Kaum gehen die ersten Rennen der Mountainbike-Saison 2026 über die Bühne, richtet sich der Fokus der Szene auf das erste große Saisonhighlight: das Absa Cape Epic. Das häufig als „Tour de France der Mountainbikerinnen und Mountainbiker“ titulierte Etappenrennen in Südafrika ist seit Jahren das hochkarätigst besetzte Langstreckenrennen im Rennzirkus und dürfte in diesem Jahr so umkämpft sein wie selten zuvor.
Seit einigen Wochen veröffentlichen die Veranstalter des Cape Epic in den sozialen Medien nach und nach die verschiedenen Paarungen, die in den beiden Hauptkategorien der Damen und Herren an den Start gehen werden. Unter anderem wurde bereits bekannt das die Short Track-Weltmeisterin aus der Schweiz, Alessandra Keller, gemeinsam mit der Südafrikanerin Candice Lill in Südafrika an den Start gehen wird, sowie Marathon-Weltmeisterin Kate Courtney mit ihrer US-amerikanischen Landsfrau Melisa Rollins.
Im Herrenfeld steht bereits jetzt fest, dass der dreifache Sieger der Herrenklasse, Matt Beers, gemeinsam mit Marathon-Weltmeister Keegan Swenson aus den USA an den Start gehen wird. Ebenfalls heiße Anwärter auf eine vordere Platzierung dürften der Belgier Wout Alleman und der Tscheche Martin Stosek sein, die im vergangenen Jahr einen Etappensieg einfahren konnten, ehe Alleman das Rennen krankheitsbedingt vorzeitig beenden musste.
Einige der jüngsten Meldungen der Veranstalter umfassen jedoch die deutschen Top-Fahrer der Langstrecke und Cross-Country-Szene. Das Singer KTM Racing Team um Ex-Marathon-Weltmeister Andreas Seewald und Jakob Hartmann konnte bereits am vergangenen Wochenende beim Saisonstart in Südafrika, dem Tankwa Trek-Etappenrennen, mit dem Gesamtsieg aufhorchen lassen (Bericht folgt) und scheint somit auf bestem Wege auch beim Cape Epic glänzen können. Auch die Cape Epic-Überraschungssieger aus dem Jahr 2022, Georg Egger und Lukas Baum, werden heuer wieder am Westkap an den Start gehen.
Während der Start des KTM Singer-Duos Seewald/Hartmann und des Speed Company Duos Egger/Baum keineswegs verwunderlich ist, sorgt die Nachricht, dass Luca Schwarzbauer, ehemaliger Short Track-Gesamtweltcupsieger, seine Cape Epic-Premiere feiert, für eine Überraschung. Schwarzbauer wird gemeinsam mit dem Neuseeländer Sam Gaze an den Start gehen. Beide sind zwar in unterschiedlichen Teams unter Vertrag, aber auf gleichem Canyon-Material, sodass die gegenseitige Unterstützung bei den oftmaligen Defekten und Pannen beim Cape Epic gesichert sein dürfte.
In den sozialen Medien äußert sich Schwarzbauer sehr begeistert und ehrfürchtig vor der anstehenden Aufgabe: „Big news! Honored and excited to take on this big journey with you, bro @samuelgaze“, betitelt Schwarzbauer die Nachricht des Tages.
Können Luca Scwarzbauer und Sam Gaze die Marathon-Elite aufmischen? Was denkt ihr?
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Alle weiteren Berichte aus der Rubrik „XC-News“ findest du hier auf dieser Übersichtsseite.
21 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumDas konnte ich leider kurzfristig nicht stemmen, aber ein Traum wäre die Teilnahme trotzdem noch einmal.
Gaze und Schwarzbauer sind ne ziemlich spannende Ergänzung zu den restlichen Gesamtsiegerkandidaten-Teams. Sind ja beides eher schwere und kraftvolle Athleten verglichen mit den üblichen Marathonisten
Ich drück ihnen die Daumen, dass sie defektfrei(arm) durchkommen. Lieber einmal öfters die feine Klinge hernehmen statt hart draufhalten.... Könnte spektakuläre Zielsprints geben
Dann nennen wir die Tour de France doch einfach "Das Cape Epic der Straßenfahrer", dann passt es wieder 🤷
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