Schluss mit Verbindungsproblemen?
Nach dem Ärger mit der vorangegangenen Version, die laut Berichten zeitweise Millionen Uhren vom Smartphone trennte, will Garmin mit dem Update auf Build 5.21.2 für Ruhe sorgen. Der Schlüssel liegt in der neuen Architektur von iOS 26. Apple musste durch EU-Vorgaben (DMA) die Bluetooth-Schnittstellen öffnen. Das Ergebnis: Garmin-Uhren wie die Forerunner-, Epix- oder Fénix-Modelle sollen sich nun nicht mehr wie ein externer Fremdkörper, sondern wie natives Zubehör verhalten.
Verantwortlich für diesen Kurswechsel ist nicht etwa Apples plötzliche Nächstenliebe, sondern der Digital Markets Act der EU. Das Gesetz zielt darauf ab, die Macht sogenannter „Gatekeeper“ zu beschneiden und fairen Wettbewerb zu erzwingen. Konkret bedeutet das: Apple darf seine eigene Hardware – in diesem Fall die Apple Watch – nicht länger durch exklusive Zugriffe auf das Betriebssystem bevorteilen. Schnittstellen für Bluetooth und Hintergrundprozesse, die bisher verschlossen waren („Walled Garden“), müssen nun auch für Dritte wie Garmin offenstehen. Das Ergebnis ist eine erzwungene technische Gleichberechtigung.
Beim ersten App-Start nach dem Update wird daher eine erneute Kopplung fällig. Danach taucht die Uhr in den Bluetooth-Einstellungen des iPhones deutlich prominenter auf.
Gleichstellung beim Datentransfer
Die neue Schnittstelle erlaubt es der Garmin-Hardware, Daten im Hintergrund genauso berechtigt an das iPhone zu senden wie Apple-Produkte. Der sogenannte Uplink (Uhr zu Smartphone) soll damit ohne das bisher nötige manuelle Öffnen der App funktionieren. Schritte, Schlafdaten und Activities landen laut Hersteller nun vollautomatisch und transparent in der Connect App.
Baustelle: Der Weg zurück zur Uhr
Ganz nahtlos ist die Ehe zwischen iOS und Garmin aber noch nicht. Während Daten gut vom Handgelenk zum Telefon fließen, nutzt der Rückweg (Downlink) – etwa für Wetterdaten oder Sportergebnisse – technisch noch die alte Methode der Hintergrundaktualisierung. Auch das WLAN-Pairing bleibt unverändert.
Besserung ist jedoch in Sicht: Mit der Beta von iOS 26.3 arbeiten die Entwickler bereits an einer zuverlässigeren Spiegelung von Benachrichtigungen (Smart Notifications), die bisher oft ein Geduldsspiel war.
Läuft der Sync bei euch unter iOS 26 jetzt endlich rund oder hakt es immer noch? Postet eure Erfahrungen in die Kommentare!
25 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumDen Vorteil eines Binnenmarktes bestreite ich nicht, es geht ausschließlich um die Auswüchse der Bürokratie auf EU Ebene
Bei dieser Verordnung hier geht es "nur" um den Wettbewerb und nicht um die Wünsche der Kunden. Dem stand es schon immer frei sich aus dem Ökosystem zu befreien. Die meisten wollen das vermutlich gar nicht, sondern kaufen Apple weil es so ein abgeschottetes Ökosystem ist. Mal abgesehen von ein paar lauten Aktivosten.
Konkrete Frage: Wo kann ich den ganzen verordneten Mist im IOS abstellen? Ich will gar nicht jedem "dahergelaufenen" Zwangsprogramm Berechtigungen geben...
Gerde den buggy Garmin-Krams will ich so wenig wie möglich Eingriff ins IOS geben.
Edit: Das soll kein generelles EU-Bashing werden, mir gehen nur einzelne mir bekannte Verordnungen z.B. Vergaberecht, DMA) auf den Senkel.
Dazu gibt es zwei Pfade:
1. Einstellungen / Datenschutz und Sicherheit (da lässt sich sehr viel einstellen und Rechte vergeben / entziehen; es lohnt sich tatsächlich einmal durch alle Einsellungsmöglichkeiten zu gehen, um die zu verstehen, dort kannst Du auch Werbetracker ausschalten)
2. Einstellungen / Apps (ganz unten) Dort kannst Du pro App Berechtigungen vergeben, wenn Du die jeweilige App anklickst
Von daher ist die Korrektur zum Binnenmarkt doch absolut angebracht und passend.
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