Der Fall um den Doping-Arzt Mark Schmidt aus Erfurt hat einige Wellen im Spitzensport geschlagen. Zu seinen Kunden sollen neben Wintersportlern vor allem auch Radsportler gehört haben – inklusive Mountainbikern und Mountainbikerinnen. So hat er Zeitungsberichten zufolge mindestens der österreichischen Mountainbikerin Christina Kollmann-Forster ein für den Menschen nicht zugelassenes Medikament verabreicht. Das wurde ihm im Prozess nun zum Verhängnis – er wurde unter anderem deshalb wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Bekannt ist zudem, dass Schmidt bereits während seiner Zeit als Arzt bei den Radrennsport-Teams Gerolsteiner und Milram von mehreren Profis des Dopings beschuldigt wurde. Aufgeflogen ist er erst bei einer Zollrazzia in seiner Erfurter Praxis Anfang 2019. Neben den vier Jahren und zehn Monaten Haft wurde er auch mit drei Jahren Berufsverbot und einer Geldstrafe von 158.000 € belegt. Auch seine Helfer wurden teilweise zu Haft- oder Geldstrafen verurteilt.
Der Fall ist insofern besonders, als es sich um das erste Verfahren im Spitzensport seit der Einstufung von Doping als Straftat im Jahr 2015 handelt. Anti-Doping-Kämpfer hoffen dadurch nun auf eine abschreckende Wirkung.
Glaubt ihr, die harten Strafen könnten Doping-Sünder abschrecken?
36 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumFrage mich auch warum nicht mehr getestet wird? Ist das denn so kostenintensiv?
Geht ja immerhin noch dreister wie die Eine die versehentlich mit nem Mofa ein Rennen gefahren
Uli Hoeneß liest mit und schmunzelt gerade
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