Jobrad kündigt Stellenabbau an Marktführer reagiert auf Branchenkrise

Der Freiburger Dienstradleasing-Anbieter Jobrad plant einen Stellenabbau. Wie viele Mitarbeitende betroffen sein werden, ist bislang unklar. Das Unternehmen reagiert damit auf die anhaltende Krise im Fahrradgeschäft und stagnierende Umsätze.
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Hintergrund: Vom Boom zur Konsolidierung

Über Jahre hinweg profitierte Jobrad stark vom Fahrrad-Boom und baute seine Marktführerschaft kontinuierlich aus. Innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt entwickelte sich das Unternehmen von einem kleinen Start-up zu einem Branchenprimus mit über einer Milliarde Euro Jahresumsatz. Zuletzt beschäftigte Jobrad rund 1.000 Mitarbeitende in Deutschland. Doch nach Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent jährlich ist das Geschäft seit 2024 ins Stocken geraten – die Umsätze stagnieren, und die Erwartungen für 2025 haben sich nicht erfüllt.

In einem Beitrag vom SWR zum Thema Stellenabbau bei Jobrad heißt es zudem, dass sich aktuell die gesteigerte Konkurrenz und die gesunkenen Fahrradverkäufe bemerkbar machen würden. Von möglichen negativen Auswirkungen des im Jahr 2023 neu eingeführten Preismodells von Jobrad, nach welchem sich der Dienstleister bis zu 6 % Provision einräumt, spricht man nicht.

Stellenabbau soll Strukturen anpassen

Nach Angaben des Managements sei eine Anpassung der Personalstruktur unumgänglich. Automatisierung, effizientere Prozesse und eine fokussierte Ausrichtung sollen Jobrad widerstandsfähiger machen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat will das Unternehmen nun ein Konzept entwickeln, das möglichst sozialverträgliche Lösungen vorsieht. Konkrete Zahlen oder betroffene Bereiche wurden bislang nicht genannt. Eine Entscheidung über das Ausmaß des Stellenabbaus soll voraussichtlich im Winter folgen.

Fokus auf Zukunft trotz Einschnitten

Trotz der Ankündigung betont Jobrad, dass das Geschäftsmodell robust und zukunftsfähig bleibe. Das Dienstradleasing habe weiterhin großes Potenzial, sowohl im Zusammenspiel mit Arbeitgebern als auch mit dem Fachhandel. Mittel- bis langfristig sollen Expansionen in andere europäische Märkte sowie mögliche Übernahmen von Wettbewerbern neue Wachstumschancen eröffnen. Gleichzeitig will das Unternehmen seinen Service für Partner und Kunden verbessern.

Wie siehst du den Stellenabbau bei Jobrad – notwendige Anpassung oder Warnsignal für die Branche?

125 Kommentare

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  1. Klar, es muss natürlich stets die 'Marke' sein. smilie Und am besten zum Ramschpreis.
    Das ist alles, was du aus dem Kommentar gezogen hast. Wow.

    Ich kenne übrigens die Bosse von Takko persönlich und kann auch von den fairen Produkten dort ein Lied trällern.
  2. Ich denke, es gibt für beides Beispiele, und viele Fälle liegen irgendwo dazwischen. Dort, wo Konkurrenz herrscht und damit Preisdruck entsteht, sinken die Preise. Bei Luxusgütern hingegen, bei denen der Preis Teil des Markenimages ist, fließen die Einsparungen meist in höhere Margen.

    Meiner Meinung nach sind wir Konsumenten dabei keine hilflosen Beifahrer, sondern ein wesentlicher Faktor, der mitbestimmt, wie die Unternehmenslandschaft um uns aussieht. Und ja, die meisten von uns interessiert das wohl nicht, vielleicht sieht die Welt gerade deshalb so aus, wie sie ist.
    Hilflose Beifahrer? Das widerspricht deinem ursprünglichen Kommentar leider.
  3. Hilflose Beifahrer? Das widerspricht deinem ursprünglichen Kommentar leider.
    Inwiefern?
  4. Mein Punkt war: Unternehmen richten sich nach unserer Nachfrage.
    🤷
  5. 🤷
    Und wo ist da der Widerspruch?
    Mein Punkt war: Unternehmen richten sich nach unserer Nachfrage.
    Meiner Meinung nach sind wir Konsumenten dabei keine hilflosen Beifahrer, sondern ein wesentlicher Faktor, der mitbestimmt, wie die Unternehmenslandschaft um uns aussieht.
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