Erst XC World Cup-Gesamtsieg, jetzt Sabbatical Samara Maxwell legt Pause vom Rennsport ein

Überraschend zieht sich Sammie Maxwell vom aktiven Rennsport zurück: Die Neuseeländerin, die 2025 die Gesamtwertung des XC World Cups gewonnen hat, legt 2026 ein Sabbatical ein und macht eine Auszeit vom Leistungssport.
Titelbild

In der vergangenen Saison feierte die Neuseeländerin im Cross Country World Cup endgültig ihren ganz großen Durchbruch: Bei 9 von 10 XCO-Rennen landete sie auf dem Podest, darunter auch zwei Siege beim Saison-Auftakt in Brasilien sowie beim World Cup in Andorra. So konnte sich Sammie Maxwell am Ende auch die Gesamtwertung im XC World Cup sichern. Auch die Silber-Medaille bei der XC-Weltmeisterschaft in Crans Montana war ein großer Erfolg für die 25-Jährige.

Nun hat ihr Team Decathlon Ford überraschend verkündet, dass ihre Star-Fahrerin eine Auszeit nimmt und sich 2026 komplett vom aktiven Renngeschehen zurückzieht. Aufgrund der intensiven Belastung sowie der vielen Monate entfernt von ihrer Familie und ihrem Freundeskreis in der neuseeländischen Heimat habe sich Samara Maxwell zu diesem Schritt entschieden. Die Auszeit wolle sie nutzen, Kraft zu tanken, ihre mentale Balance wiederherzustellen und viel Zeit mit den Menschen und an den Orten zu verbringen, die ihr am wichtigsten seien.

Es ist der ideale Zeitpunkt für mich, eine Pause einzulegen, durchzuatmen und zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Ich möchte Zeit mit meiner Familie verbringen, neue Kraft tanken und mich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereiten

Sammie Maxwell

Dieser mutige wie überraschende Schritt wird von ihrem Team, den Sponsoren, der medizinischen Abteilung sowie Cycling New Zealand vollumfänglich unterstützt. 2026 wird sich Samara Maxwell von jeglichen öffentlichen Verpflichtungen, von medialen Aktivitäten, aus sozialen Netzwerken und aus dem aktiven Renngeschehen zurückziehen.

Die Weltcupgesamtwertung geht aber an die sympathische Neuseeländerin
# Die Weltcupgesamtwertung geht aber an die sympathische Neuseeländerin – Maxwell war 2025 äußerst konstant unterwegs und darf sich deshalb auch verdientermaßen Overallsiegerin der World Series 2025 nennen.

Dabei soll es sich allerdings nicht um einen dauerhaften Rückzug beziehungsweise ein Karriere-Ende, sondern um eine Auszeit handeln. Das langfristige Ziel bleibe weiterhin, ihr Team Decathlon Ford sowie ihre Heimat Neuseeland bei den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles zu repräsentieren und möglichst erfolgreich zu sein.

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33 Kommentare

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  1. Hältst du eine solche namentliche Aufzählung in einem öffentlichen Forum für notwendig? Ich würd's an deiner Stelle wieder löschen.
    Zumal es absolut keinen Sinn macht, sowas
    aus der Ferne und vom Fernseher aus
    zu beurteilen.

    Wenn man mal bei dem einen oder anderen Rennen an der Strecke steht, oder vor allem im Fahrerlager mal etwas direkter vor den Fahrern, und vor allem den Fahrerinnen steht, sieht man recht schnell, dass auch die scheinbar eher "kräftigen" Typen, was den Körperfettanteil betrifft, eher nah an der Grenze gebaut sind. Was wohl bei einer auf "Watt pro Kilogramm optimierten" Ausdauer Sportart die logische Konsequenz ist. Als Beispiel bei den Männern, um mal etwas von den Frauen wegzukommen, wird ja immer gerne mal Luca Schwarzbauer genannt, der in Richtung wohl auch schon seine Probleme hatte. Auf Bildern fast schon "moppelig". Real einfach eine austrainierte Maschine. Viel Spielraum ist da auch nicht (Laienhaft von außen betrachtet).

    ...
    Wobei die jungen Fahrer heute auch cleverer sind als die alten. Sich eine Auszeit zu nehmen, würden sich die alten kaum trauen.
    Das ist schon gut so wie sie das macht.
    Die "alten" wissen vermutlich auch ganz gut, dass sie nach eine Pause keine Chance mehr hätten, den Rückstand aufzuholen. Matthias Flückiger (klar, völlig andere Geschichte) war nach seiner "Auszeit" bestimmt nicht stärker als vorher, obwohl der sicher Vollgas weiter trainiert hat. Inwiefern Samy Maxwell die Pause verkraftet wird sich zeigen. Sie macht das einzig richtige und ich drücke Ihr die Daumen.
  2. Glas
    Dabei seit 11/2024
    Mal schauen was das neue Jahr so bringt. Es bleibt spannend
  3. Kann es sein das man heute als Sportler(in) und Trainer(in) einfach zu viel über Training weiß und zu viele Daten messen und erheben kann? Schlaf, Ernährung, Training. Alles wird gemessen, dokumentiert und optimiert. Entsprechend weiß man auch welche Konsequenzen eine Abweichung vom Trainingsplan, schlechter Schlaf, unpassende Ernährung auf die Leistung und Wettkampfergebnisse hat.
    Gestaunt habe ich in einer Doku über Tadej Pogacar, wie genau die einzelnen Zeitpunkte für die Einnahme der Nahrung getaktet sind. Ein Kleber auf dem Oberrohr, welcher ihm mitteilt, welchen Snack er nach wie viel Minuten einzunehmen hat - echt fast schon unheimlich.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Athletin oder Athlet 2-3 Saisonen Spaß daran hat dieses durchoptimierte Leben zu führen und seine maximale Leistung zu erreichen. Aber das über 5-10 Jahre aufrecht zu erhalten stelle ich mir mental als sehr belastend vor.
    Kommt vermutlich sehr auf die Erfolge an. Wenn du ein Überflieger wie Pogi bist und nebst den Siegen auch noch über ein 2-stelliges Millionen Salär verfügst, wird es leichter fallen. Ich denke es jedes mal, wenn ich die Ranglisten im DH sehe. Die Plätze 5-10 sind mehrheitlich von den üblichen Verdächtigen belegt. Das gesundheitliche Risiko einzugehen, um so nahe an der Weltspitze und doch nicht im Rampenlicht zu sein - diese mentale Belastung dürfte nicht ohne sein...
  4. Merkwürdig! Unbezahlte Urlaub? Wovon lebt sie denn?

  5. Bürgergeld smilie

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