Die Accell Group ist einer der europäischen Big Player im Fahrrad-Geschäft – die Gruppe besitzt unter anderem die Firmen Ghost, Lapierre, Haibike und XLC. Nun wurde bekanntgegeben, dass Accell in den letzten vier Monaten einen 38-prozentigen Zuwachs der Sales erlebt hat. Insgesamt erwartet man trotz oder gerade wegen der Pandemie sogar höhere Gewinne als im Jahr 2019.

Als Grund für den starken Zuwachs nennt die Accell Group unter anderen den von der EU ausgerufenen Green Deal, der umweltfreundliche Transportmöglichkeiten wie Fahrräder fördert. Zudem hat auch die Pandemie sicher dazu beigetragen, dass mehr Leute von öffentlichen Verkehrsmitteln und Autos auf Bikes umgestiegen sind. Und natürlich hat auch der anhaltende E-Bike-Trend sich positiv auf die Geschäfte des Haibike-Besitzers ausgewirkt.

Trotz zwischenzeitlichem Lock-Down und Schließungen von Bike-Shops erwartet man nun also eine Steigerung der Gewinne (EBIT) gegenüber dem Vorjahr 2019. Nach eigenen Angaben lagen die Umsätze der gesamten Gruppe damals bei 1,1 Milliarden €. Die komplette Pressemitteilung findet ihr hier im Wortlaut:

Accell Group N.V. (Accell) announces that net sales continued to be very strong from July till October coming in at +38% versus the same period last year and bringing YTD net sales growth to 16%. Consequently, Accell revises its guidance upwards and now expects EBIT for 2020 to exceed prior-year EBIT.

Demand across Europe for bikes and for parts & accessories has remained strong. As the pandemic- related lockdowns in March and April forced many bike shops across Europe to close for business, sales volumes have also partly shifted from H1 into H2 2020. Moreover, the pandemic and EU commission’s Green Deal have pushed interest in cycling and the use of bicycles as a solution to many societal and urban problems like obesity, pollution and congestion. Favorable secular trends and bike market drivers as electrification, bicycle infrastructure investments, government fiscal stimulation and subsidies provide a bright outlook for the entire bicycle market in the coming years.

Ton Anbeek, CEO Accell Group: “The continued strong growth in the past months is a very positive development which demonstrates more than ever that cycling is moving the world forward. In both bikes and parts & accessories we are also capturing more of the on-line opportunity and are making great digital progress through brand platform renewals and a group CRM roll out. In addition, we continue to take actions in order to mitigate the ongoing effects of the supply chain distortions. Following a recent strategy progress review and as things stand today, we remain confident that we are on track to reach our 2022 targets.”

It remains difficult to predict the further course and consequences of the pandemic. Despite the new lockdowns across Europe, bike shops for now remain open and cycling is allowed in most countries. Due to the increased (consumer and dealer) demand, lead times at component suppliers are longer which will cause continued supply chain disturbances. Accell has further tightened measures at its production and office locations to safeguard the health and safety of employees as well as to secure factory and warehouse output.

Based on the YTD sales growth and the context as provided above, FY 2020 EBIT is now expected to come in higher than FY 2019. This guidance excludes any potential Covid-19 related major disruptions such as mandatory bike shop closure or factory and warehouse shutdowns.

In addition, Accell is currently investigating with its advisors the valuation of the deferred tax asset (driven amongst others by the proposed new legislation on Dutch corporate income taxes). This could potentially lead to a one-off tax gain of € 10-20 million in 2020.

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Was sagt ihr zum Wachstum in der Bikebranche – wird der Trend anhalten?

Infos: Pressemitteilung Accell Group
  1. benutzerbild

    Sloop

    dabei seit 03/2015

    TwoFingerFrank schrieb:

    das schlimme ist nur, die Branche schickt trotz der x fachen Umsatzsteigerung einige Bereiche ( zb Marketing ) in Kurzarbeit um somit noch etwas von Vater Staat abzugreifen .. und damit von uns... aber da ist die Bike Branche ja nicht allein.... ach ja... sind die Bikes, die es noch gibt, eigentlich günstiger geworden ? ( 16% MWSt)

    Und, wer braucht auch Marketing wenn es auch ohne geht. Willst etwa das es so läuft wie in der Automobilindustrie wo die Entwicklung in Kurzarbeit geschickt wird damit man noch Kurzarbeitsgeld abgreifen kann und gleichzeitig die Produktion weiterhin auf 100% laufen kann. Da langt man sich dann wirklich nur noch an den Kopf.
  2. benutzerbild

    TwoFingerFrank

    dabei seit 09/2013

    Sloop schrieb:

    Und, wer braucht auch Marketing wenn es auch ohne geht. Willst etwa das es so läuft wie in der Automobilindustrie wo die Entwicklung in Kurzarbeit geschickt wird damit man noch Kurzarbeitsgeld abgreifen kann und gleichzeitig die Produktion weiterhin auf 100% laufen kann. Da langt man sich dann wirklich nur noch an den Kopf.

    ??? deinen kommentar versteh ich jetzt nicht.. was ich will ist ja wohl klar... wenn jemand mehr umsatzt macht als vorher dann kann er keine mitarbeiter in kurzarbeit schicken !! bzw er muss das geld was er dafür bekommen hat zurückzahlen...
  3. benutzerbild

    BENYASHICA

    dabei seit 12/2016

    Wenn jemand seinen Umsatz steigert ist davon auszugehen das er Mitarbeiter braucht die die Arbeit machen. Das Unternehmen sollte gar keine Zeit haben sich mit dem Arbeitsamt zu unterhalten und jede Sekunde des Zeitkontos der Mitarbeiter mit dem Vormonat zu vergleichen.
  4. benutzerbild

    bahkauv

    dabei seit 02/2012

    TwoFingerFrank schrieb:

    das schlimme ist nur, die Branche schickt trotz der x fachen Umsatzsteigerung einige Bereiche ( zb Marketing ) in Kurzarbeit um somit noch etwas von Vater Staat abzugreifen .. und damit von uns... aber da ist die Bike Branche ja nicht allein.... ach ja... sind die Bikes, die es noch gibt, eigentlich günstiger geworden ? ( 16% MWSt)


    Die Firmen in der Bikebranche, die ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt haben, haben das meines Wissens nach in der Phase des ersten Lockdowns getan. Dort waren alle lokalen Fahrradgeschäfte geschlossen - nur deren Werkstatt geöffnet. Hast du andere Infos?
  5. benutzerbild

    Sloop

    dabei seit 03/2015

    TwoFingerFrank schrieb:

    ??? deinen kommentar versteh ich jetzt nicht.. was ich will ist ja wohl klar... wenn jemand mehr umsatzt macht als vorher dann kann er keine mitarbeiter in kurzarbeit schicken !! bzw er muss das geld was er dafür bekommen hat zurückzahlen...

    Klar, aber da wurden bei der Regelung eben riesen Lücken gelassen sonst wäre die Akzeptanz gleich im Keller. Ist ja überall das gleiche das aktuell viel auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird. Da werden Leute in Kurzarbeit geschickt obwohl sie noch genug zu tun hätten bloß damit die Firma Geld vom Staat abgreifen kann.

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