HomeMagazinProdukte & TechnikArbeitsgeräteStaff only – die Bikes der Specialized Produkt Manager: inklusive Prototyp-Teilen — 14. September 2012 17:51

Staff only – die Bikes der Specialized Produkt Manager: inklusive Prototyp-Teilen

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“Produktmanager gehören für mich zu den größten Materialfetischisten da draußen. Sie beschäftigen sich den ganzen Tag mit Ausstattungen, werden von anderen Firmen umgarnt um deren Teile zu spezifizieren und kommen nur viel zu wenig zum Radfahren, weshalb sie ihr Leistungsdefizit durch Material zu kompensieren suchen.” – Das ist etwas überspitzt, trifft im Kern aber doch zu, weshalb sich an den Bikes von solchen Mitarbeitern meist spezielle Lösungen finden, so auch bei den Specialized-Mitarbeitern Brendon Sloan und Buck. Wir haben uns ihre Arbeitsgeräte mal ganz genau angeschaut:

Das Specialized Camber von Produktmanager Buck
# Das Specialized Camber von Produktmanager Buck

Und tatsächlich finden sich auch bei diesen beiden Herren einige interessante Details. Ein Schlauch über dem Tretlager eingeklebt, trotz Trinkrucksack – “weißt Du, manchmal fahre ich ohne Rucksack, aber tatsächlich gefällt mir der tiefere Schwerpunkt deutlich besser”, so Buck zu diesem Detail.

Mit Buck auf Tour - man beachte die Sattelstütze
# Mit Buck auf Tour – man beachte die Sattelstütze

Unterwegs scheint das Konzept aufzugehen – mit seinem 110mm Camber ist Buck mächtig schnell unterwegs. Die Prototypen-Wippe gleicht, so der Mitarbeiter, der Serie – doch man weiß nie, welche Evolutionsstufe hier spazieren fährt.

Buck auf dem Trail - kein Serien-Cockpit
# Buck auf dem Trail – kein Serien-Cockpit

Das Cockpit ist eine persönliche Sache – für Buck muss es am 29er flach und breit sein.

Was zur Hölle macht der Schlauch da? "Schwerpunkt"
# Was zur Hölle macht der Schlauch da? “Schwerpunkt”

An beiden Bikes findet sich der Prototyp einer Sattelstütze – er sieht aus wie eine klassische Command-Post, nur verläuft der Zug von unten ins Sitzrohr – ganz im Stile einer Reverb.

Prototyp: Die Teleskop-Stütze mit interner Zugführung.
# Prototyp: Die Teleskop-Stütze mit interner Zugführung.

Wir konnten die Stütze kurz ausprobieren und feststellen: Kein Unterschied zur serienmäßigen Commandpost. Bleibt die Frage, wann die Stütze in Serie geht. Die Antworten: “not soon” (Brendan), “soon” (Marketing), “we’ll see” (Buck). Heißt: Abwarten.

Das Specialized Enduro von Produktmanager Brandon Sloan
# Das Specialized Enduro von Produktmanager Brandon Sloan

Ebenfalls Vorserie, aber anscheinend in Drehpunkten und Bau mit der Serie identisch: Brendons Enduro.

Sichtcarbon, kein Zug für die Stütze unter dem Oberrohr
# Sichtcarbon, kein Zug für die Stütze unter dem Oberrohr

An der Front findet sich eine BOS Deville – “Sie ist super leicht, funktioniert klasse – bisher bin ich richtig zufrieden mit der Gabel”, so Brendon.

Die Leitung für die Teleskopstütze läuft intern von unten, nicht oben.
# Die Leitung für die Teleskopstütze läuft intern von unten, nicht oben.

Der CaneCreek Dämpfer ist bergab sicher die macht, doch bergauf nervt sein Wippen in der weit offenen Stellung. Normalerweise lässt sich die Lowspeed Druckstufe nur mit Schlüssel verstellen, darauf baut Brendan lieber nicht.

Custom und in Serie: Versteller am Cane Creek Dämpfer
# Custom und in Serie: Versteller am Cane Creek Dämpfer

Stattdessen findet sich ein speziell angefertigter Drehhebel, mit dem sich die Druckstufe um 4 Klicks zuschrauben lässt. Sehr praktisch, und anscheinend auch an allen S-Works Enduro in Serie.

Syntace hat seinen Weg noch nicht an die Specialized Serienbikes gefunden, wohl aber hierhin
# Syntace hat seinen Weg noch nicht an die Specialized Serienbikes gefunden, wohl aber hierhin

Fazit: Neben dem oben extern angeschlagenen Zug im Stile der KS LEV werden wir wohl mehrere neue Stützen neben der Rock Shox Reverb mit interner Führung sehen – eine durchaus aufgeräumte Lösung, allerdings im Falle einer Wartung unter Umständen nicht die schnellste.

Brendan Sloan besitzt nur ein Fahrrad, und das ist uralt. Alles andere ist für ihn Arbeit – die neuesten Teile an den neuesten Rahmen ausprobieren – man kann es schlimmer erwischen, oder?


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