Vergangene Woche haben sich Bund und Länder in Deutschland auf eine Verlängerung des geltenden Lockdowns bis mindestens zum 31. Januar 2021 geeinigt. Dazu kommen einige Verschärfungen: Man darf sich privat nur noch mit einer nicht im selben Haushalt lebenden Person treffen, in Kreisen mit einer Inzidenz von über 200 gilt nun ein maximaler Bewegungsradius von 15 km um den Wohnort. Wie dieser durchgesetzt wird, unterscheidet sich jedoch je nach Bundesland stark. Wir zeigen euch, wie ihr den Bewegungsradius bestimmen könnt!


Update – 12. Januar 2021, 16:35 Uhr

Mittlerweile gibt es auch eine eigene App, die den genauen Bewegungsradius um die Stadtgrenzen bestimmen kann und nicht einfach nur – wie bei unseren bisherigen Vorschlägen – einen Kreis mit 15 km Radius um einen Punkt zeichnet! Die App heißt „Bewegungsradius Deutschland“ und ist im Apple App-Store und im Google Playstore für iOS und Android-Smartphones erhältlich. Wir haben die iOS-Version bereits getestet und konnten im übersichtlichen Menü schnell unseren Heimatort auswählen und die passende 15 km-Grenze auf eine Karte zeichnen lassen. Außerdem kann man seine Position als Nadel anzeigen lassen – die Farbe gibt einem Auskunft darüber, ob man sich innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen aufhält.





Die wohl prominenteste Regelverschärfung, die auch für viele Mountainbiker Konsequenzen haben dürfte, ist die Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort. Dies gilt nur in Kreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz über 200 liegt – also über 200 neue Corona-Fälle die Woche pro 100.000 Einwohner.

Aktuell ist dies vor allem in Landkreisen in Sachsen, Thüringen sowie Bayern der Fall. Diese Bewegungseinschränkung darf nur unter triftigen Gründen gebrochen werden. Was genau diese sind, ist aktuell unklar – Arztbesuche und der Weg zur Arbeitsstelle sollen jedoch definitiv dazugehören. Mit Sicherheit ausgeschlossen sind jedoch Tagesausflüge. Das bedeutet, dass ein MTB-Ausflug zum Lieblingstrail untersagt ist, sofern dieser mehr als 15 km vom Wohnort entfernt liegt!

Wie genau diese 15 km gemessen werden sollen, ist noch nicht ganz klar. Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel werde die Entfernung innerhalb einer Großstadt wie Berlin nicht gemessen. Man kann also davon ausgehen, dass die 15 km nicht von der genauen Adresse aus, sondern um die jeweilige Stadt herum gezeichnet werden. Hierzu gibt es einige spannende Tools für den Computer oder das Smartphone, mit denen sich leicht ein passender Kreis auf eine Karte zeichnen lässt:

    • iPhone Die kostenlose App „Radius auf Karte“ ermöglicht es, sich um einen vorgegebenen Ort einen Wunschradius zu zeichnen.
    • Android Ganz ähnlich funktioniert die ebenfalls kostenlose Android-App „Location Radius“.
    • PC Für den PC braucht es keine App – hier muss man lediglich www.calcmaps.com besuchen. Auf der Website lässt sich leicht ein Wunschradius um eine eingegebene Adresse ziehen.
    • Computer und BRouter Das Online-Tourenplanungs-Werkzeug BRouter konnte in Frankreich schon länger einen 20 km Radius um einen gewählten Punkt als Grenze nutzen. Jetzt gibt es die Einstellung auch mit 15 km. Dazu muss man nur die deutsche Webseite unter diesem Link aufrufen: https://brouter.m11n.de
Im BRouter auf den Kreis klicken
# Im BRouter auf den Kreis klicken - Schon wird automatisch ein 15 km Radius um den Punkt festgelegt. Für Stadtgrenzen ist das Werkzeug weniger nützlich

Kann man im vorgegebenen Radius um seinen Wohnort eine Tour fahren, dann sollte man unbedingt beachten, dass man im Januar mit lediglich einer Person, die nicht im eigenen Haushalt wohnt, unterwegs sein darf. Dazu zählen künftig auch Kinder unter 14 Jahren!

Wir werden diesen Artikel aktualisieren, sobald genau Infos von Bund und Ländern vorliegen.

Könnt ihr eure Hometrails noch erreichen oder müsst ihr den Januar auf dem Rollentrainer verbringen?

  1. benutzerbild

    Charlie_79

    dabei seit 05/2012

    Es traut sich doch kaum noch einer, seine Meinung zu sagen wenn diese nicht Gesellschaftskonform ist. Das ist so pervers. War man gehen die unkontrollierte Einwanderung von 1,5 Mio Muslimen, war man ein Nazi.
    Kritisiert man Gretas FfF, ist man Klimaleugner. Und nun ist man Aluhut. Es ist krank. Nur weil hier jemand sagt, das er anderer Meinung ist. Kranke Scheiße. Daran wird diese Gesellschaft früher oder später scheitern.
    Eine FDP wird wegen ihrem kritischen Hinterfragen der Verhältnismäßigkeit an den rechten Rand gestellt. Ohr wird Populismus vorgeworfen. Und die Grünen stehen in der Mitte der politischen Bühne? Hä?
    Überzogene Political Correctness war der Startschuss, diese Pandemie wird der Zieleinlauf. Meinungsfreiheit ist sowas von 2010.
    Volltreffer, gut geschossen smilie.
    Und Recht hast Du auch.
  2. benutzerbild

    S-H-A

    dabei seit 12/2015

    Du scheinst übersehen zu haben, daß das hier kein versch***** Computerspiel ist, sondern daß hier in Real JEDEN Tag sehr viele Menschen sterben.
    Das verstehst du schon noch, oder?
    Siehst du? Danke für die Bestätigung. Habe ich mit einem Wort etwas geleugnet? Abgestritten? Nein!
  3. benutzerbild

    Toshi181

    dabei seit 06/2009

    die Treffen sich halt dann alle im Stadtpark beim rodeln! smilie
    Und exakt das ist ein prominentes Beispiel dafür, dass die Maßnahmen immer enger werden. Kleine bockige Erwachsene: „Na toll, wenn ich nicht auf die Piste darf, dann gehe ich halt mit 1000 anderen in den Stadtpark. Ich lass mich nicht einsperren“.
  4. benutzerbild

    Bene2

    dabei seit 09/2009

    Wieso nicht? Es war doch dem Schlaumeier vorher schon klar, was das kostet, wenn er erwischt wird ....
    Blödheit ist doch keine Verhandlungssache.
    What? Inwiefern wird denn die Ausbreitung eines Virus verringert, wenn sich Leute die regelmäßig Körperflüssigkeiten austauschen 8 Stunden weniger sehen? Das ist völlig sinnlos.

    Man muss schon ein harter Blockwart sein, um sowas auch noch toll zu finden 🤦🏻‍♂️
  5. benutzerbild

    S-H-A

    dabei seit 12/2015

    Gäb es keine Meinungsfreiheit gäbe es diesen Kommentarbereich nicht.
    Du siehst ja, was dann passiert. Wie die Tiere. Wäre lustig, wenn es nicht so ernst wäre.

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