HomeAllgemeinSissi unterwegs – Trans Germany Tag 3: Was für eine Etappe! — 4. Juni 2010 16:30

Sissi unterwegs – Trans Germany Tag 3: Was für eine Etappe!

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04. Juni 2010 – Etappe 3: Pfronten – Sonthofen

Jauchz! Was für eine unglaublich tolle Etappe! Mein Garmin sagt ca. 1800 Hm, 55 km, 3 Stunden 35 Minuten. Eine schöne Zeit, eine schöne, knackige Strecke bei wunderschönem Wetter auf wunderschönem Gebiet. Willkommen im Oberallgäu – bekannt für seine Schönheiten. Hier komm ich her.

Wenn nach dieser unglaublichen Regenzeit endlich wieder die Sonne scheint, dann ist das Antrieb genug. Ich habe mich gestern schon so auf die heutige Etappe gefreut und es hat sich alles erfüllt. Es ist meine erste Trans Germany (inklusive der sieben vom letzten Jahr) ohne Regen, ohne Nebel – statt dessen weißblauer Himmel und freier Blick in die Berge. Mein Jauchzen ging nach 16km in ein Japsen über, als der 22%ige Anstieg kam. OK, dann schiebt man eben mal ein Stück. Aber es zeigte sich dann auch noch, dass der Wiesenanteil dieser Etappe der letzte Kilometer dieses Anstiegs sein sollte. Wiese? Der Schlamm war unglaublich! Entweder sog er an unseren Schuhen, oder er ließ sie abrutschen. Mein Hinterrad blockierte, weil es einfach zu verdreckt war. Der Rest entschädigte alles!

Mal abgesehen von Natur und sportlicher Herausforderung, sind die Menschen meine große Motivation. Ich habe das Feld in Jäger und Sammler unterteilt. Die einen jagen einem bestimmten Ziel (Zeit, Gegner, Schnitt) hinter her. Die anderen sammeln Eindrücke und Erlebnisse (und Höhenmeter und Kilometer). Ich bin eher eine Sammlerin, die das Umfeld im Feld interessiert. Die Menschen.

Da wäre Chris. Engländer und Moderator beim österreichischen Kultsender fm4, der im vergangenen Jahr bei der Trans Germany unglaubliches Pech hatte und nicht finishen konnte. In diesem Jahr holt er sich 100%ig das finale Trikot! Gestern fuhr er mir davon (er ist Engländer – es war sein Wetter). Heute ich ihm, weil er versuchen wollte während der Fahrt unten heraus zu pinkeln (ich glaube, sein gelbes Trikot hat ihn etwas übermotiviert). Das wurde natürlich nix. Details weiß ich nicht, aber er musste anhalten. Seinen überaus unterhaltsamen Bericht findet Ihr übrigens unter http://fm4.orf.at/ – gleich vorne auf der Startseite.

Wieder dabei und mit dem Finisher-Trikot fest im Visier ist Marek, der fränkische Pole. 2009 war Polen offen bzw. war Po offen. Er musste wegen einem wunden Hintern aufgeben. Ansonsten mischten sich heute in meiner Gruppe Zillertaler mit Lüneburgern und Ostfriesen mit Niederbayern. Das Feld ist generell sehr international. Viele Dänen, Spanier, Italiener und natürlich Holländer. Die sind ja immer überall. Sehr nette Menschen, muss ich sagen. Bayern und Holland sind derzeit ja arg verbrüdert, da darf man nix sagen.

Das Grinsen in allen Gesichtern im Ziel ist so breit wie die Schlange vor dem CRAFT Weißbierstand lang. Auch die Neulinge im CRAFT and Friends Team, Katrin und Stefan, strahlen. Und meine Eltern strahlen mir auch entgegen. Ja mei, schee is!

Morgen wird nicht meine Etappe sein. Wenig Höhenmeter, dafür mehr Kilometer. Da werde ich mit meinem dicken Fully nicht so gut mithalten können – aber Bregenz kann sich auf was gefasst machen! Jauchz!

Wer grüßt wen? Gerd vom Bodensee grüßt Frau, Kind und Freddys Radlshop; Petra und Chris grüßen Jürgen und Bernadette. Anita, der Sonthofener Engel, grüßt Freunde und Familie.

Widmung: Ich widme diese Etappe natürlich meinen Eltern, aber auch Charlotte der Riegel-Bäckerin, fm4-Stuart, Anne Puss Puss, dem wuiden Guido, Trail-Coach Sebastian und denen, die mir so nett geschrieben haben, allen voran dem Herbert – der natürlich aus dem Allgäu kommt! Silke, Lars – Ihr seid mittendrin!


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