Steiler Karrieresprung für Ben Zwiehoff: Der MTB-Nationalfahrer wechselt zum deutschen WorldTour Team Bora-Hansgrohe. Außerdem kommt Wilco Kelderman neu zur Mannschaft hinzu.

Ben Zwiehoff wagt den Schritt vom MTB auf die Straße. Er gilt als ein sehr starker Kletterer und ist damit eine potentielle Unterstützung für Emanuel Buchmann in den Bergen. „Ben ist seit mehreren Jahren Teil der deutschen MTB-Nationalmannschaft. Er war in dieser Hinsicht immer erfolgreich, aber vielleicht fehlt ihm das gewisse Extra an Brisanz. Auf der Straße, vor allem in den Bergen, sehen wir enorme Möglichkeiten. Ich habe immer gesagt, dass wir auch in anderen Disziplinen und Sportarten auf Talentsuche sind. Und so sind wir mit Ben gerne bereit, diesen Athletentyp auf seinem Weg zu begleiten”, sagte Ralph Denk, Teamleiter zu dem Wechsel.

Zwiehoff: „Mein bisheriges Berufsziel als Mountainbiker war immer die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Aber irgendwann wurde mir klar, dass ich mit meinem Klettertalent vielleicht mehr auf der Straße erreichen kann. Deshalb bin ich Bora – Hansgrohe unglaublich dankbar, dass sie mir diese Chance gegeben haben. Einige der Jungs konnte ich bereits im vergangenen Dezember auf Mallorca kennen lernen. Jetzt kann ich es kaum erwarten, von der großen Erfahrung des Teams zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Ich bin hoch motiviert, als Helfer in den Bergen zum Erfolg des Teams beitragen zu können. Als größtes Radrennen der Welt war die Tour de France schon immer ein Traum von mir, also lasst uns sehen, ob ich eines Tages daran teilhaben kann.“

Neuzugang Kelderman gilt in seiner Heimat als Rundfahrt-Talent und soll sich entsprechend auch bei Bora – Hansgrohe in den kommenden Jahren vor allem auf Grand Tours konzentrieren. „Wilco ist ein Fahrer mit enormem Potenzial. Unsere Aufgabe in den nächsten Jahren wird es sein, dieses Potenzial konsequent auf die Straße zu bringen. Er ist das ideale Alter dafür und wird sicherlich eine echte Bereicherung sein”, so Denk.

Was sagt ihr zum Wechsel?

  1. benutzerbild

    Prinzessin 88

    dabei seit 09/2008

    https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_121593.htm. Guter Bericht .Und von seiner Seite her alles richtig gemacht.
  2. benutzerbild

    XknobiX

    dabei seit 07/2009

    Avocado schrieb:

    Konditionell ist Straßenradsport allerdings eine völlig andere Liga. Mal schauen ob es dafür langt.

    Kondition ist die Schnittmenge aus Kraft,Schnelligkeit und Ausdauer. Anders als beim Cross oder X-Country gibts im Peloton eine ganze Fülle von Spezialisten, welche auf ganz unterschiedlichen Profilen ihre Stärken haben.

    Um eine grosse Rundfahrt zu gewinnen benötigt ein Kapitän ca. 3-4 Berghelfer, zwei werden in der ersten Woche verheizt und 2 in der letzten Woche. Dementsprechend ist das Training auch ausgestaltet.

    Die meisten Mountainbiker welche auf die Strasse gewechselt haben, konnten sich alle in der Spitze etablieren.
    Cross Country ist nunmal die beste Schule die man als Radsportler machen kann. Und bei den gehältern auf der Strasse... Ich schätze mal 100k wird er sicher noch ziehen. Davon kann selbst die Topelite im MTB Bereich nur Träumen
  3. benutzerbild

    Nehcuk

    dabei seit 04/2011

    saugeil. die chance seines lebens.

    ich drücke die daumen!
    morgen edelhelfer, übermorgen doppelspitze bei bora & dann fährt buchman für zwiehoff
  4. benutzerbild

    Frell

    dabei seit 12/2015

    XknobiX schrieb:

    Die meisten Mountainbiker welche auf die Strasse gewechselt haben, konnten sich alle in der Spitze etablieren.
    Cross Country ist nunmal die beste Schule die man als Radsportler machen kann. Und bei den gehältern auf der Strasse... Ich schätze mal 100k wird er sicher noch ziehen. Davon kann selbst die Topelite im MTB Bereich nur Träumen

    Ich denke nicht, das die Brot & Butter Teamfahrer so gut bezahlt werden (auch wenn ich es ihnen gönnen würde).
  5. benutzerbild

    Arcbound

    dabei seit 03/2009

    Frell schrieb:

    Ich denke nicht, das die Brot & Butter Teamfahrer so gut bezahlt werden (auch wenn ich es ihnen gönnen würde).

    Immerhin gibt es auf der Straße ein Mindestgehalt. Aber ja, das liegt drunter, aber sicher immer noch besser als das, was der Großteil im MTB-Bereich bekommt.

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