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Zack
Zack - Fotos mit der großen Kamera schießen, ohne den Rucksack abzuziehen
Kameratasche
Kameratasche - Platz für kleine DSLR oder DSLM mit Objektiven und Tablet
Sony A6000 in der Hüfttasche
Sony A6000 in der Hüfttasche
Netzfach für Speicherkarte oder ähnliches
Netzfach für Speicherkarte oder ähnliches
Klappt auch ohne Hinsehen
Klappt auch ohne Hinsehen - der taktil leicht zu identifizierende Griff zum Kamerafach
Regenhülle
Regenhülle - als Mountainbiker natürlich sehr sinnvoll
Das Tragesystem ist bequem
Das Tragesystem ist bequem
Umfangreiche Ausstattung
Umfangreiche Ausstattung - an die Möglichkeit für eine Rücklichtmontage wurde auch gedacht
Der Rucksack sitzt gut
Der Rucksack sitzt gut

Mindshift Trail Foto-Rucksack im Test: In unserem großen Rucksacktest haben wir euch kürzlich viele Modelle für Bikepark, Tour und Trail vorgestellt. Heute kommt ein ganz besonderes Modell – und zwar für Fotografen.

Der Mindshift Trail ist einer von 4 Rucksäcken der noch jungen Firma Mindshift. Alle haben ein Alleinstellungsmerkmal gemeinsam: Die aus dem Rucksack heraus rotierende Hüfttasche. Die Antwort auf die Frage, wie man schnell und einfach an seine Kamera kommt. Die Lösung für das ewige Problem, dass die Kamera in den schönsten Momenten nicht zur Hand ist. Ich klinge euphorisch, und ich bin es auch ein kleines bisschen. Denn auf eine Lösung für dieses Problem warte ich schon seit geraumer Zeit.

Zack
# Zack - Fotos mit der großen Kamera schießen, ohne den Rucksack abzuziehen

Wer wissen will, wie’s funktioniert, schaut sich am besten als erstes unser Video an. Da gibt es neben einer ausführlichen Vorstellung auch eine ultra-kurze Demonstration – und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt.

Video

Dieses Video erklärt fast alles:

Test

Also, das Problem ist klar: Größere Kameras helfen zwar, bessere Bilder zu machen – sind aber zu groß für die Hosentasche. Deshalb landen sie im Rucksack – und bleiben häufig genug auch da. Wie also rankommen an die Kamera im Rucksack, ohne den abzusetzen? Mindshift hat die Lösung. Die Hüfttasche ist der Hüftgurt und ist im Rucksack eingesteckt – sie lässt sich nun um die Hüfte rotieren, woraufhin sie vor dem Bauch sitzt und perfekten Zugriff auf ihren Inhalt ermöglicht.

Kameratasche
# Kameratasche - Platz für kleine DSLR oder DSLM mit Objektiven und Tablet
Sony A6000 in der Hüfttasche
# Sony A6000 in der Hüfttasche

Soweit die Theorie. In der Praxis funktioniert es genau so, und zwar in Sekundenschnelle. Den Magnetverschluss runter schieben (groß, leicht blind zu finden), die Klappe nach oben schwingen lassen und den darunter liegenden Griff greifen – daran ziehen, et voilà. Die Kamera verschwindet ebenso schnell wieder, dank der konisch zulaufenden „Garage“ führt man die Hüfttasche einfach wieder in den Rucksack ein.

Netzfach für Speicherkarte oder ähnliches
# Netzfach für Speicherkarte oder ähnliches

Der von uns getestete „Trail“ ist der zweitkleinste Rucksack der Kollektion. 16 l fasst er, aufgeteilt ungefähr 60 : 40 für Ausrüstung : Kamera. Konkret passen beispielsweise eine spiegellose Systemkamera mit insgesamt 3 Objektiven und ein 8″ Tablet in die Hüfttasche, andere Beispiele gibt es unten. Wer eine deutlich größere DSLR-Kamera verstauen muss, findet auch größere Rucksäcke mit größeren Kamerafächern. Wer keine Kamera braucht, sondern schnellen Zugriff auf anderes sucht: In die Hüfttasche passt ein iPad mini, GPS Tracker, Fernglas, Landkarten oder was sonst so schnell im Zugriff sein muss.

Klappt auch ohne Hinsehen
# Klappt auch ohne Hinsehen - der taktil leicht zu identifizierende Griff zum Kamerafach
Regenhülle
# Regenhülle - als Mountainbiker natürlich sehr sinnvoll
Das Tragesystem ist bequem
# Das Tragesystem ist bequem

Neben seinem Alleinstellungsmerkmal handelt es sich beim Trail 16 um einen funktionellen Tagesrucksack, der für Mountainbiker ebenso wie für Wanderer und Spaziergänger geeignet erscheint. Bequem gepolstertes Tragesystem mit mittelmäßiger Belüftung, aber gutem Sitz. Das Hauptfach fasst eine dünne Jacke, Mütze, Handschuhe, Verpflegung, Sonnenschutz und mehr. Im Netzfach vorne lassen sich ebenfalls Kleidungsstücke schnell verstauen, in die elastische Seitentasche passt eine Trinkflasche. Für ein Trinksystem gibt’s ein eigenes Fach, gleiches gilt für das kleine Brillenfach. Insgesamt sehr durchdacht gelöst.

Umfangreiche Ausstattung
# Umfangreiche Ausstattung - an die Möglichkeit für eine Rücklichtmontage wurde auch gedacht

Für schlechtes Wetter gibt es eine Regenhülle, die separat erworben werden muss. Sie ermöglicht nach wie vor den Zugriff auf das Kamerafach, klasse. Einziges Manko: Die Träger setzen an der Oberkante des Rucksacks an, dadurch kann die elastische Regenhülle nicht perfekt fixiert werden. Gleiches gilt an der Unterkante, wo die Regenhülle dem Rucksack besser etwas weiter umschließen würde. Die Hüfttasche kann auch einzeln getragen werden, hier ist eine zweite Regenhülle dabei, die leider nicht mehr ganz so schnellen Zugriff ermöglicht.

Etwas Kritik gibt’s nicht nur für die Regenhülle, sondern auch für einen speziellen Anwendungsfall: Will man an seine Kamera und hat den Rucksack nicht auf dem Rücken, etwa in einer Pause, dann kommt man zwar schnell an die Kamera – doch die Hüfttasche anschließend wieder einzuschieben, das gestaltet sich fummelig.

Der Rucksack sitzt gut
# Der Rucksack sitzt gut

Eigenschaften

  • Aus dem Rucksack heraus rotierende Hüfttasche für schnellen Zugriff auf alles Wichtige für unterwegs: Kompakte DSLR oder spiegellose Systemkamera, 8″ Tablet (iPad mini), Fernglas, Landkarten, Tourenführer, Müsliriegel, Verpflegung und mehr.
  • Eigenes Fach für eine 1,5 Liter Trinkblase oder 2 Liter CamelBak.
  • Zwei-in-Einem: Die Hüfttasche kann natürlich auch eigenständig getragen werden.
  • Regenhülle als Zubehör erhältlich (19,95 €)
  • 179,95 € in Schwarz oder Blau.

Hüfttasche – Foto Ausrüstungsbeispiele

  • Sony a7 mit angesetztem 28–70mm Kit Objektiv plus 1,8/55mm und iPad mini
  • Sony A6000 mit angesetztem Objektiv + 2 Objektive und iPad mini
  • Nikon D5300 mit angesetztem 18–55mm Kit Objektiv plus 75–300mm und iPad mini
  • Canon EOS 700D mit angesetztem 18–55mm Kit Objektiv, plus 75–300mm und iPad mini
  • 3 GoPro Kameras, LCD Monitor, Auslöser, Batterien, SD Karten, verschiedene Befestigungen und Adapter

Test-Fazit Mindshift Trail

Ein einzigartiger Rucksack, der ein tatsächliches Ärgernis löst. Wer das Problem kennt, wird den Minshift Trail lieben. Über die erwähnten, minimalen Schwächen wird man in Anbetracht des Mehrwerts locker hinwegsehen. Ich habe die Kamera mit dem Rucksack tatsächlich häufiger gezückt – und so Momente festgehalten, die sonst einfach passiert wären.

Mindshift Trail – Preisvergleich

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  1. benutzerbild

    catalyst

    dabei seit 02/2007

    Übrigens auch keine schlechte Alternative: Der LowePro Photo Sport 200 für etwa 130,-€
    Kann man zwar nix rausdrehen, aber der untere seitliche Zugriff auf die Kamera funktioniert mit etwas Übung ziemlich gut. Auch in beladenem Zustand. Bikespezifische Protektoren für Rücken oder Kamera gibt´s aber auch hier nicht, dafür taugt das Tragesystem (sitzt gut und straff am Rücken, wackelt nicht, liegt aber eng an und wärmt deshalb auch gut smilie). Als Daypack auch ausreichend groß dimensioniert. Regenhülle ist auch dabei. Nur mal so, wenn man was Fotospezifisches sucht.

    http://www.lowepro.co.uk/shop-by-activity-action-sports/photo-sport-200-aw_ct292pd235.htm
  2. benutzerbild

    simplesimson

    dabei seit 07/2013

    Schöner Test smilie ich bleib aber lieber beim Protektorenrucksack und nehm ne Kamera mit wenn ich wandern gehe.
  3. benutzerbild

    Kyuss1975

    dabei seit 03/2014

    Bin ich der einzige hier, der eine Lefty immer noch creepy findet? smilie
  4. benutzerbild

    Falco

    dabei seit 11/2011

    Wenn man sich auf eine kompakte Festbrennweite oder einem sehr lichtschwachem Zoom beschränken kann, dann ist man mit einer Systemkamera mit APS-C bis FF inkl. Objektiv noch schneller, indem man auf eine einfache Kameratasche setzt die in Hüftnähe am Rucksack befestigt ist.

    Seit den letzten Jahren ist es so möglich trotz der Sensorgröße inkl. Objektiv Kombinationen zu kaufen die nicht länger als 5-7cm werden.

    Ohne Objektivdeckel und mit einfachem Klett- oder Schnappverschluss zieht man die Kamera schon mir der rechten Hand aus der Tasche während man bremst und das Fahrrad mit Links zur Seite legt. In den 2-3 Sekunden Absteigezeit hat es dann auch jede Kamera geschafft bis zur Fotobereitschaft zu booten. Diese Anschaltzeit kommt bei dem Rucksacksystem auch noch oben drauf, spielt dort aber keine so große Rolle. Da man mit so einem Fotorucksack zwar Zeit Spart, aber inkl. absteigen sowieso nicht unter die 10s Marke kommt und bei der Dauer die Einschaltzeit auch keine Rolle mehr spielt. Schon alleine der überflüssige Reißverschluss frisst Zeit.

    Natürlich ist eine permanent an der Hüfte hängende Kamera größeren Gefahren ausgesetzt, ein Verlust sollte man da vorsichthalber einplanen obwohl die doch Robuster sind als sie aussehen.

    Selbst die empfindlichsten Kameras haben bei mir schon mehrere Stürze und ordentlich Dreck und Spritzwasser überlebt. Außer einigen Kratzern und an Pfeffermühle erinnernde Objektivringe sind in den letzten 5 Jahren keine bleibenden Schäden an unseren 5 Kameras aus der Sony NEX Serie entstanden. Im Gegenteil, es ist sogar weicher wenn man zwischen Fels und Hüfte noch eine Kameratasche mit 200-1000€ Inhalt als Aufprallschutz hat smilie

    Natürlich sieht man den Bildern dann auch an das diese auf die Schnelle gemacht wurden, denn es fehlt dann meist an einem schönen Bildaufbau wenn man sich innerhalb weniger Sekunden für eine Perspektive entscheidet.

    Für Lange Brennweiten ist der Rucksack natürlich optimal, in das Anwendungsfeld passt der auch besser rein, denn es dauert oft sowieso etwas länger ehe man für eine Tele Brennweite auf der passende Fotoposition steht, da kommt es auch nicht mehr darauf an ob man in 4s oder in 10s Aufnahmebereit ist. Und trotzdem ist es deutlich bequemer als jedes mal 15-20s zu brauchen.
  5. benutzerbild

    pixxelbiker

    dabei seit 06/2010

    Hat jemand der hier mitlesenden Fotgrafen schonmal den "Amplifi Focus Flask" als Alternative getestet?

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