HomeRandnotizenNach 16 Auflagen – Aus für den Black Forest Ultra Bike Marathon — 5. Juli 2013 12:14

Nach 16 Auflagen – Aus für den Black Forest Ultra Bike Marathon

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Eines der Traditionsevents im MTB-Breitensport ist zumindest vorerst wohl Geschichte – der diesjährige 16. Black Forest Ultra Bike Marathon wird voraussichtlich der letzte seiner Art bleiben – und das trotz über 5000 Teilnehmern. Hier teilen die Organisatoren die Gründe für das Aus mit:

16 Jahre lang ist der Black Forest ULTRA Bike Marathon durch den Schwarzwald geradelt. Dabei hat sich die Veranstaltung mit dem Motto „Keine Gnade für die Wade!“ frühzeitig zum größten Mountainbike-Marathon in Mitteleuropa entwickelt. Vorläufiger Höhepunkt: die diesjährige Veranstaltung, die mit 5.278 Anmeldungen, 5.062 Startern und 4.820 Finishern gleich drei Rekorde brachte…

Doch jetzt die Vollbremsung! Der dreiköpfige Vorstand des Organisationskomitees hat heute in einer Pressekonferenz geschlossen seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Warum?

„Wir haben in den letzten beiden Jahren deutlich und sehr schmerzhaft erfahren müssen, dass es in großen Teilen der Bevölkerung in Kirchzarten (und im gesamten Schwarzwald) keinerlei Wertschätzung für über 20 Jahre MTB-Geschichte und insbesondere auch den Black Forest ULTRA Bike Marathon gibt“, stellte Erhard Eckmann fest. Der OK-Sportchef ernüchtert: „Die ganzen Jahre haben wir einfach still vor uns hin gearbeitet – die begleitende Begeisterung, Mithilfe und Unterstützung, die für die Weiterentwicklung eines solches Großprojekts notwendig wäre, fehlte total!

Walter Hasper ergänzte: „Für uns war die Veranstaltung mit einem Umsatzvolumen von rund 500.000 Euro immer ein Ritt auf der Rasierklinge! Diesen haben wir stets mit viel Engagement und jeder Menge Spaß bewältigen können.“ Der OK-Finanzchef resigniert: „Doch wenn Du nach und nach nur noch Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommst – dann macht es natürlich irgendwann keinen Sinn mehr!

Carmen Iber betonte: „Uns geht es dabei keineswegs um Dankbarkeit oder Lobhudelei – diese Anerkennung haben wir durch die Sportler Jahr für Jahr jede Menge bekommen.“ Die OK-Bürochefin beklagte ebenfalls das komplett mangelnde Bekenntnis zum Mountainbike-Sport in „unserer tollen und dafür idealen Region!“ Iber: „Die Gemeinde hätte sich mal überlegen sollen, wie viel Geld in Werbung hätte gesteckt werden müssen, um Kirchzarten weltweit so bekannt zu machen!

Eigene Fehler:

„Ja klar haben wir welche gemacht!“, sagt Erhard Eckmann – und nennt gleich den größten: „Wir waren wohl eindeutig zu betriebsblind und zu naiv, haben gar nicht gemerkt, dass Kirchzarten alles andere als DAS deutsche Moutainbikemekka ist.“ Dazu räumt der OK-Chef zwei handwerkliche Fehler bei der Präsentation der Streit auslösenden Bike-Arena ein. „Wir hätten sie nicht Bike-Arena nennen dürfen, denn das hätte sie dem Namen eh nicht gerecht werden können und sollen. Und wir hätten nicht gleich einen komplett ausgearbeiteten Plan vorlegen, sondern lieber mit einer Strichzeichnung anfangen sollen.“ Carmen Iber: „Doch wir haben es – wie immer – einfach von Beginn an richtig perfekt machen wollen.“

Das Fazit: Eckmann und seine Kollegen „glauben nicht mehr an eine Zukunft des Mountainbike Sports in Kichzarten sowie im Dreisamtal und sogar im gesamten Schwarzwald!“ Daher der logische und konsequente Rücktritt…


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