Während bei uns der Winter das Land fest im Griff haben viele Profis im warmen Süden ihr erstes Saisonrennen bestritten. Wie bereits letztes Jahr setzte sich der Tscheche Jaroslav Kulhavy gegen Manuel Fumic und Fabian Giger durch. Bei den Damen siegte Blaza Klemencic vor den beiden Mitfavoritinnen Katrin Leumann und Eva Lechner.

Herren:

In der zweiten von fünf kompletten Runden, bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe. Neben Kulhavy, Giger und Fumic waren das Jan Skarnitzl (Cze, Sram Rubena Trek) und Emil Lindgren (Giant Pro XC Team), die zusammen auf der 6,01 Kilometer langen Runde unterwegs waren.

Es war am Ende der vorletzten Runde, im letzten Downhill, als die Entscheidung um den Sieg fiel. Jaroslav Kulhavy war schnell unterwegs und bis zum Ende der Abfahrt hatte er ungefähr fünf Sekunden Vorsprung heraus gefahren.
Er nutzte die Situation und trat aufs Gaspedal, so dass sein Vorsprung auf rund 20 Sekunden anwuchs.
Der beginnende Regen machte den Untergrund sehr rutschig und praktisch alle Fahrer waren auf Trockenreifen unterwegs. Der Deutsche Meister Manuel Fumic entschied sich Kulhavy nicht hinterher zu fahren, sondern sich auf das Duell mit Giger um Rang zwei zu konzentrieren.
Es kam zu einem Sprint-Finish zwischen ihm und dem Schweizer, das Fumic schließlich zehn Sekunden hinter Kulhavy (1:28:59 Stunden) gewann.

Jan Skarnitzl holte sich den vierten Platz, exakt eine Minute hinter seinem tschechischen Landsmann, während Nicola Rohrbach (Goldwurstpower/Stöckli) zwölf Sekunden später überraschend als Fünfter zur Zeitmessung kam.
Emil Lindgren war nach technischen Problemen auf Rang acht zurück gefallen.

Jaroslav Kulhavy: Es war ein sehr wichtiger Form-Test für die Cape Epic. Ich bin sehr zufrieden damit und freue mich auf ein paar mehr Tage Training auf Zypern. Es war nicht mein Plan, aber als ich ein paar Sekunden Vorsprung hatte, bin ich Vollgas gegangen.

Manuel Fumic: Jaro ist uns plötzlich entwischt. Es hat zu regnen begonnen. Da habe ich mich nur noch auf Fabian konzentriert und bin zum Schluss an ihm vorbei gesprintet. Ich bin ganz gut in Form, die Richtung stimmt, der Test war erfolgreich.

Fabian Giger: Es war ein schönes Rennen unter schwierigen Bedingungen. Jaroslav war ein Tick stärker als wir, aber für mich ist es ein guter Start in die Saison. Auf dem Podest zu stehen, ist immer gut.

Damen: Enges Finish zwischen Klemencic und Leumann

Nach der drei Kilometer langen Startrunde, als noch eine größere Gruppe von Damen zusammen war, entstand eine fünfköpfige Spitzengruppe. In einem Anstieg übernahm Katrin Leumann (Ghost Factory Racing) die Führung, weil sie im nächsten Singletrail vorne sein wollte.
Hinter ihr beging Blaza Klemencic einen Fehler und blockierte den Rest der Gruppe.
So war Leumann plötzlich alleine in Führung. Es war dann nur Klemencic, die es schaffte die Lücke zur Ex-Europameisterin zu schließen.
Gemeinsam fuhr das Duo die nächste Runde und vergrößerte den Vorsprung. Dann griff Klemencic an, Leumann konnte nicht folgen und versuchte fortan nur noch ihre zweite Position zu sichern.
Sie war überrascht, als in der letzten Runde Klemencic wieder vor ihr auftauchte und 200 Meter vor der Ziellinie war sie praktisch am Hinterrad der Slowenin. Aber in den Kurven im Dorfkern von Voroklini war sie nicht in der Lage vorbei zu fahren.

Eva Lechner (Colnago-Südtirol) fuhr eine Weile gemeinsam mit Yana Belomoyna (Superior-Brentjens), konnte die U23-Weltcup-Gesamtsiegerin dann aber abschütteln. Die Südtirolerin beendete das Rennen 3:38 Minuten hinter Klemencic, während Belomoyna von einer stark aufkommenden Corinna Gantenbein (Fischer-BMC) noch überholt wurde. Die Schweizerin wurde Vierte, zehn Sekunden hinter Lechner.

Alexandra Engen (Swe, Ghost Factory Racing) konnte wegen Knieproblemen nicht an den Start gehen.
Mike Hadjioannou, Chef der organisierenden Agentur Bikin’ Cyprus, war am Ende froh, dass die Regenfälle nicht so heftig waren. „Aus Sicht der Organisation, hat alles gut geklappt. Es gab ein paar Stürze, natürlich, als die Strecke glitschig wurde. Aber nichts davon war ernsthaft und glücklicherweise gab es auch keine Verletzungen“, kommentierte er.

Blaza Klemencic: Ich bin sehr glücklich mit dem Rennen. Ich habe in China mein letztes Rennen 2012 gewonnen und jetzt gleich wieder das erste 2013 auf Zypern. Ich bin auf meinem Olympiabike gefahren, aber zuhause habe ich bereits ein 29er stehen.

Katrin Leumann: Ich bin eigentlich überrascht, wie gut es ging. Als Blaza dann Ende der dritten Runde verschärft hat, konnte ich nicht mitgehen. Zum Schluss bin ich zwar plötzlich wieder heran gekommen, aber es war in den Gassen vor dem Ziel zu schwierig vorbei zu gehen.

Eva Lechner: Ich habe schon noch Mühe gehabt, nach der Cross-Saison und nachdem ich eine Woche nicht auf dem Rad gesessen bin. Aber für das erste Rennen passt das.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    Tobias

    dabei seit 08/2001

    Feiner Bericht!

    Ich wär' grad auch lieber in Zypern ;)
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Gottsfeld

    dabei seit 06/2008

    Schöner Bericht. Und der erste den ich zum diesjährigen Sunshine Cup gefunden habe.
    Gerne mehr!
  4. benutzerbild

    k_star

    dabei seit 04/2008

    du musst nur richtig suchen!

    http://acrossthecountry.net/

    alle infos meist schon kurz nach dem rennen verfügbar.
  5. benutzerbild

    Gottsfeld

    dabei seit 06/2008

    Ich habe über 18 Monate bis November 2012 für RockyRoads gearbeitet. Dieses Blog hier ist erst einmal als Übergangslösung gedacht, um den Nachrichtenfluss nicht zu unterbrechen und der eigenen Leidenschaft genauso wie dem Sport eine kompetente Plattform zu bieten.
    Merci. Kannte ich noch nicht, aber genau das was ich gesucht habe :)
  6. benutzerbild

    dieterAschmitz

    dabei seit 05/2006

    @ k_star

    http://acrossthecountry.net/
    coole seite - besten dank, die kannte ich noch nicht :)

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