beizubehalten.

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Die Flugphase: Wichtig ist auch hier entspannt zu bleiben. Euer Körperschwerpunkt ist leicht nach hinten verlagert, aber nicht zu weit. Die Laufräder sollten sich in der Luft auf gleicher Höhe befinden. Ihr schaut nun direkt auf die Landung, die sich unter euch auftut.

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Die Landung: Da eine Step-down Landung eigentlich fast immer abschüssig ist, solltet ihr das Bike leicht nach vorne kippen. Um weich zu landen, müssen beide Laufräder gleichzeitig den Boden berühren.  Euer Körperschwerpunkt ist nun nach hinten verlagert. Eure Arme sind gestreckt und die Beine sind leicht angewinkelt. Sobald ist aufkommt, federt ihr den Schlag mit euren Armen und Beinen ab. Anschließend richtet ihr euch wieder auf und rollt aus. Ihr habt es geschafft.

Um das Ganze besser nachvollziehen zu können, gibt es die Übung hier nocheinmal in bewegten Bildern.


Step-up-Step-down springen von Maxi auf MTB-News.de

Ich hoffe diese Anleitung konnte euch weiter helfen. Geht raus und probiert es aus!
Bei Fragen stehen wir jederzeit bereit. Bis zum nächsten Mal.


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