Reifen-News bei Vee Tire und Vittoria Radial-Karkasse und 32 Zoll

Bewegung auf dem Reifenmarkt: Während Vee Tire Co. auf den von Schwalbe angestoßenen Zug der Radial-Karkassen aufspringt, blickt Vittoria in die Zukunft und entwickelt 32-Zoll-Reifen für den XC-Einsatz.
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Vee Tire Co. RAD-Core: Angriff auf die Radial-Vorherrschaft?

Nachdem Schwalbe im letzten Jahr mit den Modellen Albert (Schwalbe Albert-Reifen im Test) und Shredda die Radial-Karkasse im Mountainbike-Bereich salonfähig gemacht hat, zieht nun Vee Tire Co. nach. Unter dem Namen RAD-Core soll eine neue Karkassen-Konstruktion für das Gravity-Segment vorgestellt werden.

Vee Tire Co. bringt mit der RAD-Core Technologie eine eigene Radial-Karkasse für den Gravity-Einsatz. Durch einen Karkassenwinkel von 90 Grad sollen Modelle wie der Attack mehr Traktion und eine sattere Dämpfung auf dem Trail bieten.
# Vee Tire Co. bringt mit der RAD-Core Technologie eine eigene Radial-Karkasse für den Gravity-Einsatz. Durch einen Karkassenwinkel von 90 Grad sollen Modelle wie der Attack mehr Traktion und eine sattere Dämpfung auf dem Trail bieten.

Technisch geht Vee Tire dabei scheinbar sogar noch einen Schritt konsequenter vor als die Konkurrenz: Während herkömmliche Karkassenfäden in einem Winkel von 45 Grad zur Laufrichtung liegen und Schwalbe einen stumpferen Winkel wählt, ordnet Vee Tire die Fäden laut eigenen Angaben in einem fast perfekten 90-Grad-Winkel zur Laufrichtung an.

Das Ziel bleibt identisch: Die Karkasse soll unter Last flexibler arbeiten, was zu einer größeren Aufstandsfläche führt. Die versprochenen Vorteile:

  • Mehr Grip durch mehr Gummikontakt
  • Bessere Dämpfungseigenschaften
  • Geringerer Rollwiderstand im Gelände

Die RAD-Core Technologie soll zunächst in drei bekannten Profilen zum Einsatz kommen:

  • Attack FSX (Fast Rolling / Hardpack)
  • Attack HPL (Allround / Loose over Hard)
  • WCE MK2 (Downhill-Race)

Vittoria: 32 Zoll als Zukunftsmusik?

Was lange als Nischen-Phänomen oder Marketing-Gag galt, scheint in der Industrie zunehmend ernst genommen zu werden: 32-Zoll-Laufräder für den Cross-Country-Einsatz. Nachdem Maxxis bereits Vorstöße in diese Richtung gewagt hat, verdichten sich die Hinweise, dass auch die Italiener von Vittoria auf den Zug aufspringen.

Zukunftsmusik in 32 Zoll: Vittoria experimentiert mit Reifen im Riesen-Format für den Cross-Country-Einsatz. Prototypen auf Basis des schnellen Peyote XC wurden bereits gesichtet, ein Marktstart wird von den Italienern aber erst für 2027 angepeilt.
# Zukunftsmusik in 32 Zoll: Vittoria experimentiert mit Reifen im Riesen-Format für den Cross-Country-Einsatz. Prototypen auf Basis des schnellen Peyote XC wurden bereits gesichtet, ein Marktstart wird von den Italienern aber erst für 2027 angepeilt.

Auf einem Branchen-Event wurden erste Prototypen gesichtet, die auf dem schnellen Peyote XC Profil basieren. Dass sich große Hersteller mit dem Riesen-Format beschäftigen, ist kein Geheimnis mehr – die Vorteile beim Überrollverhalten sollen theoretisch die Nachteile beim Gewicht und der Trägheit aufwiegen, sofern Rahmen und Gabeln den Platz bieten.

Ob und wann diese Reifen für Endkunden verfügbar sein werden, steht allerdings in den Sternen. Aktuellen Einschätzungen zufolge ist vor 2027 nicht mit einer breiten Markteinführung zu rechnen. Bis dahin bleibt das Thema 32 Zoll wohl vorerst den Entwicklungsabteilungen und extremen Prototypen vorbehalten.

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Radial-Reifen als nächster Standard oder 32 Zoll Riesenräder – welcher Trend setzt sich durch?

Infos: Hersteller

17 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Ich bin bei 2,5bar gelandet damit es nicht als durchschlägt vs 1,9 beim Conti
    Wie siehts es bei 2,5 Bar dann eigentlich mit dem Rollwiderstand aus? Gefühlt weniger oder mehr als bei Conti mit 1,9 Bar? Ansonsten rollen die Radialreifen ja etwas schlechter.
  2. Wie siehts es bei 2,5 Bar dann eigentlich mit dem Rollwiderstand aus? Gefühlt weniger oder mehr als bei Conti mit 1,9 Bar? Ansonsten rollen die Radialreifen ja etwas schlechter.
    Da habe ich ein riesen unterschied gemerkt, da ich den Vergleich am Ebike gemacht habe. Allerdings war der Grip und der Durchschlagschutz beim Albert Gravity Pro mit 2,2 Bar schon schlechter, als beim Conti Kryptoral Front Enduro bei 1,9bar am Hinterrad.

    Dazu muss man aber auch sagen, dass ich gerne ein stiffes Setup fahre. Also hartes Fahrwerk und Reifen, ich mag es nicht besonders, wenn sich irgendwas weich anfühlt, mehr nach gibt, als ich es will, beim pushen oder so.
    Soll nicht heissen, dass ich den überfahrstil habe, ich fahre nur gerne ein direktes Setup, was mich den Untergrund fühlen lässt und ich das Bike direkter bewegen kann, und das fande ich beim Albert am Hinterrad etwas schwammig.

    Aus meiner Sicht: wenn ich einen Reifen habe, bei dem ich deutlichst mehr Luftdruck fahren muss, damit meine Felge heile bleibt, der dazu dann weniger Grip hat, warum nicht einfach einen nicht "Radial" Reifen fahren. Wenn ein Reifen "sich besser dem Untergrund anschmiedet" dann lässt er halt den Untergrund auch leichter durch an die Felge.
  3. Ab wann soll es die RAD-Modelle von VeeTire geben. Hoffentlich haben die nicht auch Zahnausfall und rissige Karkassen, wie meine letzten Testkandidaten. Gripp war immer klasse, nur Haltbarkeit nicht.

  4. Mehr Radial als Schwalbe...
    „radialer“
  5. Evtl. macht es Sinn, auf Maxxis Radial mit DD und DH-Karkasse zu warten. Assegai, Highroller 3 und DHR wären für den Anfang nicht schlecht.
    Wäre interessant, ob Maxxis mit Radial und Downhillkarkasse den in etwa gleichen Durchschlagschutz hinbekommen würde, wie ohne Radial oder ob sich die beiden Eigenschaften in einem Reifen ab einem bestimmten Punkt nicht weiter optimieren/kombinieren lassen.
    Frage mich nach wie vor, warum Schwalbe die Radial's nicht mit der DH-Karkasse nachschiebt.

    Vee hab ich noch nicht probiert. Wäre interessant, ob Vee die Radial und ihre stärkste Downhillkarkasse bei den neuen Modellen kombinieren.

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