Canyon: Klimafolgen der Fahrradproduktion
Um sich wirklich durch und durch klimaneutral mit einem Fahrrad bewegen zu können, muss auch dessen Produktion entsprechend ohne Treibhausgas-Emissionen vonstattengehen.
Der Koblenzer Fahrradhersteller Canyon, der weltweit seine Fahrräder vertreibt, hat nun in einer Pressemitteilung über die ambitionierten Klimaziele des Unternehmens informiert. Dafür wurden zusammen mit der SBTi (Science Based Targets Initiative) Ziele verfasst, die für eine nachhaltige Produktion im Sinne des Pariser Klimaabkommens sorgen sollen. Diese sollen wissenschaftlich fundiert, und intensiv auf Wirksamkeit durch die SBTi überprüft worden sein.
Die SBTi ist ein globales Gremium. Die Zusammenarbeit des Carbon Disclosure Project, des United Nations Global Compact, des World Resources Institute und des WWF möchte dafür sorgen, dass internationale Unternehmen Ziele verfassen und verfolgen, um weltweite ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Das Ziel ist es bis 2030 den Ausstoß zu halbieren, und bis 2050 klimaneutral zu sein.
Canyon wird klimaneutral: Netto-Null-Ziel bis 2050 angestrebt
Um präzise Ziele zu definieren, teilt man in drei Quellen des Ausstoßes klimaschädlicher Stoffe durch ein Unternehmen ein (GHG Emission Scopes). Einmal den direkten Ausstoß innerhalb des Unternehmens (Scope 1), einmal den durch seine Energielieferanten (Scope 2), und einmal den durch vor- und nachgelagerte Lieferketten (Scope 3). Die Reduktionsziele gehen alle von den Canyon-Emissionswerten 2022 aus.
Das Ziel, Klimaneutralität, hat Canyon in zwei Stufen unterteilt. Die Erste ist 2032 zu erreichen: Bis dahin möchte man den Ausstoß innerhalb des Unternehmens, und durch seine Energielieferanten um 51 % reduzieren, während die Emissionen aus dem Bereich der Lieferketten um 58,2 % reduziert werden sollen.
Zum Jahr 2050 dann sollen sowohl alle Emissionen direkt durch Canyon als auch die durch die Energielieferanten (Scope 1 und 2) um 90 % des Wertes von 2022 reduziert werden und die des Scope 3 um 97 %. Canyon bezeichnet diese Reduktion in seiner Pressemeldung als Netto-Null-Ziel.
Alle Fortschritte und aktuellen Werte sollen auf der Website des Carbon Disclosure Project (CDP) offengelegt werden, sodass jede(r) den aktuellen Stand einsehen kann.
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81 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumUnd wer baut dir dann ein neues AKW? Siemens?
Und wer hält dir die alten AKW in Stand? Auch Siemens?
Dieser Zug ist schon vor vielen vielen Jahren abgefahren.
Selbst bei Laufzeitverlängerung wäre spätestens 2049 Schluss gewesen. Und dann? AKW von Rosatom? Der feuchte Traum eurer Populisten.
Atomenergie ist spätestens seit 1986 politisch tot.
Ach, das waren noch Zeiten, als die Zukunft im Atom gesehen wurde. Oberirdische Atomversuche, kein Problem. Atommüll im Meer verklappen, immer gerne. Freilandlagerung, easy.
Dazwischen liegen halt einige Jahrzehnte und man hat sich für den Ausstieg entschieden und nicht für eine Weiterentwicklung. Ist insofern gut, als das Geld in die Kernfusionserforschung geflossen ist.
Trotzdem braucht's Transmutationsanlagen.
Der gläserne Bürger!
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