HomeAllgemeinX Games München: Veranstalter-Statement zum Slopestyle-Finaltag – Satz mit X oder gelungener Event? — 2. Juli 2013 18:46

X Games München: Veranstalter-Statement zum Slopestyle-Finaltag – Satz mit X oder gelungener Event?

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Heiß her ging es im Forum und auf Facebook, was die Wind- und Wetterbedingungen während des Slopestyle-Events am vergangenen Sonntag im Münchner Olympiapark anging. Die Veranstalter der X Games haben nun ein Statement auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht:

Liebe Fans & Besucher,
die Verzögerungen/Verschiebungen einzelner Veranstaltungen tun uns genauso leid wie euch. Unser Plan war es, jeden Wettbewerb in bestmöglicher Art und Weise durchzuführen, zu den Zeiten wie sie im Vorfeld kommuniziert wurden.
Aufgrund des vielen Regens am Samstag war es uns leider nicht möglich die Außen-Veranstaltungen wie geplant durchzuführen, ohne dabei die Sicherheit der Athleten aufs Spiel zu setzen. Wir haben bis zuletzt versucht, die Wettbewerbe für euch starten zu können – leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wir haben mit sehr viel technischem Aufwand versucht noch am Samstag die Veranstaltung planmäßig durchzuführen. Auch haben wir bis zuletzt die Hoffnung gehabt, dass der Regen rechtzeitig aufhört. Erst als die Situation 100 % klar war, hat die sportliche Leitung von ESPN entschieden die Veranstaltung zu verschieben. Leider mussten wir dann auch zeitgleich entscheiden, dass eine Verschiebung von Moto X Freestyle keinen Sinn macht, da der Kurs durch den anhaltenden starken Regen auch nicht für den nächsten Tag wieder herstellbar war, bzw. die Sicherheit der Fahrer nicht gewährleistet werden konnte. Für uns steht die Sicherheit der Athleten an aller erster Stelle.
Auch am Sonntag wurden wir trotz Sonnenscheins nicht verschont. Bei Mountain Bike Slopestyle entschied die sportliche Leitung in Rücksprache mit den Athleten aufgrund der unkontrollierbaren Windverhältnisse oben am Olympiaberg den Start der Veranstaltung mehrmals zu verschieben. Bei derart schwierigen Bedingungen fällt die Entscheidung der sportlichen Leitung im Zweifelsfall zugunsten der Sicherheit der Athleten. Leider waren die Windverhältnisse an diesem Nachmittag sehr instabil, sodass sich für die sportliche Leitung kein klares Bild ergeben hat und es so zu der längeren Verzögerung kam. Auch hier haben wir ganz klar die Sicherheit der Athleten in den Vordergrund gestellt. Schlussendlich hat sich das Warten gelohnt, da wir alle einen tollen und spektakulären Wettbewerb sehen konnten.
Bitte habt Verständnis, dass wir trotz aller Organisation und Bemühungen bei Outdoorveranstaltungen einem Wetterrisiko ausgesetzt sind. Dies ist vergleichbar mit vielen anderen Outdoorveranstaltungen die ebenfalls mit wetterbedingten Verschiebungen konfrontiert sind. Auch hier geht die Sicherheit der Athleten vor und Wettbewerbe müssen verschoben oder sogar abgesagt werden.
Bei Fragen zu euren Tickets wendet euch bitte an MünchenTicket unter:
- E-Mail: info@muenchenticket.de oder
- Telefon: 089-54 81 81 81
Euer X Games Munich Team

Wir waren die komplette Zeit vor Ort und möchten vorab feststellen, dass die X Games bezüglich ihrer umfangreichen Organisation, großartigen Action, der enorm vielen und spannenden Wettbewerbe, aber auch den hohen Sicherheitsvorkehrungen, vielen Kontrollen und diversen Einschränkungen für uns Fotografen alle bisher von uns besuchten Events ziemlich in den Schatten gestellt hat.

Was den MTB Sloplestyle-Contest angeht: Auch wir haben die Windthematik direkt vor Ort mitgekriegt. Bereits während der Qualifikation hat der Wind sehr ordentlich geweht – das kennen wir einerseits von vielen ähnlichen Events wie der Red Bull Berg Line, andererseits waren die Sprünge und Drop-Konstruktionen der X Games noch ein gutes Stück anspruchsvoller und höher gebaut. Hier scheiden sich also die Geister – absagen oder durchziehen (was unter Umständen einige schlimme Stürze bedeutet hätte)?

Insbesondere in der Qualifikation sind verhältnismäßig viele Fahrer gestürzt – dieser Fakt hat unter anderem den Finalisten Thomas Genon dazu bewogen, nicht am Finale teilzunehmen (unsere deutsche Hoffnung Peter Henke betraf dies nicht – Peter hatte sich bei den Trainingssprungen diversen Quellen zufolge eine schmerzhafte Oberschenkelprellung zugezogen und konnte daher nicht starten).

Fragen warf die Qualifikation generell auf: Wir hatten zwar gute Möglichkeiten für Fotos, weil fast keine Zuschauer vor Ort waren – das allerdings war ein großes Ärgernis für ebenjene. 29 € für ein Zuschauerticket ist für Mountainbike-Wettkämpfe schon ungewohnt, dann allerdings weder die Qualifikation noch den auch von uns angekündigten Phenom-Contest sehen zu können, war für viele Zuschauer vor Ort zu Recht unverständlich. Diese Vorgehensweise bezog sich allerdings auf sämtliche Wettkämpfe der X Games – erst zum Finale wurden die Zuschauer auf das Veranstaltungsgelände des jeweiligen Events gelassen.


# Tyler McCaul erwischte es in der Qualifikation…


# …Cam Zink hingegen zog seine Läufe knallhart durch und stand diesen Flip Drop.


# Brett Rheeder hatte eine traumwandlerische Sicherheit – Rheeder und Semenuk scheinen aktuell auf einem anderen Level zu fahren. Foto: © Lukas Pilz/Red Bull Content Pool

Auch die Informationspolitik vor Ort war eher gering gehalten: Rund vier verschiedene Ankündigungen kamen in den ersten 2 1/2 Stunden bei uns und den vielen tausend Zuschauern an, auch wir wussten bis 18 Uhr nicht, was Sache ist. Nun sollten jedoch nicht wir im Fokus stehen, sondern einerseits die Athleten und andererseits die zahlenden Zuschauer, das Publikum – und da kommt ihr ins Spiel:

Wie habt ihr die Atmosphäre der X Games aufgenommen? Für welche Events wart ihr vor Ort, was hat euch gefallen und was nicht? Wie beurteilt ihr die Situation des Slopestyle-Finales? War die Verschiebung für euch verständlich, hätte man früher absagen sollen oder haben die Veranstalter den Umständen entsprechend gut reagiert?


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