HomeAllgemeinXC Europameisterschaft: Der deutsche Meister Moritz Milatz siegt im Sprint vor Mantecon und Näf — 10. Juni 2012 15:59

XC Europameisterschaft: Der deutsche Meister Moritz Milatz siegt im Sprint vor Mantecon und Näf

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In den letzten Wochen zeigte Moritz Milatz eine steigende Form und hätte ihn ein unglücklicher Reifendefekt in La Bresse nicht ausgebremst wäre sicherlich ein Podiumsplatz drin gewesen. Heute zeigte er erneut ein super Rennen und wurde endlich dafür belohnt. In einem spannenden Rennen sichert er sich den Titel des Europameisters und damit seinen ersten internationalen Titel, was bisher noch keinem Deutschen gelang.


Moritz Milatz kämpft in der letzten Runde – Foto von Armin Kuestenbrueck

Ich kann es noch gar nicht glauben, das dauert, bis ich das realisiere. Heute Morgen hatte ich gespürt, dass meine Beine gut sind und als es dann auch noch regnete, da wusste ich, dass das heute mein Tag werden könnte.


Siegerehrung: Mantecon Milatz Naef von by Armin Kuestenbrueck

Rennbericht von Moritz Milatz (geschrieben von Michael Veit)
Ab der zweiten Runde den Favoriten und dem Feld enteilt

Der Spanier Mantecon war es, der mit einer frühen Attacke dem Rennen schon in der ersten Runde seinen Stempel aufdrückte. In der zweiten Runde fand sich dann schnell Moritz Milatz an seinem Hinterrad ein und setzte sich im Anschluss sogar mit 20 Sekunden Vorsprung vom Iberer ab. Die im Vorfeld als Favoriten gehandelten Absalon und Kulhavy und das restliche Feld, schienen da bereits weit abgeschlagen. Nur der Schweizer Ralph Näf hatte sich auf Platz drei vorgekämpft, aber auch er hatte bereits über eine Minute Rückstand auf die Führenden. Zur Hälfte des Rennens hörte der Regen dann auf und die Sonne kam hervor und damit änderten sich radikal die Streckenverhältnisse. Ich bin auf dem schmierigen Boden gleich dreimal gestürzt und danach vorsichtiger gefahren. Dadurch konnte der Spanier immer mehr aufschließen. Und in der fünften Runde setzte er sich dann am Anstieg mit zehn Sekunden Vorsprung vom Freiburger ab – das Rennen schien entschieden.

Eingangs der letzten Runde hatte sich Moritz Rückstand auf den Führenden auf 25 Sekunden erhöht, nach dem langen kraftraubenden Anstieg waren es dann aber nur noch 15. Moritz brachte noch einmal alle Kraft auf die Pedale und sein Kampfeswille war deutlich im Gesicht abzulesen. Bedrohlich nahe lag zu diesem Zeitpunkt der Schweizer Näf, der sich auf knappe 18 Sekunden herangeschlichen hatte. Dann der letzte Anstieg: Und da war es nun plötzlich wieder Moritz Milatz der in Front lag. Aber Mantecon Gutierrez sprang auf der Kuppe auf sein Bike, während Milatz noch schob und schaffte es so, sich nochmals am Deutschen Meister vorbei zu mogeln und als Erster in die letzte Abfahrt zu gehen.
Aber auch hierfür hatte der Freiburger an diesem Tag die passende Antwort parat: „Ich dachte, na, dann schlage ich ihn halt im Sprint“, so Moritz später. Etwas glücklich war sicher der Umstand, dass der Spanier zum Schluss Luft im Vorderreifen verlor. Er lag sogar auf der Zielgeraden noch vorne, als Moritz Milatz dann mit aller Gewalt aus dem Windschatten heraus, an ihm vorbeisprintete.

Das Kämpfen hat sich gelohnt:


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