Seit elf Jahren werden bei Sledgehammer Skibikes in der bereits siebten Generation in einer One-Man-Show von Gregor Schuster – einem passionierten Mountainbiker – gebaut und vertrieben. Mehrere tausend Stück gingen im Direktvertrieb an Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Österreicher stellt für diese Saison das neue Modell „Skibike Freerider 5.2“ vor und ist sich sicher, dass sich der Skibike-Sport weiterentwickeln wird.

„Es ist meine Berufung, diesem Sport zu Bekanntheit und Wachstum zu verhelfen. Lange Jahre habe ich deshalb massiv reinvestiert. Fast wäre mir die Luft ausgegangen und ich dachte bereits ans Aufhören. Doch am Ende der vergangenen Saison stieg die Nachfrage sprunghaft an und der lang ersehnte Durchbruch zeichnete sich ab. Die Vorbestellungen für die heurige Saison haben diesen Trend bestätigt. Die Mühen und Beharrlichkeit haben sich ausgezahlt.“ – Gregor Schuster

Eine Ursache dafür ist die weitere Verbreitung des Mountainbikesports und das Entstehen vieler Bikeparks. Das hat auch großes Potential für das Skibike geschaffen. Skibiken ist Radfahren im Schnee! Vor allem auf blau- gekennzeichneten Pisten oder im Gelände ist es vergleichbar mit dem Gefühl beim Befahren von Singletrails mit dem MTB. Auf steileren, harten Pisten erinnert es eher an Motocross-fahren, mit viel Schräglage und hohen Kurvenkräften.

Das neue Sledgehammer Skibike
# Das neue Sledgehammer Skibike

„Ich persönlich habe den größten Spaß, wenn der Schnee im Frühjahr weich wird und Ski und Snowboard zunehmend mühsamer zu fahren sind. Dann ist es das Beste die Pisten hinunter zu driften. Auch so manche verschneite Bikeparkstrecke hat mir ein breites Dauergrinsen beschert. Genauso wie die Möglichkeit in ein paar Minuten einen Sprung zu bauen und sämtliche Tricks auszuprobieren. Wenn genug Schnee da ist, landet man weich und kann somit machen, wovon man am Rad nur träumen kann. Man hat Möglichkeiten ohne Ende.“ – Michael Kotraschek, Sledgehammer-Teamfahrer und Dirtjumper

Hinzu kommt noch der generelle Trend, dass Vielfalt und Abwechslung im Sport immer wichtiger werden, auch im Wintersport. „In naher Zukunft wird es Winter-Funsportzentren geben, in denen verschiedenste Dinge unkompliziert ausprobiert werden können. Skibikes werden eine große Rolle spielen. Rasch erlernt, bieten sie Spaß vom ersten Moment an und begeistern sofort“, ist Schuster überzeugt.

Eine weiterer Grund, der für den Skibike-Trend spricht, ist, dass es beim Skibiken keine Drehbelastung, vor allem auf die Knie, gibt. Im Gegensatz zum Skifahren und Snowboard steht dieser Sport auch denjenigen offen, die mit Knieproblemen zu kämpfen haben.

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Neues Skibike, neue Ausrichtung
Lange Jahre hat Sledgehammer das „sitzend Fahren“ forciert. Wie auf einem Motocross-Motorrad in der Kurve: Druck auf die äußere Fußraste, inneres Bein anstellen und in die Kurve legen. Nun, mit dem neuen Modell 5.2, wird Dank tieferer, klappbarer Fußrasten das „stehend Fahren“ forciert. Dadurch hat man mehr Kontrolle und kann mit Kurzschwüngen, bei denen man das Heck kontrolliert ausbrechen lässt, auch steiles Terrain gut befahren. Ganz wie beim Bergabfahren mit dem Mountainbike.

schraegvorne
# schraegvorne

Das neue Modell 2017/18 – der FR5.2 Was hat sich geändert?
Der Rahmen ist seit 2012, dem Modell 5.0, unverändert. Die Geometrie wurde bereits beim 5.1 weiterentwickelt und nun weiter verbessert. Man sitzt jetzt „im Bike“ und nicht darauf. Die Beine sind nicht mehr so stark abgewinkelt, da die Fußrasten um 70mm tiefer liegen. Da diese so tief liegen und bei Schräglage im Schnee streifen würden, baut Sledgehammer eigens gefertigte, hochwertige, gefräste Fußrasten, die bei Bodenkontakt nach hinten wegklappen. Diese neuen, breiteren und größeren Fußrasten bringen außerdem besseren Halt und mehr Kontrolle beim Stehend-fahren.

Generell ist das neue Modell in Ausrichtung auf die „Amerikanische“ Fahrweise, dem Stehend-fahren, entwickelt worden. Der tiefere Stand und die straff auf Gummipuffer gelagerten Ski bringen die nötige Kontrolle um stehend auch im schwierigen Gelände durch das kontrollierte Ausbrechen des Hecks, Kurzschwünge fahren zu können. Dadurch kann die Geschwindigkeit sehr gut kontrolliert werden. Durch die Verbesserungen ist das Einsatzgebiet wesentlich erweitert worden, so können künftig nicht nur blau- und rot-gekennzeichnete Pisten befahren werden.

Durch den neuen, voll aus der hochwertigen Aluminiumlegierung 7005 gefertigten Rahmen, wurde das Gewicht weiter reduziert. Es entstand ein sehr gelungenes, leicht hand zu habendes Skibike, auf das man bei Sledgehammer sehr stolz ist. Die neuen Stoßdämpfer haben eine einstellbare Zug- und Druckstufe, so lässt sich die Einfederungs- und Ausfederungsgeschwindigkeit per Stellrad regulieren. Zusätzlich kann der hintere Stoßdämpfer in neun verschiedenen Positionen montiert werden wodurch sich die Federungscharakteristik stark anpassen lässt.

Länge insgesamt20017mm
Länge ohne Ski1120mm
Breite (Fußrasten)370mm
Lenkerbreite760mm
Höhe (Lenkerhöhe)1020mm
Sitzhöhe722mm
Höhe Fußrasten232mm
Gewicht10,66mm
Skilänge910mm
Federweg vorne145mm
Federweg hinten135-172mm
StoßdämpferStahlfeder/ Ölmit verstllb. Zug- & Druckstufe
Gewicht10,66kg
Material Rahmen/ Schwingen7005 T6Aluminium
SkiaufbauHolzkernski, CapMade in Austria
Schwingen und Skilagerkugelgelagertabgedichtet
SkiverschlusssystemSchnellspanner6mm Achse
Preis844EUR inkl. 20 Ust.

Warum baut Sledgehammer als einziger Hersteller eine Schwingengabel?
Oft werden wir gefragt, warum unsere Skibikes diese spezielle Gabelkonstruktion statt einer Gabel wie beim Mountainbike üblich haben. Abgesehen davon, dass dies deutliche Gewichtsvorteile bringt, gibt es noch ein sehr starkes Argument. Es bringt Sicherheit beim Fahren. Anders als beim Mountainbike fährt man mit dem Skibike in sehr steilem Gelände sehr enge Kurven. Dies führt dazu dass der Lenkwinkel sehr flach sein müsste um zu verhindern, dass man über den Lenker fliegt – der so genannte „Highsider“ also. Dies passiert umso mehr, je mehr ein Gerät vorne einfedert, weil sich dadurch die Gabel verkürzt und so der Lenkwinkel steiler wird. Dies ist z.B. stark der Fall bei den Skibikes der Konkurrenz, da diese langhubige Mountainbikegabeln verwenden. Bei unserer Konstruktion schiebt sich der Ski beim Einfedern nach vorne und der Lenkwinkel bleibt so konstant. Wir halten das für eines der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen beim Skibike, da ein Highsider meist mit einer Landung am Kopf endet. Die Bilder unten an zeigen was passiert, wenn ein Sledgehammer Skibike nur vorne einfedert und wenn ein anderes Skibike mit Federgabel dies tut. Man kann sich so gut veranschaulichen dass hier beim Sledgehammer Skibike noch reichlich Sicherheitsreserven vorhanden sind.

Die Gabel
# Die Gabel

Ein Umbausatz von Sledgehammer Skibikes?
Ja, erstmals bietet Sledgehammer auch eine sehr hochwertigen Umbausatz an, den Transformer Kit 1.1. Das deshalb, weil man mit der ehemaligen und befreundeten Firma Bullskate (Schweiz) eine Kooperation eingegangen ist und den von Bull Skate beliebten Umbausatz für Mountainbikes weiterführen will. Er besteht aus einem Paar hochwertiger Holzkernski, den Ski-adaptoren, die die Montage am MTB-Rahmen ermöglichen, sowie den hochwertigen, gefrästen und einklappbaren Fußrasten. Der Preis liegt bei 485 EUR inkl. 20% USt. Es gibt eine rege Nachfrage nach solchen Umbausätzen, die wir auf Empfehlung der ehemaligen Bullsksate gerne bedienen wollen.

Wie verkauft man ein ganzes Skibike, samt zwei Stoßdämpfern, zum Preis eines Paar Skis?
Masse ist das Zauberwort. Sledgehammer ist seit langem und noch immer der einzige Skibikehersteller, der größere Mengen an Skibikes produziert. Dadurch fallen die Stückkosten und diese Preisvorteile werden 1:1 an den Kunden weitergegeben.

„Und das meinen wir wirklich so, da wir in den letzten Jahren so diese junge Sportart mit einem unschlagbar guten Preis entwickelt haben. Man könnte sagen, unsere Preisgestaltung ist gleichzeitig unser Marketingkonzept.“ – Gregor Schuster

Gregor Schuster mit seinem Sledgehammer
# Gregor Schuster mit seinem Sledgehammer

Veranstaltungen & Verleih

  • Opening Verleihstation Stuhleck – Spital am Semmering/ Österreich 16.&17.12.2017 sowie 13.&14.01.2018 und 17.&18.02.2018 und per Anfrage an [email protected]
  • Testival/ Presseevent am Hochkönig – Livingroom (Hochkeil) 13.&14.01.2018
  • Testival Tirol, 19-21.01.2018 örtlich noch nicht fixiert
  • Treffen der European Skibike Association. Das Treffen der Europäischen Skibikeszene. Alle und jedes Gerät ist willkommen! 15.-18.März 2018 in Hochfügen/ Hochzillertal, Multibrand Testival.

Aktuelle Information zu allen Events auf www.europeanskibike.com

Schnelle Kurvenfahrten
# Schnelle Kurvenfahrten

Weitere Informationen: sledgehammer.at

Info: Pressemitteilung Sledgehammer Wintersport GmbH
  1. benutzerbild

    Tororosso

    dabei seit 11/2017

    ja, ohne feder wiegt er 410g...
    Mein Fehler. Aber unabhängig vom Gweicht wird ja auf die Gründe dieser Konstruktion eingegangen. Und klingt plausibel.
  2. benutzerbild

    evil_rider

    dabei seit 01/2002

    Mein Fehler. Aber unabhängig vom Gweicht wird ja auf die Gründe dieser Konstruktion eingegangen. Und klingt plausibel.

    parallelogram gabeln waren immer scheisse was die haltbarkeit anging, einzig beim ansprechverhalten können sie -wenn anständig konstruiert-(was bei sonem billigen ding sicher nicht der fall ist) punkten.

    und nach vorne federn ist immer kacke, schon physikalisch(von wo kommen nochmal die schläge?)
  3. benutzerbild

    Chillischote

    dabei seit 09/2006

    parallelogram gabeln waren immer scheisse was die haltbarkeit anging, einzig beim ansprechverhalten können sie -wenn anständig konstruiert-(was bei sonem billigen ding sicher nicht der fall ist) punkten.

    und nach vorne federn ist immer kacke, schon physikalisch(von wo kommen nochmal die schläge?)

    Sei mir nicht bös, aber du hast dich in Physik wohl eher mit malennachzahlen beschäftigt ;-)

    Da ist nirgendwo ein Parallelogramm... vielmehr 2 eingelenker... diese sind wohl ausreichend erprobt.
    Und diese bewegen die kufen beim Einfedern in einer Kreisbahn nach oben.
    Die Kraft kommt, zumindest näherungsweise, rein von unten... gerade auf Schnee, wo die Reibung extrem gering ist.

    Lange Rede, kein Sinn... net gscheit dahertheoretisieren, sondern testen smilie
  4. benutzerbild

    Marc B

    dabei seit 07/2001

    Haha, echt immer wieder toll das WWW - voll tolerant und ohne Vorurteile die ganzen Hater...

    Fahren statt labern wäre ein gutes Motto. Anderen ihren Spaß gönnen. Vielfalt zulassen. Weniger negative Stimmung verbreiten.

    Ups, meine Worte zum Sonntag, hehe.

  5. benutzerbild

    Mic86

    dabei seit 03/2019

    Mahlzeit Gregor,
    also ich zieh meinen Hut vor dir!
    Sowas in Eigenregie durchzuziehen ist schon ein Ding!
    Vor allem dran zu bleiben und immer wieder alles reinzustecken, bis alles passt, war wahrscheinlich nicht einfach. Da braucht man schon ein gutes Umfeld, das einen vertraut und dabei mitgeht.
    Auch die technischen Lösungen, wie anklappbare Pedale für Schräglage.
    Oder die Frontgabel, die in steilen Hängen und Kurven nicht wegsackt und dadurch Highslider provoziert sind glaube ich wirklich durchdacht?.
    Mich hast du jedenfalls neugierig gemacht und ich werde mal für nächste Saison schauen wo ich dein Teil ausprobieren und mir dann vielleicht zulegen kann.
    Chapeau
    MfG Mic

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