Marktwert auf 250 Mio geschätzt Pinarello an Milliardär verkauft

Der 250 Millionen Euro schwere italienische Fahrrad-Hersteller Pinarello wurde laut einer Pressemeldung des Konzerns an eine Privatperson verkauft. Man spricht vom südafrikanischen Bergbau-Milliardär Ivan Glasenberg als neuem Eigner. Hier der aktuelle Kenntnisstand:
Titelbild

Pinarello verkauft – was wir wissen

Im Laufe des Jahres wurde berichtet, dass der US-amerikanische Private Equity-Investor L Catterton seine Anteile an der italienischen Marke Pinarello, zum Verkauf angeboten hatte. Den Wert der Marke hatte man zuvor auf 250 Millionen Euro beziffert.

Seitdem gab es wenig Neuigkeiten, abgesehen von einigen Berichten, dass die Pinarello-Familie darüber nachdenke, ihre Mehrheitsbeteiligung zurückzukaufen, die sie im Jahr 2016 für angeblich 90 Millionen Euro an L Catterton in Partnerschaft mit dem Luxuskonsumgüter-Giganten LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy), verkauft hatte. Seinen Jahresumsatz 2022 gab Pinarello mit 84 Millionen Euro bei einem Zuwachs von 24 % an.

Kürzlich berichtete die italienische Website Tuttobiciweb, dass der Südafrikaner Ivan Glasenberg (Privatvermögen laut Forbes 8,6 Milliarden USD), ehemaliger CEO von Glencore, einem der weltweit größten Bergbauunternehmen, das Pinarello-Hauptquartier besucht habe. Zwar diente der Besuch offiziell dem Kauf eines Pinarello-Boliden, aber die Umstände rund um diesen Termin hatten zu Spekulationen über einen bevorstehenden Deal geführt, der erheblich über ein einzelnes Fahrrad hinausgeht.

Das sagt Pinarello

In einer Pressemitteilung gibt Pinarello bekannt, dass L Catterton seine 80 % Anteile an Pinarello an ein privates Family Office verkauft habe. Einzelheiten der Transaktion oder gar die Identität des Käufers wurden darin nicht bekannt gegeben. Laut Medienberichten hat Fausto Pinarello, der selbst 20 Prozent der Firmenanteile hält, jedoch mittlerweile gegenüber der italienischen Presse bestätigt, dass Glasenberg der neue Haupteigner sei. Pinarello selbst wird dem Unternehmen laut der Pressemeldung als Chairman erhalten bleiben und auch die künftige Modellentwicklung verantworten.

Glasenberg ist nicht unbekannt in der Radszene, er ist bereits an dem Unternehmen Q36.5 beteiligt und ist als begeisterter Radenthusiast und Triathlet bekannt. Seine Pläne mit Pinarello sind nicht öffentlich bekannt, italienische Medien berichten jedoch, dass der Südafrikaner schon nächste Woche einen Antrittsbesuch in Treviso geplant habe.

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Infos: Pressemitteilung Pinarello

15 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Wer mal ein Township in Südafrika gesehen hat, weiß, wer den Typen reich gemacht hat.
    Anstatt vor Ort was zu verändern ballert er mal lieber ne viertel Milliarde in sein Kinderego.
    Solche Typen widern mich an.

  2. Ist schon beachtlich, wie so eine Firma in Zeiten vom E-Bike Boom noch wachsen kann.
    Sowas funktioniert auch nur in Italien. 🙂

  3. tufkad
    Dabei seit 12/2004
    Ist schon beachtlich, wie so eine Firma in Zeiten vom E-Bike Boom noch wachsen kann.
    Sowas funktioniert auch nur in Italien. 🙂
    Wieso? Die können den "E-Boom" doch auch mit entsprechenden Modellen bedienen.
  4. mit der Hoffnung ist man bei Glasenberg leider fehl am Platz. Der hat sein Geld mit den übelsten Regimes gemacht. Aber Geld stinkt ja nicht, wie man weiß.
    ich muss zugeben, ich hab mich nicht informiert.......
    aber am Ende ist es immer so, wie du sagst, follow the money..........💰💰💰💰
  5. ich muss zugeben, ich hab mich nicht informiert.......
    aber am Ende ist es immer so, wie du sagst, follow the money..........💰💰💰💰
    ich kenne den Namen halt im beruflichen Kontext, da ging gleich die Lampe an.
    Wobei es ja letztlich für die Marke egal ist wer sie finanziert, der Laden muß laufen und über den Rest macht sich da kaum einer Gedanken
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