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Unendliche Weiten: Bike-Roadtrip durch Kirgistan

IBC-User thomas.h alias Thomas ist mit seiner Freundin in einem zum Biken eher ungewöhnlichen Land unterwegs gewesen - aus Abenteuerlust verschlug es die beiden nach Kirgistan. Mitgebracht hat Thomas eine sehenswerte Fotostory und ein Video - hier ist sein Bericht. Video Bikexpedition Kyrgyzstan von thomas.h - Mehr Mountainbike-Videos Zum kurzen Teaser geht es hier. Foto-Bericht Kirgistan? "-stan" klingt irgendwie unheimlich! War das nicht einmal Sowietunion? Haben die denn überhaupt Berge? Zugegeben, viel habe ich von dem Land vor einem Jahr noch nicht gewusst, als es meine Freundin für ein Bikeprojekt zum technischen Freeriden aka Bikebergsteigen/Vertriden vorschlug. Wir suchten nach hohen Bergen, die man sich noch ein Stückchen mehr erarbeiten muss als hier in den Alpen. Vor einer Biketour 3 Onlinekarten abgleichen, Wandererfotos zu suchen, dann mit dem Auto zum gebührpflichtigen Parkplatz fahren, das Bike den Wegweisern entlang zu einer Hütte zu tragen, sich zu stärken und von dort dann weiter zum Gipfel - das ist zwar praktisch und trotzdem immer auch etwas ungewiss, aber um wirklich etwas Neues zu probieren oder zumindest pro Tour nicht 10 mal gefragt zu werden, wo wir denn wieder herunterfahren wollen, müssen wir Mitteleuropa hinter uns lassen. Die Nachforschungen zur Idee Kirgistan bestätigen den ersten Verdacht: Das Land ist zu 94% gebirgig, zu großen Teilen vom Tian Shan bedeckt, das am Pik Pobeda bis zu 7439 m erreicht. Voller weiterer hoher Berge und Gletscher wird Kirgistan auch das "Patagonien Zentralasiens" genannt. Nachdem wir ein paar Fotos gesehen haben und rausgefunden haben, dass Sicherheitsbedenken kein großes Thema sein würden, war klar: Unser Ziel war gefunden. 1901867 1901859 Die weitere Planung war hingegen eher oberflächlich. Da es kaum Kartenmaterial gibt, welches uns aber ohnehin wenig geholfen hätte, da es kaum Wege auf Bergen gibt, stellte sich schnell heraus: Wir müssen einen Geländewagen mieten, durch das Land fahren und vor Ort entscheiden, was an Bergen per Bike sinnvoll ist und uns vorwiegend einfach überraschen lassen. Es hätte auch gut sein können, dass ich das Rad den ganzen Trip im Koffer lassen hätte müssen. Meine Freundin kommt zu Fuß mit und kümmert sich um Foto und Video, ihr Risiko war deutlich geringer. Anfang August war es dann soweit, wir stiegen etwas nervös und neugierig aus dem Flieger in Bishkek, der Hauptstadt. Das Stadtbild war deutlich besser als erwartet: kein westliches Niveau, aber sauber, teilweise sogar modern, und keine offensichtliche Armut. Die jungen Kirgisen und vor allem die bildhübschen Kirgisinnen laufen mit Smartphones herum und sprechen großteils gutes Englisch. Verlässt man Bishkek, wird das Land schnell ursprünglicher. Der Asphalt verschwindet und macht Platz für Millionen an Schlaglöchern auf Straßen, auf denen in den Alpen kein Hüttenwirt mehr zu seiner Hütte fahren würde und hier im Forum sicherlich zu einem Enduro geraten werden würde. 1901857 Hier fährt man hingegen Audi 80 und lässt den europäischen SUVs die deutschen Innenstädte für Einkaufsfahrten. Die Häuser werden einfacher, man sieht Pferd und Kuh im Vorgarten, wo überall lachende Kinder spielen, das Leben wirkt gemütlicher, doch auch hier nicht arm. Wir durchqueren mit einem höhergelegtem Pickup, auf dessen Ladefläche wir auch schlafen, das Land und halten die Augen offen. Am Issyk Kol fahren wir an vielen roten Erosionsgebilden vorbei und schon bald entdecken wir fahrbare Grate. Wunderschön, fotogen und sehr spaßig zu fahren. Die nächsten Tage sind hingegen nicht so von Glück geprägt. Wir finden auf einem 3800 m hohen Pass zwar einen 4000er, auf den ich das Rad trage, doch der besteht leider nur aus Geröll, das ich nur in Falllinie mit blockiertem Hinterrad abrutschen kann. In den Alpen ist so eine Schotterreiße zwischendurch schon einmal lustig, aber hier is das im Vergleich zu den Strapazen im Aufstieg nicht ganz abendfüllend. 1901078 1901080 1901072,1901074 An den nächsten Tagen bleibt das Bike im Auto und wir lernen das Land und die Gastfreundschaft kennen. Eine Familie klopft uns am Abend aus unserem Ford Ranger, da sie finden, wir sollen lieber bei ihnen schlafen, da es hier draußen zu kalt ist. Aus Angst, wir müssten den landestypischen Beshmarak essen, also ganzer Hammel in kleine Stücke in eine gewürzlose Suppe gehackt, lehnen wir dankend ab. 1901081 1901087 1901075 1901069,1901068 Nach einer guten Woche geht es dann biketechnisch los: Ein Knallerberg reiht sich an den nächsten, alle von den Passstraßen recht gut erreichbar und alle knapp unter 4000 m. Da wir wie erwartet keine klassischen Wege vorfinden, ist der fahrtechnische Anspruch recht hoch. Wir finden zum Teil ausgetretene Spuren von Tieren, wird es aber felsig und blockig, muss ich immer wieder auf Trialtechniken zurückgreifen. Wir fahren weiter durch das Land, bleiben oft tagelang im 1. und 2. Gang, sind beeindruckt von der unglaublich schönen Landschaft, die sich alle paar hundert Höhenmeter komplett ändert. 1901083 1901084,1901092 1901085 1901089,1901077 Wir beobachten Yaks, Jurten und frei herumgaloppierende Pferdeherden. Ein weiterer Höhepunkt ist der Son Kul, ein Gebirgssee auf 3040 m Seehöhe inmitten einer Hochebene. An deren Ausläufern gibt es Bikeboulderfelsen zum Spielen und einen Berg auf knapp 3800 m, der der Höhepunkt unseres Roadtrip werden sollte: technisch, steil und variabel, fast ein "holy trail" - wenn es, abgesehen von ein paar Pfaden der Schafsherden, denn einen Trail gegeben hätte. Weitere Höhepunkte sind noch ein ebenfalls knapp unter Großglocknerniveau hoher Berg mit Aussicht auf die vergletscherten Nordwände der umliegenden 4500m Berge, der zwar sehr steil und geröllig, aber dennoch fahrbar ist und ein Basecamp, zu dem nach 3 Wochen erstmals ein Weg, der für Menschen angelegt ist, führt. Die Abfahrt erleichtert das jedoch nicht besonders, da jeder einzelne Fels von einer Staubschicht bedeckt ist, die den Grip erheblich reduziert. 1901073 1901093 1901070 Was bleibt mir nach dem ersten Eindruck zu diesem Land zu sagen? Die Berge und die Landschaft sind so beeindruckend, dass mir die Alpen nun wie ein Knabenchor erscheinen, die Menschen sind unglaublich freundlich und obwohl es nur wenige wirkliche Trails gibt, sind die Linien, die per Bike machbar sind, unvergleichlich. 1901088 1901094 Foto & Text: Thomas Holzknecht mehr »
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Marzocchi La Famiglia – Trip to Italy: Dirt Jump-Roadtrip im Süden

Sommer, Sonne, Strand und Meer - ab nach Italien! Marius Hoppensack und Lukas Knopf hatten sich vor einer Weile gen Süden aufgemacht, um angesichts einiger italienischen FMB-Erfolge in diesem Jahr die dortige Dirt-Szene kennenzulernen. Zusammen mit Filmer Erik Hölperl und Fotograf Jan Fassbender sind sehr schöne Bilder entstanden, die wir euch nicht vorenthalten möchten. Marius Hoppensack zum Trip: Dieses Jahr haben Torquato Testa und Diego Caverzasi auf ein paar FMB-Events ganz gut abgeräumt und das obwohl man eigentlich von der italienischen Dirtszene nicht so viel hört. Grund genug mal unsere deutsche Contesthoffnung Lukas Knopf einzupacken und mit einem Filmer (Erik Hölperl) und Photografen (Jan Faßbender) nach Italien zu fahren und sich mal selbst ein Bild von der Lage dort zu machen. Im Nachhinein können wir sagen, dass es dort mehr abgeht als wir gedacht hätten. Auch wenn die Szene dort nicht überragend groß ist sind die Spots, die sie aus dem Boden gestemmt haben sehr beeindruckend! Aber macht euch selbst ein Bild von der Sache! Marzocchi - La Famiglia - Trip to Italy von Thomas - Mehr Mountainbike-Videos Spots in der Reihenfolge, wie sie im Video erscheinen: Milano Street, Lugano Skatepark, Torino Trails, Mendrisio Pumptrack, Erba Dirts, Quaregna Dirts, Viggiù Dirts 1736923 1736919,1736924 1736920 1736915 1736918,1736921 1736916 Kamera:Erik Hölperl Editing: Marius Hoppensack Fotos: Jan Fassbender mehr »
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[Video] PURE DARKNESS – The Roadtrip: Radfahren & Rock ‘n’ Roll!

Kein Hochglanzfilm, keine sauber polierten Bilder im Gegenlicht und erst recht keine epische Musik: "Pure Darkness" nimmt euch mit auf einen dunklen Dirt Jump-Roadtrip durch UK - mit Sam Reynolds, Matt MacDuff und Danny Pace. Zu sehen gibt es Dirt Jump pur auf verranzten wie auf perfekten Sprüngen, garniert mit hochwertigsten Tricks, dem einen oder anderen Abflug und einer ordentlichen Portion britischem Wahnsinn zwischendurch. Ob man die Musik aufdreht oder ganz abschaltet, liegt ganz am persönlichen Geschmack... Rock´n´Roll! Film ab für PURE DARKNESS: mehr »
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Roadtrip im Herzen der USA – Teil 4: Wie verdurstet man eigentlich?

Unfälle sind das Resultat einer Aneinanderreihung von Fehlern. Das wusste ich schon vor unserem letzten Tag in Moab, und doch sind wir nur durch Glück nicht in eine ernste Situation hinein geraten. Denn genau das haben wir mehrere Stunden lang gemacht: Einen Fehler nach dem anderen. Deshalb passiert es mir um 13 Uhr mittags, dass ich mich ernsthaft frage: Wie ist es eigentlich, so kurz bevor man verdurstet? Was sind die ersten Anzeichen? Oder geht das ganz plötzlich, Hitzeschlag und Game Over? Aber fangen wir vorne an. Der Vorabend Am Vorabend: Die Konversation dauert - kein Wunder bei den Preisen für Deutsche Mobiltelefone in Amerikanischem Netz - nur wenige SMS. "Was habt ihr morgen vor?" "Mag7, ein Favorit der Locals, wurde uns schon mehrmals empfohlen!" "Klingt gut, wann und wo?" "7:30 vor dem Chile Pepper Bike-Store, das Shuttle kostet 25$" "Alles klar, dann bis morgen!" Und genau so bereiten wir uns auf die Tour vor: Gar nicht. Warum auch? Der Trail soll ausgeschildert sein bis zum Geht-nicht-mehr, bei durchschnittlichen Fahrern nur 3 Stunden dauern, wenn wir um Acht starten und uns ran halten wird das ein schöner Vormittag. 7:25 Uhr Mit deutscher Pünktlichkeit entladen wir um 7:25 unsere Bikes aus dem Jeep. Simone ist zuhause geblieben, weil sein Rücken schmerzt, und so stehen Jens, Chris, Daniel und ich um 7:30 bereit und warten auf das Shuttle. Die Rucksäcke sind voll mit jeder Menge Trinken, ein paar Energyriegeln, ansonsten leicht, ist ja nur eine kurze Tour. Wir staunen nicht schlecht über das Shuttle, unser Fahrer hat Dave hat es selbst aus zwei VW T3 zusammen geschweißt, es ist quasi die Stretch-Version eines guten Alten VW Bus. Satte 6,40m lang und mit einem Mörder-Radstand ausgestattet macht das Ding einiges her. 1409238 Als Dave erzählt "Eigentlich ist der nur bis 2,1 Tonnen zugelassen, was die Federung angeht, aber ich hab schon problemlos 3,2t reingepackt!" weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Aber er weiß uns zu beruhigen: "Klar musste ich zur Abnahme. Ich hab denen gesagt es wird schon passen, sie haben Hupe und Bremse gecheckt und here you go! Da stecken unten zwei Stahlprofile mit Rechteckquerschnitt drin, da passiert nichts!". Ich bin trotzdem froh, im vorderen Teil zu sitzen und frage mich stattdessen, warum das Shuttle nicht auf einen hohen Berg fährt, ich hatte da an 2000hm wie beim Whole Enchilada gedacht. Stattdessen bringt uns das Teil nur relativ weit ins Hinterland, Höhenmeter machen wir vielleicht so 300. Bevor die Bikes vom Dach kommen heißt es Cash auf die Kralle, in der ersten Morgenstunde hat Dave schon seine 200$ in der Tasche, kein schlechtes Geschäft für die Nebensaison, denke ich mir. Dave betont nochmal, dass wir den Mag7 lieben werden und nicht verfehlen können, dann treten wir in die Pedale und fahren an der Fracking-Bohrstation vorbei in Richtung Magnificent 7. Den Trail hat die Frau des Erbauers vom Whole Enchilada gebaut, er bestand ursprünglich aus 7 großartigen Singletrails, inzwischen sollen es sogar 11 sein. Alles gut ausgeschildert, wie gesagt. Außerdem hat er uns an der Straße gezeigt, wo der Trail uns ausspucken wird: Nahe einem Parkplatz auf dem Highway 191. 1409235 8:30 Uhr Wir treten also los, vor allem Jens und Chris sind ziemlich motiviert. Der Grund: Sie müssen heute noch zurück nach Park City und haben hier in Moab noch nicht aus dem Hotel ausgecheckt - Check-out time ist um 11. Als wir losfahren, ist es 8:30, da muss man Gas geben. Dementsprechend rasen wir die Beschreibung von unserem Fahrer ab: 1,6km auf der Schotterstraße, dann kommt ein Wendeplatz, an dem beginnt der Mag-7. Wir finden alles wie beschrieben und heizen in den Trail. Der ist ganz gut, aber noch nicht grandios, als ich nach 4km auf einem Schild "7-Up" lese und mir denke: Okay, ist ja erst einer von 7 tollen Trails. Nochmal 2km später schauen wir auf einer Karte nach, wie weit wir schon sind und staunen nicht schlecht: 7-Up und Mag-7 haben nichts außer der verflixten 7 miteinander gemeinsam! Wir sind einen völlig anderen Trail gefahren! Zum Glück muss man nur nochmal 1,2 Meilen Trail fahren und landet wieder auf der Straße, der folgt man dann 6 Meilen und ist wieder am Ausgangsort. Wir schätzen uns glücklich, den Fehler noch rechtzeitig gemerkt zu haben und rasen auf dem dritten Kettenblatt auf der Straße zurück, die Jungs müssen ja schnell zurück ins Hotel, eine weitere Nacht kostet jeden 70$. 1409217 9:30 Uhr Als wir erneut am Start stehen, haben wir bereits eine Stunde und 16km in den Beinen. Jeder hat schon gut von den Wasservorräten getrunken, trotz der noch erträglichen Temperaturen. Wir brettern erneut zum Wendekreis, denn jetzt wissen wir ja, dass wir schon dort falsch abgebogen waren. Und tatsächlich! Der Mag-7 beginnt ungefähr 180° gegenüber vom 7-Up, er ist ebenso mit Strichen markiert, nur gelb und nicht blau. Der erste der sieben Trails heißt "Bull Run" - auf dem richtigen Trail und immer noch gut in der Zeit gibt Jens das Tempo vor, wir überholen eine Gruppe nach der anderen. Wie beschrieben ist dieser Weg ab und an durch Forststraßen unterbrochen und ändert dabei seinen Namen, "Mag-7" steht aber immer mit auf den Schildern. Läuft wie geschmiert, auch wenn wir uns von diesem hoch gelobten Singletrail mehr erhofft hatten. Der Mag-7 fährt sich ein bisschen wie ein MTB-Pumptrack aus Fels und Steinen. 1409236 Das macht Spaß, kostet aber auch unheimlich Kraft. An der nächsten dreifach Kreuzung steht eine große Gruppe Biker, die wir fragen, wo es lang geht: "Mag-7? Die sind alle Mag-7!". Das verwirrt uns leicht, dank einer an einem Unterstand montierten Karte wissen wir aber bald: Tatsächlich führen alle Varianten zum Ziel: Arth's Trail links, die Schotterpiste geradeaus und "Great Escape" rechts. Wir entscheiden uns für Arth's Trail, also biegen wir ab und treten weiter, schnell, flowig, kurvig - macht schon Spaß. Zwei Kreuzungen weiter, auf Little Canyon, wird der Trail immer mehr zum Uphill und wir fangen an zu nörgeln: "Bisschen mehr Downhill könnte das schon sein!" und "Insgesamt einfach zu flach!", auch auf "Gold Bar" haben wir nicht mehr Spaß. In der Stimmung passieren wir ein Schild, auf dem in etwa steht: "Exit? Turn Around and follow the Road to the Highway!". Das klingt für uns nach Notausstieg, haben wir aber nicht nötig. Stattdessen wissen wir ja: Da vorne kommt eine Schotterpiste, die bringt uns zum Highway, und der nach Moab. Also gönnen wir uns eine Pause, ziehen schon mal die Knieschoner aus und kühlen uns mit Wasser. 1409237 11:30 Uhr "Von wegen Forstpiste, die schütteln nochmal nen Singletrail aus dem Ärmel" rufe ich zu Jens vor, als die erwartete Forstpiste nicht kommt. Die gelben Striche verschwinden irgendwann, dafür sind jetzt weiße da - auch ok. Nach ungefähr 1,5km Downhill fragt Chris, ob wir hier eigentlich noch richtig sind. Ohne Karte und Wegweiser schwer zu sagen, die Richtung stimmt auf jeden Fall. Die Optionen: Uphill wo wir herkamen, oder Downhill, mal gucken. Klare Sache, Downhill! Bald kommt auch eine Kreuzung mit Wegnamen und Richtungen, links soll es Richtung "Highway" gehen, auf einem Trail namens "Rusty Nail". Klingt gut genug für uns, auch die Himmelsrichtung stimmt - das wissen wir immerhin dank Smartphone. So weit wir den 4x4-Weg einsehen können, macht er erst mal eine große Kurve, geht dann über den Horizont und dann hoffentlich schnell Richtung Highway. Hoffentlich. Als wir an besagtem Horizont stehen, sehen wir vor uns: Eine große Kurve, danach einen Anstieg und: Einen weiteren Horizont. Die Optionen: Vor oder zurück. Vorne: Hoffentlich der Highway. Hinten: Beschwerlich und offen, ob das zum Ziel führt. Also nach vorne. Am Horizont angekommen blicken wir auf einen langen, felsigen Anstieg, der an einem Horizont endet, der nun wirklich der höchste sein muss, dahinter kann es nicht mehr bergauf gehen, muss es zum Highway runter gehen. Die Gruppenmoral ist am Boden, das Feld hat sich ganz schön auseinander gezerrt, statt zu rasen schieben wir jetzt, am Morgen wurden eindeutig zu viele Kohlen verbrannt. 1409234 Kurz bevor wir über den Rücken schauen können, gabelt sich der Weg erneut auf: Wir kommen von Rusty Nail, jetzt geht es links auf einen Trail, den wir nicht entziffern können, oder rechts auf G.S. . Rechts ist Moab. Wir fahren nach rechts, nähern uns dem Ausblick und meine Befürchtung wird war: Weil wir so viel bergauf gefahren sind / geschoben haben, immer in der richtigen Himmelsrichtung, war klar: Wir sind zwar verdammt nah am Highway, aber eben auch ca. 300hm drüber. Nah und hoch heißt: Steilklippe. Fuck, Fuck, Fuck. Mobiles Internet am Abgrund - immerhin verdursten wir surfend.Damit wird auch den letzten von uns klar, dass die Geschichte hier heute lang wird, vielleicht lebensgefährlich. Als wir über einen nur 10cm breiten, aber viele Meter tiefen Riss schieben, hat jeder von uns Szenen aus dem Film "127 hours" im Kopf und überlegt, wie viel Wasser wir eigentlich noch dabei haben. Diese Klippe hat eigentlich nur einen positiven Aspekt: Wir haben ein bisschen Handy-Empfang und gönnen uns mobiles Internet, um die Nummer von einem 4x4-Touren-Anbieter herauszufinden. Die wählen wir, kommen auch durch, dann bricht die Leitung ab. Das Handynetz verabschiedet sich, wie in einem Film. Einem verdammt schlecht. Weil uns die 2h zurück zur letzten, ungewissen Kreuzung nicht wirklich locken und der Weg zumindest grob Richtung Moab geht, folgen wir dem Trail "G.S.". 1409232 13:00 Uhr An der nächsten Hügelkuppe bestehe ich darauf, nochmals das Handy zu zücken. "Von hier aus brauchen wir mit dem Jeep 4 Stunden zurück nach Moab", sagt Sam, der Freund von Jake, zwischen ein paar Funklöchern. Sam? Jake? So richtig gut kenne ich die zwei auch nicht, und doch waren sie eine verdammt große Hilfe. Nachdem uns Kompass und GoogleMaps bis auf einen Kilometer an den rettenden Highway gebracht, aber die 100m Klippe verschwiegen hatten, sind wir zugegebenermaßen ziemlich aufgewühlt und in einer misslichen Lage: Der 4x4 "Weg" führt zwar grob in die richtige Richtung, aber mit gigantischen Schlaufen und Umwegen, ist ja auch klar, wer sich auf so einen Weg begibt, will ja nirgendwo hin, sondern in erster Linie Spaß haben. Andererseits wissen wir: Zurück sind es mindestens zwei Stunden bis zur nächsten Kreuzung, und ob der andere Weg an ein Ziel führen würde? 1409227 Keine Ahnung. Irgendwie brauchen wir aber mal langsam Klarheit, ob wir heute noch aus der Wüste rauskommen, und hier kommen Sam und Jake ins Spiel. Jake ist nur der Typ, der den Hörer abgenommen hat, als wir bei einem 4x4-Adventure-Tour-Anbieter anrufen. Er hat keine Ahnung, auf welchem Weg wir da gelandet sind, aber sein Kumpel Sam kennt jede Ecke, sagt zumindest Jake. Also telefonieren wir mit Sam, und tatsächlich: "G.S. steht für Grand Spike, einen bekannten Jeep-Trail hier. Der führt zwar nicht nach Moab, aber immerhin zum Bike / Jeep Trail "Poison Spider", kurz P.S. - auch der führt nicht nach Moab, aber immerhin ins Tal an den Colorado River, von wo es nur noch 10 Meilen auf Teerstraße sind. Und bis zur Teerstraße sind es lediglich 11 Meilen 4x4 Strecke, wenn das keine guten Neuigkeiten sind… 1409226 Die weniger guten Neuigkeiten: Inzwischen haben wir zu viert nur noch 2l Wasser bei uns, inzwischen ist es 13 Uhr, die aktuelle Wüsten-Temperatur: 35°C, Tendenz steigend. Weitere vier Stunden mit jeweils 0,5l zu Trinken sind vielleicht nicht tödlich, aber dennoch ein bisschen zu nah dran für unseren Geschmack. Der einzige Haken: Wir haben keine Wahl, Schatten ist rar, weit und breit kein Mensch, kein Fluss, keine Quelle - immerhin wissen wir, dass der Weg zielführend ist. Das motiviert und lenkt vom Gedanken ab, bald allen Ernstes die 911 anzurufen und sich ausfliegen lassen zu müssen. Ungefähr eine Meile, drei Schlenker und zwei Schiebepassagen später ist die Motivation leider schon wieder verflogen, in diesem Tempo und bei der Hitze wird das alles nichts. Genau in diese Situation hinein passiert, worauf wir alle gehofft hatten - wirklich daran geglaubt hatte aber keiner: Uns kommen zwei Jeeps entgegen, die langsam aber sicher ihre schwarzen Reifenspuren auf den roten Fels ziehen. Nach kurzer Erläuterung, in welch misslicher Lage wir uns befinden, erweisen sich unsere neuen Freunde als sehr hilfsbereit: 10 Minuten und die Feststellung, dass eine der Beifahrerinnen vor 38 Jahren aus Frankfurt ausgewandert ist, später haben wir mit Hilfe der Wasservorräte und dem geschmolzenen Eis aus den Kühlboxen unsere Wasservorräte wieder aufgefüllt, jeder ein Snickers in der Hand und frohen Mut, diese Tortour doch noch gut zu Ende bringen zu können. 1409233 13:45 Uhr "God bless America" denke ich und fange wieder an zu treten, Pausen werden nur noch im Schatten eingelegt. Trotz all der Motivation merkt man, wie die Kräfte langsam schwinden, immer öfter werden Sandfelder durchschoben. Die Temperaturen steigen, die Stimmung fällt. Jeder weiß: Ein technischer Defekt, ein Sturz, ein Schlangenbiss, irgendein weiterer Zwischenfall und wir stecken richtig tief drin, und zwar nicht nur im Sand. 1409228 Grand Spike führt tatsächlich auf Poison Spider, cool. Allerdings gleich zwei Mal! Wir erinnern uns alle an was anderes, sind aber eigentlich sicher, auf der Karte eine Abbiegung nach links gesehen zu haben. Die Karte haben wir übrigens auch mit unseren super smarten Smartphones fotografiert - nur leider den falschen Ausschnitt. Einmal öfter ärgere ich mich über diese grandiose neue Technik, die Tatsache, ohne Karte unterwegs zu sein, die vielen Fehler, die wir bisher schon gemacht hatten. Rechtzeitig umdrehen wäre auch zu einfach gewesen. Wichtig in der Situation ist aber, weiter zu machen - und zwar ohne Fehler. 1409230 Also biegen wir links ab, durchqueren drei Sandfelder, erklimmen einen Felsgipfel und blicken auf den weiteren Verlauf. Uns wird klar: Wir sind auf einen Loop abgebogen, eine Extra-Tour für übermotivierte. Richtig für uns wäre unten geradeaus gewesen, der Weg folgt dann rechts über den Rücken, mäßig steil, und endet dann irgendwann am Colorado River auf einer Straße. Also umkehren, zurück zur Kreuzung und weiter. 1409224 Der Weg wird tatsächlich fahrbarer, inzwischen hat es etwa 40°C, das Wasser ist wieder leer und wir passieren einen Grabstein, der mit einem Stück Jeep dekoriert ist. Wird die Zahl der Outdoor-Sportler, die es hier in der Wüste von Moab dahin rafft, heute um 4 steigen? Handynetz haben wir nämlich keines mehr, kein Heli, keine Bergwacht, das hier sind nicht die Alpen. 1409225 15:45 Uhr Eine halbe Stunde später gute Neuigkeiten: Der Weg, auf dem wir sind, ist bei googleMaps eingezeichnet - wenn das nicht mal was ist. Bei der nächsten Pause sehe ich am Horizont beschattete Sitzgelegenheiten und höre erneut Motorgeräusche, Rettung in Sicht! 500m weiter hat sich meine Sitzgelegenheit als Fatamorgana oder Wunschdenken entpuppt, auch von den Jeeps ist nichts mehr zu hören, bis wir um die nächste Kurve biegen: Gleich sieben Jeeps, hell yeah, ein dicker Fang. 1409229 "Yeah, you guys are tough!" begrüßt mich der Fahrer des ersten Jeeps. Ich antworte nur "Not on purpose, not on purpose..." - und ja, wir wären lieber irgendwo unten, im Fluss, im Pool, an der Bar, im Auto, unfassbar viele Orte fallen mir ein, an denen ich lieber wäre. Doch die Jeep-Fahrer retten erneut die Tour, ziehen nicht nur eisgekühltes Wasser, sondern auch Gatorade aus dem Kofferaum, motivieren uns: Nur noch eine halbe Stunde! Ich muss sagen: Die beste Gatorade meines Lebens, und ich spare sie mir auf - bis meine Reifen auf Asphalt rollen, schwöre ich mir. 16:10 Uhr Die Übersichtskarte bietet etwa 0,5qm Schatten, und die sichere ich mir als erster am Anfang der Asphalt-Straße. Der Colorado-River verlockend nah, nass und kalt, und diese gelobte Straße mit ihrem wunderschönen Asphalt! Fehlt eigentlich nur ein Pick-up, der uns alle mitnimmt und uns die 16km Rückfahrt erspart. Ich mache es kurz: Der Pick-Up kommt nicht, nur Jens schafft es, sich mit Krämpfen in einen Kombi quetschen zu lassen, wir treten müde durch die Hitze. 1409231 17:05 Uhr Denny's ist das erste Restaurant in Moab, gleich rechts. Als Daniel und ich eintreten, kommt Chris gerade aus dem Bad, er hat nicht länger an sich gehalten, sondern sich erstmal übergeben. Wir nutzen free refill voll aus, sitzen einfach nur da, völlig kaputt. 1409223 Als wir beim Abendessen rekapitulieren, was wir für einen Riesenschrott zusammen gefahren sind, schätzen wir uns unheimlich glücklich. Mal abgesehen davon, dass man nicht so unvorbereitet und ohne Karte auf eine Tour in einer uns fremden Landschaft aufbrechen darf, wären wir einfach mal umgedreht... Hätte, Hätte, Fahrradkette eben. Ich kann nur jeden ermuntern, an Abzweigungen zwei Mal zu überlegen. Wenn man nicht weiß, wohin der Weg einen führt, zwei Mal darüber nachzudenken, ob es nicht schneller sein könnte, kurz umzudrehen. Wusste ich auch alles vorher - hat mich unterwegs aber nicht interessiert. Gruppendynamik und Faulheit stechen gute Ausbildung. Unkommentierte Fakten Uns ist das Wasser nie ausgegangen - weil wir Glück hatten. Am Abend hatte ich über den Tag verteilt 9,5l Flüssigkeit getrunken. Wir haben tatsächlich den klassischen Mag-7-Trail gemacht. Weil sich die Zeitangaben des Shuttle-Fahrers und der Locals aber auf den Ausstieg "Gemini Bridges" bezogen und wir den verpassten, wähnten wir uns völlig falsch. Zusammen mit der versehentlichen Runde "7-Up", dem Schlenker auf dem Poison Spider Loop und der Heimfahrt hatte unsere Vormittags-Runde am Ende 65km. Wir saßen statt 2,5h etwas mehr als 8h im Sattel. Karten retten Leben. God bless America - für seine Jeep-Fahrer mit Kühlboxen im Gepäck. mehr »
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Roadtrip im Herzen der USA – Teil 3: Fruitas bestes Stück und ein Klassiker in Moab

Als wir um 9 Uhr am Trailhead ankommen, sind nur drei Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Die dazugehörigen Biker sind auch tatsächlich an ihren Fahrzeugen, aber nicht etwa um auszupacken, nein, sie haben ihre Runde bereits hinter sich und fahren nun zur Arbeit. Damit haben sie die Temperaturen völlig richtig ausgenutzt, bei noch tiefer stehender Sonne und angenehmen 80° Fahrenheit (etwa 25°C) ihre Spuren im Sand hinterlassen. Wir nehmen uns vor, in Zukunft früher aufzustehen und laden die Räder aus. # Der Trailhead von den Kokopelli Trails Der Trailhead in Kokopelli ist bestens ausgeschildert und liegt direkt neben dem Highway an der Grenze zu Utah. Auch hier gibt es neben der App vor Ort Karten und Wegmarkierungen, guter Service so weit. An der ersten Weggabelung entscheiden wir uns für mehr statt weniger Schwierigkeit und biegen in "Moore Fun Ridge" ein, einen verschnörkelten Trail über den Bergrücken. Schon nach wenigen kniffligen Stellen wird der Charakter des Trails klar: Technischer Uphill - das kann tatsächlich Spaß machen! Der Weg ist mit einem schwarzen Diamanten gekennzeichnet und hat es stellenweise echt in sich, einfach weil die Felsen so eng stehen, dass die Pedale nur schwer ohne unangenehme Schabgeräusche hindurch wollen. # Technisch, aber immer spaßig. Wer glaubt, Five.Ten Schuhe und Contis Rubber Queen haben in Deutschland guten Grip, dem empfiehlt sich der Besuch im Herzen Nordamerikas ganz besonders: Die Steine, rauh wie Sandpapier, heizen sich in der prallen Sonne auf über 50° - und zwar Celsius - auf, wodurch Schuhe und Reifen weich wie Kaugummi werden und recht ähnlich beeindruckend kleben. Auch unsere Conti Rubberqueen profitieren von diesem Effekt und machen jede Menge Stoppies, steilste Anstiege und unmöglich scheinende Querungen möglich, bei denen man zwar nicht mehr treten, aber immerhin beruhigt lenken kann. # Daniel macht den Toniolo und zeigt "episch" in die Landschaft In der Wüste von Colorado ist es, obwohl der Sommer gerade erst beginnt, nur mäßig farbenfroh. Entlang des trüb-braunen Colorado River finden sich moos-grüne Sträucher, etwas weiter entfernt halten sich nur gräuliche Trockenpflanzen und stachlige Kakteen, wären da nicht die roten Steine ein recht monotones, entsättigtes Erlebnis. Neben den rostroten Felsen sorgt aber auch die Tierwelt dafür, dass es nicht ganz langweilig wird: Gerade macht der Trail eine scharfe Haarnadel auf rauhem Gestein, da springt eine Echse über den Weg. Und zwar nicht irgendeine, sondern ein Collared Lizard ("Halsbandleguan) - das Tier hat, warum auch immer, einen gelben Kopf, am Hals einen Verlauf über Grün nach Blau und beäugt uns neugierig. Ein paar Fotos später springt es flink wieder in irgendein Versteck und wir schauen zu, mal vorwärts zu kommen, anstatt nur zu gucken. # Verschlungene Pfade: Ziel ist nicht, irgendwo anzukommen, sondern maximale Freude am Fahren. Moore Fun Ridge macht tatsächlich jede Menge Spaß und überrascht immer wieder mit wechselndem Terrain und Passagen, die im Uphill eine Herausforderung darstellen. Daniels bestechend einfache Logik, jede Stelle des Trails müsse fahrbar sein, weil der Trail ja - anders als bei uns - dafür angelegt sei, macht das Scheitern an verblockten Uphill Passagen leider nicht besser, motiviert aber doch irgendwie. Am Höhepunkt des Trails genießen wir den Ausblick über den Colorado River und blicken auf unsere weitere Route: Zunächst schneller im Downhill, dann wollen wir auf Mary's Loop einbiegen und schließlich auf den Horse Thief Loop, den uns wirklich jeder empfohlen hat. Egal ob Ross Schnell, die Bedienung im Cafe oder die Angestellte im Shop. "You are here for some Mountainbiking? Cool! Have you done Horse Thief?" - Also schleunigst auf hin! # Eines muss man den Trailbauern lassen: Ihre Rundkurse sind absolut abwechslungsreich! Ein kurzes, grelles Quietschen der Formula T1, gefolgt von schroffem Schrubben der RubberQueen an Vorder- und Hinterrad: Solch eine Vollbremsung habe ich das letzte mal hingelegt, als ich im Manual auf eine Kreuzung zu rollte, an der sich von rechts ein Pickup näherte. Der Grund diesmal ist wesentlich kleiner, aber nicht weniger angsteinflösend: Zwischen ein paar Wurzeln liegt eine Schlange über den Trail. Das bedeutet, in Anbetracht der schmalen Breite eines Singletracks, zunächst einmal nicht viel, aber das Tier signalisiert mir: Abstand halten! - Was ich prompt auch mache. Ob die Schlange gefährlich ist oder nicht kann ich nicht beurteilen, in jedem Fall sehe ich fortan fast nur noch Wurzelschlangen und Schlangenwurzeln. # Überblick auf die Trails am Colorado River Davon gibt es auf dem Mary's Loop so einige, und so bin ich heil froh, als sich das Terrain ändert und wir zu Horse Thief abbiegen. Uns wurde schon gesagt, dass die meisten Biker die Einstiegspassage tragen, und so schauen wir uns den Spaß mal näher an. In einem Video im Bike-shop sah die Sache machbar aus und auch der Einstieg wirkt nicht unmöglich. Simone winkt schnell ab, aber Daniel und ich wollen es wissen, tasten uns Stück für Stück voran. Nach etwa 3/4 des Drop-ins stehen wir aber vor einer Stufe, an der sich die Fahrbarkeit uns nicht erschließen will. Die Optionen sind: Laaangsam runterrutschen und unten hoffen, nicht in Sand und Felsen über den Lenker zu gehen. Ins Flat hucken und unten hoffen, nicht in Sand und Felsen über den Lenker zu gehen. Erst auf einen Zwischenfels zu trialen und unten hoffen, nicht in Sand und Felsen über den Lenker zu gehen. Rechts durch eine schmale Rinne sneaken und hoffen, nicht mit den Pedalen hängen zu bleiben. Wir entscheiden uns für Variante 5) und tragen einfach, schwören uns aber das Video nochmals anzuschauen. Inzwischen haben wir das getan, die meisten erfolgreichen Fahrten scheinen durch Variante 4) zu gehen - vielleicht nächstes Mal, es bleibt aber wesentlich kniffliger, als es auf Youtube aussieht. # Collared Lizard, willkommener Farbklecks in der Wüste # Sicht auf den "besten Trail der Gegend" # Darum geht's: Kurven, kurven, kurven. Der Horse Thief Loop selbst lässt uns dann einfach nur grinsen. 10km und 150hm im Kreis (wir fahren links rum) zieht sich dieser schmale Trail unterhalb der roten, malerischen Felsen und oberhalb des Colorado River durch steppenartige Wiesen, die Kurven sind teils felsig, teils sandig, aber in jedem Fall pure Freude. Dieser Singletrail hat einfach alles, was das Biker-Herz begehrt: Viel Fahrfluss, kleine Sprünge, Steilkurven, kleine natürliche Wallrides, technische Passagen, das alles verteilt auf Uphill und Downhill. Dazu kommt der Einstieg, an dem Bikebergsteiger Spaß haben dürften - einfach eine runde Sache, dieser Loop. # Die erste Hälfte des Einstiegs ist noch gut machbar # Ganz oben können wir sogar noch ein bisschen spielen... # Viel Flow, dahinter tolle Felsskulpturen # Tubeless eben... # Eine der Stellen, an denen ein bisschen Gleichgewicht gefragt ist. # Auf dem Boden rollt jeder Reifen super schnell. Im Anschluss packen radeln wir über Mary's Loop vor der Sonne davon und freuen uns im Auto die Air Condition anzuschmeißen. Ab jetzt geht es ein-einhalb Stunden über Interstate und Landstraße nach Moab. Die Route wurde uns als die mit den besten Aussichten empfohlen, und tatsächlich: Richtig beeindruckende Felsformationen bahnen uns den Weg ins Mekka der Mountainbiker, Moab. In Moab angekommen tanken wir bei Sandwich und kühlen Getränken neue Kraft, für den Abend haben wir uns einen Klassiker vorgenommen: Den Slickrock Trail! Der sollte, spätestens seit Tobis Bericht von letztem Jahr, jedem ein Begriff sein. Mir wurde auf dem Weg dorthin nicht nur gutes über ihn erzählt. "Kein Flow, ständig bergauf und bergab, aber nichts gescheites!" oder "Das ist doch kein Trail! Da sind Markierungen, aber du kannst halt überall fahren. Geh da lieber auf eine 4x4-Tour hin!" oder "Völlig gehypt, gar nicht so besonders!" # Nebensaison und Nachmittag: Keine Sau weit und breit # So geht's los: Simone auf dem Slickrock # Sonne, Mond und rote Felsen. # Nicht nur landschaftlich atem beraubend, auch der Trail ist... # ... erste Sahne! # Fahr doch wo Du willst - Freiheit auf glattem Gestein # Unglaublich griffig und die wichtigste Zutat für den Trail: Das Gestein # Rot und blau, wie von einer anderen Welt. Mit diesen Eindrücken fuhren wir gegen 18:30, die Temperaturen wieder bei angenehmen 30°C, auf den Parkplatz zum Trail. Im Grunde kann man sich alle Details hier durchlesen, ich kann nur sagen: Ich war völlig vom Hocker. Ich hatte es gar nicht kommen sehen, dass wir diesen Kult-Trail fahren würden, aber in dem Moment, in dem man die roten Felsen betritt, spürt man es schnell. Bilder aus Bike-Filmen flackern vor dem inneren Auge, alle Erinnerungen an flowige Felsstücke mit minimalem Rollwiderstand kommen wieder. Für mich ist der Slickrock-Trail wie ein einziger Spielplatz, die ultimative Freiheit. Die gestrichelte Linie ist dabei nur die Leitlinie, die einen die schönsten Ecken dieser umwerfenden Landschaft und die rundesten Steine des Gebiets zeigen will. # Die Stimmung bei Sonnenuntergang ist phänomenal. # Schöne Ausblicke gibt es als Zugabe für die Verschnaufpausen. # Ohne Worte: Gestein, so weit man gucken kann. # Simone in einem der längeren Anstiege # Steil, steiler, Slickrock # Im Hintergrund Shrimp Rock, im Vordergrund geht Daniel tief über den Lenker um nicht nach hinten umzukippen. Während die Sonne weiter daran arbeitet, den Farbton meiner Haut dem der Umgebung anzupassen, schlängelt sich die Wegmarkierung weiter munter zwischen den Felsen entlang. "Ja ne is klar!" denke ich mir, als meine schweißumflossenen Augen erkennen, wo die Wegmarkierungen ihren weiteren Verlauf nehmen: Ohne groß drum herum zu pinseln, einfach mal straight den Fels hoch. Unfahrbar, sagt mir die Erfahrung, und doch haben sich die Typen hier bisher immer was bei gedacht. Also mal drauf los… und ja verdammt, irgendwie geht das. Ich habe dem ersten Gang - eine 22/36er Übersetzung - ja lange jeglichen Sinn abgesprochen, hier, bei gefühlt 45° Steigung, muss ich sagen: Supersach! Die Salzkruste auf meiner Haut entspricht inzwischen dem oberen Zentimeter des Ufers des Great Salt Lakes, unfassbar was bei den Temperaturen an Flüssigkeit durch den Körper geht, und so bin ich einfach nur froh, als sich der Kreis schließt und wir uns im Sonnenuntergang wieder langsam dem Parkplatz nähern. # Der Schein trügt nicht: Das sind versteinerte Dünen # Fototapete aus rotem Fels # Was einmal Sand war, ist jetzt perfekt griffiges Gestein. # Ernst nehmen: Ohne Wasser wird diese Tour gefährlich. Die Felsen vom Slickrock sind so schön, dass man alle zehn Meter ein Foto der Woche schießen könnte, wenn man nicht erst um kurz vor sieben losgeradelt wäre. Am Ende brauchen wir mit kleinen Fotostops etwas mehr als zwei Stunden und sind rundum zufrieden. Damit jetzt keiner sagt, ich würde den Trail hier hypen, noch ein paar Anmerkungen: Der heftige Seitenwind pustet einen von Zeit zu Zeit fast von den Felsen, im ersten Gang mordsteile Felsen hoch zu kurbeln kostet ganz schön Kraft, die 4x4-Jeeps sind etwas... Amerikanisch... und die kurzen Sandfelder zwischen den Felsen fühlten sich auch ab und an an wie Treibsand. Aber selbst die Sandpassagen hat man nach ein Paar mal fahren drauf, dann fühlen sie sich an wie Tiefschnee: Zurücklegen, treten und durch surfen. Es tut mir Leid, ich kann es nicht anders sagen: für mich war der Slickrock das beste, was ich bisher auf zwei Rädern gefahren bin. Und das, obwohl es keine Abfahrt ist - Ich habe auch keine Ahnung, was mit mir los ist :D _______ Letztes Jahr hatten schon einige hier den Slickrock unter die Reifen genommen, jetzt weiß ich warum - wer hat sich in den letzten 12 Monaten hinreißen lassen, mal selbst zu überprüfen, ob die Sache wirklich so lohnenswert ist? mehr »
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Immer dem Flow nach – die Trek Gravity Girls im Tessin [Fotostory]

Bikes auf die Ladefläche, Fuß aufs Gaspedal – und los! Für die Trek Gravity Girls Katja, Steffi, Michele und Kathi liegt das Glück dieser Erde auf dem Sattel ihrer Bikes. Frei nach dem Motto „immer dem Wasser hinterher“ machten sich drei der Girls mit Micheles fahrender Wohnung „Hugo the bus“ von der Schweiz in Richtung Süden. Ziel: Finale Ligure, das Meer. Steffi war leider wegen eines Camps nicht mit an Bord. Der Bericht kommt von Trek Gravity Girl Kathi Kuypers: # Kathi Kuypers gibt das Tempo vor Katja Rupf könnte genauso gut „Heidi“ heißen, wie aus dem Kinderbuchroman. Aufgewachsen mitten in den Flumser Bergen und als Kind in den Monaten ohne „R“ (Mai, Juni, Juli, August) stets ohne Schuhe unterwegs, zeigt sie den Mädels wo und wie sie herangewachsen ist. Mit einem typisch schweizerischen Käseraclette, feinstem Kalbsfleisch vom Nachbarsbauern und einer Aussicht auf die herrschaftlichen Churfirsten starten die 3 in das Abenteuer Roadtrip. # Hugo-Zeit: Michele Quint am Steuer des Roadtrip-Busses. Warum haben Campingübernachtungen eigentlich so ein romantisches Image? Realistisch betrachtet spricht doch so einiges dagegen: Man schläft auf einem Campingtisch mit dem Charme eines Feldlazaretts. Der Rücken fühlt sich nach einer Nacht in Hugo wie nach einem Schwergewichtskampf an, aber dennoch ist die Stimmung wie nach einem gleichnamigen Getränk sehr ausgelassen. # Campingbus "Hugo" Und wenn das Radio voll aufgedreht, genug Gepäck zum Auswandern an Bord ist und vor der Windschutzscheibe die pure Freiheit schreit, düsen die PS Touristen mit 40 Sachen die Passstraßen auf den San Bernardino hinauf. Es erwartet sie am Monte Tamaro und am Lugano See ein Fotoshooting mit Marco Toniolo. Noch einmal die Unterarme warm gerüttelt und dann rauschen die Mädels mit den sickesten Moves an Marcos Linse vorbei. Dass die Girls in Sachen shredden nichts anbrennen lassen, muss Fotograf Marco mit einem Notsprung hinter den Baum deutlich spüren. # Droppen auf italienisch... Aber die wichtigste Trainingseinheit des Tages ist der Besuch beim „Gelati Mann“. Nur mit gut aufgefüllten Energiespeichern kann der nächste Tag beginnen, und wenn die Sonnenbrille sitzt, die Oberschenkel brennen und der Tank voll ist, kann es weitergehen. Gerne auch zum Tretbootfahren auf dem Lugano See, als Ausgleichssport zum täglichen Pedalieren versteht sich. Nächster Halt: Finale Ligure. Gerüchten zufolge soll dieser Ort das Singletrack Paradies itself sein - dass shutteln hier an der Tagesordnung steht, macht uns skeptisch. Wie kann das ultimative Bergerlebnis aufkommen, wenn man mit einer 10 Jahre alten Schepperkarre Kurve um Kurve den Pass hinauf transportiert wird? Die steinigen Trails erinnern an Steinmuschis. # ...und über Wasserfälle Ein großes Lob an die Trailzimmerer für flüssige Kurven, spaßige Absprünge und smoothe Passagen. Jedoch unterscheidet sich die mentale Einstellung der Guides in Finale Ligure gegenüber bereits gewohnter Trailführer enorm. Das Führen einer Truppe beinhaltet anscheinend nicht immer das Informieren der aktuellen Traillage. „Surprise-rides“ machen die Trails dann doch immer wieder zur Herausforderung. Es fehlt definitiv nie an Nervenkitzel: Kreischende Bremsen, peitschende Ketten und ein hochschnellender Puls sorgten für Schnappatmung. Die Mädchen bekommen einfach nicht genug vom wilden Gebolze durch die italienischen Wälder. Abends heißt Giacomo mit einem herzlichen „Ciao Bella“ in seiner typisch italienischen Stube die Mädchen willkommen. Es werden Pizzen aufgetischt, die genau so gut als Tischdecken durchgehen würden. Aber eine Holzofenpizza schmeckt einfach unverschämt gut und das Hüftdepot sollte stets für eine nahende Eiszeit gefüllt sein. Am nächsten Morgen beschließen dann die Girls, in guter alter Manier das kleine Kettenblatt glühen zu lassen und Höhenmeter in die Waden zu trainieren. „Hilft nichts, wir müssen da hoch“. Man will doch nicht als unsportlicher Bergfreund gelten. Mit dem frischen Morgentau im Tunnelblick wirkte das Gesicht noch ein wenig benebelt. Zeit, aufzuwachen! # Wunderbares Licht - wie geschaffen für einen Roadtrip Das Stimmungsbarometer lag zwar beim Blick aus dem Fenster bei Minus 10, es regnete in Strömen, jedoch zaubert das Flow Erlebnis ein breites Blend-a-Med Lächeln ins Gesicht. Aber mal ganz ehrlich, mehr braucht man zu einem geschmeidigen Roadtrip auch nicht... Fotostory # Micheles Arbeitsplatz während der Roadtrip-Fahrten # Michele Quint. # Downhill-Hobel: Die Abfahrtsgeräte der Trek Gravity Girls # Der robuste Bus der Roadtrip-Girls # Die Bikes werden eingeladen... # ...und drinnen wird es voll. # Am Monte Tamaro: Die Bikes werden aufgeladen # Uphill durch malerische Straßen # Uphill am Monte Tamaro # Hoch hinaus geht es für Katja, Michele und Kathi # Dreckspritzer bei der Abfahrt # Uphill gehts ausnahmsweise mit dem Lift. # Quer über die Wiese... # Malerische Landschaft um Lugano herum. # Fantastisches Alpenpanorama mit den drei Trek Gravity Girls. # Am Gipfelkreuz! # Abfahrt ins Tal # Kathi beim Drop # 404 - Grip not found? Hier passt eigentlich alles # Kathi im Anlieger # Katja im Anlieger # Kathi lässt eihr Bike fliegen. # Werden ihrem Namen gerecht: Die Gravity-Girls ------- Fotos: Trek, Marco Toniolo Bericht: Kathy Kuypers mehr »
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Trailpaket: Der Multivan Biketrip Tirol im Check

Roadtrips – mit Bike und Ausrüstung ins Auto werfen ist es meist nicht getan. Wann ist welche Strecke fahrbar? Wann ist welcher Lift offen? Wer sich um solche Dinge nicht kümmern möchte und die Organisation anderen Leuten überlassen möchte, findet beispielsweise im Angebot der Bikeacademy das richtige Paket. Von Montags bis Samstags ist man an insgesamt 7 Spots unterwegs - Höhenmetervernichtung satt. Wir haben dieses Komplettpaket für euch ausprobiert und sind alle Trails des Angebots abgefahren - hier ist unser Bericht inklusive Informationen zu den einzelnen Regionen wie Preise, Streckenbeschreibung und zusätzlich ein Helmkameravideo, um einen Eindruck der Strecken zu bekommen. Das Wetter war uns in der Woche nicht ganz so gut gesonnen, aber dennoch hat der Trip einen Wahnsinnsspaß gemacht und für eine Menge Muskelkater gesorgt. Freeriding in Tirol - ein einzigartiger Roadtrip! On the search for the best Trails of the Alps... Einchecken und mit VW Multivans und den Bikeacademy Guides in die Top Freeride-Locations Tirols cruisen! Wir rocken die besten Bikeparks und Singletrails im Bike-Land Tirol in 5 Tagen: Die Kitzbüheler Alpen, das Zillertal, das Ötztal, die Zugspitz Arena, Innsbruck und das Wipptal – the best stuff for Gravity Junkies! Programm: Montag bis 19 Uhr einchecken in Kirchberg Dienstag Riding in den Kitzbüheler Alpen Transfer Abends Mittwoch Riding im Zillertal Transfer Abends Donnerstag Riding im Ötztal Transfer Abends Freitag Riding in der Zugspitz Arena Transfer nach Innsbruck und Riding auf der Nordkette, Party Samstag Riding im Wipptal und Rückfahrt nach Kirchberg Riding: Es werden an allen Locations Enduro/Freeride Touren gefahren. Es erwarten euch maximal 500 Höhnenmeter zum Bergauf treten. Natürlich fahren wir mit dem Lift und wir machen mindestens 2000 Höhenmeter bergab pro Tag. Wir fahren auf gebauten Strecken und alpinen Steigen - Schwierigkeitsgrad ca. S2 - S3. Hardware: Bikes: Enduro od. Freerider mit 160 bis 180 mm Travel. Bitte keine reinen Downhillbikes! Protection: Helm (Halbschale oer Fullface), Knie & Ellbogenschützer, evtl. Rückenprotektor. Riding skills: S3 Trails sollten möglich sein. Wenn dir enge Spitzkehren, hohe Stufen, verblocktes Gelände, kleine Drops und Jumps sowie Wurzelteppiche ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern, bist du richtig bei uns! Kondition: 200 - 300 Höhenmeter am Stück mit deinem Freeridebike sollten dich nicht total fertig machen. Termin 2012: 4. bis 9. September Kosten: € 690 pro Person Leistungen: 5 Tage Guiding 5 Übernachtungen mit Frühstück Alle Transfers im VW Multivan od. Amarok Kleines Geschenk der Bikeacademy Nicht inkludiert sind Lifttickets und die Verpflegung außer Frühstück! Übernachtung: In 3 und 4 Sterne Hotels im Doppelzimmer mit Frühstück. Aufpreis für Einzelzimmer auf Anfrage. Teilnehmer: Den Roadtrip führen wir ab 6 Teilnehmern durch. Maximale Teilnehmerzahl = 10 Personen Buchung: [email protected] Direkt nach der Ankunft lud ich mein Bike in den bereitstehenden Pickup und sprang mit dem Helm unterm Arm ins Shuttle. Das Programm war knapp gesteckt und da klar war, dass uns einige Fotostopps auf der Strecke erwarteten, drängte die Zeit umso mehr. Nach kurzer Fahrt vom Hotel nach Kirchberg gab Kurt uns eine kleine Einweisung, was uns auf der Strecke zu erwarten hatte. Erster Trail – Lisi Osl (Kirchberg) Auf dem Weg zum ersten Spot verzogen sich die Wolken und die Sonne sowie blauer Himmel soweit das Auge reicht begrüßten uns in Kirchberg. Der Name "Lisi Osl Trail" ließ zwar Crosscountry vermuten, aber schon der Blick aus dem Lift auf den Hang kündigte etwas anderes an. Kurt, der Leiter des Trips,  klärte uns auf, dass der Trail der aus Kirchberg stammenden Lisi gewidmet wurde, nachdem sie 2011 den Cross-Country Worldcup-Gesamtsieg nach Hause brachte. Mit einem Crosscountry-Bike ist man hier aber eher nicht an der richtigen Adresse... Traildaten: Länge: 3,8km Höhendifferenz: 432hm Trailart: Singletrail - eher langsam, da enge Kurven mit einigen Spitzkehren Untergrund: Größtenteils geschottert mit einigen kleineren Wurzelpassagen Sonstiges: Sehr steile Passagen können umfahren werden Schwierigkeit nach Singletrailskala: 3+ Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Auf diese Strecke muss man sich einlassen können und sollte einige Abfahrten machen bevor man es etwas mehr laufen lässt, um auf Überraschungen wie enger werdende Kurven vorbereitet zu sein. Steile Streckenabschnitte sind mit Spitzkehren gespickt um zu gewährleisten, dass auch ein Anfänger nicht mit zu steilen Passagen konfrontiert wird. Im mittleren und unteren Teil läuft der Hang etwas aus und die Strecke wird vom Gefälle her etwas flacher, was dem Flow entgegen kommt. Tirol Trip - Lisi Osl Trail von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Zweiter Trail - Fleckalmtrail Angepriesen als der längste Singletrail Tirols war diese Strecke sicher eines der Highlights des Roadtrips. Die Bauarbeiten für diese Strecke wurden erst zwei Wochen vor unserem Trip beendet und zu großen Teilen mit kleinem Gerät oder mit der Hand ausgeführt. Herausgekommen ist ein Trail, der zwar der Charakteristik von handgebauten Localtrails entspricht, aber a) ein gutes Gefälle mit sich bringt und b) einfach nicht enden will. Traildaten: Länge: 7,5km Höhendifferenz: 1000hm Trailart: Singletrail - eher langsam, da enge Kurven mit einigen Spitzkehren. Untergrund: Größtenteils geschottert mit einigen kleineren Wurzelpassagen. Sonstiges: Sehr steile Passagen können umfahren werden. Schwierigkeit nach Singletrailskala: 2 Panorama Tirol Trip - Fleckalmtrail von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Preise für diese beiden Trails: Gaisberg Lisi Osl Trail Downhiller unlimited: Biken inkl. Bergfahrt € 25,- (E) - € 20,- (J) - € 12,50 (K) More 4 you - das 4 Stunden Ticket € 20,- (E) - € 16,- (J) - € 10,- (K) Fleckalm Trail Downhiller unlimited: Biken inkl. Bergfahrt € 30,- (E) - € 24,- (J) - € 15,- (K) More 4 you - das 4 Stunden Ticket € 25,- (E) - € 20,- (J) - € 12,50 (K) Kitz Trail Card Fleckalm Trail + Gaisberg Lisi Osl Trail € 35,- (E) - € 28,- (J) - € 17,50 (K) Dritter Trail - Hopfgarten Entstanden aus einem Trail der Locals, der nun von der Kabinenband offiziell bedient wird, bietet dieser Trail massiven Spaß in steilem Gelände. Der Regen der vergangenen Tage machte es teilweise zwar etwas spannend, aber man konnte einfach nicht genug bekommen von den technischen Abschnitten im oberen Teil und den schnellen Passagen mit sehr flowigen Sprüngen gegen Streckenende. Wer sich auf der Strecke mit anderen messen möchte kann dies mit dem installierten Freelap-System tun oder beim King of the Hill Race. Traildaten: Länge: ca. 3km Höhendifferenz: ca. 600hm Trailart: Singletrail - eher langsam, da enge Kurven mit einigen Spitzkehren Untergrund: Größtenteils geschottert mit einigen kleineren Wurzelpassagen Sonstiges: Der Treil bietet bis zu 30% Gefälle und teilweise Kanten, die nicht umfahren werden können. Gute Radbeherrschung ist vorausgesetzt. Der Wald ist recht schattig, weswegen der Trail nach einem Regenschauer recht lang feucht bleiben kann. Die Bikebuddys für die nächsten 6 Tage Hopfgarten Rivergap Hopfgarten Speed Tirol Trip - Hopfgarten von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Traildaten: Geöffnet hat der Trail vom 19.05.2012 bis zum 21.10.2012. Vormittagskarte (9:00 – 12:00 Uhr): Erwachsene 16 Euro, Jugendliche 13 Euro Nachmittagskarte (12:00 – 17:00 Uhr): Erwachsene 20 Euro, Jugendliche 16 Euro Tageskarte: Erwachsene 25 Euro, Jugendliche 20 Euro Saisonkarte: Erwachsene 190 Euro, Jugendliche 150 Euro Vierter Trail - Lermoos/Biberwier Aus Deutschland gut erreichbar, bietet Lermoos einen kleinen, aber feinen Bikepark, in dem man die Liftunterstützung nicht nur für die Bikeparkstrecken nutzen kann. Geworben wird mit über 100 Touren und einem Streckennetz von über 4.000km. Neben dem Lift direkt im Bikepark ist die Fahrradmitnahme noch in der Grubig Seilbahn, der Ehrwalder Almbahn und dem Almkopflift möglich. Unsere erste Abfahrt führte uns gleich weg vom Park und war leicht über einen kurzen Gegenanstieg links weg von der zweiten Liftstation erreichbar. Der Trail beginnt recht einfach ohne starkes Gefälle und lädt zum Schnellfahren ein. Hier sollte man jedoch immer auf Sicht unterwegs und bremsbereit sein, da einem teilweise Wanderer entgegenkommen. Bei gutem Wetter genießt man hier eine tolle Aussicht auf Zugspitze und den Blindsee. Entlang des Berges zieht sich der Trail und ist ab und an etwas ausgesetzt. Wer hier zart besaitet ist, sollte einfach etwas langsamer fahren oder zur Not ein Teilstück schieben. Wirklich heftige Passagen gibt es aber nicht. Unten heraus wird man mit immer schnelleren aber mit Steinen gespickten Trails belohnt, die direkt am extrem klaren, tiefblauen See enden. Diesen umrundet man zur Hälfte und fährt über die Straße zurück nach Lermoos. Der Rückweg wird durch eine zwar flache, aber sehr spaßige Singletraileinlage entlang der Straße nochmal kurz aufgelockert. Traildaten: Länge: ca. 7km Höhendifferenz: ca. 600hm Trailart: Singletrail Untergrund: Viel loser Schotter Sonstiges: Um den Trail zu erreichen muss man den zweiten Lift benutzen und sich nach dem Aussteigen links halten. Dort führt ein kleiner Pfad ca. 500m leicht bergauf. An manchen Stellen ist der Trail etwas ausgesetzt. # Blindsee # Mittelerde oder Alpen? Tirol Trip - Lermoos (See) von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Fünfter Trail - Bikepark Lermoos (Forest Thunder) Nach der Rückfahrt über die Straße nach Lermoos konnten wir noch eine Abfahrt im Bikepark machen - die Freeridestrecke ist mit der Kabinenbahn Grubigstein bequem erreichbar. Ab der Mittelstation führt ein ca. 900m langer Forstweg zur eigentlichen Strecke. Vor der ersten Fahrt ganz angenehm zum Aufwärmen - nach mehreren Fahrten könnte das Tretstück doch etwas zäh werden. Auf der Strecke selbst erwarten den Fahrer kleinere Drops und Wallrides sowie Highspeedpassagen und kleinere Sprünge von ca. 2 – 3m. Der Untergrund ist größtenteils fest, nur im unteren Teil gibt es Passagen die gerne etwas länger feucht bleiben und zu Gripmangel führen können. Das durchschnittliche Gefälle von 33% ist moderat und sollte für jeden machbar sein. Im Park teilen sich des Öfteren die Wege und mehrere Linien sind möglich. Es macht Sinn hier ein, zwei Abfahrten langsam zu machen und sich die Linien anzuschauen, die man später mit Speed fahren möchte. Traildaten: Länge: 2,9km Höhendifferenz: 360 m Differenz (Start 1.290 m, Ziel 930 m) Trailart: Singletrail, kleinere North-Shore Elemente Untergrund: Teilweise geschottert und oft relativ schmal. Teilweise feucht Sonstiges: Wegverzweigungen der Freeridestrecke bieten Varianz, können aber auch verwirren Tirol Trip - Lermoos (Forest Thunder) von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Preise: 6 Punkte-Karte: € 28,50,- (Entwertung pro Sektion 1 Punkt) 2 Stunden: € 11,20 (Erwachsene), € 7,50 (Kinder) 4 Stunden: € 16,60 (Erwachsene), € 11,20 (Kinder) 1 Tag: € 22,00 (Erwachsene), € 14,80 (Kinder) 3 Tag: € 35,40 (Erwachsene), € 23,80 (Kinder) 4 Tag: € 39,80 (Erwachsene), € 26,70 (Kinder) 5 Tag: € 44,10 (Erwachsene), € 29,70 (Kinder) Tickets sind bei allen Seilbahnen in Lermoos und Biberwier gültig,  die Tirol-Regio-Card sowie die Top-Snow-Card sind dafür ebenfalls nutzbar. Sechster Trail - Sölden "Wo sind wir?!" schoss es mir durch den Kopf während ich aufwache und aus dem Fenster des Transportbusses schaute. Die letzten Tage forderten ihren Tribut. Wir fuhren auf dem Weg nach Sölden, wo wir am Abend noch einen Trail fahren wollten. Unser Guide Max brachte uns auf den Berg und wir fahren einen recht entspannten Trail mit vielen Spitzkehren im oberen Teil und waldigem Flow im unteren Bereich. Sölden selbst bezeichnet sich als "Enduro-Region" und verzichtet bewusst auf bikeparkähnliche Strecken. Stattdessen setzt man auf natürlichere Trails, die mit technischen Abschnitten und verwinkelten Pfaden punkten sollen. Exemplarisch führte uns Guide Max auf einen Trail mit engen Kehren und Singletrails im unteren Teil (erstes Video) und einen etwas leichteren, der auch einige Gegenanstiege enthält (zweites Video), hinab. Routentipps direkt von der Region wären folgende: An der Mittelstation Gaislachkoglbahn und Bergstation Giggijochbahn starten etliche Routen und Trails sowohl weiter bergauf als auch bergab: • Giggijoch (2.284 m)- Hochsölden (2.077 m) - Rettenbach Alm (2.145 m) - Mittelstation Gaislachkoglbahn (2.174 m) - Heide Alm (2.130 m) - Silbertal (2.000 m) - Gaislach Almen (1.968 m) - Sölden • Giggijoch (2.284 m) - Hochsölden (2.077m) - Leiterberg Alm (1.910 m) - Edelweißhütte (1.821 m) - Leite - Sölden • Giggijoch (2.284 m) - Rotkoglhütte (2.662 m) - Rettenbachgletscher (2.675 m) - Rettenbach Alm (2.145 m)- Sölden • Mittelstation Gaislachkoglbahn (2.174 m) - Rettenbach Alm (2.145 m) - Hochsölden (2.077 m) - Leiterberg Alm (1.910 m) - Edelweißhütte (1.821 m) - Leite - Sölden • Bergstation Gaislachkoglbahn (3.048 m) - Singeltrail Gaislachkogl (anspruchsvoll! nur für geübte Biker mit entsprechendem Material) - Mittelstation Gaislachkoglbahn (2.174 m) Kurt ab durch die Wiese Tirol Trip - Sölden von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Nebelabfahrt Tirol Trip - Soelden Nebel von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Preise: ½Tag (ab 12.00 Uhr): € 20 (Erwachsene), € 11 (Kinder) Tag: € 28 (Erwachsene), € 15 (Kinder) 6 Tagespass: € 120 (Erwachsene), € 66 (Kinder) Siebter Trail - Innsbruck Nordkette Als Höhepunkt des Roadtrips wurde die Innsbrucker Nordkette gewählt. Schon kurz nach dem Einsteigen in die Gondel und wenigen Metern steil ansteigender Auffahrt sieht man unter sich den Trail durch das Gelände schlängeln. Enge Kurven, Spitzkehren und hier und da kleine Holzkonstruktionen versprechen eine technische Abfahrt – wir sollten nicht enttäuscht werden. Oben angekommen genossen wir noch kurz die phänomenale Aussicht auf Innsbruck, bevor wir Richtung Traileinstieg starteten. Und der fängt direkt heftig an: Eine tiefe Rille, teilweise mit Schotter angefüllt, führt mit teilweise engen Spitzkehren den Hang hinab. Danach wird es etwas weniger steil und man kann die Bremse offen lassen, bevor es in den Wald geht. Hier prangt ein Warnschild das empfiehlt, nur als versierter Mountainbiker diese Route zu wählen. Wer sich nicht auf steile Spitzkehren inklusive Absätzen auf Schotter einlassen möchte, kann diesen Bereich umfahren. Ein Teil unserer Gruppe bog ab und sollte nicht enttäuscht werden. Nicht ganz haben wir es geschafft es ohne die Füße abzusetzen, aber dies ist vermutlich primär den Locals vorbehalten - die diese Strecke wie ihre Westentasche kennen dürften. Viele dieser Fahrer überholten uns zweimal während unserer Fotostopps... Traildaten: Öffnungszeiten 18. April 2010 Trail 1: Sektion Hungerburg – Seegrube: 04. Mai 2012 bis 31. Oktober 2012 Täglich von 8:30 bis 17:30 Uhr Trail 2: Sektion Innsbruck – Hungerburg: 21. April 2012 bis 04. November 2012 7:00 bis 19:15 Uhr Wochenende / Feitertag: 08:00 bis 19:15 Uhr Die Bahnen verkehren im 15-Minuten Takt Trail 1 Seegrube-Hungerburg Streckenlänge: 4,2 km Höhenunterschied: 1.030 m Gefälle: Start 36° bis Ende 22° Trail 2 Hungerburg-Innsbruck Streckenlänge: 1,2 km Höhenunterschied: 300 m Gefälle: Start 36° bis Ende 22° Strecke 650 Anlieger surfen im oberen Teil Nordkette_Downhill.PRO von Maxi - mehr Mountainbike-Videos Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Preise: (Erwachsene) (Jugend) Saisonkarte € 165,00 (Erwachsene), € 132,00 (Jugend), € 91,00 (Kinder) Tageskarte* Innsbruck-Seegrube: € 28,00 (Erwachsene), € 22,40 (Jugend), € 15,40 (Kinder) Halbtageskarte** gültig für alle Sektionen, € 21,00 (Erwachsene), € 16,80 (Jugend), € 11,60 (Kinder) Einzelfahrt Sektion Innsbruck - Hungerburg € 4,00 (Erwachsene), € 3,30 (Jugend), € 2,20 (Kinder) Einzelfahrt Sektion Hungerburg - Seegrube € 12,20 (Erwachsene), € 9,70 (Jugend), € 6,70 (Kinder) Einzelfahrt*** Sektion Innsbruck - Seegrube € 14,60 (Erwachsene), € 11,70 (Jugend), € 8,00 (Kinder) Extended Play - Freitagabend Fahrt**** Sektion Hungerburg - Seegrube. (Transport von 17.00 bis 20.00 Uhr - alle 1/2 Stunde) € 10,00 (Erwachsene), € 8,00 (Jugend), € 5,50 (Kinder) In allen Ticketpreisen ist die Beförderung des Bikes und die Benutzung aller Anlagen inkludiert. Für alle Ticketvarianten außer dem Freizeitticket wird eine Kaution von € 2,00 verrechnet. * Ticket gilt nur am Tag des Kaufes und ist nicht übertragbar ** Halbtagesticket erhältlich als Vormittagskarte bis 13:00 Uhr und als Nachmittagskarte ab 13:00 Uhr *** inkl. Gratisbenutzung der Citygarage **** gültige Karten ohne Aufpreis: Saisonkarte, Freizeitticket, Tages- und Nachmittags- Halbtagesticket Achter Trail - Steinach am Brenner Das Finale des Roadtrips fand in Steinach am Brenner statt. Hier werden neben zwei Bikeparkstrecken auch Touren angeboten - wir bewegten uns aufgrund unseres eng gefassten Zeitplans allerdings nur im Park. Zwei Strecken werden angeboten, die sich an mehreren Stellen teilen und kreuzen. So kann man zum Beispiel auf der Blueline starten und später auf den "RedDevil" oder den kurzen schwarzen Abschnitt wechseln (zweites Video). Die Strecken bieten keine größeren Überraschungen und können mit viel Schwung gefahren werden. Vor einigen Tables stehen zusätzliche Absprünge aus Holz für diejenigen, die mehr Airtime suchen. Alle Strecken münden in den sogenannten Slopestylebereich, der aus zwei großen Wallrides und ein paar Sprüngen besteht. Traildaten: Geöffnet hat der Park vom 2.06. - 30.09.2012 von 09:00 - 17:00 Uhr Blaue Strecke (Crazy Heart): Länge: 3km Höhenmeter: 500 Schwierigkeit: Freeride easy Rote Strecke (Red Devil): Länge: 2,5km Höhenmeter: 500 Schwierigkeit: Freeride medium Untergrund: Beide Strecken sind mit vielen Anliegern gespickt. Der Brechsand in manchen Teilen kann bei trockenen Bedingungen etwas rutschig werden. Kurt lässt laufen Das feuchte Wetter blieb uns treu - die gute Laune auch Tirol Trip - Steinach am Brenner - Blueline von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Tirol Trip - Steinach am Brenner RedLine Blackline Mix von Grinsekater - mehr Mountainbike-Videos Diese Fotos im Fotoalbum anschauen Preise: Einzelfahrten € 7,10 Erwachsene € 4,90 Jugend (Jhg. 1992 - 1995) € 3,80 Kind (Jhg. 1996 - 2003) Halbtageskarte/Nachmittagskarte bis/ab 13:00 h inklusive Biketransport: € 17,- Erwachsene € 15,- Jugend (Jhg. 1992 - 1995) € 11,50 Kind (Jhg. 1996 - 2003) Tageskarte von 09:00 - 17:00 h inklusive Biketransport: € 25,- Erwachsene € 21,50 Jugend (Jhg. 1992 - 1995) € 16,- Kind (Jhg. 1996 - 2003) Würdet ihr ein solches Komplettpaket für einen Roadtrip buchen oder sollte es komplett selbst organisiert sein? mehr »
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Mountain Drop Tour: Dein ultimativer Roadtrip durch Frankreich. Vom 25. August bis zum 01. September!

Dass Frankreich trailtechnisch extrem viel zu bieten hat, ist allseits bekannt - das weiß man nicht nur erst seit den vielen Bike-Festivals in diesem Jahr. Nun hat sich das französische Vélo Vert Magazine, Nummer 1 in Frankreich, die Mountain Drop Tour ausgedacht - den ultimativen Roadtrip, der wahrscheinlich ziemlich nah an der perfekten Abfahrts-Woche dran sein dürfte. Eine Woche lang geht es für 12 Biker im Luxus-Tourbus quer durch die französischen Alpen von Spot zu Spot - nachts werdet ihr gefahren, tagsüber werden Trails unter die Reifen genommen. Die Fakten: Roadtrip für alle Biker, die (in erster Linie abwärts) in den Alpen fahren wollen 1 Woche, 12 Biker, 6 Locations, 50.000 Tiefenmeter, 500km Trails Testbikes an allen Locations der Tour Tagsüber gibt es Trails satt, nachts wird mit dem Tourbus zum nächsten Spot geshuttelt Spots: u. a. Chamonix, Morzine, Alpe d´Huez, Les Gets, Grenoble, Cap d´Ail # Mountain Drop Tour Inklusivleistungen: Hotel-Übernachtung in Paris/Charles de Gaulle bei Ankunft 7 Nächste im Luxus-Tourbus mit Betten, Couches, Home-Kino, Wohnzimmer, Küche... Essen in traditionellen Alpin-Restaurants Drinks & Snacks Lift-Tickets und Eintritte, wenn benötigt Tägliche Internet-Berichte Reifen, Schläuche, Bremsbeläge und kleinere Gebrauchsgegenständige 6-monatiges Abo des Velo Vert Magazins MDT Short und Jersey Was kostet der Spaß? Die komplette Tour kostet normalerweise 2190 € - ein besonderes Angebot gibt es allerdings für alle IBC-Mitglieder: Ihr bekommt 10 % Rabatt! Gebt dafür einfach an, dass ihr MTB-News-User seid. # Mountain Drop Tour Where will be the start of the Mountain Drop Tour? The start in Tourbus will take place in Paris. At what type of mountain bike practice correspond the Mountain Drop Tour? The MDT correspond to Enduro and Bike Parc practices. Should I bring my own bike on the Mountain Drop Tour? Yes. However, you can try to put the bikes available in your test. What bike do you advise me to lake on the Mountain Drop Tour? From 140 to 180 mm in 26″ From 135 to 160 mm 29″ Must have a good level to enter the Mountain Drop Tour? The MDT is open to and does not require a level of practice imposed. Routes and itineraries will be tailored acording to levels of each. What does it take to transport my bike? Your bike will be transported in a special mountain bike cover standard size (120 x 90 cm). It is imperative to protect the bike for air travel. After deflating the tires, wheels removed, pedals and rear derailleur, we advise you to wrap your bike inside the cover plate in a foam or dense cover. Apart from the airline or rail for the cover and additional protections are necessary when storing bikes in the trailer and transfers between each step. Can I test the bikes? Yes, bike tests will be at your disposal free service on each step. What equipment does it take? - Mountain bike (between 140 & 180 mm of travel) - Bike cover (120 x 90 cm) - Jet helmet - Full face helmet - Backbone protection - Elbow protection - Knee protection - Long gloves - Glasses - Hydratation backpack - Short - Jersey - Rain jackets Mehr Informationen und die Anmeldung gibt es hier: http://www.mountaindroptour.com mehr »
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Griechenland-Roadtrip: Das SR Suntour-Team auf Mykonos [mit Video und Fotoserie]

Auch jetzt im April ist es für Biken im T-Shirt oft noch zu kalt - die Alternative dazu präsentieren uns die Teamfahrer des SR Suntour-Teams mit ihrem Trip nach Griechenland. Marius Hoppensack, Ludwig Jäger und Peter Henke machten sich im Oktober letzten Jahres auf dem Weg auf die Insel Mykonos, wo ihr griechischer Teamkollege zum Dirtjumpen und Freeriden einlud. Herausgekommen ist ein lesenswerter Bericht mit vielen Fotos und einem schicken Video des Trips. Den Bericht hat Marius Hoppensack für uns: Griechenland, das Land der Schulden und Euroanleihen, aber übrigens auch der schönen Strände, wahnsinnigen Landschaften, einzigartigen Städten und des sensationell warmen Wetters. Warum also nicht mal wieder die letzteren Aspekte Griechenlands hervorheben und in den Straßen von Athen Street fahren gehen oder in den Bergen auf Mykonos ein wenig freeriden und ganz nebenbei noch das schöne Wetter genießen, wenn man sich hier doch schon wieder den Arsch abfriert?! Dirtspot auf griechisch. Uns ist da auch keine Ausrede zu eingefallen, also haben wir uns, als ein Teil des Suntour Teams, bestehend aus Ludwig Jäger, Peter Henke und mir, Marius Hoppensack, auf den Weg gemacht, einen weiteren Suntour Fahrer zu besuchen. Seinen etwas umständlichen Namen Kostantinos Poulopoulos schreibe ich auch heute noch ab, aber er hat uns angeboten in nur K.Os zu nennen, was im übrigen auch ganz auf ihn und einen großen Teil der Griechen passt (was in keinem Fall negativ gemeint sein soll!). Seiner Einladung Mykonos zu besuchen sind wir natürlich sofort gefolgt, nachdem ich mir die Insel im Internet mal angesehen habe. Alle Häuser auf dieser Insel sind komplett weiß und im gleichen Stil gebaut, dazu eine wahnsinnige Landschaft und selbst die Polizei fand es dort klasse, was wir mit unseren Rädern machen können. Selbst Wallrides an den Häusern waren kein Problem: "Die werden jedes Jahr wieder neu weiß angemalt, da könnt ihr ruhig gegen springen." Weiße Wände laden zum Wallriden ein: Marius mit einem schönen Wallride Tabletop Eine Mentalität, die mir auf jeden Fall gefällt! Genau wie das Apartment, was uns K.Os klar gemacht hatte - mit Pool, Meerblick, einem Pumptrack und zwei kleinen Sprüngen die keine 100 Meter von meinem Bett (und somit auch vom Pool) entfernt waren. Nach einem kurzen Besuch der Insel und ein paar Freeride-Einheiten in einer alten, verlassenen Miene ging es nach Athen zu einem Bikefestival, dass mitten in der Stadt untergebracht und dementsprechend auch gut besucht war. Show fahren muss sein: Die vier Suntour-Teamfahrer Für das griechische MBike Magazin sind wir dort eine Show gefahren, um unsere Art Rad zu fahren, die in Griechenland noch nicht so sehr verbreitet ist, vorzustellen. Glücklicher Nebeneffekt: Wir konnten den Besuch in Athen auch noch direkt mit einer Sightseeing-Tour und ein paar Streetfahr-Einheiten verbinden, von denen vor allem Ludwig angetan war. Hauptsächlich waren wir hier in der Dämmerung oder Nachts unterwegs. Trotz Mitte Oktober waren es hier noch um die 30-38°. Drei Shows am Tag in der Sonne haben uns da schon ziemlich den Rest gegeben. Lawnmower von Peter Henke Genau wie das Organisieren, dass vor allem der Fotograf hin und wieder mit von der Partie ist... So hat uns K.Os noch einen richtig derben privaten Holzskatepark im Nirgendwo gezeigt, den wir leider nur filmen konnten, aber keine Bilder haben, weil der Fotograf nicht erschien. Der war erst abends wieder da, als es Würstchen vom Grill und kaltes Bier gab. Aber so ist es wohl in Griechenland und für den Rest hatten wir Ludwig, der neben seinen Radfahren auch noch jede Menge gefilmt und alles sonst Vergessene in einem schönen Clip festgehalten hat. Genießt ihn, es war eine gute Zeit! Nachmachen empfohlen! Und nun viel Spaß beim Video des Trips: SR Suntour Team: Duro Griechenland Roadtrip von Freesoul auf MTB-News.de --------------------------------- #1 Peter Henke springt durch die griechische Abenddämmerung #2 Flair in Perfektion: Die kann Ludwig sowohl im Park... #3 ...als auch in der Natur. #4 Abendlicher Spot in der City #5 Dicker No Foot Can Can von Peter Henke #6 Marius Hoppensack - Tailwhip #7 Sunset, Mykonos. Was will man mehr? #8 Shuttle und Chillout-Area in einem #9 "I will pay." #10 Ludwig Jäger - Abubaka #11 The Kings of Mykonos #12 Radtransport á la Mykonos. #13 Schickes Wetter im Oktober... #14 360 Drop von Peter Henke #15 Experimenteller Fufanu auf Mykonos Alle Fotos: Niko Rigas mehr »
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Trails, Dirts und Dosenfutter – Ein Roadtrip nach UK

Für viele Dirtjumper und Streeter ist die Winterzeit auch Roadtripzeit - verklärt schweift der Blick gen Süden in wärmere Gefilde, wo man auch um den Jahreswechsel herum im T-Shirt fahren kann. Das Roadtrip-Ziel England kommt einem vermutlich nicht direkt in den Sinn - dennoch machte sich eine kleine Gruppe aus dem Ruhrpott auf Einladung von Kona-Teamfahrer Grant "Chopper" Fielder auf den Weg zur britischen Insel. Der Essener Fahrer Marc "Düse" Rüsing hat uns einen feinen Bericht inkl. Video zukommen lassen: Wenn das Wetter in unseren Breiten langsam winterlich wird und die Temperaturen sinken, dann ist England wahrscheinlich nicht das erste Reiseziel, was einem in den Kopf kommt. Anders sieht es da schon aus, wenn man einen brandheißen grünen Wohnwagen von „Planet of Bikes“ vor die Tür gestellt bekommt und aufgefordert wird, einen coolen Trip zu machen. Südeuropa wäre wettertechnisch wahrscheinlich die erste Wahl gewesenen, aber eine Einladung von Grant „Chopper“ Fielder auf ein paar Sessions an seinen Trails überzeugte uns dann irgendwie doch. Und so starteten Marius und ich in Essen, sammelten noch schnell Ingo Mahlitz, Julian Peter und Sebastian Lehmann ein und starteten unseren Trip Richtung England. Nach fünfstündiger Fahrt erreichten wir Calais, wo uns die Fähre für saftige 140€ innerhalb von 1,5 Stunden nach England brachte. Der Porc Bikepark war unser erstes Ziel und liegt etwa 100 Kilometer westlich von Dover, im verschlafenen Städtchen Penshurst. Begrüßt wurden wir vom Besitzer persönlich, und gegen eine kleine Gebühr konnte man hier auch noch campen und die Duschen nutzen. Neben diverser Singletrails, Freeride- und 4X-Strecken mit bestem Ausblick, gab es auch noch ein riesiges Dirtareal, was von einer kleinen Table Line über diverse große Lines bis hin zu Tricksprüngen wirklich alles bot. Unser nächstes Ziel war Romsey, die Heimat von „Chopper“. Und so ließ man dort den Abend nach mehrstündiger Autofahrt, gemeinsam bei einem BBQ mit Würstchen und Bier ausklingen. Am nächsten Tag ging es dann gemeinsam mit „Chopper“ nach Blackwater & Hawley zu den 4A-Trails. Dort trafen wir Sam Reynolds und Ryan Nangle an, die diesen Spot ihren Homespot nannten. Entgegen aller Erwartungen war das Wetter spitze und so stand ein paar Fahrten nichts im Wege. Im 300 Kilometer entfernten Cornwall, was so ziemlich den süd-westlichsten Zipfel von England darstellt, erwartete uns einer der fettesten Bikeparks im Süden Englands. Der Park lockte mit einem Riesen Foam-Pit, einem Resi und neben dutzenden Dirtlines schlängelte sich auch noch eine brandneue 4X Strecke den Berg hinunter. Einziges Manko: Durch die nahe Lage am Meer war es sehr windig. Am nächsten Tag führte uns der Weg nach Milton Keynes. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht über den riesigen Dirtspot mitten im Wald. Die Locals haben uns erzählt, dass sie alles von Hand aufgebaut haben und dass sich die Stadt nach langen Diskussionen dazu entschieden hat, den Spot zu legalisieren. Nur wenige Meter von den Dirts entfernt, gab es schier unendlich viele Freeride und DH Strecken, die keine Langeweile aufkommen ließen. Am Ende des Tages wusste jeder was er getan hat und so wurde selbst Aldis "Feuereintopf" zum Feinschmeckermenü. Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Plan und so führte uns der Weg nach London. Genauer gesagt zu Julie Verbarg, die in einer WG mitten in London wohnte und für einen Tag unseren Guide spielte. Auf unserem Rückweg machten wir dann noch einen kleinen Schlenker an dem Küstenstädtchen Swalecliff vorbei, wo jeder noch ein letztes Mal all seine Energiereserven mobilisierte und sein Bestes gab. Watch out, dieses Gespann werdet ihr noch öfter sehen! Abschließen bleibt zu sagen, dass uns dieser Trip gezeigt hat, dass man sich beim Radfahren nicht festlegen muss. Egal ob DH, Dirt, Freeride oder Enduro, alles hat seine ganz eigenen Reize und macht mit den richtigen Menschen an tollen Orten wirklich sehr viel Spaß. Und auch wenn wir 7 Tage nur Aldis Dosenzauber gegessen haben und in einem für 5 Personen viel zu kleinen Wohnwagen ohne WC gehaust haben, so hat es sich doch für jeden Spot den wir angesteuert haben aufs Neue gelohnt. Das Video zum Trip findet ihr hier: Besten Dank an: "Planet of Bikes" Essen für den Support Sebastian Lehman für diese atemberaubenden Bilder Julian Peters für dieses unglaublich coole Video Ingo Mahlitz für sein Engagement Julie Verbarg für ihr Gastfreundschaft Grand Fielder für eine super Zeit in Romsey Szymon Nieborak für seine Hilfe Text: Marc Rüsing Fotos: Sebastian Lehmann mehr »
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Bärenjagd – Zwei Jungs unterwegs in Kanada: Kamloops, neue Mitfahrer und Abschied

Knapp zwei Wochen ist es her, dass wir von den beiden Bärenjägern Tom und Rene zuletzt berichtet hatten - mittlerweile sind die beiden hoffentlich wohlbehalten wieder in Berlin angekommen, versorgen uns aber weiterhin mit Infos und Videos. Auf ihrer Suche nach den besten Strecken Kanadas trafen sie außerdem auf Mitstreiter: Stefan und Patrick aus Deutschland. Letzterer ist als "Bengel" auch hier im Forum bekannt und als Last Bikes-Teamfahrer ziemlich schnell unterwegs. Die beiden bekamen flugs die GoPro-Kamera in die Hand gedrückt, um auch nach dem Abflug von Tom und Rene weiterhin die Bike-Gebiete Kanadas dokumentieren zu können. Was Tom und Rene neben feinsten kanadischen Pisten, eher enttäuschenden Strecken und einem etwas problematischen Rückflug noch erlebt haben, erfahrt ihr in den folgenden Videoclips. 4.Silverstar Mit Patrick und Stefan from Tom Hill on Vimeo. 4.1 Abrechnung from Tom Hill on Vimeo. 4.2 Zurück nach Whistler mit den Jungs from Tom Hill on Vimeo. 4.3 Whistler Dirt Merchant mit Patrick und Stefan from Tom Hill on Vimeo. 4.4 Whistler_Stefan_Patrick_GoPro from Tom Hill on Vimeo. 5. Übergabe der GoPro an Stefan und Patrick from Tom Hill on Vimeo. 5.1 Panne am Flughafen from Tom Hill on Vimeo. Alle aktuellen Infos gibt es wie immer unter www.baerenjagd.com! mehr »