Brook Macdonalds Sturz bei der Weltmeisterschaft in Kanada war ein echter Schock für alle Downhill-Fans. Doch der nicht zu Unrecht Bulldog genannte Neuseeländer erholt sich von seinem Rückenbruch samt vorübergehender Lähmung des Unterkörpers schneller, als man es für möglich gehalten hätte. Vor wenigen Tagen ist Brook das erste Mal wieder auf seinem Bike über Trails geflogen und hat dabei sogar etwas Airtime schnuppern können.

Insgesamt scheint Brooks Heilungsprozess bisher sehr zügig und besser als erwartet zu verlaufen. Im März wird ihm nach eigener Aussage das Metall aus der Wirbelsäule entnommen, was ein großer Schritt zur vollständigen Genesung sein soll. In einem Interview hat Brook kürzlich das ehrgeizige Ziel geäußert, bereits zum Rennen in Losinj, Kroatien, wieder beim Downhill World Cup an den Start zu gehen. Wer des Englischen mächtig ist, kann sich hier die neuste Folge des HKT Podcasts anhören, in der Brook über den Sturz, das fragwürdige Verhalten der UCI und seine Genesung spricht.

Das dürfte die nächstgrößte Errungenschaft nach dem Gehen sein. Ich habe mir diesen Tag jeden Tag vorgestellt und als ich es gemacht habe, war es genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich muss beim Radfahren jedes Mal übers ganze Gesicht lächeln, weil ich weiß, welches Glück ich habe, dass ich das wieder machen kann. Das Leben ist gut!

Brook Macdonald

Hättest du gedacht, dass Brook Macdonald so bald schon wieder auf dem Rad sitzt?

  1. benutzerbild

    Loki_bottrop

    dabei seit 10/2008

    gut ist auf jedenfall, das er wieder genesen wird. bleibt zu hoffen, das es kein böses ende nimmt...
  2. benutzerbild

    Arcbound

    dabei seit 03/2009

    Martll schrieb:

    ...............

    Und wo hätte bei dem Sturz ein Protektor geholfen?
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    scylla

    dabei seit 01/2010

    Großes Internet-Kino hier wieder mal. Wenn in diesem "real life" jeder über alles so gut Bescheid wüsste wie im Internet, dann wäre die Welt ein besserer Platz (oder auch nicht)

    Gregor schrieb:



    Zum Abschluss: Ob er je wieder so fährt wie vorher, weiß doch keiner. Aber ihm zu unterstellen, dass er in seinen sicheren Untergang rennt, ist sowas von daneben. Vielleicht geht alles wieder, vielleicht auch nicht, vielleicht merkt er es und sucht sich was neues. Ich kann mir gut vorstellen, dass es das überwindet und drücke ihm die Daumen. Ehrgeizige Ziele und die entsprechende Arbeit braucht es außerdem einfach, um wieder über den Damm zu kommen – wenn er aufgeben würde und auf der Couch liegen bliebe, würde sein Körper sich nie erholen. Allein deshalb sollte man ihn nach Kräfte motivieren und unterstützen.


    +1, dem ist nichts hinzuzufügen
  5. benutzerbild

    wolfsgut

    dabei seit 03/2011

    Cool das der so schnell wieder fahren kann.
    Ride on
    :i2:
  6. benutzerbild

    bs99

    dabei seit 10/2007

    Gabrox schrieb:

    Natürlich liegen mir keine Akten über die genaue Diagnose von Herrn McDonald vor. Wohl weiß ich aber, dass bei "operierten" Rückenmarksverletzungen, die bei Brook McDonald wohl absolut indiziert war, zumindest unklar ist, wie schwer bestimmte Strukturen geschädigt wurden und wie gut die Ausheilung tatsächlich vonstatten geht. Und das bedeutet nun mal, dass eine weitere schwere Verletzung möglicherweise ernsthaftere Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Brook Mcdonald äußerte sich zum Ausmaß der Verletzung selbst mit folgenden Worten: "The surgery went really well and the surgeon was happy with what he did, the extent of my injury was pretty bad. "

    Wie erwähnt, ist er jedoch alt genug und kann/muss selbst entscheiden. Ich bin allerdings der Meinung, dass Menschen mit schweren Rückenmarks-, Hirn und Nervenverletzungen sich ganz genau überlegen sollten, welches künftige Risiko sie in Zukunft eingehen möchten - auch bei guter Rekonvaleszenz. Die Schulmedizin äußert sich da in der Regel auch recht deutlich, indem man einen möglichen Ausgang bei erneuter Verletzung weder in die eine noch in die andere Richtung skizziert. Alles andere wäre aus medizinischer Sicht auch unverantwortlich. Die genannten Strukturen sind, vor allem das Gehirn, zwar äußerst regenerationsfähig, aber eben auch extrem fragil. Heilung bedeutet nicht, dass sich Schäden nicht kumulieren können, was dann bei weiteren Unfällen eben sehr problematisch werden kann.

    Bist du jetzt Neurologe, Orthopäde oder ein anderer Facharzt?
    Die Verwendung des Esoterik-Kampfbegriffs "Schulmedizin" anstatt "evidenzbasierter Medizin" spricht nicht unbedingt dafür.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!