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Klimaschonende Anreise mit dem Zug
Klimaschonende Anreise mit dem Zug
Autofreie Touristenhochburg im Wallis - Zermatt
Autofreie Touristenhochburg im Wallis - Zermatt
Wir nehmen die direkte Linie.
Wir nehmen die direkte Linie.
Brotzeit am verlassenen Hotel du Trift
Brotzeit am verlassenen Hotel du Trift
Nach der Brotzeit gibt es ein paar gemütliche Höhenmeter zum Verdauen
Nach der Brotzeit gibt es ein paar gemütliche Höhenmeter zum Verdauen
Das Gelände wird nach und nach immer unwegsamer ....
Das Gelände wird nach und nach immer unwegsamer ....
... die Sicht dafür immer besser
... die Sicht dafür immer besser
Ohne Worte
Ohne Worte
Bikeschuhe statt Steigeisen
Bikeschuhe statt Steigeisen
Bergheil
Bergheil
Selfiestick? Selfiedrohne!
Selfiestick? Selfiedrohne!
1800 Tiefenmeter - Zermatt wartet im fernen Tal auf uns
1800 Tiefenmeter - Zermatt wartet im fernen Tal auf uns
Standesgemässer Gipfelbuch Eintrag - Metalhorn!
Standesgemässer Gipfelbuch Eintrag - Metalhorn!
Wem sein Zweirad zu schwer ist - mit dem Einrad gehts auch
Wem sein Zweirad zu schwer ist - mit dem Einrad gehts auch
Auf Fotos sieht es nie so steil aus
Auf Fotos sieht es nie so steil aus
Sieht zwar nicht so aus, aber es gibt doch einen Weg..
Sieht zwar nicht so aus, aber es gibt doch einen Weg..
Severin hinterher
Severin hinterher
Guter Driftschnee, danke Neuschnee
Guter Driftschnee, danke Neuschnee
Alles fahrbar, man darf sich nur nicht ablenken lassen
Alles fahrbar, man darf sich nur nicht ablenken lassen
Fotostop mit Matterhornblick
Fotostop mit Matterhornblick
Seve zirkelt wie eine Bergziege um die Kurven...
Seve zirkelt wie eine Bergziege um die Kurven...
Dabei kann man auch mit einem ausgewachsenen Enduro richtig viel Spaß haben im technischen Gelände
Dabei kann man auch mit einem ausgewachsenen Enduro richtig viel Spaß haben im technischen Gelände
Auch wir hinterlassen ein paar Spuren auf den ausgetretenen Wanderwegen
Auch wir hinterlassen ein paar Spuren auf den ausgetretenen Wanderwegen
Traumkulisse
Traumkulisse
Die letzten technischen Kehren
Die letzten technischen Kehren

Mittlerweile ist es Juli und so langsam aber sicher schmilzt der Schnee auch in den Hochlagen der Alpen. Es ist also langsam Zeit, die Ski endgültig in den Keller zu verbannen und das Bike für die Bike-Hochtourensaison fit zu machen. Daniel Eiermann berichtet hier in dieser eindrucksvollen Fotostory von seinem Trip mit seinen Bikekollegen auf das Mettelhorn (3410 Meter).

Bike-Hochtouren? Was soll denn das sein, werden sich jetzt einige fragen. Daher hier ein kleiner Bericht von unserer Tour aufs Mettelhorn im vergangenen Oktober. Ausgangspunkt ist das weltbekannte Touristendorf Zermatt im Wallis. Schon bei der Anreise mit dem Zug kann man erahnen, was hier in der Hochsaison los ist. Touristen aus aller Welt sowie zahlreiche Eingeborene und Zugezogene zieht es dank des stabilen Hochdruckwetters heute in die Höhe.

Klimaschonende Anreise mit dem Zug
# Klimaschonende Anreise mit dem Zug
Diashow: Mit dem Bike aufs Mettelhorn: Besondere Gipfelerlebnisse auf einem der höchsten bikebaren Gipfel
Ohne Worte
Alles fahrbar, man darf sich nur nicht ablenken lassen
Fotostop mit Matterhornblick
Sieht zwar nicht so aus, aber es gibt doch einen Weg..
Brotzeit am verlassenen Hotel du Trift
Diashow starten »

Ein Grund mehr, die Sache heute gemütlich anzugehen. So gibt es nach der panoramareichen Zugfahrt erstmal Kaffee und Kuchen bei Matthias im Büro. So recht hat anscheinend keiner Lust zu starten. Kein Wunder, wissen wir ja alle, was als Nächstes vor uns liegt: Fünf Stunden das geliebte Bike auf den Schultern zu tragen ist schon ein mittelgroßer Motivationskiller!

Daher folgt dem Kaffeekränzchen zunächst noch ein ausgiebiger Materialcheck. Haben wir genug Essen? Sollten wir doch Steigeisen mitnehmen? Doch lieber noch einen Schlauch mehr mitnehmen? Es hilft alles nichts, die Gruppendynamik ist stärker.

Autofreie Touristenhochburg im Wallis - Zermatt
# Autofreie Touristenhochburg im Wallis - Zermatt
Wir nehmen die direkte Linie.
# Wir nehmen die direkte Linie.
Brotzeit am verlassenen Hotel du Trift
# Brotzeit am verlassenen Hotel du Trift
Nach der Brotzeit gibt es ein paar gemütliche Höhenmeter zum Verdauen
# Nach der Brotzeit gibt es ein paar gemütliche Höhenmeter zum Verdauen

Wir starten also ziemlich verspätet gegen 11 Uhr auf direktem Weg Richtung Mettelhorn. Nach wenigen Metern durch das Gewusel im Dorf biegen wir auf den Wanderweg in Richtung Berggasthaus Trift. An Fahren ist hier schon auf den ersten Metern nicht zu denken. Stattdessen montiert Seve seinen neu erstandenen Peakrider und wir helfen ihm zu zweit, sein Bike „einzulochen“. Aller Anfang ist bekanntlich schwer.

Mätu und ich sind klassisch und ohne weitere Hilfsmittel unterwegs. Die ursprünglichste und nachhaltigste Form des Bikebergsteigens. Wer solche Tragesysteme als Hilfsmittel nötig hat, der würde wohl auch den Mount Everest nur mit Sauerstoffgerät und 20 Sherpas besteigen können. Nur meine Meinung.

Naja, jeden Falls gibt der Herr Peakrider ab da das Tempo vor und wir bekommen erst am verlassenen (Winterpause) Hotel du Trift eine kleine Pause zur Verpflegung. Es weht ein herrlich angenehmer Wind und die Oktobersonne trocknet die verschwitzten Merinoshirts quasi im Handumdrehen.

Das Gelände wird nach und nach immer unwegsamer ....
# Das Gelände wird nach und nach immer unwegsamer ....
... die Sicht dafür immer besser
# ... die Sicht dafür immer besser
Ohne Worte
# Ohne Worte

Da das Fahrrad auf dem nächsten Trail mal gemäß seinem ursprünglichen Verwendungszwecks bewegt werden kann, gehen uns die folgenden Höhenmeter leicht von der Schulter.

Spätestens im Aufschwung zum Furggji, unserem nächsten Zwischenziel, wird ersichtlich, dass wir uns im Hochgebirge befinden. Die Bergwelt um uns herum ist ähnlich atemberaubend, wie das Gewicht auf dem Rücken. Wieder hat Seve mitgedacht. Das auf seinem Peakrider aufgespießte leichte Hardtail spart Schritt für Schritt die nötigen Körner. Bei unserer nächsten Tour engagiere ich so einen Freiburger Liteville-Sherpa, der trägt mein Bike und notfalls auch noch mich!

Bikeschuhe statt Steigeisen
# Bikeschuhe statt Steigeisen

Eine kleine Verschnaufpause gönnen wir uns, bevor wir die kurze, aber spaltenarme Gletscherpassage in Angriff nehmen. Da es die letzten Tage ein paar Zentimeter Neuschnee gegeben hat, komme ich, trotz einiger erfrischender Ausrutscher, auch mit meinen normalen Bikeschuhen hier hoch. Bergprofis wie Seve haben natürlich wasserdichte Goretex Bergbikeschuhe mit gutem Profil dabei. Mit etwas Selbstmitleid erfüllt kann ich da nur auf meine nassen Füße hinunterschauen. Immerhin sind die Temperaturen trotz der Höhe noch sehr angenehm und Hände und Füße tauen auf den letzten 200 Höhenmeter zum Gipfel schnell wieder auf.

Wow! Was für eine Aussicht! Ohne Worte. Da ich so etwas geahnt und auch erhofft habe, mache ich natürlich ein paar Bilder. Diese sagen wie gehabt einfach mehr als 1000 Worte.

Bergheil
# Bergheil
Selfiestick? Selfiedrohne!
# Selfiestick? Selfiedrohne!
1800 Tiefenmeter - Zermatt wartet im fernen Tal auf uns
# 1800 Tiefenmeter - Zermatt wartet im fernen Tal auf uns
Standesgemässer Gipfelbuch Eintrag - Metalhorn!
# Standesgemässer Gipfelbuch Eintrag - Metalhorn!
Wem sein Zweirad zu schwer ist - mit dem Einrad gehts auch
# Wem sein Zweirad zu schwer ist - mit dem Einrad gehts auch
Auf Fotos sieht es nie so steil aus
# Auf Fotos sieht es nie so steil aus
Sieht zwar nicht so aus, aber es gibt doch einen Weg..
# Sieht zwar nicht so aus, aber es gibt doch einen Weg..
Severin hinterher
# Severin hinterher
Guter Driftschnee, danke Neuschnee
# Guter Driftschnee, danke Neuschnee

Und das Beste (für Bike- und Skibergsteiger ein bekanntes Gefühl) liegt ja noch vor uns: Die Abfahrt. Während ich die erste der steilen Kehren noch etwas wackelig durchfahre, wird das Gefühl für den Untergrund und das Gelände mit jedem Meter besser. Den Gletscher durchqueren wir in der Aufstiegsspur halb fahrend, halb rutschend. Ein Heidenspaß!

Alles fahrbar, man darf sich nur nicht ablenken lassen
# Alles fahrbar, man darf sich nur nicht ablenken lassen
Fotostop mit Matterhornblick
# Fotostop mit Matterhornblick
Seve zirkelt wie eine Bergziege um die Kurven...
# Seve zirkelt wie eine Bergziege um die Kurven...
… dabei kann man auch mit einem ausgewachsenen Enduro richtig viel Spaß haben im technischen Gelände
# … dabei kann man auch mit einem ausgewachsenen Enduro richtig viel Spaß haben im technischen Gelände
Auch wir hinterlassen ein paar Spuren auf den ausgetretenen Wanderwegen
# Auch wir hinterlassen ein paar Spuren auf den ausgetretenen Wanderwegen
Traumkulisse
# Traumkulisse

Ab Furggji erwartet uns dann relativ bekanntes Terrain. Ein alpiner Trail der Sonderklasse zieht sich von hier bis zum Berghaus Trift zurück. Jetzt beneide ich den Hardtailfahrer nicht mehr besonders, die zahlreichen technischen und ruppigen Passagen sind eine wahrer Genuss mit dem Enduro. Ab dem Berggasthaus wird es dann besonders anspruchsvoll. Einige ausgesetzte Stellen sind sogar mit einem Fixseil gesichert. Wer schwindelfrei ist und die nötige Fahrtechnik für die zahlreichen Spitzkehren besitzt, kommt hier aber voll auf seine Kosten. Aber Achtung: Absolutes Sturzverbot!

Die letzten technischen Kehren
# Die letzten technischen Kehren

Die letzten Höhenmeter klingen dann wohlwollend flowig aus und enden, zur absoluten Krönung des Tages, direkt an einer gut besuchten Bar mitten in Zermatt.

Cheers!

Daniel

Wer von euch ist auch im Hochgebirge mit seinem Bike unterwegs?

Text und Bilder: Daniel Eiermann
  1. benutzerbild

    RobG301

    dabei seit 08/2012

    Story und Fotos - alles top!

    Bitte mehr davon!
  2. benutzerbild

    Carsten

    dabei seit 11/2000

    Den etwas angenehmeren Aufstieg zur Trifthütte findet Ihr in meinem Buch Sevenbikesummits
    Coole Tour...steht bei mir auch noch auf der to do Liste
  3. benutzerbild

    RCC03-Biker

    dabei seit 06/2007

    Stark. Schöner Bericht. Den Gipfel werde ich mir mal merken.
  4. benutzerbild

    cola4

    dabei seit 11/2014

    Super Sache. Welche Abfahrt ab Trift habt ihr genommen? Dieselbe wie der Aufstieg über Alterhaupt oder über Recheten und Balmen runter nach Zermatt. Danke Cola
  5. benutzerbild

    Carsten

    dabei seit 11/2000

    War kürzlich dort, auf den Gipfel haben wir es leider nicht geschafft.... Das geht eigentlich nur, wenn man entweder bis Schwarzsee mit der Seilbahn fährt oder auf der Trifthütte übernachtet.
    Wir haben diesmal die Abfahrt an den Schneefanggittern genommen. Diese lohnt sich auf jeden Fall und stellt ein weiteres Highlight der vielen schönen Singletrails rund um Zermatt dar.
    Dafür haben wir sehr schöne Fotos gemacht, die Ihr auf meinem Instagram Profil bestaunen könnt: https://www.instagram.com/carstenschymik/

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