Über viele Jahre hat die Lupine Wilma immer ein wenig im Schatten der großen Schwester Betty gestanden und ist dennoch für viele Käufer die bessere – da preiswertere – Wahl gewesen. Nun hat Lupine der Betty ein großes Update zur Betty R verpasst, doch das Update bei der Wilma hat die Lampe für das Modelljahr 2013 faktisch auf die Leistung der Betty aus 2012 gehoben. Im Test muss die Wilma beweisen, wie sich das Lumen-Upgrade auf die Gesamtleistung der ansonsten wenig veränderten Lampe ausgewirkt hat.


# Lupine Wilma

Technische Daten

  • Hersteller: Lupine
  • Modell: Wilma 6
  • Modelljahr: 2013
  • Kategorie: Fahrradbeleuchtung – Helmlampe, Lenkerlampe
  • Material: 6061-T6 Aluminium, CNC gefräst
  • Farben: schwarz
  • Gewicht: 120g (Lampenkopf) / 357g (Lampenset mit 5,6Ah Akku)
  • Lichtstrom (Herstellerangabe): 2400 Lumen
  • Lichtstrom (gemessen, Mittelwert): 2360 Lumen
  • LEDs: 4x Cree XM-L U2
  • Farbtemperatur: 6000K
  • Linse: 26°
  • Akku: über Kabel, 5,6Ah, 7,2V,  Lithium Ionen
  • Leuchtzeit: 1:30h (28W – 2400 Lumen) bis 40:00h (0,3W – 30 Lumen)
  • Steuerung: integrierter Schalter
  • Befestigungsmaterial (Lieferumfang): Helmhalterung, Lenkerhalterung
  • Lieferumfang: Lampe mit Lenkerhalterung,  Helmhalterung, 1x Li-Ionen Smartcore Akku 5,6Ah, Ladegerät, Klettband lang und kurz, Verlängerungskabel, Transporttasche
  • Preis: 459€


# Lupine Wilma 6 – Lieferumfang

In der Hand

Frisch aus der Packung macht die Wilma des Modelljahres 2013 einen vertrauten Eindruck. Die Bike-Lampe ist im bewährten Gehäuse mit schlanken 120g Gewicht geblieben, der einfache und sicher funktionierende Klemmmechaniusmus für den Lenker geht ebenfalls in eine weitere Saison. Und dennoch zeigt sich die Wilma beim ersten Einschalten von einer neuen Seite. Da wären zu allererst die RGB-LEDs, die direkt über dem Schalter Auskunft über die gewählte Leuchtstufe und bei leerem Akku auch über den Ladezustand geben. Wichtiger als das ist jedoch, dass der Lichtstrom deutlich verstärkt worden ist. Bei breiter 26° Linse erreicht die Wilma nun 2400 Lumen und lässt damit die Marke von 2000 Lumen deutlich hinter sich.


# Lupine Wilma

Die weiteren Eigenschaften der Lampe sind wie bekannt geblieben. Von der Verarbeitung her erfüllt die Wilma die hohen Erwartungen, die an eine Lampe im Preissegment über 400€ gestellt werden dürfen und bietet mit austauschbaren Abschlussringen weiterhin die Möglichkeit zur Individualisierung. Wie gewohnt ist die Lampe darüber hinaus upgradefähig, so dass bei Vorstellung einer neuen LED-Platine kein Wechsel des Lampenkopfes notwendig ist. Gewohnt einfach funktioniert auch die Programmierung der Lampe. Für unseren Test haben wir der Lampe drei Leuchtstufen mit auf den Weg gegeben, um eine sehr niedrige Einstellung für den Weg durch die Stadt mit mehr Licht für den Uphill und voller Leistung für den Trail kombinieren zu können. Je nach Bedarf kann die Wilma so an die Wünsche des Fahrers / der Fahrerin angepasst werden.


# Lupine Wilma

Geliefert wird die Wilma 6 mit einem 5,6Ah Akku aus der Smartcore-Serie von Lupine. Diese Akkus bieten die Möglichkeit, direkt am Rahmen montiert zu werden und können über integrierte LEDs nicht nur den Akku-Stand anzeigen, sondern auch als Rücklicht dienen. Hierzu sollte der Akku an der Sattelstütze montiert werden und dank im Lieferumfang enthaltenem Verlängerungskabel bietet die Lampe größe Flexibilität bei der Positionierung. Schließlich ist der Lampenkopf leicht genug, um mit dem serienmäßigen Adapter auch auf dem Helm montiert zu werden.


# Lupine Wilma montiert am Lenker.

Ausleuchtung

Lupine Wilma - Maximale Helligkeit

# Lupine Wilma – Maximale Helligkeit

Lupine Wilma - Mittlere Helligkeit

# Lupine Wilma – Mittlere Helligkeit

Lupine Wilma - Minimale Helligkeit

# Lupine Wilma – Minimale Helligkeit

Die Lupine Wilma hat für das Modelljahr 2013 von der Leistung her mit der Lupine Betty aus 2012 gleichgezogen. Bei voller Leistung brennt die Wilma ihr Licht weit in die Tiefen des Trails und erreicht neuerdings auch eine deutlich breitere Abstrahlcharakteristik. So gestärkt kann die Lampe auch in den gedimmten Stufen überzeugen und bietet im grün leuchtenden Eco-Modus (Bild ganz unten) noch genügend Licht für Forstwege und einfache Trails. Für technisch anspruchsvolle Passagen und hohe Geschwindigkeiten empfielt sich die maximale Helligkeit, bei der die Wilma keine Wünsche offen lässt. Hier lässt sie sich gut mit der GW Tech Sunrise7 vergleichen, die etwas breiter, dafür jedoch weniger weit strahlt.

Lupine Wilma - Ausleuchtung

# Lupine Wilma – Ausleuchtung

Ein klarer Spot mit homogener Korona – so erreicht die Lupine Wilma eine sehr gute Leuchtweite bei guter Ausleuchtung des Nahbereichs und der Randbereiche. Lupine hat neu für 2013 den Abstrahlwinkel auf 26° erhöht, damit die früher teils bemängelte Randausleuchtung verbessert wird. Die Mission ist geglückt – die Wilma Modelljahr 2013 ist besser denn je.

Lichtstärke

Im Labor verfehlt die Lupine Wilma die vom Hersteller angegebenen 2400 Lumen knapp, doch 2360 Lumen sind immer noch genug, um auf dem Trail in jeder Lebenslage weiterhelfen zu können. Mit diesem Lichtstrom reiht sich die Wilma knapp hinter der GW Tech Sunrise7 ein, mit der sie sich auch auf dem Trail ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen liefert. Trotz der im Vergleich zum letzten Jahr breiter gewordenen Abstrahlwinkel liefert die Lampe eine hervorragende Leuchtweite und lässt hier auch die nominell hellere Sunrise7 oder MyTinySun Pro 2800X (siehe erster Teil) hinter sich. Geschlagen geben muss sie sich somit nur der hauseigenen Konkurrenz in Form der Betty R, die nochmals 1200 Lumen mehr bietet. Doch der Unterschied auf dem Trail ist weniger groß, als es die prozentuale Steigerung suggerieren würde.

Fazit

Die jüngste Überarbeitung hat die Wilma zur attraktivsten Lampe in diesem Test gemacht. Die Lichtleistung ist über jeden Zweifel erhaben und lässt die Vorgängerversion blass aussehen, das kompakte Gehäuse glänzt in herausragendem Finish und die Akkulaufzeit mit dem 5,6Ah Akku reicht auch für längere Nachtausflüge. Wer auf die technischen Feinheiten der deutlich teureren Betty R verzichten kann, bekommt mit der Wilma eine für das Auge fast genau so helle Lampe zum deutlich besseren, wenn auch immer noch hohen Preis. Im Vergleich zu den anderen Lampen dieser Testreihe im Bereich über 400€ bietet sie die beste Preis-Leistung.

Video

In unserem Video zum Bike-Lampentest findet ihr die wichtigsten technischen Details aller Testlampen und selbstverständlich Aufnahmen des Leuchtvergleichs von vorne und aus der Fahrerperspektive.

IBC Lampentest 2012 – Teil 2 von Tobias – mehr Mountainbike-Videos

Vergleichstest

Wie schlägt sich die Lupine Wilma 6 im Vergleich zur Konkurrenz?
Hier findet ihr unseren großen Lampentest 2012 –> Link zum Artikel.

Weitere Informationen zur Lupine Wilma 6

Link zur Herstellerseite

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Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    kuka.berlin

    dabei seit 03/2004

    oldyfreerider
    Gibt's ein Update-Kit?
    Ja schon, aber da die Versionen der Wilma oft eine unterschiedliche Leistungsabgabe haben ändert sich dem entsprechend die Lumenangabe.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    trd__1

    dabei seit 06/2009

    Ein Ugradekit für meine 2011 Wilma mit 1300Lumen würde mich auch sehr interessieren, kann aber ein solches Kit leider nirgends finden...
  4. benutzerbild

    spudi

    dabei seit 09/2006

    Die Wilma hat eine maximale Leistungsaufnahme von 28W bei 2400lm und nicht, wie im Bericht zu lesen, 40W.
  5. benutzerbild

    spudi

    dabei seit 09/2006

    Es wird für die alten Wilmas kein Upgradekit auf 2400 lm geben, da für die neue Wilma die Elektronik komplett überarbeitet wurde.
    Das heißt, bei der alten Wilma ist bei 1300lm ersteinmal Schluss.

    Karsten
  6. benutzerbild

    Tobias

    dabei seit 08/2001

    @spudi: Vielen Dank für den Hinweis, da hatte sich ein Fehler eingeschlichen. Die Betty R hat 40W.

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