HomeAllgemeinSweet Fixer: Der norwegische All Mountain-Helm im IBC-Fahrbericht — 4. Oktober 2012 13:38

Sweet Fixer: Der norwegische All Mountain-Helm im IBC-Fahrbericht

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Im vergangenen Winter fing ein Video aus Norwegen unsere Aufmerksamkeit. In diesem Video waren zwei Fahrer zu sehen, die komplett in Produkte der Firma Sweet gekleidet waren. Neben Jacken und Hosen stachen dabei vor allem die markant geformten Helme und Knieschoner heraus. Da Sweet bisher jedoch nur im Ski- und Wildwasser-Bereich unterwegs gewesen war, stieg unser Interesse. Kurzerhand wurden Emails getauscht und es stellte sich heraus, dass die umtriebigen Norweger ihren Einstieg in den MTB-Bereich wagen würden. Beste Voraussetzungen also, um Sweet einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Seit dem Erstkontakt mit Sweet im MTB-Bereich sind fast zehn Monate vergangen. Der Anfang ist gemacht und wir hatten die beiden angesprochenen Produkte im Test. Den Bericht über den Bearsuit-Knieschoner gibt es im zweiten Teil unserer Knieschoner-Testreihe. Wie sich der Fixer All Mountain-Helm geschlagen hat, erfahrt ihr hier.

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# Der Sweet Fixer im Schein der Sonne

Laut eigener Aussage hat Sweet drei Jahre an der Entwicklung des Fixer gearbeitet. Herausgekommen ist ein All Mountain-Helm, der nicht nur durch sein eigenständiges Design beeindruckt. Doch Design ist bei einem Helm schließlich nicht alles. Wichtig ist zudem, dass der Helm im Notfall ausreichend Schutz bietet und sich über eine lange Dauer hin komfortabel tragen lässt. Wir haben den Test daher in diese drei Gesichtspunkte unterteilt: Design, Passform & Komfort sowie Schutzwirkung.

Design

Der Fixer macht bereits nach dem Auspacken einen sehr hochwertigen Eindruck. Unser Testmodell kam in der roten Variante, auf welchem Zeichnungen von Dämonen abgebildet sind. Der Lack auf der äußeren Schale ist glänzend. Neben der roten Variante sind zudem ein weißes Model sowie eine Vollcarbonversion erhältlich. Zum Helm gehört ein Visier, welches mittels drei Schrauben fixiert wird und den Fahrer vor Blendungen durch Sonneneinstrahlung schützen soll.

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# Sweet Fixer – 450 Gramm – 299 Euro

Die Schale ist mittels der Sweet eigenen CFR-Technologie gefertigt, welche die verwendeten Materialien so miteinander verbindet, dass der Kopf auch im Falle von High-Speed-Unfällen geschützt ist. Hinzu kommen zwei große, mit einem Netz versehene Ventilationsöffnungen an der Front sowie 24 Öffnungen, durch welche die Hitze abgeleitet wird. Die äußere Schale ist mittels eines auflaminierten Bundes mit der inneren Schale verbunden. Diese besteht aus mehreren Schichten. Zudem befinden sich hier einige Polster, welche sich an der Form der Ventilationsöffnungen orientieren. Für einen guten Halt sorgt das sogenannte OCCIGRIP No-Roll-System, welches mittels einem Verschluss die Sitzweite des Helmes am Hinterkopf reguliert. Praktisch: Dafür bedarf es auch mit Handschuhen nur einer Hand.

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# Auch im Inneren macht der Fixen einen sehr hochwertigen Eindruck. 

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# Schnelles Anpassen und das mit nur einer Hand.

Passform und Komfort

Der Helm wirkt relativ voluminös und vermittelt allein durch die Optik ein hohes Maß an Sicherheit. Einmal aufgesetzt, bestätigt sich dieser Eindruck. Dank des großzügig einstellbaren Verstellsystems lässt sich der Helm gut justieren. Einmal eingestellt sitzt der Helm sehr gut und verrutscht auch im ruppigen Gelände nicht. Der hintere Kopfbereich wird fast komplett umschlossen. Im vorderen Bereich sorgt das große Visier nicht nur bei schlechtem Wetter für angenehme Fahrten, sondern zeigt auch bei Sonne Wirkung. Die Belüftung funktioniert tadellos, sodass man sich keine Gedanken um eine eventuelle Überhitzung machen braucht.

Allerdings ständen dem Helm, unserer Meinung nach, dickere Polster im Inneren gut zu Gesicht. Außerdem könnte der Ohrenbereich etwas weiter ausgespart sein, da man mit großen Ohren Gefahr läuft, diese abzuknicken.

Schutzwirkung

Wie bereits angesprochen vermittelt der Fixer aufgrund seines voluminösen Designs sowie des überaus guten Tragekomforts ein hohes Maß an Sicherheit. Dank des Verstellsystems rutscht der Helm nicht auf dem Kopf hin und her, sondern bleibt auch im Notfall dort, wo er hingehört. Das Visier ist leicht formbar, weshalb es im Falle eines Sturzes keinen Störfaktor bildet, sondern dem Druck nachgibt. Zudem erfüllt der Helm die gängige Sicherheitsnorm CE en 1078.


# Sicherheit ist Ehrensache.

Fazit

Der Fixer ist ein rundum gelungener Helm, der nicht nur guten Schutz bietet, sondern auch durch sein eigenständiges Design zu überzeugen weiß. Sicherlich sind die Grafiken auf den jeweiligen Modellen Geschmackssache, doch wer hier Mut beweist, wird es nicht bereuen. Die gute Belüftung sowie die erstklassige Passform sorgen für viel Spaß und sichere Stunden auf dem Trail. Mit seinen 450 Gramm ist zudem das Gesamtgewicht des Helms passabel, so dass man sich wahrlich keinen Kopf mehr um die Sicherheit dessen machen muss. Unser Fazit: Aufsetzten, abfahren!

Pro:

  • erstklassige Passform
  • sehr guter Schutz
  • kinderleicht einzustellen
  • markante und eigenständige Optik
  • großes Helmschild = guter Schutz vor Dreck und Sonneneinstrahlung

Contra:

  • nicht grade leicht
  • teuer

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Technische Details

  • Modell: Sweet Fixer
  • Material: Schale = CRP [Carbon Fiber Reinforced Polymer] / Inneres = schlagabsorbierender EPS-Schaum
  • Größen: S/M (53 – 56 cm – nur in weiß); M/L (56 – 59 cm ); L/XL (59 – 61 cm)
  • Sicherheitsnorm: CE en 1078
  • Gewicht: 450 Gramm [M/L]
  • Sonstiges: OCCIGRIP No-Roll = zur einfachen Anpassung an den Kopfumfang
  • Preis: 299 Euro


# Rick Schubert jagt geschützt vom Sweet Fixer über die Trails.

Mehr Information zum Fixer und weiteren Produkten der Norweger gibt es unter www.sweetprotection.com.

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Text: Veit Hammer / Testfahrer: Rick Schubert & Veit Hammer / Bilder: Niklas Vogt


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