Fast Suspension DC3 – Infos und Preise
Wer eine RockShox ZEB in der R- oder Select-Ausführung fährt, muss ab Werk auf eine differenzierte Einstellbarkeit der Druckstufe verzichten. Hier setzt Fast Suspension mit dem neuen DC3 Drop-In-Upgrade an. Das Kit ersetzt die originale Druckstufeneinheit und soll den günstigeren ZEB-Modellen (mit Charger R oder Charger RC Kartusche) zu einer Dämpfungsperformance verhelfen, die sich stärker an den Top-Modellen orientiert. Das System setzt auf drei dedizierte Öl-Pfade. Wichtig: Das Kit ist nicht kompatibel mit der aktuellen ZEB Base, der Select+ oder der Ultimate.
- Druckstufen-Upgrade-Kit für Federgabeln
- Funktion 3 unabhängige Druckstufen-Kreisläufe (Low-, Mid-, High-Speed), 100 % geschlossenes System mit IFP
- Einstellbarkeit Low-Speed extern (35 Klicks), Mid- & High-Speed intern über Shims
- Kompatibilität RockShox ZEB R (A1), ZEB Select (A1, A2)
- Lieferumfang Kartusche, 250 ml RSP 5WT Gabelöl, zusätzliche Shims
- Verfügbarkeit ab sofort
- www.fast-suspension.com
- Preis 279 € (UVP)
Technisch unterscheidet Fast beim DC3-Kit drei Dämpfungsbereiche, um die Defizite der günstigen OEM-Dämpfungen auszugleichen. Die Low-Speed-Druckstufe (LSC) lässt sich extern über einen Drehknopf in 35 Klicks verstellen – zuständig für die Balance des Chassis gegen Wippen oder Wegtauchen. Intern regeln Shims die härteren Gangarten: Die Mid-Speed-Druckstufe soll das Eintauchverhalten bei schnellen Gewichtsverlagerungen kontrollieren, während der High-Speed-Kreislauf bei groben Schlägen Durchschläge verhindern soll.
Die aus 7075 T6 Aluminium gefertigte Kartusche arbeitet als geschlossenes System mit einem internen Trennkolben (IFP). Der Einbau erfolgt durch den kompletten Austausch der originalen Einheit. Fast Suspension legt dem Lieferumfang zusätzliche Shims sowie 250 ml RSP Gabelöl bei, sodass versierte Schrauber die internen Mid- und High-Speed-Settings selbst anpassen können.
Knapp 280 Euro für das Upgrade der günstigen ZEB – lohnt sich das in euren Augen?
23 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumWas für "nur"? Der HSC-Regler beim Charger 3(.1) macht nichts sinnvolles. Kann er baulich bedingt auch gar nicht. Du musst Spaß haben, den will ich Dir nicht nehmen. Aber da gibt es schon erhebliche Unterschiede.
Ich spreche hier auch explizit von meinem OEM Base Upgrade um das nicht zu vergessen. Allein der Gewichtsunterschied von der Billo Kartusche zur Charger 3.1 ist ein Argument dafür und ob du jetzt der Meinung bist, dass der Regler nichts sinnvolles macht (ist halt quatsch, sorry), er macht mehr als nur das Damping ein- und ausschalten.
Auch bei den Buttercups, es sind zwar beides DebonAir, aber du merkst einen deutlichen Unterschied in der Dämpfung. Du merkst halt auch am Aussehen schon, dass da mehr vor sich geht als bei den Base Teilen.
Bei dem Upgrade von dem ich spreche wechselst du halt die kompletten Innereien einmal aus. Wenn man also vom Umbau einer Base mit Billo Innereien ausgeht, hat man in meinen Augen am Ende des Tages mehr davon Kartusche und Buttercups zu tauschen.
Am Ende des Tages muss man halt sagen jeder muss selbst wissen was für ihn sinnvoll ist. Ich fand den Unterschied von der Base OEM auf Ultimate Level halt schon Tag und Nacht und kann das jedem nur empfehlen.
Ja, ich weiß wie das funktioniert. Du weißt scheinbar nicht, zu welchem Kurs man eine richtige Ultimate bekommen kann, denn das was Du beschreibst ist nicht wirtschaftlich.
Erklär mir gerne, warum das quatsch ist. Weißt Du wie der Dämpfer funktioniert? Weißt Du, was man von einem Highspeedversteller erwarten sollte?
Ah, ich merk schon, das artet gerade in herablassendem, elitärem Geschwätz aus. Da bin ich raus.
Schönes Wochenende!
Ein klassischer Highspeed-Versteller gibt Vorspannung auf einen Shimstack oder versucht in anderer Art und Weise die "Härte" eines Shimstacks zu verändern. Weil die Faceshims Beitrag zur Lowspeed-Dämpfung leisten, erhöht man beim externen Verstellen in aller Regel auch die Lowspeed-Dämpfung. Außerdem wird die Dämpfung degressiver, je mehr Vorspannung gegeben wird. Soweit zu der üblichen Wirkungsweise und den üblichen Nachteilen.
Der Übergang von Low- zu Highspeed ist übrigens im Bereich von 0.5-1m/s Schaftgeschwindigkeit. Man hat beim Biken auch als Normalo immer mal wieder Schaftgeschwindigkeiten von bis zu 8m/s, sehr häufig aber Schaftgeschwindigkeiten im Bereich von 4m/s.
Der Highspeed-Versteller von Rockshox arbeitet gänzlich anders. Das ist ein vorgeschaltetes Nadelventil. Und genau deshalb bewirbt Rockshox das Ganze als ein System ohne "Crosstalk", also Einfluss von Low- auf Highspeed und umgekehrt. Das Basevalve hat nach wie vor einen Shimstack, aber der ist komplett gegen den konkaven Kolben vorgespannt und dämpft deshalb sehr degressiv. Und öffnet erst, sobald die signifikante Vorspannung überwunden ist.
Nadelventile dämpfen progressiv, genauer steigt die Dämpfung quadratisch mit der Schaftgeschwindigkeit. Das heißt der Highspeed-Kreislauf kann in dem Bereich, wo man das üblicherweise von einem Highspeed-Versteller erwartet, nicht merklich regeln. Sonst explodiert einem die Dämpfung bei höheren Schaftgeschwindigkeiten. Bis 2m/s, was man auf dem Dyno sehen kann, macht der Highspeed-Regler so gut wie nichts---zum Glück.
Das ganze System aus vorgeschalteter Highspeed-Nadel, Lowspeed-Nadelventil und vorgespanntem Basevalve-Stack ist suboptimal. Buttercups sind ein entsprechendes Trostpflaster, was man wunderbar vermarkten kann. Der Charger 3.1-Fix ist ein weiteres Trostpflaster, sonst nichts. Das Base valve, was dort neu ausgerollt wurde, gab es übrigens von Beginn an in der Boxxer Base mit Charger 3 RC.
Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular: