HomeProdukteHope R4 LED Vision – Fahrradlampe im Test — 17. Dezember 2012 17:10

Hope R4 LED Vision – Fahrradlampe im Test

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Den allermeisten unter euch wird Hope vor allem durch erstklassige Naben und Scheibenbremsen bekannt sein. Doch im mittlerweile stark gewachsenen Produktangebot der Briten befindet sich auch eine Reihe an Produkten für die Fahrradbeleuchtung, wie etwa die hier getestete Hope R4 LED. Mit hochwertiger Verarbeitung und aus dem Vollen gefrästen Komponenten ist die R4 dann auch ein echtes Hope-Produkt, wobei die Plastikhülle des Akkus nicht ganz zu unseren Erwartungen passt. Im Test muss die Hope R4 zeigen, wie sie sich gegen die etablierte Konkurrenz behaupten kann.


# Hope R4 LED – CNC gefräster Lampenkopf und Lenkerhalter wie von Hope zu erwarten.

Technische Daten

  • Hersteller: Hope
  • Modell: R4
  • Modelljahr: 2012
  • Kategorie: Fahrradbeleuchtung – Lenkerlampe / Helmlampe
  • Material: Aluminium, CNC gefräst
  • Farben: schwarz
  • Gewicht: 86g (Lampenkopf) / 350g (Lampenset mit Helmhalterung)
  • Lichtleistung (Herstellerangabe): 1000 Lumen
  • Lichtleistung (gemessen, Mittelwert): 1022 Lumen
  • LEDs: 4x Cree XPG
  • Akku: über Kabel, 5,2Ah, 7,4V Lithium Ionen
  • Akkuladezeit: 6 Stunden
  • Leuchtzeit: 2:30h (maximale Helligkeit) – 50h (minimale Helligkeit) bei 5,2Ah Akku
  • Steuerung: integrierter Schalter
  • Befestigungsmaterial (Lieferumfang): Lenker- und Helmhalterung
  • Lieferumfang: Lampe mit integrierter Lenkerhalterung, Helmhalterung, Verlängerungskabel, Ladegerät und Stirnband
  • Preis: 249€


# Hope R4 – beim Lieferumfang macht der Hope keine andere Lampe etwas vor.

In der Hand

Geliefert wird die Hope R4 LED Vision mit allem Zubehör, das für den Betrieb der Lampe am Lenker, Helm oder Kopf erforderlich ist. Neben dem Ladegerät und Helmhalter gibt es einen CNC-gefrästen Lenkerhalter sowie ein Stirnband mit integrierter Akkuhalterung. Ein zusätzliches Verlängerungskabel bietet außerdem die Möglichkeit, die Lampe am Helm und den Akku im Rucksack zu transportieren. Für den niedrigsten Preis in diesem Testumfeld liefert Hope damit das umfangreichste Zubehörpaket aus. Die Helmhalterung erinnert im Grunde an die bekannten Systeme von Lupine und anderen Herstellern, bietet jedoch zusätzlich die Möglichkeit, die Lampe schnell und einfach abzunehmen.

Drückt man den kompakten Lampenkopf der Hope nach unten und dreht ihn um 90°, so kann man ihn direkt nach oben abziehen. Die integrierte Feder sorgt dafür, dass die Lampe trotz schneller Montierbarkeit sicher sitzt. Wie der Prozess genau abläuft, könnt ihr euch im Video anschauen.


# Hope R4


# Hope R4 – der Lenkerhalter ist noch nicht optimal: es fehlt die Einstellung in horizontaler Richtung.


# Hope R4 – auch ein Stirnband gehört zum Lieferumfang.


# Hope R4 – Montage und Materialanmutung des Akkupacks könnten noch verbessert werden.

Der Lampenkopf der R4 ist aus Aluminium CNC-gefräst und entspricht mit seiner Fertigungsqualität unseren Erwartungen. Der Schalter ist direkt in das Gehäuse integriert und sorgt so dafür, dass das System sehr kompakt ausfällt. Ebenfalls CNC-gefräst ist die Lenkerschelle, über die die Hope R4 am Lenker montiert werden kann. Die Befestigung funktioniert nach dem gleichen Drück-/Drehprinzip und kann uns auch hier überzeugen, doch leider bietet die Schelle keine Möglichkeit, die Lampe in horizontaler Richtung einzustellen.

Hinzu kommt, dass die Montage der Schelle mittels zwei Schrauben nicht mit dem Halter der Exposure Lights Reflex Mk1 und erst recht nicht mit dem Schnellspanner der Lupine Betty mithalten kann. Dieser Punkt ist von Hope für 2013 verbessert worden, denn auf den Bilder der Hope-Homepage ist die Lampe bereits mit aufklappbarer Schelle abgelichtet. Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Probleme bei der Lenkermontage mit dieser neu gestalteten Halterung der Vergangenheit angehören. Das Problem, dass die Lampe bei einer Montage in der Nähe der Bremsgriffe nicht exakt geradeaus strahlt und das die Schelle nicht mit einer lenkerschonenden Gummieinlage versehen ist, bleibt dennoch bestehen.

Von der Verarbeitungsqualität her kann der Lampenkopf der R4 mit unseren Erwartungen an ein Hope-Produkt mithalten und bis auf das Gehäuse des Akkus machen alle Teile des Lampensets einen guten Eindruck. Am Akku stört neben dem günstigen Plastik die dicke Schaumstoffschicht an der Unterseite, die bei der Montage am Rahmen für Rutschsicherheit sorgen soll. Dieser Plan geht leider nicht auf, denn über den elastischen Spannriemen lässt sich der Akku so nicht fest genug fixieren. Die Lösung von Lupine Smartcore Akkus überzeugt uns in diesem Zusammenhang mehr.

Ausleuchtung

Hope R4 - Maximale Helligkeit

# Hope R4 – Maximale Helligkeit

Hope R4 - Minimale Helligkeit

# Hope R4 – Minimale Helligkeit

Die Hope R4 leuchtet homogen und sehr breit gestreut, wodurch sie bei der Leuchtweite relativ betrachtet zu kurz kommt. Zwar öffnet der große Abstrahlwinkel ein großes Sichtfeld, doch die vier LEDs der R4 können diesen Raum nicht so ausfüllen, dass er auf dem Trail hilft. Hier würden wir uns etwas mehr Fokussierung und mehr Leuchtweite wünschen, um bei hohem Tempo und schwierigen Strecken mehr Sicherheit zu bieten.

Hope R4 - Ausleuchtung

# Hope R4 – Ausleuchtung

Das Wandbild zeigt es deutlich: Die Hope streut sehr breit und wenig fokussiert. Theoretisch würde die Lampe so sehr gut für den Lenker geeignet sein, doch die Lichtstärke genügt nicht aus, um die große Fläche voll auszufüllen. So bleibt der Spot vergleichsweise dunkel.

Lichtstärke

1000 Lumen verspricht Hope für die R4 und unsere Messung mit der Ulbricht-Kugel bestätigt den Wert: 1022 Lumen Lichtleistung schickt unsere Testlampe auf den Trail. Damit liegt sie auf dem fünften Platz in diesem Vergleich. Die breite Abstrahlcharakteristik der Lampe, die ihr Licht großflächig auf den Trail streut, sorgt jedoch dafür, dass die Lampe optisch weniger hell ist, als die Lupine Piko. Hope könnte der R4 zu einer deutlich besseren Performance verhelfen, wenn die Linsen der Lampe so angepasst werden würden, dass die R4 einen weniger großen Abstrahlwinkel zeigt und so mehr Leuchtweite abliefert.

Fazit

Mit ihrer breit streuenden Ausleuchtung wäre die Hope R4 eine ideale Lampe für den Einsatz am Lenker, wo auch der schnelle und einfache Montagemechanismus seine Stärken ausspielen könnte. Für den Traileinsatz fehlt der R4 jedoch die Leuchtweite der Konkurrenzlampen und damit die Sicherheit in technischen Passagen und bei hohen Geschwindigkeiten. Das Gehäuse des Akkus wird der hervorragenden Fertigungsqualität des Lampenkopfes nicht gerecht und wirkt billig.

Video

In unserem Video zum Bike-Lampentest findet ihr die wichtigsten technischen Details aller Testlampen und selbstverständlich Aufnahmen des Leuchtvergleichs von vorne und aus der Fahrerperspektive.

IBC Lampentest 2012 – Teil 2 von Tobias – mehr Mountainbike-Videos

Vergleichstest

Wie schlägt sich die Hope R4 LED im Vergleich zur Konkurrenz?
Hier findet ihr unseren großen Lampentest 2012 –> Link zum Artikel.

Weitere Informationen zur Hope R4 LED Vision

Link zur Herstellerseite

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