XC-Weltmeister im Wechselfieber Hatherly wechselt ins Straßenteam Jayco-Alula

Paukenschlag zum Auftakt des Wechselkarussells im Cross-Country-Zirkus: Der Cross-Country-Weltmeister Alan Hatherly verlässt das Cannondale Factory Team und schließt sich dem Straßen-World Tour-Team Jayco-Alula an. Hatherly soll in der kommenden Saison sowohl auf der Straße als auch auf dem Mountainbike unterwegs sein und tritt damit in die Fußstapfen großer Radsport-Multidisziplinen-Talente wie Tom Pidcock, Puck Pieterse oder Mathieu van der Poel. Die wichtigsten Infos zum Wechsel des Südafrikaners im Überblick.
Titelbild

Nach vier Jahren in den Farben des Cannondale Factory Racing Teams wird der amtierende Cross-Country-Weltmeister Alan Hatherly in der kommenden Saison in neuem Gewand unterwegs sein: Das Profi-Straßenteam Jayco-Alula hat sich die Dienste des Südafrikaners gesichert, auf einen Zweijahresvertrag haben sich das Team und Hatherly geeinigt, wie einer Pressemeldung des Teams zu entnehmen ist.

Der Cross-Country-Weltmeister wechselt das Team
# Der Cross-Country-Weltmeister wechselt das Team – Nach vier Jahren im Cannondale Factory Team wird Alan Hatherly in der kommenden Saison für das Straßenteam Jayco-Alula und im Gelände für das Giant Offroad Team unterwegs sein.

Hinter Alan Hatherly liegt die wohl erfolgreichste Saison seiner Karriere: Der Südafrikaner sicherte sich nicht nur bei den Cross-Country-Weltmeisterschaften in Andorra vor dem Franzosen Victor Koretzky und dem Briten Tom Pidcock den Weltmeistertitel, sondern fuhr zudem zum Sieg in der Weltcupgesamtwertung und zur Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Paris. Letzterer Erfolg, eine Medaille bei Olympischen Spielen in der Mountainbikedisziplin, konnte Hatherly sich als erster nicht-europäischer Fahrer in der Geschichte der Mountainbike-Wettkämpfe bei Olympischen Spielen sichern.

Das Regenbogentrikot des amtierenden Weltmeisters wird Hatherly aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison bei Mountainbike-Rennen präsentieren. Ähnlich wie Tom Pidcock, Puck Pieterse, Mathieu van der Poel und Co. plant Hatherly sowohl im Gelände als auch auf der Straße aktiv zu sein. Wie genau seine Rennplanung gestaltet sein wird, steht wohl aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

Definitiv sicher ist, dass Hatherly bei Mountainbikerennen als Teil des Giant Offroad Teams aktiv sein wird. Radhersteller Giant ist Sponsor des Jayco-Alula-Teams und somit der designierte Partner für Hatherlys Einsätze im MTB-Renngeschehen. Aktuell sind im Giant Offroad Team der Schweizer Dario Lillo, der Kanadier Carter Woods und der Belgier Jens Schuermans unterwegs.

Ich freue mich unglaublich auf dieses neue Kapitel in meiner Radsportkarriere und bin sehr dankbar für die Möglichkeit, die nächsten zwei Saisons für GreenEDGE Cycling zu fahren. Ich denke, jetzt ist der perfekte Moment für mich, um aus meiner Komfortzone herauszukommen und mich weiterzuentwickeln. Der Wechsel zu einem WorldTour-Straßenteam ist natürlich etwas völlig Neues für mich und ich werde es genießen von den besten lernen zu können. Die Kombination aus Straßen- und MTB-Einsätzen ist für mich etwas ganz Neues und Besonderes, und ich bin sehr gespannt, wohin die Reise gehen wird!

Alan Hatherly


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10 Kommentare

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  1. Er tritt wohl eher in die Fußstapfen von zB. Viktor Koretzky und wie gut das funktioniert hat, hat man ja gesehen.
    MvdP und Pidcock kommen vom Cyclocross und Rennrad. MTB nehmen die einfach nebenbei mit weil es hald mit kurzen V02 Trainingseinheiten gut in den Trainingsplan passt und die beiden technisch top sind.
    Hatherley muss zusehen nicht zu viele Federn für MTB zu lassen um am Ende dann nirgends was zu reißen.
    Aber am Ende geht es natürlich ums Geld...
    Funktionieren kann das, es gibt ja Beispiele, die das belegen. Cadel Evans ist so eins. Aber dann muss man zu 100% seinen Fokus auf die Straße legen und mit einer längeren Anpassungs-/Eingewöhnungszeit planen. Auf mehreren Hochzeiten tanzen hat bisher eigentlich selten bis nie funktioniert. Pidcock und MvdP sind schlechte Beispiele, weil deren Focus mehr oder weniger schon immer auf der Straße lag und sie nur nebenbei MTB gefahren sind, außerdem wie du sagtest, kommen beide aus dem Cross. Und, beide sind absolute Übertalente. Ich glaube nicht, dass sich Hatherly damit einen Gefallen tut.
  2. Funktionieren kann das, es gibt ja Beispiele, die das belegen. Cadel Evans ist so eins. Aber dann muss man zu 100% seinen Fokus auf die Straße legen und mit einer längeren Anpassungs-/Eingewöhnungszeit planen. Auf mehreren Hochzeiten tanzen hat bisher eigentlich selten bis nie funktioniert. Pidcock und MvdP sind schlechte Beispiele, weil deren Focus mehr oder weniger schon immer auf der Straße lag und sie nur nebenbei MTB gefahren sind, außerdem wie du sagtest, kommen beide aus dem Cross. Und, beide sind absolute Übertalente. Ich glaube nicht, dass sich Hatherly damit einen Gefallen tut.

    Längere Eingewöhnungszeit? Laura Stigger wusste das anscheinend nicht smilie

    Das beste Bsp was genannt werden darf das es klappt ist wohl Prevot!
  3. Pauline fuhr als Juniorin/U23 gleichzeitig Straße und MTB und war in beiden Fällen erfolgreich, der Verlgeich hinkt also auch ein wenig.

    Hatherly ist auch schon 28 und das Straßenniveau ja nochmal höher geworden Jahr für Jahr. Er kann sicherlich als Helfer fungieren, aber Top3 geschweige Top10-Plätze bei größeren Rennen sind wohl kaum zu erwarten.

  4. Längere Eingewöhnungszeit? Laura Stigger wusste das anscheinend nicht smilie

    Das beste Bsp was genannt werden darf das es klappt ist wohl Prevot!
    Frauenradsport ist kein Männerradsport, das sind komplett andere Welten.

    Abgesehen davon ist PFP eher jemand aus der Kategorie Pidcock/MvdP. Und wie kommst du bitte auf Laura Stigger? Die ist noch nie ein WT-Straßenrennen gefahren!
  5. Realistisch gesehen wird das ähnlich wie bei Koretzky laufen. Er kann sicherlich wertvolle Helferdienste leisten und irgendwo mal einen kleinen Erfolg einfahren. Der fehlende Fokus aufs Mountainbike wird ihn dort Leistung kosten.
    Genauso wie bei Koretzky sehe ich es so, dass der auf der Straße sein Talent verschwendet. Klar, der Kerl muss auch sehen, wo er finanziell bleibt. Aber als Fan des XCO-Sports kann ich das nicht gut finden.

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