Auf über 2.600 m ist die Luft dünn und die Aussicht großartig - im ersten Drittel hat man gefühlt an jedem zweiten Kurvenscheitel in Perfektion die Ötztaler Alpen im Blick. Bei unserer Fahrt hüllt sich der Rettenbachferner in eine schützende Wolkendecke
Die Ollweite Line Sölden auf der topographischen Karte
Unsere Erstbefahrung der Ollweite Line beginnt früh am Morgen - auf dem Weg zum Start genießen wir die Aussicht auf den Rettenbach Gletscher und lauschen gespannt den Worten des Bauherren
Abladen an der Bergstation - aus dem Tal benötigt man zur Ollweite Line zwei Liftfahrten, die über ein kurzes Trail-Stück auf der Eebme Line zu verbinden sind
Beeindruckendes Lichtspiel kurz nach dem Start in die Ollweite Line - gut zu erkennen ist, wie flach sich die Strecke an den Hang schmiegt. So verliert man nur wenig Höhe
Den Trail im Blick: Gleich 3x ist allein in diesem Bild ein und der selbe Trail zu sehen - so ein Setup findet man nicht häufig
Zwischen die Steilkurven und Flachstücke mischen sich immer wieder kleine technischere Passagen - sie sorgen dafür, dass die Ollweite Line kein Flowtrail ist und durchaus etwas Erfahrung benötigt
Das markanteste Streckenstück findet sich gut 1,5 km nach dem Start - in mühseliger Arbeit hat das Team hier Stein auf Stein geschichtet und so der alpinen Umgebung eine fahrbare Linie verpasst
Volle Last für Reifen, Federelemente und den Körper - da das Steinfeld nicht besonders steil ist ist ein aktiver Fahrstil gefragt, um hier entspannt und flüssig über die Steine zu segeln
Und immer im Rückspiegel: der Gletscher
Die südöstliche Hanglage sorgt dafür, dass es auf der Ollweite Line trotz der Höhe nicht zu kalt ist
Bei uns am frühen Morgen war das freilich noch anders - die Jacke schützt bei einstelligen Temperaturen
Nach gut der Hälfte der Strecke türmt sich ein beachtlicher Absprung im Blickfeld auf - Nus zeigt sagen wir einen Nosebonk und stellt sicher, dass er dem leicht nach links verlaufenden Trail folgen kann - von der Landung ist vor dem Absprung nicht das Geringste zu sehen
Steilkurven sollte man lieben auf der Ollweite Line - Hinterradversetzen und andere alpine Fahrtechnik kann man sich getrost schenken
Kurve, Biker. Sonnenstrahlen. Perfektion - die Aussicht auf der Ollweite Line ist immer wieder beeindruckend
Absprung in den bewölkten Morgenhimmel - immer wieder laden kleine Elemente zum Spielen ein
Wichtig für Anfänger: Die Ollweite Line ist kein Flowtrail - zumindest nicht durchgängig: Immer wieder fallen die Kurven steil ins Tal hinab und fordern eine kundige Hand an Lenker und Bremse
Mit dem Erreichen der Baumgrenze wird die Ollweite Line etwas steiler und Bikepark-artiger - diese Sektion fühlt sich fast an wie eine 4x Strecke
So wartet ein kleiner Step-Up auf schnelle Biker...
... und die Steilkurven laden zum Angasen ein
Schwung - rum - das war's - im Anschluss an die Ollweite Line kann man entweder über die Ohnline weiter ins Tal fahren, oder aber zur Leiterbergalm queren und den erheblich natürlicheren und technisch anspruchsvolleren Leiterberg Trail mitnehmen (unsere Empfehlung)
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