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Guten Morgen
Guten Morgen - Der vierte Morgen wahr tatsächlich wieder gut, denn das schlechte Wetter war strahlendem Sonnenschein gewichen.
Ein wunderbarer Ausblick über Churchevel.
Ein wunderbarer Ausblick über Churchevel.
Von Churchevel ging es hoch hinaus.
Von Churchevel ging es hoch hinaus.
Trotz Sonne war es frisch am frühen Morgen.
Trotz Sonne war es frisch am frühen Morgen. - Die noch nasse Bekleidung vom Vortag machte sich unangenehm bemerkbar.
Besser hätte der Ausblick zur Motivation vor Stage 1 wohl nicht sein können.
Besser hätte der Ausblick zur Motivation vor Stage 1 wohl nicht sein können.
Sehr geil!
Sehr geil!
Der Blick hinab auf Meribel vom Start der zweiten Stage
Der Blick hinab auf Meribel vom Start der zweiten Stage
Die Schneefallgrenze war erneut leicht gesunken, was uns jedoch nicht beeinflussen sollte.
Die Schneefallgrenze war erneut leicht gesunken, was uns jedoch nicht beeinflussen sollte.
Adam bei dir Arbeit
Adam bei dir Arbeit
Das Equipment von IBC-User und Filmer "adamschlang"
Das Equipment von IBC-User und Filmer "adamschlang"
Über einen langen, aber spaßigen und sehenswerten Singletrail ging es zu den letzten Stages.
Über einen langen, aber spaßigen und sehenswerten Singletrail ging es zu den letzten Stages.
Gute Nacht!
Gute Nacht!

Update: Aufgrund zeitlicher Probleme sowie einer unangenehmen Magen-Darm-Grippe konnte ich den Trans Savoie-Blog nach Tag 3 nicht weiter fortführen. Um euch dennoch am Renngeschehen teilhaben zu lassen, würde nun gern dort anknüpfen, wo ich letzte Woche aufhören musste. Also weiter mit Tag 4.

Erleichterung am frühen Morgen: Nachdem es am Vortag ununterbrochen geschüttet hatte und die Temperaturen in den Keller gesunken waren, wurden die Gipfel der Savoyen am Mittwochmorgen endlich wieder in Sonnenlicht getaucht. Zum Glück, denn die Strapazen des Vortags saßen allen noch tief in den Knochen. Doch das sollte sich schnell wieder ändern.

Nachdem wir uns am Vortag die Beine in einem kleinen, aber hoch gelegenen Skigebiet bei Eiseskälte (Blog drei – von Seez nach Champagny) in den Bauch gestanden hatten und nach der darauf folgenden Abfahrt ins Tal nicht ins Camp gelassen wurden, war uns die schlechte Laune von der Stirn abzulesen. Nach fast drei Stunden Wartezeit in einer Stadthalle durften wir endlich ins Camp um zu duschen, in trockene Bekleidung zu schlüpfen und verzweifelt versuchen, unsere durchnässte Wäsche wieder trocken zu bekommen. Wie schön, wenn man an solch einem Tag dann auch noch von einem älteren deutschen Ehepaar belehrt wird, wie man Waschmaschine und Trockner auf einem Campingplatz richtig zu benutzen hat. Tag vier konnte also nur besser werden, und so war es auch.

Guten Morgen
# Guten Morgen - Der vierte Morgen wahr tatsächlich wieder gut, denn das schlechte Wetter war strahlendem Sonnenschein gewichen.

Etappe 4 – von Courchevel nach Villarlurin

Stage 1

Um sich nach der kalten verregneten Nacht wieder aufzuwärmen, startete der Tag mit einem Uphill über 450 Höhenmeter hinauf in den beschaulichen Wintersportort Courchevel. Von dort ging es via zweier Gondelbahnen weiter hinauf und anschließend nochmals aus eigener Kraft über 250 Höhenmeter auf eine Starthöhe von 2.300 Meter. Was dort wartete, war nicht nur ein bestechend schöner Ausblick, sondern auch eine Stage, die es so richtig in sich hatte.

Ein wunderbarer Ausblick über Churchevel.
# Ein wunderbarer Ausblick über Churchevel.
Von Churchevel ging es hoch hinaus.
# Von Churchevel ging es hoch hinaus.
Trotz Sonne war es frisch am frühen Morgen.
# Trotz Sonne war es frisch am frühen Morgen. - Die noch nasse Bekleidung vom Vortag machte sich unangenehm bemerkbar.

Im obersten Teil verlief der Trail knapp 150 Tiefenmeter lang über rutschigste Felsplatten inmitten einer einzigen Stein- und Felslandschaft. Stürzen hätten hier höchst unvorteilhafte Folgen gehabt. Ein Großteil der Teilnehmer riskierte den Versuch erst gar nicht, diese Sektion fahrerisch zu meisten. Da ich nach Tag zwei mit meinem Schaltwerksdefekt dennoch überraschend gut im Rennen lag, ließ ich mich vom Trail nicht unterkriegen und versuchte überwiegend auf dem Bike zu blieben, was mir nicht immer gelang. Immer wieder war der Weg für Überholmanöver schlicht und ergreifend zu eng, was mich zum Abstieg und Laufen zwang. Hinzu kam einer kleiner, jedoch nicht weiter tragischer Sturz. Doch nach dieser ersten Sektion eröffnete die Stage Trail-Genuss vom allerfeinsten.

Schnelle Geraden und spaßig-rutschige Richtungswechsel dominierten das Bild des total mit Matsch bedeckten Singletrails. Wer einmal im Flow war, konnte hier so richtig Spaß haben. Schnell war ich in meinem Element und machte so viele Plätze gut wie bei keiner Stage zuvor. Im Ziel angekommen folgten wir ohne Unterbrechung den Richtungspfeilen nach Meribel, wo Stage 2 und 3 auf uns warteten.

Besser hätte der Ausblick zur Motivation vor Stage 1 wohl nicht sein können.
# Besser hätte der Ausblick zur Motivation vor Stage 1 wohl nicht sein können.
Sehr geil!
# Sehr geil!

Stage 2

Vom Zentrum Meribels, wo wenige Tage zuvor noch das World Cup-Finale ausgetragen wurde, ging es erneut mit der Unterstützung zweier Gondeln weit hinauf. Der Startpunkt der zweiten Wertungsprüfung lag auf beachtlichen 2.600 Metern Höhe. Für mich sollte diese Stage der Anfang des Endes werden.

Der Blick hinab auf Meribel vom Start der zweiten Stage
# Der Blick hinab auf Meribel vom Start der zweiten Stage
Die Schneefallgrenze war erneut leicht gesunken, was uns jedoch nicht beeinflussen sollte.
# Die Schneefallgrenze war erneut leicht gesunken, was uns jedoch nicht beeinflussen sollte.

Motiviert und konzentriert startete ich in den ersten schnellen Schotterhang. Der Trail zog relativ einfach, dafür aber schnell und mit spitzen Kurven durch die steinige Landhaft eine Ski-Hangs. Dann ging er allmählich in einen richtigen Singletrail über, der sich flowig durch eine Landschaft auf Steinen und Felsen schlängelte. Vollkonzentriert suchte ich mir die schnellsten Linien und konnte so vernünftig Tempo machen. Als ich dann von einer Kurve in die nächste sprang, unterschätzte ich die darauf folgende S-Schikane. Erst wich ich einem großen Felsen auf der rechten Seite aus, dann hatte ich keinen Platz mehr, um einem ebenso großen Felsen auf der anderen Seite zu entgehen. Trotz Vollbremsung krachte ich mit dem linken Schienbein platt vor den Stein und wurde durch die abrupte Verzögerung über den Lenker geworfen. Der Schmerz war riesig. Im ersten Moment dachte ich, das Scheinbein sei durch.

Kurz durchschnaufen, auf die Seite robben und die Lage sondieren. Nichts passiert – zumindest schien nichts gebrochen und bis auf ein paar kleinere Kratzer und etwas Blut war auch äußerlich nichts zu sehen. Also zurück aufs Bike. Mit mächtigen Schmerzen ging ich den weiteren Verlauf langsam an, vor allem da die Konzentration von da an wie weggeblasen war. Doch die Stage war lang und es gab viel zu treten. Ab der Mitte hatte ich mich wieder gesammelt, wodurch ich wenigsten den zweiten Teil in alter Stärke meistern konnte.

Stage 3

Erschöpft erreichte ich die Verpflegungsstation, wo ich nochmals kurz verschnaufte und versuchte, meine Gedanken wieder auf das Wesentliche zu lenken. Zum dritten Mal ging es via Gondel und Sessellift auf eine Höhe von über 2.000 Metern, dann über einen spaßigen Bikepark-Trail hinab zum Start der dritten Stage. Die dritte Etappe sollte vor allem eins sein: tretlastig. Hätte ich gewusst, wie tretintensiv sie werden würde, ich hätte mich nicht in der Startaufstellung vor den EX-XC-Spezialisten Philippe aus der Schweiz gestellt.

Adam bei dir Arbeit
# Adam bei dir Arbeit
Das Equipment von IBC-User und Filmer "adamschlang"
# Das Equipment von IBC-User und Filmer "adamschlang"

Schon wenige 100 Meter nach dem Start holte mich Philippe ein, wollte aber nicht passieren. Immer wieder gelang es mir in den kurzen Abfahrten ein paar Meter gut zu machen, doch sobald es auch nur ein paar Pedalumdrehungen zu machen galt, war er wieder an mir dran. Zu allem Überfluss war der Trail durch das Unwetter des Vortages im mittleren Bereich vollkommen aufgeweicht und riesige Matschlöcher machten das ohnehin schon anstrengende Vorankommen zur totalen Qual.

Um den größten Matschlöchern zu entgehen, führte der Weg über kleine Holzbrücken, die von den vorangegangenen Fahrern bereits mit Matsche überzogen waren. Und so ereignete sich der nächste Sturz. Um einem tiefen Wasser-Matsch-Loch nach einer dieser kleinen Holzbrücken zu entgehen, wollte ich mit einem Sidehop von der Brücke rechts in die Wiese springen. Als ich am Lenker zog, rutschte mein Vorderrad jedoch so plötzlich weg, dass ich erst mit dem Kopf ungebremst auf dem Boden einschlug und dann samt Bike ins Matschloch rutschte.

Etwas benommen musste ich mich erst einmal sammeln, bevor ich damit begann, mich und mein Bike vom stinkenden Matsch zu befreien. Von dort an war das Rennen für mich gelaufen. Mit einem brummenden Schädel fuhr ich ins Ziel, wo ich kurzerhand von Race-Doc Björn gecheckt wurde.

Stage 4 und 5

Gemeinsam ging es weiter Richtung Tagesabschluss. Doch bis es so weit war, galt erst einen unendlich lang erscheinenden Singletrail entlang eines Bergrückens zu bewältigen. Der stetige Wechsel aus Schieben und Fahren kostete mich die letzten Kräfte. Leider blieb so wenig Lust, um die wirklich beeindruckende Aussicht rund herum genießen zu können. Von leichten Krämpfen geplagt erreichten wir endlich den Startpunkt der vorletzten Stage. Für mich hieß das: verschnaufen bis zur letzten Minute.

Über einen langen, aber spaßigen und sehenswerten Singletrail ging es zu den letzten Stages.
# Über einen langen, aber spaßigen und sehenswerten Singletrail ging es zu den letzten Stages.

Ein letztes Mal Kräfte sammeln, Zähne zusammenbeißen und die Konzentration auf den Trail lenken! Dann ging es los – und wie es losging. Die Versprechen der Teilnehmer, die schon im Vorjahr über diesen Trail gefahren waren, bewahrheiteten sich: Einer der besten Trails, den ihr je gefahren seid. Kein anderer Trail im bisherigen Rennverlauf war so abwechslungsreich wie dieser. Vor allem begeisterten mich die zahlreichen Waldquerungen mit hängenden Wurzelteppichen. “Geschwindigkeit bringt Sicherheit” – dieses Motto ging hier voll und ganz auf. Je schneller ich wurde, desto mehr Spaß machte der Trail. Ganze 640 Tiefenmeter und 4,2 km weiter unten erreichte ich das Ziel. Im letzten Jahr waren Stage 4 und 5 eins, doch zugunsten des Trail-Genusses wurde das Verbindungsstück, welches es noch zu bezwingen gab, aus der Wertung genommen.

Auch Stage 6 war kein bisschen schlechter, wenn auch vom Charakter deutlich anders. Doch auch hier galt erneut: Bremsen auf und Blick nach vorn. Der tiefe Waldboden war von den vorweggefahrenen Fahrern so stark deformiert worden, dass sich die Spuren vor Kurven, Absätzen und anderen Hindernissen bestens lesen liesen, wodurch sich ziemlich gut abschätzen ließ, was wohl als nächstes kommen würde und mit viel Speed die nächste Sektion anzusteuern war. Zudem hatten sich in den Kurven kleine Anlieger in den Boden gefräst, was das Trail-Vergnügen nochmals steigerte. Als wir, die Schlusslichter des Tages, endlich das Ziel und den Sammelpunkt der Shuttle-Busse erreichten, blickten wir in strahlende Gesichter. Von überall waren Sätze wie “best trail of my life” oder “i´ve never been that fast on a mtb in the woods” zu hören.

Was für ein geiler Tag, trotz der beiden überflüssigen Stürze.

Gute Nacht!
# Gute Nacht!

Das Video: Tag 4 in bewegten Bildern

Trans-Savoie 2014 Supported By Shimano Day 4 – Bozel, Courchevel, Meribel – Villarlurin from Trans-Savoie on Vimeo.




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

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  2. benutzerbild

    Speci007

    dabei seit 05/2012

    Super Bericht, super Bilder-wie immer
  3. benutzerbild

    Speziazlizt

    dabei seit 04/2007

    Top! Das Gefühl, noch nie so schnell durch einen Wald gebügelt zu sein kann ich sehr gut nachvollziehen - letztes Jahr selber mal erlebt :)
  4. benutzerbild

    federwech

    dabei seit 08/2009

    Sehr geiles Video!

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