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Eigentlich wollte David Trummer die Saison als Privateer hinter sich bringen und nur einige europäische Rennen fahren
Eigentlich wollte David Trummer die Saison als Privateer hinter sich bringen und nur einige europäische Rennen fahren - der YT-Entwicklungsfahrer Erik Irmisch schaffte es jedoch, den schnellen Österreicher für sein kleines Team Racing Dudes zu gewinnen.
Obwohl das Team Racing Dudes kein Elite-Team ist und eher auf europäischem Niveau agiert, konnte Team-Chef Erik Irmisch zur WM ein schickes Custom-Bike für seinen Star-Fahrer organisieren.
Obwohl das Team Racing Dudes kein Elite-Team ist und eher auf europäischem Niveau agiert, konnte Team-Chef Erik Irmisch zur WM ein schickes Custom-Bike für seinen Star-Fahrer organisieren.
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Spätestens beim World Cup in Maribor musste David Trummer seine Pläne für die Saison komplett über den Haufen werfen
Spätestens beim World Cup in Maribor musste David Trummer seine Pläne für die Saison komplett über den Haufen werfen - er fuhr mal eben das beste Ergebnis seiner Karriere ein und zeigte auch im iXS Cup, dass mit ihm zu rechnen ist.
Bei den meisten World Cups war David als Privateer unterwegs und hatte nur seinen Mechaniker und Freund Jensen dabei
Bei den meisten World Cups war David als Privateer unterwegs und hatte nur seinen Mechaniker und Freund Jensen dabei - der Sachse ist erfahrener World Cup-Mechaniker und arbeitete zuvor für das Cube Global Squad um Max Hartenstern.
Auf der extrem schnellen Oldschool-Strecke in Les Gets konnte David Trummer das zweite Mal in Folge in die Top 10 rasen.
Auf der extrem schnellen Oldschool-Strecke in Les Gets konnte David Trummer das zweite Mal in Folge in die Top 10 rasen.
Bei vielen Rennen hatte David nicht mal ein eigenes Pit und stand mit Rad und Mechaniker einfach vor seinem Van oder beim österreichischen XC-Team
Bei vielen Rennen hatte David nicht mal ein eigenes Pit und stand mit Rad und Mechaniker einfach vor seinem Van oder beim österreichischen XC-Team - dafür fand er sein Material ideal und konnte selbst bestimmen, wie es vor Ort laufen sollte.
Gegen Ende der Saison prangte die Nummer 9 an Davids YT Tues 29!
Gegen Ende der Saison prangte die Nummer 9 an Davids YT Tues 29! - Das bedeutet, dass er das komplette Jahr 2020 für das Finale und den Red Bull Livestream gesetzt ist.
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Gut Ding will Weile haben
Gut Ding will Weile haben - nach einem extrem starken Karrierestart als Junior hatte David einige Jahre mit Defekten und Verletzungen zu kämpfen, bis er 2019 endlich den Durchbruch schaffte.
2020 geht David das erste Mal in seiner Karriere für ein absolutes Top-Team an den Start
2020 geht David das erste Mal in seiner Karriere für ein absolutes Top-Team an den Start - für ihn war es vorher bereits ein Traum, mal beim YT Mob unter Vertrag zu stehen.

Spätestens seit seiner grandiosen letzten Saison dürfte David Trummer nicht nur eingefleischten Downhill-Fans ein Begriff sein. Obwohl er faktisch als Privateer, nur mit Unterstützung seines Mechanikers Jensen, an den Start ging, beendete er das Jahr als neuntbester Downhill-Fahrer des Planeten. 2020 tritt der Österreicher für den YT Mob bei World Cup-Rennen an. Wie es dazu kam, haben wir im Interview herausgefunden!

Diashow: David Trummer im Interview: „Ich wollte ein Rad fahren, das ich mir auch kaufen würde!“
Obwohl das Team Racing Dudes kein Elite-Team ist und eher auf europäischem Niveau agiert, konnte Team-Chef Erik Irmisch zur WM ein schickes Custom-Bike für seinen Star-Fahrer organisieren.
Spätestens beim World Cup in Maribor musste David Trummer seine Pläne für die Saison komplett über den Haufen werfen
Gut Ding will Weile haben
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Bei vielen Rennen hatte David nicht mal ein eigenes Pit und stand mit Rad und Mechaniker einfach vor seinem Van oder beim österreichischen XC-Team
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MTB-News.de: Hallo David! Du bist nach mehreren durchwachsenen Saisons bei World Cup-Teams wie RRP und Propain Anfang des Jahres zum eher unbekannten Team Racing Dudes von Erik Irmisch gewechselt. Wie kam es dazu?

David Trummer: Am Ende des Jahres gab es Team-intern bei Propain ziemlich viele Veränderungen. Im Endeffekt konnte ich dort dann nicht mehr weiterfahren. Das war ziemlich spät im Jahr, Ende November, Anfang Dezember. Dann habe ich mir eigentlich gedacht, ich würde gern einmal das Rad fahren, das ich auch wirklich fahren will, das ich mir auch kaufen würde. Und das YT Tues 29, das zu der Zeit gerade neu rausgekommen ist, das wollte ich eigentlich unbedingt haben und hätte es mir auch gekauft. Einfach weil ich schauen wollte, was geht, wenn ich genau das fahre, was ich gern hätte. Dann ist mir der Irm (Erik Irmisch, Anm. d. Red.) eingefallen, mit dem ich befreundet bin, und ich habe ihn angerufen. So ist es dann dazu gekommen.

Eigentlich wollte David Trummer die Saison als Privateer hinter sich bringen und nur einige europäische Rennen fahren
# Eigentlich wollte David Trummer die Saison als Privateer hinter sich bringen und nur einige europäische Rennen fahren - der YT-Entwicklungsfahrer Erik Irmisch schaffte es jedoch, den schnellen Österreicher für sein kleines Team Racing Dudes zu gewinnen.

Also hat er dir dann angeboten, für sein Team zu fahren?

Genau! Das war trotzdem ein bissl ein Problem, weil es schon so spät war, im Dezember. Für ihn waren die Deals schon ausgemacht, mit SRAM und den ganzen Sponsoren. Aber ich habe das Beste draus gemacht und für ihn war es auch geil – er wollte mich auch gern dabei haben. Er hat das dann ausprobiert und irgendwie hat es funktioniert auf den letzten Drücker.

Warum wolltest du eigentlich das YT unbedingt haben – konntest du das vorher fahren? Das kam zu dem Zeitpunkt ja erst raus, wie du sagtest.

Also ich habe ein paar Räder gehabt, die in meiner Auswahl waren. Das war entweder das Santa Cruz V10 29, das Intense M29 oder das YT. Von der Geometrie und vom Aussehen her … da hab ich gedacht: so muss ein perfektes Radl ausschauen! Ich habe mir dann noch Gedanken drüber gemacht und irgendwie hat mir das YT von den Dreien dann am besten gefallen.

Obwohl das Team Racing Dudes kein Elite-Team ist und eher auf europäischem Niveau agiert, konnte Team-Chef Erik Irmisch zur WM ein schickes Custom-Bike für seinen Star-Fahrer organisieren.
# Obwohl das Team Racing Dudes kein Elite-Team ist und eher auf europäischem Niveau agiert, konnte Team-Chef Erik Irmisch zur WM ein schickes Custom-Bike für seinen Star-Fahrer organisieren.
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Wie waren denn deine Ziele vor der Saison? Hast du im Winter schon gemerkt, dass mehr geht? Wie bist du an die Saison herangegangen?

Also erstmal hat mir der Irm gleich im Dezember seinen 29er-Prototyp geborgt. So hab ich schon von Dezember weg mit dem Rad, mit dem ich auch Rennen fahren würde, trainieren können. Dabei habe ich gleich gemerkt, dass ich mich ziemlich wohl drauf fühle. Das war ziemlich geil vom Irm, dass er mir das gleich geborgt hat, obwohl er dadurch selbst bis Februar kein 29er zum Trainieren hatte!

Naja, dann ist es zum ersten Rennen gekommen. Geplant war eigentlich, dass wir nur ein paar europäische World Cups in der Nähe fahren und sonst eher iXS Cups. Und ja … ich habe mich eigentlich beim iXS Cup in Maribor schon ganz gut gefühlt und war in der Quali auch weit vorne (Platz 2, Anm. d. Red.). Das war ja bei einer ziemlich guten Konkurrenz schon und da hab ich gemerkt: beim World Cup am Wochenende drauf könnte etwas ganz Gutes bei rauskommen. Dadurch, dass es dann in der Quali beim World Cup geregnet hat, hab ich nicht wirklich einschätzen können, was dann im Finale geht. Da hat mich der 15. Platz schon überrascht, weil es zu der Zeit mein Karriere-bestes Ergebnis war – das war schon ziemlich geil! (lacht)

Spätestens beim World Cup in Maribor musste David Trummer seine Pläne für die Saison komplett über den Haufen werfen
# Spätestens beim World Cup in Maribor musste David Trummer seine Pläne für die Saison komplett über den Haufen werfen - er fuhr mal eben das beste Ergebnis seiner Karriere ein und zeigte auch im iXS Cup, dass mit ihm zu rechnen ist.

Hat das gute Ergebnis in Maribor deine Saisonplanung dann über den Haufen geworfen?

Dadurch, dass es überraschend so gut gelaufen ist, haben wir den Plan umgeschmissen und gesagt: „F*ck it, wir müssen die komplette Saison fahren!“ Oder besser gesagt: ich hab meinen Mechaniker Jensen gefragt, weil da nur geplant war, dass er die paar Rennen, die er mit dem Irm ausgemacht hatte, bei mir dabei ist. Er hat mich dann eigentlich als Freund unterstützt und ich habe geschaut, dass ich das privat für ihn bezahle, dass ihn das nix kostet wenigstens: Hotel, Essen, die Fähre nach Fort William und so.

Bei den meisten World Cups war David als Privateer unterwegs und hatte nur seinen Mechaniker und Freund Jensen dabei
# Bei den meisten World Cups war David als Privateer unterwegs und hatte nur seinen Mechaniker und Freund Jensen dabei - der Sachse ist erfahrener World Cup-Mechaniker und arbeitete zuvor für das Cube Global Squad um Max Hartenstern.

Nachdem die Saison besser und besser gelaufen ist, sind dann deine Sponsoren auch eingesprungen und haben dich mehr unterstützt?

Das Gute war, dass Elmar von YT (Elmar Keineke, Global Marketing Director von YT, Anm. d. Red.) in Andorra zum Zuschauen war. Und gerade dort ist mein erstes Top 10-Ergebnis gewesen, das ist richtig optimal gelaufen. Das hat ihn total gefreut und dann hat er mich noch ein bisschen mehr unterstützt. Amerika und so: das hat YT dann übernommen.

War es für dich denn ein Vorteil, dass du so auf dich allein gestellt warst, aber eben auch alles selbst bestimmen konntest?

Hm, ein Vorteil ist schwer zu sagen. Ich habe gemerkt, dass es für mich keinen Sinn macht, in so einem mittelguten Team zu sein, weil dann einfach zu viele Sachen da sind, die mir nicht passen. Also habe ich mir gedacht, dass ich wenn dann gern in einem der besten Teams fahren würde – oder ich mache es lieber wieder so wie jetzt, also Semi-Privateer-mäßig.

Auf der extrem schnellen Oldschool-Strecke in Les Gets konnte David Trummer das zweite Mal in Folge in die Top 10 rasen.
# Auf der extrem schnellen Oldschool-Strecke in Les Gets konnte David Trummer das zweite Mal in Folge in die Top 10 rasen.

Deine drei besten Ergebnisse hattest du in Les Gets, Val di Sole und Vallnord – alles eher natürliche und anspruchsvolle Strecken. Warum lief es dort so gut? Liegt dir dieser Streckencharakter einfach?

Ja, so steile, natürliche, technische Strecken waren immer meine Stärke. Es waren immer eher flache Highspeed-Strecken meine Schwächen. In den letzten Jahren ist außerdem einfach immer irgendein Scheiß passiert: Entweder ein Sturz oder ein technischer Defekt – es war einfach immer irgendwas. Das gehört halt dazu im Downhill-Sport.

Das mit den technischen Strecken scheint ja wirklich schon früh angefangen zu haben – du bist 2011 immerhin Vize-Junioren-Weltmeister beim legendären Schlamm-Rennen in Champery geworden …

Das ist eine lustige Geschichte. Das war gerade meine zweite Saison im Downhill und kurz davor bin ich meinen ersten World Cup in Val di Sole mitgefahren. Dort habe ich mich als 48. qualifiziert – damals gab’s noch keine Junioren-Klasse. Ich bin dann eben motiviert gewesen für die WM in Champery, weil’s auch eine steile, technische Strecke war. Zwei Wochen vor der WM habe ich mir aber am Schöckli, wo wir trainiert haben, mein Handgelenk gebrochen – den Radius. Ja, dann war ich natürlich nicht gut drauf, aber die Petra Bernard (österreichische Downhill-Fahrerin, Anm. d. Red.) hat mich angerufen und hat gemeint, sie kennt einen Spezialisten. Der könnte mir weiterhelfen und dann geht’s vielleicht zum Fahren. Ich bin dann auch noch spät dran gewesen, hatte gerade meinen Führerschein neu und hab ein Auto überholt, das links abbiegen wollte, aber nicht geblinkt hat. Ich habe dann mein Auto in den Graben gelassen, mich überschlagen und ja … das war ein Totalschaden und ich bin seitlich durch die Scheibe rausgeklettert mit meinem Gips.

Bei vielen Rennen hatte David nicht mal ein eigenes Pit und stand mit Rad und Mechaniker einfach vor seinem Van oder beim österreichischen XC-Team
# Bei vielen Rennen hatte David nicht mal ein eigenes Pit und stand mit Rad und Mechaniker einfach vor seinem Van oder beim österreichischen XC-Team - dafür fand er sein Material ideal und konnte selbst bestimmen, wie es vor Ort laufen sollte.

Meine Eltern waren nicht daheim und die Petra hat mich dann vom Krankenhaus abgeholt. Da war die Stimmung natürlich im Allgemeinen nicht gut – ich bin dann aber trotzdem mit wem mitgefahren zur WM. Mein Nationaltrainer hat auch nix davon gewusst. Der war erstmal komplett geschockt, dass ich da mit Gips auftauche bei der WM. Ich hab die ersten Trainingstage ausgesetzt, weil es einfach zu sehr wehgetan hat. Die Physios haben mir aber geholfen und haben das gut eingetaped. Dann bin ich beim Rennen mitgefahren: Es hat vollgas gepisst und ich wusste … ich will nicht, dass ich nochmal auf das Handgelenk fliege. Ich habe eben geschaut, dass ich ohne Sturz runterkomme. Das haben die meisten nicht geschafft und so bin ich dann einfach Zweiter geworden – Vize-Weltmeister!

Zurück zur aktuellen Saison: Nach Val di Sole, als du plötzlich in den Top 10 der Gesamtwertung warst und wusstest, dass du die komplette nächste Saison fürs Finale gesetzt sein könntest, wenn du das hältst – hast du da mehr Druck gespürt?

Also wirklich Stress oder Druck oder sowas hab ich mir da nicht mehr gemacht. Es ist einfach so viel passiert in der Saison, so viel was für mich ein unfassbar war: Zum ersten Mal protected, was mich schon so gestoked hat. Dann Top 10 das erste Mal gefahren und eigentlich hatte ich meine Ziele, die ich mir für das Jahr irgendwie vorstellen konnte, schon mehr als erreicht. Von daher habe ich mir eigentlich keinen Stress oder Druck gemacht und bin einfach so weitergefahren wie vorher. Wenn ich nicht in die Top 10 zum Schluss gekommen wäre, wäre es nicht so schlimm gewesen, weil ich meine Ziele eh schon komplett erreicht hatte. Das war dann aber natürlich nochmal das Tüpfelchen auf dem „i“ – das erste Jahr, in dem ich protected bin und in die Top 10 fahre und dann schaffe ich es auch noch irgendwie, das als Neunter zu beenden.

Gegen Ende der Saison prangte die Nummer 9 an Davids YT Tues 29!
# Gegen Ende der Saison prangte die Nummer 9 an Davids YT Tues 29! - Das bedeutet, dass er das komplette Jahr 2020 für das Finale und den Red Bull Livestream gesetzt ist.
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Warum hat es bei dir so lange gedauert, bis der große Durchbruch kam?

Seit ich damals Vize-Weltmeister geworden bin, waren wenige Rennen dabei, bei denen es irgendwie ideal gelaufen ist. Es waren immer mehr Rennen, wo immer irgendwas war. 2015 glaube ich, war ich in Lourdes bei der letzten Zwischenzeit 10. – und dann hab ich halt einen Platten gehabt. Das war schon etwas frustrierend.

Was hat sich seitdem geändert? Hast du mehr Glück, Motivation oder liegt’s vielleicht am Team?

Ich denke, es ist alles zusammen. Es ist sicher ideales Material, was ich jetzt habe. Außerdem habe ich ja nie aufgehört, weiter zu trainieren, also bin ich körperlich auch immer fitter geworden jedes Jahr. Es wird alles zusammenspielen … manche schaffen’s früher, ich hab länger gebraucht, bis ich das alles so auf die Reihe gekriegt habe, die ganzen Probleme.

Gut Ding will Weile haben
# Gut Ding will Weile haben - nach einem extrem starken Karrierestart als Junior hatte David einige Jahre mit Defekten und Verletzungen zu kämpfen, bis er 2019 endlich den Durchbruch schaffte.

Im kommenden Jahr wirst du für den YT Mob an den Start gehen. Wie kam es dazu?

Das war cool, zum ersten Mal in meiner Karriere von einem Haufen Teams Anfragen zu kriegen. Aber eben dadurch, dass ich das YT mir auch privat kaufen würde, war es auch immer mein Wunsch oder mein Traum, dass ich im YT Mob fahren würde. Vorheriges Jahr wäre das auf gar keinen Fall gegangen … jetzt war das sicher mein Favorit. Nur dann, wenn das nicht geklappt hätte, hätte ich mir eine Notlösung suchen und nach einem anderen Team Ausschau halten müssen.

Du bleibst zwar bei YT, tauschst dafür aber ziemliche viele Parts, wie beispielsweise das Fahrwerk, aus. Ist für dich der Rahmen dennoch das wichtigste Teil am Rad?

Also von der Priorität her sind erstmal der Rahmen und die Geometrie am wichtigsten! Dann vielleicht Suspension, dann Reifen, Felgen und so weiter. Aber Rahmen und Reifen bleiben ja komplett gleich und von RockShox auf Fox wird jetzt auch nicht so verkehrt sein …

2020 geht David das erste Mal in seiner Karriere für ein absolutes Top-Team an den Start
# 2020 geht David das erste Mal in seiner Karriere für ein absolutes Top-Team an den Start - für ihn war es vorher bereits ein Traum, mal beim YT Mob unter Vertrag zu stehen.

Was hast du dir in deinem neuen Team denn für das kommende Jahr vorgenommen?

Ich muss mich jetzt erstmal neu einleben – das wird die erste Hürde, dass ich mich mit dem Support und dem Team und allem, was neu ist, wohlfühlen werde. Ich darf mir auf keinen Fall zu viel Stress und Druck machen, was schwierig werden wird, weil selber macht man sich immer am meisten Druck. Dann wird das Ziel sein, dass ich schau, dass ich mal aufs Podium komme … (lacht)

Vielen Dank für das spannende Interview!


Was sagst du zu David Trummers Traumsaison 2019? Glaubst du, er kann mit seinem neuen Team aufs Podium fahren?

  1. benutzerbild

    roq

    dabei seit 05/2011

    Das mit dem Handzeichen kommt irgendwie von Irm seinem "Greedy Vultures" Ding, und soll quasi nen Geier darstellen in dem Bezug.
    Weiß garnicht wie der Irm darauf kam...

    #greedyvultures auf Insta
  2. benutzerbild

    GrazerTourer

    dabei seit 10/2003

  3. benutzerbild

    H.B.O

    dabei seit 03/2006

    hab gedacht der trummer ist so ein extremer straight edge typ -für spitzensportler eher seltsam, sonst sinds oft bekehrte punkrocker (zumindest wenn straight edge immernoch das heisst wie vor 20 jahren)
  4. benutzerbild

    Enginejunk

    dabei seit 03/2010

    H.B.O schrieb:

    hab gedacht der trummer ist so ein extremer straight edge typ -für spitzensportler eher seltsam, sonst sinds oft bekehrte punkrocker (zumindest wenn straight edge immernoch das heisst wie vor 20 jahren)

    Schon lange nicht mehr. Was früher Missy oder Palmer waren, ist heute der Profisportler mit eigenem Massageheini, Mentaltrainer und sonstwas. Da gehts halt um richtig Geld. Wenn du Punk willst, musst weiter im Amateursport suchen. Fahrerlagerparty beim Bergrennen z.b., aber das sind wieder Motorsportarten.

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