Die Enduro World Series (EWS) hat den nächsten Schritt in ihrer kurzen, aber actionreichen Geschichte angekündigt: es gibt eine Einigung mit der Union Cycliste Internationale (UCI) zur zukünftigen Zusammenarbeit. Nachdem die EWS 2013 mit dem ersten Rennen gestartet war (wir waren damals dabei, hier gibt es den Bericht) konnte sich das Orga-Team hinter der Serie einen sehr guten Ruf erarbeiten – unter anderem durch extrem gut organisierte Events an tollen Locations sowie ständigem Fokus auf die Athleten.

Pressemitteilung der EWS zur neuen Kooperation mit der UCI

Die neue Partnerschaft bedeutet die Weiterentwicklung der EWS, die ihren Platz als weltweit führende Enduroserie festigt und die rasante Entwicklung der Disziplin in den letzten sechs Jahren anerkennt. Die spannenden Rennen, aufregenden Locations und tollen Trails, die das Markenzeichen der EWS sind, bleiben auch nach dieser neuen Vereinbarung unverändert, und der Titel in der Enduro World Series wird als einer der am härtesten umkämpften und prestigeträchtigsten Einzeltitel im Mountainbiking fortgesetzt.

Neben den EWS-Titeln und zur Anerkennung von Teamgeist, Strategie und Sportlichkeit wird die UCI ab 2019 die legendären UCI Rainbow Jerseys an die siegreichen Nationalmannschaften bei der jährlichen “Trophy of Nations” verleihen und damit eine neue Ära für den internationalen Teamwettbewerb einläuten. Die EWS wird nun eng mit der UCI zusammenarbeiten, um die Disziplin weiterzuentwickeln, die UCI Mountain Bike Commission zu beraten, die Commissaires auszubilden und die Anti-Doping-Politik in den Endurosport weltweit zu integrieren.

Chris Ball, Geschäftsführer der EWS: “Es ist kein Geheimnis, dass wir seit sechs Jahren in enger Kommunikation mit der UCI stehen, während die EWS das Wachstum der Enduro anführt. Da die Disziplin weiterhin schnell wächst, ist es jetzt an der Zeit, eine Ebene neutraler Führung hinzuzufügen – ich war schon immer der festen Überzeugung, dass jeder Sport Kontrolle, Ausgewogenheit und Transparenz braucht.

“Nach der Wahl des neuen UCI-Präsidenten David Lappartient im Jahr 2017 haben sich unsere Beziehungen intensiviert und sich die Verhandlungen beschleunigt. Ich freue mich, mitteilen zu können, dass die EWS und die UCI ab heute eine neue Art der Zusammenarbeit zum Wohl unseres Sports beginnen werden, die die Position der EWS an der Spitze der Disziplin halten wird. Dies wird es der EWS ermöglichen, die Richtung der Sportart Enduro innerhalb der UCI zu vertreten und zu leiten, die besten Anti-Doping-Praktiken der Cycling Anti-Doping Foundation (CADF) einzubringen und die legendären UCI Rainbow Jerseys bei der Trophy of Nations 2019 zu verleihen. Ich danke Herrn Lappartient und UCI Deputy Sports Director und Head of Off-Road Peter Van den Abeele dafür, dass sie unserer Vision gefolgt sind, um gemeinsam ein neues Kapitel für den großen Sport des Mountainbikens aufzuschlagen.”

UCI-Präsident David Lappartient dazu: “Ich freue mich darüber, dass der Mountainbike Enduro-Sport durch die Aufnahme der Enduro World Series in den UCI Mountainbike Kalender den durch die UCI anerkannten Besonderheiten beitritt. Gegründet im Jahr 2012, umfasst diese sehr beliebte Serie nicht weniger als acht Stopps, die von großem sportlichem Interesse sind und perfekt organisiert werden. Dank der neuen Partnerschaft wird die Serie nun von einer größeren internationalen Reichweite und einer beispiellosen Entwicklungsfähigkeit durch unsere 190 nationalen Verbände profitieren. Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass der Relaunch der Trophy of Nations eine wachsende Zahl von Athleten anziehen wird, motiviert durch die Idee, zusammen mit ihren Nationalmannschaftskameraden das legendäre UCI Rainbow Jersey zu erhalten.”

Die Pressemitteilung im Original gibt es hier – bitte aufklappen

EWS to work with the UCI – Rainbow Jerseys to be awarded to national teams at Trophy of Nations

The Enduro World Series (EWS) announces the next step in its short – but action packed – history as it today reaches a historic agreement with the Union Cycliste Internationale (UCI).

The new partnership signifies the progression of the EWS, cementing its place as the world’s leading enduro series and recognising the rapid progression of the discipline over the last six years.

The tight racing, exciting venues and great trails that are the hallmarks of the EWS will remain unchanged following this new agreement, and the Enduro World Series championship will continue as one of the hardest fought and most prestigious individual titles in mountain biking.

Alongside the individual EWS titles, and to promote the ethos of team work, strategy and sportsmanship, from 2019 the UCI will award the iconic UCI Rainbow Jerseys to the winning national teams at the annual Trophy of Nations event, marking a new era for international team competition.

The EWS will now begin working closely with the UCI to continue developing the discipline, advise the UCI Mountain Bike Commission, train Commissaires and integrate anti-doping policies into the sport of enduro worldwide.

Chris Ball, Managing Director of the EWS said: “It’s been no secret we have remained in close communication with the UCI for the past six years whilst the EWS has spearheaded the growth of enduro. As the discipline continues its rapid expansion, the time is now right to add a layer of neutral governance – I’ve always been a firm believer that every sport needs checks, balances and transparency in place.

“This agreement has been a long time in the making and following the election of new UCI President David Lappartient in 2017, our relationship has strengthened and negotiations have accelerated. I am now pleased to announce that the EWS and the UCI from today will begin a new way of working together for the best of the sport, that will maintain the EWS’ position at the top of the discipline. This will allow the EWS to represent and guide the direction of enduro within the UCI, bring anti-doping best practice from the Cycling Anti-Doping Foundation (CADF) and award the fabled UCI Rainbow Jerseys at the Trophy of Nations in 2019. I thank Mr Lappartient and UCI Deputy Sports Director and Head of Off-Road Peter Van den Abeele for following our vision and together starting another new chapter for the great sport of mountain biking.”

UCI President David Lappartient declared: “I am looking forward to mountain bike Enduro joining the specialities recognised by the UCI thanks to the inclusion of the Enduro World Series on the UCI Mountain Bike International Calendar. Established in 2012, this very popular series includes no fewer than eight rounds which are of great sporting interest and impeccably organised. Thanks to this partnership, it will now benefit from a broader international reach and an unprecedented capacity to develop through our 190 National Federations. Moreover, I am convinced that the relaunch of the Trophy of Nations will attract a growing number of athletes, motivated by the idea of being awarded the iconic UCI Rainbow Jersey alongside their national team mates.”

Was meint ihr – geht die EWS mit der engeren UCI-Kooperation in eine gute Richtung?

  1. benutzerbild

    flino

    dabei seit 03/2015

    freetourer schrieb:
    Ist da schon eine Entscheidung gefallen? - Mit dem Straßenradsport beschäftige ich mich nicht so.

    Wie sieht denn Deine Alternative aus?
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    flino

    dabei seit 03/2015

    Nee da ist noch immer keine Entscheidung gefallen und der wird auch bei der Tour de France dabei sein. Mit Sky als übermächtiger Sponsor geht so was.

    Meiner Meinung nach, müssen Profis die Betrüger im eigene Sport selber ausgrenzen.
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    Nash

    dabei seit 10/2006

    Arcbound schrieb:

    Macht er teilweise doch jetzt schon. Siehe DM Enduro. Und nun?

    Nix "nun". Habe gar keine Frage geäußert? Weiß gar nicht warum du auf meinen Kommentar antwortest. :ka:
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    Nash

    dabei seit 10/2006

    Grundlegend ist es so, dass es doch für den Veranstalter teurer wird, so bald man Offizielle der UCI/BDR am Start hat und die ihre Gebühren für sich selbst haben und der Verband auch noch was vom Kuchen haben möchte, damit man sich später DMeister etc. nennen darf.
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    Nurmi92

    dabei seit 11/2015

    Krischdjan schrieb:
    Wie kommt ihr darauf dass es keine Regeln bei Enduro Rennen gibt, vorallem bei der EWS? Außerdem wissen die Leute genau wo man Sperrband anbringen muss, um sowas wie abkürzen zu verhindern...ganz dumm sind die ja auch nicht.


    Absperrband schön und gut, in Petzen ist am Sonntag ein großer Name definitiv durch eines durchgefahren und hat somit abekürzt und passiert ist nichts. gibts sogar ein video. diesmal gabs nicht mal Rückennummern was die ganze Sache für die Streckenposten wohl nicht einfacher gemacht hat. im DH UCI Weltcup bist DSQ und nicht unter den top30 so wie´s hier der Fall war.

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